Arbeitsblatt: Tabelle Coffein, Taurin & Vitamine - Energy Drink

Material-Details

Erarbeitung der wichtigsten Komponenten in einem Energy Drink
Lebenskunde
Drogen / Prävention
7. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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614
5
23.11.2015

Autor/in

Thierry Sommer
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Koffein Ein Start in den Tag ohne eine heiße Tasse Kaffee ist für viele Menschen unvorstellbar. Das im Kaffee enthaltene Koffein bringt unseren Kreislauf in Schwung und wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Im Durchschnitt konsumiert jeder Deutsche täglich etwa 200 Milligramm Koffein – neben Kaffee erfolgt die Aufnahme auch über Tee, Cola, Energiedrinks und Schokolade. Da Koffein eine anregende Wirkung hat, hilft uns eine Tasse Kaffee oder ein Glas Cola kleine Leistungstiefs zu überwinden. Doch Koffein kann – vor allem, wenn zu viel davon konsumiert wird – auch Nebenwirkungen haben. Wirkung von Koffein Koffein benötigt zwischen 30 und 45 Minuten, um in den Blutkreislauf zu gelangen. Über diesen wird es im Körper verteilt, bevor es schließlich mit dem Urin wieder ausgeschieden wird. Die Halbwertszeit von Koffein im Körper beträgt rund vier Stunden. Bei Personen, bei denen der Koffeinabbau verlangsamt ist, wie etwa bei Schwangeren, kann die Halbwertszeit auf bis zu 20 Stunden ansteigen. Koffein hat ein breites Wirkungsspektrum: In geringen Dosen wirkt es sich vor allem stimulierend auf die Psyche aus die Konzentration wird verbessert und Müdigkeitserscheinungen werden beseitigt. Darüber hinaus wird auch die Speicherfähigkeit des Gehirns erhöht. Somit kann sich Koffein in Prüfungsphasen kurzfristig durchaus positiv auf die Lernleistung auswirken. Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen Wird Koffein in größeren Mengen konsumiert, kann es zu einer Reihe von Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören unter anderem Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität oder Magen-Darm-Beschwerden. Ebenso kann der Konsum von Koffein einen Verlust der Feinmotorik zur Folge haben. Wer regelmäßig Koffein konsumiert, leidet allerdings nur selten an den beschriebenen Nebenwirkungen, da bereits ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist. Wer seinem Körper über einen längeren Zeitraum regelmäßig Koffein in hohen Dosen zuführt, kann süchtig nach Koffein werden. Ob man unter Koffeinsucht leiden, kann man leicht selbst testen: Kommt es bei einer Verringerung des Koffeinkonsums zu Entzugserscheinungen, ist man süchtig. Zu den auftretenden Entzugserscheinungen können Kopfschmerzen und Übelkeit, aber auch Energieverlust und Schläfrigkeit gehören. Zudem muss auch mit Einflüssen auf die Stimmung gerechnet werden. Taurin Richtig populär ist Taurin mit dem Auftreten von sogenannten Energydrinks geworden. Angeblich soll es aus dem Hoden von kastrierten Stieren gewonnen werden und zusammen mit Koffein Flügel verleihen. Was ist nun wirklich dran an der Taurin Historie? Herstellung von Taurin 1824 wurde Taurin erstmals aus Ochsengalle isoliert. Der Name wurde dann von dem griechischen Wort für Stier abgeleitet (Tauros Stier). Es handelt sich hierbei um eine Aminoethansulfonsäure, die beim Abbau der Aminosäure Cystein entsteht. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine von Proteinen. Wirkung von Taurin Für Erwachsene ist die äußere Zufuhr von Taurin nicht essentiell, da es im Körper selbst hergestellt werden kann. Säuglinge können dies noch nicht und sind auf die Aufnahme durch die Muttermilch angewiesen. Taurinmangel im menschlichen Körper kann Störungen des Immunsystems nachsichziehen. Gute Nahrungsquellen für Taurin sind Fisch, Fleisch und Milchprodukte. Der Mensch benötigt Taurin für die Bildung der Gallensäuren Taurocholsäure und Taurochenodesoxycolsäure. Es wird angenommen, dass Taurin bei der Entwicklung des Nervensystems und beim Muskelwachstum eine Rolle spielt. Weiterhin wird ihm eine Funktion als Radikalfänger und als Überträgersubstanz im Gehirn zugeschrieben. Detaillierte Untersuchungen hierzu fehlen jedoch. Möglicherweise verstärkt Taurin die Wirkung von Koffein, was erklären könnte, warum Energydrinks stärker anregen als Kaffee! Aktuelle Untersuchungen kommen zu dem vorläufigen Ergebnis, dass Taurin bei der Behandlung einer Lungenentzündung oder Niereninsuffizienz helfen kann. Vitamine  Unter Vitaminen versteht man gemeinhin eine Gruppe von Substanzen, die vergleichbare Wirkung im menschlichen Körper aufweisen. Vitamine sind an vielen unterschiedlichen chemischen Vorgängen im Körper beteiligt. Der Organismus braucht Vitamine unter anderem für ein starkes Immunsystem und um die Abwehrkräfte zu mobilisieren. Doch anders als bei Tieren kann der menschliche Körper Vitamine nicht in ausreichendem Maße selbst produzieren. Daher müssen wir auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung achten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Zudem kann ein erhöhter Vitaminbedarf entstehen, etwa in der Kindheit oder im Alter. Auch eine bestimmte Lebenssituation, wie eine Schwangerschaft oder eine Erkrankung, erfordern die zusätzliche Einnahme bestimmter Vitamine. Doch Vorsicht: Auch zu viele Vitamine können dem Körper schaden! Synthetisch (künstlich) hergestellte Vitamine Bei der Einnahme von Nährstoffen besteht seit längerem die Option diese in künstlicher Form zu konsumieren. Chemisch gesehen weisen die synthetisch hergestellten dieselbe Struktur auf wie die natürlich vorkommenden Vitamine. In Obst, Gemüse und tierischen Produkten kommen die Vitamine jedoch in Kombination mit zahlreichen anderen wichtigen Stoffen vor, über deren Funktion im menschlichen Körper wir heute zum Teil noch wenig wissen. Auch die Gefahr einer falschen Dosierung ist bei natürlichen Quellen geringer. Aus diesen und weiteren Gründen ist der natürliche Weg zu seiner täglichen Vitaminration zu kommen vorzuziehen, zumal ein gesunder Körper bei ausgeglichener und abwechslungsreicher Ernährung keine zusätzliche Zufuhr von Nährstoffen benötigt. Vitaminpräparate können eine mangelhafte und einseitige Ernährung nicht kompensieren. Mangelerscheinungen In Europa sind schwere Mangelerscheinungen mit charakteristischen Krankheitszeichen, wie sie oft in Entwicklungsländern vorzufinden sind, selten. Allerdings sind viele uncharakteristische Symptome, die auf einen Vitaminmangel zurückzuführen sind, auch bei uns recht weit verbreitet. Vermehrte Müdigkeit, Antriebsschwäche, Anzeichen von Depression, Verdauungsstörungen und Störungen des Nervensystems können Zeichen einer mangelhaften Zufuhr sein. Trockene, rissige Haut, Mundwinkelrhagaden, brüchige Nägel und Haarwuchsprobleme müssen auch an eine Mangelversorgung denken lassen. Bei einem gesunden, ausgeglichenen ernährten Körper besteht geringe Gefahr in eine Mangelsituation zu kommen. Der menschliche Organismus verfügt über ausgeklügelte Mechanismen Vitamine zu speichern, wiederzuverwenden und sparsam einzusetzen, weshalb er mit äusserst geringen Mengen auskommt.