Arbeitsblatt: Die Burg
Material-Details
Bau und Funktion der Burgteile
Geschichte
Mittelalter
5. Schuljahr
7 Seiten
Statistik
139402
1046
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11.01.2015
Autor/in
Marianne Bürki
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
3 RB Die Burg Erklärung Eine Burg war wie ein kleines Dorf. Es gab alles, was es zum Leben brauchte. Im Fall einer Belagerung mussten die Bewohner der Burg längere Zeit ohne Kontakt zur Aussenwelt überleben können. Die Burg in diesem Posten gehörte einem ziemlich reichen Ritter. Sie ist gross und es wohnten hier neben der Ritterfamilie einige Diener. Ärmere Ritter liessen sich kleinere Burgen mit nur einem oder zwei Gebäuden bauen. Auch war das Leben oft nicht so komfortabel und romantisch, wie wir es uns vorstellen. Mehr darüber lernst du im Posten „Ritter arme Leute. Auftrag Lest die Kärtchen und prägt euch ein, wie die Teile der Burg heissen. Merkt euch wozu die einzelnen Teile dienen. Fragt einander ab. Ein Kind zeigt dem andern das Bild. Dieses muss sowohl den Namen als auch die Funktion beschreiben können. Sobald beide Kinder sicher sind, klebt ihr das Bild auf ein Blatt. Erstellt eine Legende. Fasst zu jedem Punkt die Funktion in einem oder zwei Sätzen zusammen. Wichtig ist dabei, dass ihr eigene Sätze schreibt. (Man könnte ja auch faulerweise die Kärtchen abschreiben.) Material Kärtchen, Bild Burg Name: Der Burgpfad Funktion: Der Weg zur Burg war meistens so angelegt, dass er von den Wachtürmen aus über eine längere Distanz eingesehen werden konnte. So konnte man Feinde beim Anmarsch erkennen und bekämpfen. Meistens führt der Burgpfad ein Stück nahe an der Ringmauer vorbei. Name: Burggraben Funktion: Oft wurde rings um die Burg ein Graben ausgehoben. Er diente einerseits als Abwasser- und Abfallkanal, andererseits mussten die Feinde so mehr Höhe überwinden, wenn sie auf die Mauer klettern wollten. Name: Zugbrücke Funktion: In Friedenszeiten wurde sie nur über Nacht eingezogen. So war man gegen ungebetene Gäste weitgehend geschützt. Die Zugbrücke war aus Holz hergestellt und diente zur Überquerung des Burggrabens. Name: Torturm mit Haupteingang Funktion: Durch dieses Tor betrat und verliess man die Burg. Logisch, dass dieser Punkt der Ringmauer besonders gut verteidigt war. Neben dem Haupteingang hatten die meisten Burgen einen oder mehrere geheime Fluchtgänge. Sie wurden nur im Notfall benutzt, wenn man bei einer Belagerung die Burg verlassen musste. Name: Ringmauer mit Zinnen Funktion: Rings um den Burghof führte die Ringmauer. Von Turm zu Turm führten entlang der oberen Kante der Mauer Wehrgänge, so dass die Wachen schnell zu jedem Punkt der Mauer gelangen konnten. Hinter den Zinnen konnte man sich verstecken, während man durch die Zwischenräume die Feinde bekämpfte. Name: Bergfried (Fluchtturm) Funktion: In höchster Not konnte man sich in den Bergfried zurückziehen. Sein Eingang war so schmal, dass nur eine Person aufs Mal hindurchtreten konnte und lag etwa 3 Meter über dem Boden und nur über eine Leiter zugänglich. Fenster gab es nur ganz oben. Seine Mauern waren meterdick. Dies alles machte den Bergfried praktisch uneinnehmbar. Name: Abort (WC) Funktion: Es gab im Mittelalter keine Aborte mit Wasserspülung. Vielmehr setzte man sich in ein kleines Häuschen, das aussen an der Ringmauer angebracht war und ein Sitzbrett mit Loch hatte. Ganz schön luftig! Name: Palas Funktion: Das grösste Haus. Hier wohnte der Burgherr und seine Familie. Im grossen Saal wurde gegessen und Gäste wurden hier empfangen. Reiche Ritter schmückten Wände und Böden mit Teppichen. Ganz noble Leute leisteten sich sogar Fensterscheiben, die in jener Zeit beinahe unerschwinglich waren. Name: Kapelle Funktion: Viele Burgen hatten eine eigene Kapelle. Im Mittelalter war der Glaube sehr wichtig. Einerseits konnte die Ritterfamilie so bequem ihren religiösen Pflichten nachkommen, andererseits zeigte sie durch den Bau einer Kapelle wie wichtig ihr der Glaube an Gott war. So hoffte sie nach dem Tod ins Paradies zu kommen. Name: Brunnen Funktion: Er stellte die Wasserversorgung der Burg sicher. Nur so konnte man eine Belagerung überstehen. Gerade in Burgen auf Hügeln war der Brunnen einer der teuersten Bestandteile, denn man musste von Hand viele Meter durch Felsen nach unten graben, bis man auf Wasser stiess. Name: Werkstatt Funktion: Einerseits lebten in diesem Haus die Angestellten, andererseits befanden sich hier die Werkstätten für alles, was man im Alltag benötigte. Hier wurden Lederwaren repariert, Stühle und Tische geflickt oder hergestellt und die Waffen in Stand gehalten. Oft wurde ein Teil der Nahrungsvorräte in diesem Haus aufbewahrt. Name: Stall und Scheune Funktion: Auch die Pferde und die anderen Nutztiere waren in der Burg untergebracht. In der Scheune (meistens oberhalb des Stalles gelegen) waren Heu und Stroh gelagert. Oft hatte hier der Stallknecht sein Nachtlager. Die Burg: Loesung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Burgpfad Burggraben Zugbrücke Torturm Ringmauer Bergfried Abort Palas Kapelle Brunnen Werkstatt Stall Scheune Die Burg: Bild