Arbeitsblatt: Lernaufgaben Stadtökologie

Material-Details

Zwei Lernaufgaben zum Thema Tiere in der Stadt, die als Einstieg in das Thema Stadtökologie dienen.
Biologie
Oekologie
10. Schuljahr
25 Seiten

Statistik

128585
2063
19
26.03.2014

Autor/in

Andrea Moser
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Wilde Stadt – Tiere im urbanen Lebensraum Lernaufgaben Stadtökologie Fachdidaktik Biologie Pädagogische Hochschule Bern Andrea Moser Inhaltsverzeichnis Informationen für die Lehrperson . 3 Überblick . 3 Leitidee 3 Fachliche Inhalte 4 Fachliche Kompetenzen 4 Überfachliche Kompetenzen . 4 Bemerkungen 4 Quellenverweise 5 Lernaufgabe 1 6 Die Stadt als vielfältiger Lebensraum für Tiere . 6 Lernaufgabe 2 12 Gestaltung von Lebensräumen für die Stadttiere . 12 Anhang 13 Lösungen Lernaufgabe 1 . 13 Lösungen Lernaufgabe 2 . 14 Grundbedürfnisse der Fledermäuse 15 Grundbedürfnisse des Mauerseglers 18 Text für Zusatzaufgabe: Die Rückeroberung . 21 2 Informationen für die Lehrperson Überblick Fach Biologie Schuljahr 10 oder 11 Situierung im Lehrplan Grundlagenfach: Thema Ökologie (Ökosysteme beschreiben, Vernetzung erkennen, Veränderungen von Ökosystemen, Wechselwirkungen und menschliche Eingriffe) Ergänzungs- oder Schwerpunktfach: Stadtökologie, ökologisches Bauen Interdisziplinäre Verknüpfung mit Geographie wünschenswert Vorwissen Grundlagen der Ökologie, Artenkenntnisse einheimischer Säugetiere, Vögel und Reptilien Arbeitsform Lernaufgabe 1: Einzel- oder Partnerarbeit Lernaufgabe 2: Gruppenarbeit Grobablauf Lernaufgabe 1: Bewusstmachen der Stadtfauna, Erarbeiten von Wissen Lernaufgabe 2: Lösung Strategie erarbeiten, Diskussion in der Gruppe, Präsentation im Plenum Zeitaufwand Lernaufgabe 1: 20 Minuten Lernaufgabe 2: 30 Minuten plus 5 Minuten Präsentation pro Gruppe Material Lernaufgaben Broschüren Bücher Plakatpapier und Stifte wenn möglich Computer und Internet Leitidee Die hier vorgestellten Lernaufgaben wurden für den Unterricht im Rahmen eines Sondertages an der Kantonsschule Musegg in Luzern erstellt. Sie richten sich nach den Zielen im Lehrplan der Schule. In Lehrplänen anderer Schulen wird das Thema Ökologie meist im Rahmen der Grobziele erwähnt und gehört zum Stoff des Grundlagenfachs Biologie. Vertiefend können ökologische Zusammenhänge im Ergänzungs- oder Schwerpunktfach behandelt werden. Die Lernenden sollen ökologische Zusammenhänge erkennen und die Folge von menschlichen Eingriffen in Ökosysteme beurteilen können. Zudem soll die Vielfalt der Lebewesen erfahrbar gemacht werden. Die Stadt bietet sich hier als gut erreichbares Ökosystem an. Die meisten Lernenden wachsen im urbanen Gebiet auf, somit kann an ihre tägliche Erfahrungswelt angeknüpft werden. Die Beobachtungen können meist in unmittelbarer Umgebung der Schule durchgeführt werden. Die Lern- 3 aufgaben sollen den Lernenden einen Zugang zum Thema ermöglichen und das Bewusstsein für Veränderungen im Ökosystem fördern. Die Lernenden erhalten bei der Lernsaufgabe 1 die Gelegenheit ein Ökosystem zu beschreiben und Vernetzungen zu erkennen. Im Rahmen der 2. Lernaufgabe wird kausales und vernetztes Denken eingefordert. Die Lernenden erarbeiten sich neues Wissen zu einer bestimmten Tierart und können dies aktiv nutzen, um es auf die Gestaltung des Lebensraums Stadt anwenden. Die Aufgabe fördert das verantwortungsbewusste Handeln gegenüber den Lebewesen im urbanen Raum. Das Thema Stadtökologie ist gesellschaftliche relevant und sollte somit einen festen Platz im Lehrplan einnehmen. Eine Zusammenarbeit mit dem Fach Geographie bietet sich an und kann sowohl im Grundlagenfach wie auch im Ergänzungs- oder Schwerpunktfach angestrebt werden. Anbindungen an die Chemie oder Physik sind denkbar. Die interdisziplinäre Behandlung des Themas ermöglicht den Lernenden das Vernetzen und Festigen des Erlernten und trägt zu dessen Nachhaltigkeit bei. Fachliche Inhalte Die Lernenden setzen sich mit Hilfe der Lernaufgaben mit dem Lebensraum Stadt auseinander. Dabei sollen auf Vorwissen in den Bereichen Artenkenntnis (einheimische Vögel und Säugetiere) und allgemeine Ökologie aufgebaut werden. Der Begriff Ökosystem wird ausgeweitet und auf den vom Menschen strukturierte Lebensraum angewendet. Die Aufgaben können als Vorbereitung von Projektarbeiten genutzt werden. Das Ökoforum der Stadt Luzern bietet zudem Exkursionen zum Thema an (Besuch des Taubenschlags, Führungen zum Thema Fledermaus, Schädlingsbekämpfung). Fachliche Kompetenzen die Lernenden beschreiben das Ökosystem Stadt und grenzen es zu anderen Systemen ab die Lernenden verstehen, wieso die einzelnen Arten gefährdet sind und sie recherchieren nach geeigneten Schutzmassnahmen für Arten wie zum Beispiel Mauersegler und Fledermäuse die Lernenden erwerben sich detailliertes Wissen zu Vorkommen und Verhalten ausgewählter Tiere im Lebensraum Stadt Überfachliche Kompetenzen die Lernenden trainieren Lesestrategien, um Informationen aus Texten extrahieren und verarbeiten zu können die Lernenden können Informationen strukturieren und präsentieren Bemerkungen Der Film „Wilde Stadt (Schulfernsehen, SRF) gibt einen guten Überblick über den Lebensraum Stadt. Ich empfehle ihn daher als Einstieg für die Lektion. Die Lernaufgabe 1 kann als Einzel- oder Partnerarbeit gelöst werden. Die eigene Erfahrung mit dem Ökosystem Stadt soll dabei aufgearbeitet und das Bewusstsein für den Lebensraum gefördert werden. Lernaufgabe 2 ist als Gruppenarbeit konzipiert und ermöglicht einen aktiven Zugang zum Thema. Exemplarisch werden zwei Spezies betrachtet. Im Rahmen einer Exkursion, die auf die Lernaufgabe folgen kann, erfahren die Lernenden im eigenen Handeln, wie ein Lebensraum für gefährdete Arten geschaffen oder erhalten werden kann (Exkursion in den Taubenschlag oder zu Fledermauskolonien). In der Gruppe müssen Kompromisse gefunden und das Konzept muss verständlich präsentiert werden. 4 Quellenverweise Lernaufgabe 1 Stadtfauna 600 Tierarten unserer Städte, 2012 Stefan Ineichen Max Ruckstuhl Bernhard Klausnitzer; Haupt Verlag In der Stadt, Natur erleben – beobachten – verstehen, 2012 Andreas Jaun; Haupt Verlag Stadtökologie, Unterricht Biologie Nr. 143, 1989; Friedrich Verlag Die Rückeroberung, 1982 Franz Hohler, Luchterhand Literaturverlag GmbH Lernaufgabe 2 Wildtiere Hausfreunde und Störenfriede, 2012 Michael Stocker/Sebastian Meyer; Haut Verlag Bauen für Fledermäuse und Mauersegler (Broschüre Ökoforum) Naturschauplätze Fledermäuse (Broschüre Ökoforum) Naturschauplätze Historische Bauten (Broschüre Ökoforum) www.bauen-tiere.ch 5 Lernaufgabe 1 Die Stadt als vielfältiger Lebensraum für Tiere Es ist für uns schwierig den Begriff Ökosystem auf Städte anzuwenden. Unter dem Ökosystembegriff stellen wir uns überwiegend naturnahe oder natürliche Ökosysteme vor. Man spricht von menschlichen Eingriffen ins System, von Störungen der natürlichen Kreisläufe, von technischen Abläufen. Es wiederstrebt uns zum Beispiel, einen Lebensraum wie das Abwasserkanalsystem als Ökosystem zu bezeichnen. Mensch und Technik werden nicht als Bestandteil des Ökosystems gesehen, da wir uns oft als über der Natur stehend empfinden. In den Städten ist die Umgebung fast zu 100% von uns Menschen gestaltet. Wir haben diesen Lebensraum stark an unsere Bedürfnisse angepasst. Dabei wurden die ursprünglich ansässigen Tiere und Pflanzen fast vollständig verdrängt. Nun stellen wir aber fest, dass einige Arten den Lebensraum Stadt neu erobern. Häuser und Strassenschluchten bieten Tieren eine Alternative zu felsigen Habitaten. Kulturfolger schätzen das unbegrenzte Nahrungsangebot, exotische Arten profitieren von dem warmen Stadtklima. Kleinere Spezies finden auch in einer stark verbauten Umgebung ihre Nische. Sie alle geniessen die Vorteile eines stetig wachsenden Lebensraums. Wer lebt nun genau in diesem Stadtökosystem? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Welche Arten heissen wir willkommen, welche bekämpfen wir? Zeitrahmen: 20 Minuten (gilt für Aufgaben 1-3; wer vorher fertig ist, löst die Zusatzaufgabe) Hilfsmittel: Bücher und Broschüren liegen bereit Arbeitsform: Einzelarbeit (ev. Partnerarbeit nach Rücksprache mit der Lehrperson) Aufgabe 1: Nennen Sie Orte oder Strukturen, die den Tieren das Leben in der Stadt ermöglichen (entsprechend dem Beispiel) Die urbane Landschaft bietet vielen Tieren Lebensraum. Das Nahrungsangebot ist gross, es herrscht ein warmes Klima und der Lebensraum wächst stetig. Welche Strukturen und Orte in den Städten bieten den Tieren Zuflucht? Struktur/Ort Wo in Luzern? geeignet für Parkanlagen mit alten Bäumen und Freiflächen Inseli, Ufschötti, Vögeligärtli, Hirschpark Eichhörnchen, Spatzen, Amseln, Kleiber 6 Aufgabe 2: Welche Tiere können wir im urbanen Lebensraum prinzipiell antreffen? a) Entscheiden Sie, ob die unten abgebildeten Tiere zum Ökosystem Stadt (in der Schweiz) gehören. b) Benennen Sie die Tiere und geben Sie an, ob Sie die Tiere in freier Wildbahn erkennen würden. In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein 7 In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein In der Stadt: ja nein Art: Kenne ich: ja nein 8 c) Schreiben Sie alle zusätzlichen Wildtiere auf, die Sie in Luzern schon beobachten konnten. Wo haben Sie die Tiere beobachten können? Aufgabe 3: Zusammenleben mit Tieren im Ökosystem Stadt a) Sind „Stadt-Tiere eine neue Erscheinung? b) Wieso leben Tiere in der Stadt? c) Welche Stadttiere sind von den meisten Menschen gern gesehen gefürchtet? Nehmen Sie eine Einteilung vor: Gern gesehen weder noch, egal gefürchtet, werden vertrieben 9 d) Welche drei Tierarten verursachen in der Stadt Luzern die grössten Probleme? Beschreiben Sie 2 -3 Probleme und erörtern Sie welche Schutzmassnahmen am wirksamsten sind: Tier 1: Tier 2: Tier 3: 10 Zusatzaufgabe: Lesen Sie den Text von Franz Hohler „Die Rückeroberung (Kopie) Nehmen Sie in 5-8 Sätzen dazu Stellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Lernaufgabe 2 Gestaltung von Lebensräumen für die Stadttiere Als Bewohner von Städten können wir mit wenig Aufwand viel für die urbanen Tiere machen. Historische Gebäude können zum Beispiel tierfreundlich saniert werden. Die Stadt Luzern ist daran interessiert ihre historischen Gebäude in Stand zu halten, da diese das Stadtbild prägen und touristisch bedeutsam sind. Bei der Begehung eines Objekts mit dem Architekten wurde festgestellt, dass Fledermäuse und Mauersegler an und im Gebäude Quartier bezogen haben. Da es sich bei beiden Arten um seltene und auch geschützte Tiere handelt, wurden Sie als Biologe/Biologin für die Planung der Sanierung beigezogen. Auftrag: Erarbeiten Sie Vorschriften und Hinweise für die tiergerechte Sanierung des Gebäudes. pro Gruppe eine Tierart (wird von der Lehrperson zugeteilt); Zeit: 30min Worauf müssen Sie bei der Sanierung in Bezug auf Mauersegler Fledermäuse achten? Vorgehen: 1. Lesen Sie die Informationen zu Ihrer Tierart Broschüren, Bücher liegen bereit weitere Informationen im Internet suchen teilen Sie die Recherchearbeit in der Gruppe auf 2. Was sind die Bedürfnisse von Mauerseglern Fledermäusen? Erstellen Sie ein Sanierungs-Konzept für ein von Ihnen ausgewähltes Gebäude. Halten Sie die Vorschläge fest. (Skizze, Text,) 3. Stellen Sie Ihr Konzept der anderen Klassenhälfte vor. 5min pro Gruppe Visualisierung mit Plakat, Wandtafelbild, PowerPoint etc. 4. Einigen Sie sich auf eine Sanierung, die beiden Tierarten gerecht wird. Diskussion im Plenum 12 Anhang Lösungen Lernaufgabe 1 1. mögliche Lösungen (nicht abschliessend) Struktur/Ort Wo in Luzern? geeignet für Parkanlagen mit alten Bäumen und Freiflächen Friedhof Inseli, Ufschötti, Vögeligärtli, Hirschpark Alte Mauern Museggmauer Historische Bauten Türme der Museggmauer, Kirchen Seebrücke, unter der Egg Eichhörnchen, Spatzen, Amseln, Kleiber, Ratten Fuchs, Eichhörnchen, Marder, Dachs, Igel, viele Vogelarten Mauersegler, Eidechsen, Fledermäuse, Blindschleichen Tauben, Falken, Fledermäuse Brückenbögen See- und Flussufer Flachdächer Seepromenade, Inseli, Europaplatz, Reussufer Schulhäuser, Büro- und Wohngebäude Fledermäuse, Tauben, Spinnen Enten, Schwäne, Möwen, Ratten diverse Insekten, Vögel 2. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Baummarder Dachs Igel Waschbär Fuchs Steinmarder Wildschwein Eichhörnchen Bieber Wanderratte 11. Fledermaus (braunes Langohr) 12. Siebenschläfer 13. Mauersegler 14. Amsel 15. Buchfink 16. Dohle 17. Hausrotschwanz 18. Rabenkrähe 19. Rotkehlchen 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. Felsentaube Turmfalke Haussperling Mauereidechse Teichfrosch Blindschleiche Feuerwanze Springspinne Alle der aufgeführten Tiere sind schon in Schweizer Städten beobachtet worden. Waschbär, Bieber und Wildschwein sind aber noch seltene Gäste. Unter c) geben die Lernenden weitere Tiere an, die sie schon beobachten konnten. Folgende Antworten sind zu erwarten: Schnecken, verschiedenen Entenarten, Milan, Mäusebussard, Mäuse, Natter 3. a) Stadtfüchse in England seit 1930, in der Schweiz seit 1980 auch Thema für die Forschung Ratten als klassische Kulturfolger schon seit Menschen Vorräte anlegen Tauben wurden schon von den Römern gezüchtet (Nahrungsquelle) b) riesiges Nahrungsangebot (Ratten, Füchse, Vögel) Ersatzlebensraum für Felsen (Tauben, Eidechsen) milderes Klima (Amseln, Frösche) c) sehr individuelle Einschätzung, sollte im Plenum besprochen werden d) Taube Kot schadet den Gebäuden, trägt Parasiten und Krankheitserreger, hoher Reinigungsaufwand 13 Ratte Träger von Krankheiten, extrem schnelle Vermehrung (bis zu 60 Jungtiere pro Weibchen pro Jahr), fressen Vorräte Fuchs Fuchsbandwurm, zerfleddern Abfallsäcke, Schäden im Garten und in Parkanlagen, können Haustiere jagen Zusatzaufgabe: Individuelle Lösungen können im Plenum diskutiert werden Lösungen Lernaufgabe 2 Präsentationen und Skizzen der Lernenden 14 Grundbedürfnisse der Fledermäuse Die Ansprüche einer Fledermaus an ein Gebäude als Quartier bestehen aus folgenden fünf Punkten: Griffige Landestelle am Haus unterhalb oder seitlich der Einschlupföffnung. Ungehinderter Zugang zum gewählten Quartier (kriechend oder freifliegend). Warme, zugluftfreie, ruhige und dunkle Sommerquartiere. Kalte aber frostfreie, feuchte, ruhige und dunkle Winterquartiere. Ungehinderter Wegflug vom Gebäude (Viele Fledermausarten lassen sich beim Wegfliegen etwa einen Meter tief fallen). Wenig keine Störungen im Quartier, welche die Fledermäuse tagsüber oder gar im Winter aufwecken können. Umsetzung Die bauliche Umsetzung muss sicherstellen, dass auf die Grundbedürfnisse der Fledermäuse geachtet wird. Das heisst, dass die Fledermäuse gut einfliegen oder landen, einschlüpfen, durchschlüpfen können. Dass sie in ein geeignetes Quartier gelangen und dass sie umgekehrt vom Quartier wieder den Einschlupf erreichen und abfliegen können. Landestelle: Die Fläche unmittelbar unterhalb Einschlupf muss rau sein: Rauer Verputz, sägerohes Holz, stark verwitterte Farbanstriche oder Lacke. Einschlupföffnung: Ein Schlitz von 10 3 cm genügt. Er kann waagrecht oder senkrecht angeboten werden. Einflugöffnung: Der offene Teil des Fensters sollte mindestens 20 30 cm (waagrecht oder senkrecht) betragen. Er darf aber auch nicht grösser als 50 100 cm sein, damit der Estrich bei kalter Witterung nicht zu stark auskühlt. Zugang zum Quartier: Estrichbewohnende Fledermäuse sind sehr traditionell, was die Ein- und Ausflugöffnungen angeht. Manchmal durchfliegen sie mehrere Räume, um zu ihrem Fenster zu gelangen, obwohl es nähergelegene Öffnungen gäbe. Diese Flugkorridore und die gewählten Öffnungen müssen frei bleiben. Bestehende Durchschlüpfe und Hohlräume im Zwischendach und in der Fassade müssen erhalten bleiben, bei Neuschaffungen Hohlräume von 2-3 cm Höhe anbieten. Mikroklima: Warm und zugluftfrei müssen Sommerquartiere sein, kalt und frostfrei allfällig vorhandene Winterquartiere. Ruhig und dunkel sollten alle Quartiere sein. Keine oder wenig Störungen im Quartier. Abflug: Unterhalb der Ausflugöffnung darf in einem Bereich von etwa einem Meter kein Hindernis sein, da sich Fledermäuse gerne in den Flug werfen und oft noch ohne Echo-Ortung quasi blind fliegen. Renovation Direkte Arbeiten an Fledermausquartieren sollen nur bei Abwesenheit der Fledermäuse durchgeführt werden. Folgende Fragen müssen vor der Renovation abgeklärt werden: Wie viele Tiere sind es? 15 Um welche Art handelt es sich? Wo fliegen sie ein und aus? Wann sind sie an- bzw. abwesend? Der günstige Zeitraum für Renovationen hängt vom Quartiertyp und der Fledermausart ab. Allgemein gilt bei Sommerquartieren die Zeit von November bis Februar als geeignet. Bei Winterquartieren ist die Zeit von März bis Oktober günstig für Renovationen. Erhalten der Einschlüpfe, Hohlräume und benutzten Holzbalken: Werden durch Renovationen etc. bestehende, langjährig genutzte Einschlüpfe verschlossen, kann dies für die Fledermäuse den Verlust des Quartiers bedeuten. Ebenso schwerwiegend sind Veränderungen im Mikroklima (Zugluft, Wärmeverlust) und Erneuerung der altgewohnten und geruchlich markierten Holzbalken an Hangplätzen. Meist ist es nötig, den Rat von Fledermausfachleuten beizuziehen. Eine geplante Quartier-Neuschaffung sollte ebenfalls von Fachleuten begleitet werden, um einen Erfolg zu ermöglichen. Achtung bei Renovation Bei Renovationen kommt es immer wieder vor, dass für Fledermäuse wichtige Elemente verändert werden. Es ist deshalb auf Folgendes zu achten: Einschlupfloch Firstziegel Kein Verschluss des Einflugloches durch Bleiblech etc. Ziegelleiste (Ortbrett) Kein Verschluss der Lücken durch neue Ziegel oder Ziegelleiste etc. Lücke in Dachknick Kein Verschluss der Lücken durch Holzkeil Dachzusammenschluss Kein Verschluss des Einschlupfloches mit Blech Lüftungsziegel Kein Ersatz des Lüftungsziegels durch einen solchen mit Gittersatz oder durch normalen Ziegel (Achtung: Lüftungsziegel werden nur selten hergestellt; alten aufbewahren) Lüftungsschlitz Kein Verschluss durch Gitter Eindeckung Kein Ersatz der ungenau aufliegenden Ziegel, kein Auffüllen des Spalts Estrich Keine Veränderungen an den Hangplätzen, keine Veränderung des Klimas, kein Einsatz giftiger Holzschutzmittel Dachtraufe Kein Verschluss des Spalts Flachdachabschluss Kein Schliessen des Spalts Fassadenelemente Kein Verschluss des Einschlupfloches bzw. kein Füllen der Hohlräume Storenkasten Kein Füllen der Hohlräume durch Isolationsmaterial, kein Verschluss mit Abschlussleiste Fensteröffnung Kein Verschliessen der Fenster oder Öffnungen Fensterladen Kein Anbringen von glattem Verputz, kein Entfernen der Fensterläden Fachwerk Kein Verschluss der Spalten, kein Ersatz der alten Balken 16 Naturkeller Kein Verschluss der Öffnungen, kein Umbau des Kellers mit Veränderung des Mikroklimas Nisthilfe Kein Entfernen des Fledermauskastens Hangplatz Spaltquartier Kein Entfernen der benutzten Holzbalken, welche geruchlich markiert sind. Müssen die Holzteile unbedingt erneuert werden, so sollten die alten Holzelemente danach wieder angebracht werden. Kein Auffüllen der bestehenden Hohlräume Winterquartier Wird ein Winterquartier zerstört, verbrauchen die Fledermäuse bei der Suche nach einem Ersatzquartier übermässig Energie und können wegen Erschöpfung sterben. Stösst man beim Abtragen von Scheiterbeigen auf Fledermäuse, so sollte man die Tiere vorsichtig zwischen die verbleibenden Holzstücke schieben, damit sie ihren Winterschlaf fortsetzen können. Mikroklima Keine Veränderungen an Lüftungselementen, Fenstern und Öffnungen, welche die mikroklimatischen Verhältnisse beeinflussen. Anforderungen an die Quartiere Fledermäuse benutzen ihre Quartiere nicht während des ganzen Jahres. Wenn die Quartiere aber besetzt sind, müssen sie möglichst störungsfrei sein. Dabei geht es nicht nur um die Quartiere selbst (Räume, Spalten), sondern auch um Ein- und Ausflugsöffnungen, welche nicht verschlossen werden dürfen. In und an Gebäuden finden sich überwiegend Sommerquartiere, seltener Winterquartiere (Keller, Holzbeigen, Rolladenkästen). Winterquartiere in Kellern müssen feucht und frostfrei sein. Berührungen, längeres Anleuchten mit Lichtquellen, sowie im Winter Aufheizen des Raums können zum Aufwachen der Fledermäuse führen. Ungebetene Gäste Welche Gäste ‚gebetene Gäste und welche ‚ungebetene Gäste sind, hängt von der einzelnen Bauherrschaft ab. Im Zusammenhang mit Fledermäusen werden z.B. Tauben und Steinmarder genannt. Tauben: Tauben können durch offene Fenster in Dachstöcke gelangen. Sollten die Tauben zum Problem werden, können Spezialkonstruktionen am Fenster Abhilfe schaffen. Informationen bei Fledermausfachleuten erhältlich. Steinmarder: Steinmarder benutzen manchmal ebenfalls die Fenster als Einstieg in den Dachstock. Auch hier kann durch eine Spezialkonstruktion (wacklige Gittermanschette) Abhilfe geschaffen werden. Informationen bei Fledermausfachleuten. Haben Sie daran gedacht? Nicht über Fenstern oder Gartensitzplatz: Wenn Sie einen neuen Einschlupf planen, platzieren Sie ihn nicht über Fenstern oder einem Sitzplatz, sondern wenn möglich über geschlossenen Wandstücken, d.h. z.B. zwischen Fenstern. Obwohl Fledermauskot klein wie Mäusekot ist, kann er bei einer sehr grossen Kolonie in unangenehmen Mengen herunterfallen und den Gartensitzplatz etwas beeinträchtigen. Erfolg: Mit dem Bauen und Anbieten von neuen Quartieren für Fledermäuse ist noch nicht garantiert, dass diese gleich benutzt und bewohnt werden. Es kann auch vorkommen, dass ein Quartier nie angenommen wird. Vielleicht ist ein negativer Faktor vorhanden, den wir nicht erkannt haben: Es ist deshalb sinnvoll, die wichtigen Parameter einzeln zu verändern. 17 Grundbedürfnisse des Mauerseglers Die Ansprüche eines Mauerseglers an ein Gebäude als Nistplatz bestehen aus folgenden sieben Punkten: Freier Anflug an die Landestelle am Haus. Senkrechte Landestelle am Haus, an der sich Mauersegler festhalten können. Einschlupfmöglichkeit direkt über der Landestelle, durch die die Mauersegler in einen Hohlraum klettern oder direkt einfliegen können. Durchschlupf von diesem Hohlraum in den Zugang zum Nistplatz. Der Zugang zum Nistplatz kann von unten, von oben oder geradeaus erfolgen. Er kann wenige Zentimeter bis anderthalb Meter lang sein. Die Mauersegler kommen mit Hilfe ihrer Füsse und Flügel vorwärts. Nistplatz in einem genügend grossen Hohlraum bzw. mit einem Element, auf dem das Nest angelegt wird (z.B. Ziegelleiste). Mauersegler bevorzugen dunkle Nistbereiche. Freier Abflug! Das Einschlupfloch muss mindestens 4 bis 6 Meter über Boden sein. Die Mauersegler lassen sich aus der Höhe in die Tiefe fallen und breiten dabei die Flügel für den Weiterflug aus. Ist das Einschlupfloch in der Dachschräge (z.B. Lüftungsziegel), muss das Dach steiler als 45 Grad sein. Umsetzung Die bauliche Umsetzung stellt sicher, dass die Grundbedürfnisse der Mauersegler berücksichtigt werden. Das heisst, dass die Segler anfliegen, landen, einschlüpfen, durchschlüpfen und nisten können und dass sie umgekehrt vom Nest wieder zum Ein-/Ausschlupf gelangen und abfliegen können. Anflug: Hindernisfrei: Das heisst, unmittelbar vor der Landestelle dem Einschlupf keinen Baum, keine Baumkrone, kein Gerüst, keine Drähte, keine Dachrinne, keine Mauervorsprünge. Einflug so platzieren, dass er z.B. genau in der Lücke zwischen zwei Bäumen zu liegen kommt. Landestelle: Die Fläche unmittelbar unterhalb des Einschlupfes muss rauh oder weich sein: Rauher Verputz, Holz, fein gerippte Bleche etc. Nur so können die Mauersegler da landen und sich festhalten. Einschlupf: 3x6 cm in ovaler Form bzw. 5 cm Ø. Er kann waagrecht oder senkrecht angeboten werden. Der Abstand zwischen zwei Einschlüpfen muss mindestens 50 cm betragen. Jeder Einschlupf muss zu einem eigenen Nistplatz führen. Durchschlupf: Variiert in der Grösse. 10 cm Breite und 3 cm Höhe sind aber notwendig. Zugang zum Nistplatz: Er braucht mindestens die Grösse des Durchschlupfes. Führt der Zugang zum Nistplatz nach unten oder oben, muss er griffig und rau sein, so dass Füsse und Federn Halt finden. Ist z.B. die Abschlussschicht der Isolation des Unterdaches sehr glatt, kann eine raufasrige Pavatexplatte oder ein Kunststoffgitternetz aufgelegt werden. Quert eine Latte den Zugangsweg, muss sie einen Durchschlupf gewähren: Der Abstand zwischen Dachlatte und Unterdach muss auf eine Breite von 15 cm mindestens 3 cm betragen. Nistplatz: Das Nest braucht etwa den Platz von 15 15 cm mit einer Höhe von ca. 12 cm. Oft erfolgt eine Brut auch auf engerem Raum. Bei starken Neigungen z.B. auf dem Unterdach kann mit einer Latte oder etwas Ähnlichem das Wegrutschen verhindert werden. Die Unterlage des Nestes sollte auch rauh sein. 18 Von Mauerseglernistplätzen auf dem Unterdach von südexponierten Hausdächern sollte man eher absehen, da dort sehr hohe Temperaturen erreicht werden. Abflug: Siehe Anflug Renovation Renovationen bzw. Umbauten von Häusern mit Mauerseglernistplätzen. Günstiger Zeitraum für Renovationen: Januar bis April und Mitte August bis Dezember Dringende bauliche Massnahmen können notfalls schon ab Mitte Juli begonnen werden, wenn die Jungen geschlüpft sind. Die Elterntiere sind dann nur noch schwer durch Lärm etc. von der Brutpflege abzuhalten. Doch muss der freie An- und Abflug gewährleistet sein. Erhalten der Einschlüpfe und Nistbereiche: Werden bestehende, langjährig genutzte Einschlüpfe verschlossen, kann dies für die Mauersegler, die hier gebrütet und aufgewachsen sind, verhängnisvoll sein, weil sie sich das Genick brechen können. Im Glauben, dass der Einschlupf da ist, fliegen sie mit grosser Geschwindigkeit an und treffen mit voller Wucht auf den verschlossenen Einschlupf. Fachbegleitung: Konsultieren Sie bereits bei der Planung, vor Renovationsbeginn, während der Arbeiten und kurz vor dem Abrüsten vor Ort einen Fachmann bzw. eine Fachfrau. Die Kosten sind nicht hoch und gut investiert. Achtung bei Renovation Bei Renovationen kommt es immer wieder vor, dass für Mauersegler wichtige Elemente verändert werden. Es ist deshalb auf Folgendes zu achten: Ziegelleiste (Ortbrett) Kein Verschluss der Lücken durch neue Ziegel oder Ziegelleiste etc. Firstziegel Kein Verschluss des Einflugloches durch Bleiblech etc. Lücke in Dachknick Kein Verschluss der Lücken durch Holzkeil Dachzusammenschluss Kein Verschluss des Einflugloches mit Blech Lüftungsziegel Kein Ersatz des Lüftungsziegels durch einen solchen mit Gittersatz oder durch normalen Ziegel (Achtung: Lüftungsziegel werden nur selten hergestellt; Alte Lüftungsziegel aufbewahren) Lüftungsschlitz Kein Verschluss durch Gitter Dachtraufe Kein Verschluss der Einfluglöcher Flachdachabschluss Kein Verschluss des Einflugloches bzw. kein Auffüllen der Aussparung Storenkasten Kein Füllen der Hohlräume durch Isolationsmaterial, kein Verschluss mit Abschlussleiste Fassadenelemente Kein Verschluss des Einflugloches bzw. kein Füllen der Hohlräume Ungebetene Gäste Welche Gäste ‚gebetene und welche ‚ungebetene Gäste sind, hängt von den einzelnen Bauherren bzw. Bauherrinnen ab. Im Zusammenhang mit Mauerseglern werden z.B. Spatzen und Stare, Insekten, Tauben und Mauersegler-Parasiten genannt. 19 Tauben: Tauben können Mauerseglereinschlüpfe und Nester nicht nutzen, weil sie zu eng sind. Mit der Schaffung von Mauerseglernistplätzen tritt kein Taubenproblem auf. Umgekehrt kann es sein, dass bei der Sanierung von ungebetenen Taubenschlägen auch Mauerseglernistmöglichkeiten wegsaniert werden. Spatzen: Spatzen können als ungebetene Gäste empfunden werden, wenn sie Fassaden und vor allem Fensterscheiben verkoten. Sie tragen viel Nistmaterial ein und schaffen damit eine gewissen Unordnung. In Gartenrestaurants oder offenen Kantinen etc. können Spatzen als Plage empfunden werden, so dass man in nahen Gebäuden alle Spatzennester eliminieren möchte. Mauersegler können an solchen Nistplätzen trotzdem gefördert werden. Dabei muss der Einschlupf so angeordnet sein, dass der Vogel senkrecht hineinklettern muss, was die Mauersegler können, die meisten Spatzen dagegen nicht: Einschlupföffnung waagrecht und Höhe der Wände des Einschlupfes ca. 4-6 cm hoch. Geeignet: Ziegelleiste, Dachtraufe (Hinter Dachtraufe, Dachuntersicht), Fassadenelemente etc. Eine andere Möglichkeit ist, die Einschlüpfe nur zur Zeit der Mauersegler (Ende April bis Mitte August) offen zu halten. Dazu müssen die Einschlüpfe leicht von Menschen erreichbar sein. Hinweis: Spatzen und Stare können Mauersegler auf vorhandene Nistplätze aufmerksam machen. Mauersegler vertreiben dann diese Vögel oft aus deren Nestern. Insekten: Insbesondere Wespen können problematisch sein. Gegen Insekten werden an einigen Stellen im Haus, z.B. im Dachtraufenbereich Insektengitter routinemässig angebracht. Diese Gitter können aber den Wespen und anderen Insekten die Zugänge zu den Hohlräumen in einem Dach nicht wirklich verwehren, denn ein Dach weist sehr viele kleine Öffnungen auf. Ein Haus mit Mauersegler-Nistplätzen weist nicht mehr Wespen oder andere Insekten auf, als ein Haus ohne Mauersegler-Nistplätze. Parasiten: Auf Mauerseglern leben immer wieder Parasiten, die sich auf Mauersegler spezialisiert haben. Im Normalfall treten diese für Menschen nicht in Erscheinung. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich Parasiten in eine Wohnung verirren, ist gegeben, wenn z.B. ein Nistplatz direkt über einem Fenster liegt. In diesem Fall kann ein Nistkasten etwas weiter weg vom Fenster und der Verschluss des alten Nistplatzes Abhilfe schaffen. Haben Sie daran gedacht? Nicht über Fenstern: Platzieren Sie Landestelle und Einschlupf nicht über Fenstern, sondern wenn möglich über geschlossenen Wandstücken, d.h. z.B. zwischen Fenstern. Nicht über Gartensitzplatz: Obwohl Mauersegler kaum Kotspuren hinterlassen, werden so potentielle Konflikte vermieden, z.B. falls Spatzen einziehen und herunterfallendes Nistmaterial und Kot den Sitzplatz beeinträchtigen. Erfolg: Mit dem Bauen und Anbieten von Nistplätzen für Mauersegler ist noch nicht garantiert, dass diese gleich benutzt werden. Die Tiere müssen die Einschlüpfe finden. Man kann ihnen aber keine Wegweiser bauen. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Nistplatz nie angenommen wird. Vielleicht ist ein negativer Faktor vorhanden, den wir nicht erkannt haben: Deshalb ist es sinnvoll, ein Überangebot zu schaffen. 20 Text für Zusatzaufgabe: Die Rückeroberung 21 22 23 24 25