Arbeitsblatt: Sklaverei

Material-Details

Skript zu den Gründen des Sklavenhandels mit Glossar zu den wichtigsten Begriffen
Geschichte
Neuzeit
7. Schuljahr
11 Seiten

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38
21.02.2014

Autor/in

Basil Blösch
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Seite 1 Die Sklaverei und ihre Geschichte! Was ist ein Sklave ?! Ein Sklave ist ein Mensch, der in völliger wirtschaftlicher und rechtlicher Abhängigkeit von einem anderen Menschen als dessen Eigentum lebt. Er hat kaum Rechte und ist nicht frei, das zu tun, was er will. Das Wort Sklave stammt aus dem lateinischen S(c)lavus und dem griechischen Sklábos. Der Sklave oder die Sklavin gilt rechtlich als Sache und nicht als Person, er oder sie ist in der Regel von der Gesellschaft, von Politik und Religion ausgeschlossen. Die Situation von Sklavinnen und Sklaven ist je nach Gesellschaft und Epoche unterschiedlich. Sklaverei ist schon im Altertum nachgewiesen und ist sowohl in Europa, Asien, Afrika und im vorkolonialen Amerika zu finden. Und es gibt sie in verschiedenen Formen bis heute! Ihre Herren, die Sklavenhalter, konnten alle mit dem Eigentumsrecht verbundenen Befugnisse ausüben, sie konnten ihre Sklavinnen und Sklaven verkaufen, vermieten, verpfänden und in einigen Gesellschaften und in gewissen Epochen sogar töten. Der Sklave und die Sklavin durfte keinen Anspruch auf verwandtschaftliche Beziehungen oder gar seelische Bindungen erheben. Sein Besitzer entschied über Sexualität, Familiengründung oder Zusammenleben einer Familie. Seite 2 Sklavin oder Sklave wurde man durch Geburt als Kind einer Sklavin, durch Kriegsgefangenschaft, als Strafe für schwere Verbrechen oder bei grosser Verschuldung. Gründe für Sklaverei! Mit der Kolonisierung Zentral- und Südamerikas entstand ein neuer, grosser Bedarf an billigen Arbeitskräften. Anfangs zwangen die spanischen und portugiesischen Kolonialherren in Amerika die indianische Urbevölkerung zu Aarbeit auf ihren Zuckerplantagen und in den Bergwerken. Die schwere körperliche Arbeit und unbekannte, von den Europäern eingeschleppten Krankheiten, rafften die Eingeborenen jedoch schnell dahin. So begann man schwarze Sklavinnen und Sklaven aus Afrika, zunächst von der afrikanischen Westküste, nach Amerika und in die Karibik zu verschiffen. Die rechtliche Stellung der Sklaven war in den Kolonien der verschiedenen Länder unterschiedlich. In den britischen Gebieten galten mit Gesetzbüchern wie dem „Barbados Code die strengsten Vorschriften. Neben den rechtlichen Bestimmungen hatten insbesondere der Aufgabenbereich und der damit verbundene Status wesentlichen Einfluss auf die Lage einer Sklavin oder eines Sklaven. Verhältnismässig erträglich war die Situation für diejenigen, welche in Haushalt und Gewerbe arbeiteten. Die Sklaven in Bergwerken und Plantagen, waren Schwerstarbeit und besonders harter Behandlung ausgesetzt. Sie mussten bei tropischer Hitze bis zur völligen Erschöpfung schuften, wer nicht spurte, bekam die Peitsche zu spüren. Seite 3 Die Lebenserwartung eines afrikanischen Sklaven auf einer Plantage betrug durchschnittlich sieben Jahre. Zahlreiche Sklavenaufstände waren eine Folge der unmenschlichen Arbeitsbedingungen, doch blieb einzig der Aufstand in Haiti erfolgreich und führte 1804 zur Unabhängigkeit des Landes. Trotz fürchterlicher Strafen gab es immer wieder Sklavinnen und Sklaven, welche die Flucht versuchten. Eigens dafür engagierte Sklavenjäger mit speziell dressierten Hunden sollten sie aufspüren. Wurden die entlaufenen Sklaven gefunden, drohte ihnen zur Abschreckung der anderen eine grausame öffentliche Hinrichtung. Sklavenhandel im Vorkolonialen Afrika Südlich der Sahara, im Orient und im islamischen Nordafrika kannte man die Sklaverei bereits vor Ankunft der Europäer. Gemäss Berichten arabischer Reisender war Sklaverei in den westafrikanischen Reichen Ghana, Mali und Songhai, im Ashanti-Reich im heutigen Ghana, in Benin, bei den Haussa und Yoruba im heutigen Nigeria sowie im Kongo- Gebiet alltäglich. Seite 4 Sklavinnen und Sklaven arbeiteten in Afrika im Haushalt und auf den Feldern und wurden als deutlich untergeordnete Familienmitglieder verstanden, nicht lediglich als Produktionsfaktor. Ihre Zahl wird auf etwa 14 Millionen geschätzt. Im afrikanischen Wirtschafts- und Sozialgefüge spielte die Sklaverei trotzdem nur eine Nebenrolle. Die meisten Sklaven waren Gefangene, die in Kriegen gegen andere Reiche erbeutet wurden; daneben konnten auch Verschuldung oder Bestrafung für ein schweres Verbrechen zur Versklavung innerhalb des eigenen Volkes führen. Im Fernhandel wurden auch Sklaven gekauft und verkauft, jedoch ohne erkennbare Auswirkungen auf gesellschaftliche oder politische Strukturen. Es scheint, dass die Sklavinnen und Sklaven nicht dermassen ausgebeutet und erniedrigt wurden wie später im transatlantischen Sklavenhandel durch die Europäer. Die rechtliche und soziale Stellung eines Sklaven in Afrika unterschied sich nämlich nicht grundlegend von derjenigen eines freien Kleinbauern. So durften Sklaven heiraten, Kinder aufziehen, Häuser und Habseligkeiten besitzen. Freilassungen kamen ebenfalls vor. Während zum transatlantischen Sklavenhandel seit dem 18. Jahrhundert genaue Daten vorhanden sind, ist dies für den Transsahara – und den Ostafrikahandel nicht der Fall. Geschlechterverhältnisse im arabischen Handel gerade umgekehrt. Man schätzt, dass dieserarabische Sklavenhandel vom 7. bis zum 20. Jahrhundert etwa 10 bis 15 Millionen Menschen betraf, Wenn sich der transatlantische Sklavenhandel aus etwa einem Drittel Frauen und zwei Drittel Männer zusammensetze, so waren die die Geschlechterverhältnisse im arabischen Handel gerade umgekehrt. Die Frauen wurden vor allem im Haushalt und in der Landwirtschaft eingesetzt, zu einem kleineren Teil auch in den Harems. Die Männer wurden unter anderem auch für den Militärdienst verwendet. Seite 5 Einstieg der Europäer ins „schwarze Geschäft Die Entdeckung Amerikas, durch Kolumbus 1492 und der daraus folgende Bedarf der Kolonisatoren nach billigen und ausdauernden Arbeitskräften, brachte eine grundlegende Veränderung in West- und Zentralafrika. Für die europäischen Sklavenhändler, die ab dem 16. bis ins 19. Jahrhundert Sklavinnen und Sklaven für die amerikanischen Kolonien in Afrika einkauften, war die Existenz des innerafrikanischen Sklavenhandels ein grosser Vorteil. So mussten sie selbst kaum auf Sklavenjagd gehen, sondern konnten die Menschenware bei afrikanischen und arabischen Sklavenhändlern und Herrschern gegen europäische Luxusgüter eintauschen. Die meisten Sklavinnen und Sklaven wurden im Hinterland bei Kriegen gegen Nachbarreiche gefangen genommen und dann an die Küstenverschleppt, wo Zwischenhändler sie an die Europäer verkauften. Um den grossen europäischen Bedarf an Sklavinnen und Sklaven zu stillen, verkauften die afrikanischen Herrscher zuweilen eigene Untertanen. Der Sklavenhandel war grundlegend für den wirtschaftlichen Aufschwung der amerikanischen Kolonien. Daher wurde die Sklaverei auch von offizieller Seite her gefördert. Gebraucht wurden sehr viele billige Arbeitskräfte, welche flexibel und ortsunabhängig einsetzbar waren, um die neuen Ländereien zu bewirtschaften. Diese grosse Nachfrage deckten die europäischen Kolonialisten mit Sklavenimporten aus Afrika. Das Monopol der portugiesischen Sklavenhändler im 16. Jahrhundert erhielt im 17. und 18. Jahrhundert Konkurrenz durch Engländer Niederländer und Franzosen. Grossbritannien stieg im 18. Jahrhundert zur führenden Macht im transatlantischen Dreieckshandel auf. Bis Ende des 17. Jahrhunderts war der Sklavenhandel das Vorrecht privilegierter Handelskompanien gewesen. Danach stiegen auch private europäische Kaufleute in den lukrativen Handel ein, nebst Briten, Portugiesen, Seite 6 Franzosen und Niederländern kamen im späten 18. Jahrhundert in geringerem Ausmass auch Amerikaner, Dänen, Schweizer, Deutsche und Schweden dazu. Da Krieg die wichtigste Quelle für Gefangene war, die sich als Sklavinnen und Sklaven an die Europäer verkaufen liessen, führte der Sklavenhandel auch zu mehr Konflikten zwischen afrikanischen Herrschern. Denn Sklaven wurden mit der Zeit nicht mehr als Folge von Kriegen erworben, sondern manche Kriege wurden aufgrund des Bedarfs der Europäer an Sklaven geführt! Verschiffung über den Atlantik Als „Middle Passage wird die mittlere Strecke des Dreieckshandels bezeichnet: Die gewaltsame Verschiffung afrikanischer Sklavinnen und Sklaven übers Meer in die Kolonien in Amerika. Schätzungen zufolge wurden mindestens zwölf Millionen Schwarzafrikanerinnen und Schwarzafrikaner im Rahmen des transatlantischen Sklavenhandels zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert nach Amerika deportiert, davon allein vier Millionen nach Brasilien. Hier nicht dazugerechnet sind die vielen Toten, welche die zwischen 40 und 140 Tagen lange Schiffreise forderte! Da die Sklavinnen und Sklaven eng zusammengepfercht Hunger, Hitze und Krankheiten schonungslos ausgesetzt waren, starben auf der Fahrt eines Sklavenschiffs über den Atlantik jeweils 10-20% dieser menschlichen Fracht. Im 18. Jahrhundert wurden 55% der insgesamt verschleppten Afrikanerinnen und Afrikaner über den Atlantik geführt, zu einem Zeitpunkt, als das System der Plantagenwirtschaft sich in Brasilien und der Karibik in grossem Umfang etablierte. Allein diese beiden Regionen absorbierten beinahe 85% aller über den Atlantik gebrachten Sklaven. Das Hauptherkunftsgebiet verlagerte sich mit der Zeit von Afrikas Westküste weiter in den Süden. Die meisten Sklavinnen und Sklaven stammten während der gesamten Zeitspanne aus der portugiesischen Kolonie Seite 7 Angola. Noch heute ist ein erheblicher Anteil der Bevölkerung Brasiliens, der karibischen Inseln und der USA afrikanischer Abstammung, deren Vorfahren als Sklavinnen und Sklaven gegen ihren Willen nach Amerika verschleppt worden waren. Der Dreieckshandel! Über den Atlantik hinweg entwickelte sich ein Handelsverkehr von gewaltigen Ausmaßen im Dreieck von Europa, Westafrika und der Karibik. Die europäischen Großmächte rüsteten Schiffe aus, beladen mit Waffen, Pulver, Textilien, Pferden, Alkohol, Silber, Tabak, Zucker und Manufakturwaren. Die Schiffe fuhren die westafrikanischen Küsten an, wo sie mit Stammesfürsten die mitgeführten Waren gegen Sklaven eintauschten. In einer zweiten Etappe steuerten die mit Sklaven beladenen Schiffe Amerika an, wo die Sklaven in der Neuen Welt zu höchstmöglichen Preisen verkauft wurden. Erneut beluden die Kaufleute ihre Schiffe, diesmal mit den begehrten Rohstoffen aus den Kolonien: Tee, Kaffee, Zucker, Baumwolle, Tabak, Seite 8 Gewürze und Edelmetalle. Erneut stachen die Händler dann in See und traten die Heimkehr nach Europa an. Dieser transatlantische Sklavenhandel war zugleich ein transnationales Geschäft. Bevor Nationen entstanden, waren es die mächtigen europäischen Monarchien, die das profitable Geschäft mit den Sklaven systematisch förderten: Portugal, Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, Spanien, Dänemark, Brandenburg-Preußen und Schweden. Von Europa aus fuhren (im Oktober) die mit Feuerwaffen, Stahl- und Bronzebarren, grobem Tuch, Glasperlen und Manufakturwaren beladenen Schiffe an die westafrikanische Küste (Küstenabschnitt zwischen dem heutigen Kamerun und Liberia), wo die Ladung gegen Sklaven eingetauscht wurde. Die Sklaven wurden auf Sklavenmärkten von lokalen Händlern gekauft. Danach (ab etwa Anfang Dezember) steuerten die Schiffe die Karibik an, wo vom Erlös der Sklaven landwirtschaftliche Erzeugnisse wie grober Rohrzucker, Rum und Melasse sowie Baumwolle erworben wurden. Ab April segelten die Schiffe überwiegend mit Zuckerprodukten beladen in ihre Heimathäfen zurück, um die Ladung auf dem europäischen Markt mit Gewinn zu verkaufen. Die Schiffe kamen im europäischen Frühsommer zu Hause an. Tatsächlich liefen nur rund zwei Drittel der europäischen Afrikafahrten im Rahmen des Dreieckshandels ab. Vor 1700 war Gold und nicht Sklaven das wichtigste afrikanische Exportgut, das allerdings nach Europa gebracht wurde. Seite 9 Zucker, Tabak und Baumwolle! Die Entwicklung der Sklaverei hing mit den von Sklaven angebauten Nutzpflanzen zusammen. Im 16. Jahrhundert wurde vor allem Zucker angebaut, dann folgte im 17. Jahrhundert in Virginia, einem südlichen Bundesstaat der USA, der Tabakanbau. Durch die industrielle Revolution, als mit Dampfkraft der Antrieb von Spinnmaschinen und automatische Webstühle begann, stieg die Nachfrage nach dem feinen Baumwollgewebe sprunghaft an. Diese Nachfrage hatte damals immer auch Konsequenzen für die Sklaven und die von ihnen unter Zwang gepflanzten und geernteten Nutzpflanzen. Zuckerrohr war sehr schwierig zu ernten und die Arbeit war gefährlich, weil es für die Sklaven keinen Schutz gab. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Sklaven mühsam mit der Machete, einem langen und scharfen Messer die Pflanzen schneiden müssen. In einer Zuckerrohrmühle wurde dann das Zuckerrohr ausgepresst und es dem Saft Melasse gekocht oder brauner Rohzucker hergestellt. Der weisse Zucker, den wir kennen, wird in einer Zuckermühle weiterverarbeitet, verfeinert. Durch noch feinere Verarbeitung entsteht auch Puderzucker. Geschichtlich gesehen gelangte der Zucker erst durch die Kreuzzüge im Mittelalter nach Mitteleuropa. Bislang war den Europäern Honig als einziges Süßungsmittel bekannt. Während die ersten Zuckersorten ausschließlich aus dem Zuckerrohr extrahiert wurden, welcher sich über China und Indien bis in den arabischen Raum ausbreitete, hat sich die spätere Gewinnung für Europa ausschließlich auf die Zuckerrübe konzentriert. Im Zuge der Kolonisation im 16. Jahrhundert wurde Zuckerrohr nach Amerika gebracht, wo die ersten industriellen Zuckerrohrplantagen entstanden. Seite 10 Zucker galt in Europa als Delikatesse, doch den Zuckerkonsumenten in Europa war die Sklaverei auf den Zuckerrohrplantagen egal. Durch die billige Herstellung fiel der Zuckerpreis, der Zucker konnte das traditionelle Süßungsmittel Honig aus der Küche verdrängen. Mit den neuen, ebenfalls aus den Kolonien stammenden Heißgetränken Tee, Kaffee und Kakao, die mit Zucker gesüßt werden müssen, und mit immer neuen kulinarischen Erfindungen wie kandierten Früchten, Marzipan, Limonade, Likör, Pralinés oder Speiseeis wurde der Zuckermarkt immer größer und profitabler. Die Zukunft des Zuckers aus Zuckerrohr schien gesichert. Der regelmäßige Gebrauch von Tabak hatte seinen Ursprung bei unterschiedlichen Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents. Als europäische Forschungsreisende die Neue Welt entdeckten, brachten sie diesen Tabakgebrauch in ihre Heimatländer zurück. Als sich die britischen Kolonien in Amerika ausdehnten, wurde Tabak zu einer Haupthandelsware im Austausch für Güter aus Europa. Der arbeitsintensive Anbau sowie der hohe wirtschaftliche Wert von Tabak trugen zum Ausbau der Sklaverei in Amerika mit bei. Denn die englische Kolonie in Virginia hätte ohne den Tabakanbau nie überlebt. Der Tabakanbau ist der landwirtschaftliche Anbau von Tabak als Nutzpflanze zur Gewinnung von Rohtabak aus den geernteten und getrockneten Blättern, teilweise auch aus den ganzen Pflanzen. Diese Arbeit mussten die Sklaven in langen Arbeitstagen in tropischer Hitze vollbringen. Eine Nutzpflanze wurde in dieser Region nach dem Tabakboom wichtiger als alle anderen: Baumwolle. „Cotton is king – Baumwolle regiert –, erklärte James Henry Hammond 1858, Senator aus South Carolina und Verfechter der Sklaverei. Baumwolle war das wichtigste Exportgut des Landes und sowohl für die Wirtschaft im Süden als auch im Norden unerlässlich. Die niedrigen Kosten der von den Sklaven geernteten Baumwolle kamen den amerikanischen und britischen Textilherstellern zugute. So konnte in den Städten günstigere Kleidung angeboten werden. Die Südstaatler kauften die Produkte der Erzeuger aus dem Norden und der Landwirte aus dem Westen. Beim Baumwollanbau musste bei der Ernte jede Blüte der Pflanze mühsam von Hand geerntet werden. Auch Frauen und Kinder mussten bei der Ernte helfen Die Sklaven produzierten in Nord- und Südamerika also Exportgüter und Europa Seite 11 kam so zu billigem Kaffee, Kakao, Indigo, Tabak, Baumwolle und vor allem Zucker. Glossar wichtiger Wörter:! -Altertum: Das Altertum umfasst die frühen Hochkulturen des Mittelmeerraumes wie Griechenland und Rom. -Kolonisierung: Kolonisation oder Kolonisierung bedeutet die Gründung und Entwicklung von Kolonien (lat. colonia: Ansiedlung) in Afrika, Nord- und Südamerika durch Kolonialmächte wie Portugal, Spanien, Grossbritanien und Frankreich. -Unabhängigkeit (Haitis): Staatliche Unabhängigkeit bezeichnet das Recht eines Staates, seine Entscheidungen unabhängig von Bevormundung durch einen anderen Staat zu treffen. -Monopol: Als Monopol (Zusammensetzung aus altgriechisch monos „allein und pōlein „verkaufen) bezeichnet man in der Wirtschaft eine Marktsituation (Marktform), in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter vorhanden ist. Dieser bestimmt den Preis und die Menge. -Handelskompagnie: Eine Handelskompanie (ital. Compagnia) war ein staatliches Unternehmen, deren Zweck der Fernhandel mit fremden Ländern war. Handelskompanien waren oft mit besonderen Privilegien ausgestattet. -privilegiert: bevorrechtet, bevorrechtigt, bevorzugt, in einer Sonderstellung, Vorrechte genießend; (bildungssprachlich) mit Privilegien ausgestattet -Nutzpflanzen: Nutzpflanzen sind wild wachsende sowie Kulturpflanzen, die u. a. als Nahrungsmittel für Menschen, als Viehfutter oder für technische Zwecke Verwendung finden. Zierpflanzen dagegen bilden eine eigenständige Kategorie. -Sklave: -Sklaverei: .: : : :