Arbeitsblatt: Unterweltsvorstellung bei den Römern

Material-Details

Kulturgeschichte Latein. Infotext zur Unterweltsvorstelung der antiken Römer
Antike Sprachen
Lesen / Literatur
8. Schuljahr
1 Seiten

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26.07.2014

Autor/in

erica köstzner
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Griechisch-römische Unterwelt Nach dem Tod stieg man in den Hades (Unterwelt) hinab, benannt nach Hades, der dort mit seiner Gattin Persephone herrschte. Dazu musste man an Cerberus vorbei, dem mehrköpfigen Ungeheuer, das zwar alle einliess, aber keinen mehr herausliess (das schafften nur Herakles mit Gewalt und Orpheus mit seinem Gesang). In der Unterwelt musste man den Fluss des Vergessens (Lethe) überqueren, wobei der Fährmann Charon Hilfe leistete; das Fährgeld, der Obolus, wurde den Toten hierfür unter die Zunge gelegt. In der Unterwelt wandelten die Seelen der Verstorbenen als Schatten in zwei unterschiedlichen Bereichen umher; wohin man kam, wurde von Minos, dem Richter der Unterwelt, bestimmt: Das Elysium, die „Insel der Seligen, durfte man als Belohnung für ein frommes und tugendhaftes Leben betreten. Der Tartaros, der der christlichen „Hölle entspricht, war Aufenthaltsort für die Sünder und Büsser. Die bekanntesten davon sind Tantalos, der von Hunger und Durst gequält Essen und Trinken zwar in greifbarer Nähe hat, es aber nicht erreichen kann, oder Sisyphos, der einen riesigen Felsblock einen Berg hinauf schieben muss; kurz vor dem Gipfel jedoch fällt er immer wieder herunter. Die Römer übernahmen die griechische Vorstellung von der Unterwelt; sie bezeichneten sie als „Orcus. In Vergils Aeneis verschafft sich Aeneas Zutritt zur Unterwelt und befragt seinen Vater Anchises über die Zukunft seines zukünftigen Geschlechts, der Römer. Er sieht dabei die Seelen derer, die erst noch auf die Erde geschickt werden, unter anderem die 7 Könige Roms, aber auch Caesar und Augustus. Anchises stellt ihm die zukünftige Grösse Roms vor Augen, vor allem die lange Friedensperiode unter Augustus („pax Augusta), die einem „goldenen Zeitalter gleicht. Er ermahnt Aeneas, seinen Auftrag zu erfüllen, also Dido zu verlassen und die neue Heimat zu suchen. Aeneas gehorcht seinem „fatum (Bestimmung, Schicksal) und löst damit Didos Tragödie aus; ihr Selbstmord wurde von den Römern als Ursache für den Hass zwischen Römern und Karthagern herangezogen