Arbeitsblatt: Eine Drahtplastik zeigt "Emotionen"

Material-Details

Unterrichtstunde Plastik und Skulptur. Eine Drahtplastik gestalten. Die Stunde wurde in einer 7. Klasse durchgeführt. In dem Unterrichtsentwurf befindet sich das Bild zum Einstieg von Giacometti, die Methodischen Entscheidungen und das Differenzierungsmaterial.
Bildnerisches Gestalten
Plastik
7. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

147323
996
21
18.05.2015

Autor/in

Sarah Petri
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Eine Drahtplastik zeigt „Emotionen Thema der Unterrichtseinheit: Figur im Raum – Plastisches Gestalten Thema der Unterrichtsstunde: Eine Drahtplastik zeigt „Emotionen Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit: 1. Plastik und Skulptur – Wer war Alberto Giacometti? 2. Gestik und Körperhaltung 3. Eine Drahtplastik zeigt „Emotionen 4. 5. 6. 7. 8. Erkundung des Werkstoffes Ton und Herstellung plastischer Grundformen Eine Tonfigur formen Plastik und Raum Eine Tonfigur formen Präsentation der Figuren in Gruppenszenen Ziel der Unterrichtsstunde: Die Schülerinnen und Schüler1 können mithilfe von Gestik und Körperhaltung eine Emotion darstellen, indem sie ein Standbild bauen. Sie gestalten eine Drahtplastik zu einer selbst ausgewählten Emotion. Angestrebte und zu fördernde Kompetenzen: Die SuS können nonverbale Signale der Gestik und Körperhaltung wahrnehmen und deuten (Methodenkompetenz Sozialkompetenz) können mittels eines Standbildes eine Emotion darstellen (Sozialkompetenz/Methodenkompetenz) entscheiden sich für eine Emotion und stellen diese mit einer Drahtplastik dar (Selbstkompetenz/Methodenkompetenz) reflektieren die eigenen und fremde Arbeiten und begründen ihre Meinung (Methodenkompetenz/Sozialkompetenz) beschreiben ein weiteres Werk Giacomettis, indem sie sich auf seine Formsprache beziehen (Sachkompetenz) 2. Didaktisch- methodische Überlegungen Ich zeige heute die dritte Stunde meiner Unterrichtseinheit „Figur im Raum- Plastisches Gestalten mit Draht und Ton. Die Unterrichtseinheit ist dem Arbeitsbereich 3 „Plastik/Objekt/Objektdesign des Lehrplans für Kunst, Sekundarstufe zuzuordnen.2 Im Mittelpunkt dieser Unterrichtseinheit steht das haptisch-dreidimensionale Wahrnehmen und Gestalten mit Draht und Ton. In der heutigen Stunde gestalten die Schüler eine Drahtplastik. Die Drahtplastik dient als Modell für eine spätere plastische Umsetzung mit dem Werkstoff Ton. In den vorangegangenen Stunden wurde den SuS der Zugang zu dem Thema eröffnet, indem zunächst die Grundlagen der räumlichen Gestaltung anhand verschiedener Kunstwerke (Plastik, Skulptur und Objekt) erarbeitet und verglichen wurden. Im Anschluss fand eine erste Annäherung an Giacometti und seine Formsprache, durch die Betrachtung des Kunstwerkes „Der Platz, statt. Zum Einstieg der Stunde visualisiere ich das Bild „Lhomme qui chavire von Alberto Giacometti als stummen Impuls an der Tafel, um das Interesse für den Unterrichtsgegenstand zu wecken. Die SuS äußern sich spontan zu der gezeigten Arbeit, indem sie Merkmale der Figur beschreiben. Des weiteren gebe ich den Gesprächsimpuls, indem ich die Lerngruppe auffordere, zu überlegen, welche Emotionen die Figur verkörpert. Die Schüler äußern ihre Wahrnehmung und werden aufgefordert, dabei vor allem auf die Körperhaltung der Figur zu achten. Des weiteren können die Schüler Ideen für einen möglichen Titel finden. Damit eine Sensibilisierung bezüglich des Gefühls für den Zusammenhang von Körperhaltung und Wirkung erreicht wird, werden die SuS in der Hinführung aufgefordert, eine Emotion, mithilfe der Körperhaltung und Gestik, in einem Standbild darzustellen. Das Erarbeiten eines Standbildes bietet sich hier gut an, da es den SuS ermöglicht sich dies vor Augen zu führen. Die spätere Umset- zung als Plastik muss ebenfalls „ohne Worte auskommen und ist für den Betrachter, wie das Standbild, statisch. Mögliche darzustellende Emotionen sind an der Tafel, in Form von Karten, aufgehängt. Die SuS entscheiden sich je für eine Emotion und stellen diese in einem Standbild dar. Für die Erarbeitung des Standbildes arbeiten die Jugendlichen in Partnerarbeit, wobei zunächst ein Schüler die Rolle des „Erbauers übernimmt und aus dem Körper seines Partners bzw. seiner Partnerin seine ausgewählte Emotion „formt. Anschließend wechseln die SuS die Rollen. Das Erarbeiten eines Standbildes bietet die Möglichkeit, sich im Vorfeld über gestalterische Probleme, wie Gestik und Körperhaltung, Gedanken zu machen. Das Ziel der Stunde und der zeitliche Rahmen werden an der Tafel visualisiert und schaffen somit eine Stundentransparenz. In der Erarbeitungsphase sollen die SuS sich für ein Gefühl entscheiden, welches sie in einem Drahtmodell darstellen. Sie biegen eine (in Anlehnung an Giacometti) Figur und ummanteln diese mit Alufolie. Die Drahtplastik soll jedoch keine Abbildung Giacomettis sein. Giacomettis Figuren geben den SuS lediglich einen Impuls und spielen nur in Bezug auf dessen Formsprache eine Rolle. Das heißt, die Jugendlichen bekommen eine Idee von Reduktion einer plastischen Figur. Nachdem die LiV das Formen einer Drahtfigur demonstriert hat, beginnen die SuS mit der ästhetisch-praktischen Phase. Um alle Lernkanäle anzusprechen, visualisiere ich den AA an der Tafel. Für SuS, die eventuell Schwierigkeiten haben einen Gefühlsausdruck auf ein Drahtmodell zu übertragen, liegen Hilfskarten bereit. Auf den Karten ist jeweils eine Figur (in Form eines Strichmännchens) dargestellt, die ein Gefühl verkörpert. Schnelle SuS geben ihrer Figur einen Titel, damit sie noch einmal ihre Arbeit reflektieren. Für die Präsentation sollen die SuS ihre fertig gebogenen Drahtfiguren auf einen dafür vorgesehen Sockel fixieren. Nachdem die SuS ihren Arbeitsplatz aufgeräumt haben, präsentieren einige SuS ihre Drahtplastik der Klasse. Die Präsentation erfolgt, indem die Drahtplastik auf einen dafür vorgesehenen Tisch gestellt wird. Die SuS versuchen, anhand der Körperhaltung von der Plastik, die dargestellte Emotion zu erraten und begründen ihre Meinung. Die entstandenen Arbeiten werden am Ende der Stunde an einem Platz im Kunstraum aufgestellt, um ihre Arbeiten wertzuschätzen. Eine Fortsetzung der Präsentation bildet den Einstieg in die folgende Stunde. Quellenangabe Literatur Ideenbörse Kunst Sekundarstufe, Ausgebe 36, 08/2010. Alberto Giacometti – Gestaltung einer Drahtplastik. Olzog Verlag GmbH. München Kunst. Arbeitsbuch 1. Auflage. Ernst Klett Verlag Stuttgart Leipzig. 2008 Kunst. Bildatlas. 1. Auflage. Ernst Klett Verlag. Stuttgart Leipzig. 2012 Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Lehrplan für die Sekundarstufe der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule. Kunst. Kiel. 1994 Internet amt.pdf 01.04.2015 Bild 23.3.2015 Anhang Bildimpuls Karten mit Emotionen Hilfekarten Bild zum Einstieg: Alberto Giacometti: Lhomme qui chavire Karten mit Emotionen kraftvoll beschwingt müde traurig einsam vergnügt aufgeregt verliebt entspannt stolz schüchtern aggressiv einsam beunruhigt wütend ängstlich ausgepowert frustriert Hilfekarten 1 2 Im Folgenden durch SuS abgekürzt Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Lehrplan für die Sekundarstufe der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen Hauptschule,Realschule, Gymnasium, Gesamtschule. Kunst. Kiel. 1994. S. 24