Arbeitsblatt: Lernjournal

Material-Details

Vorlage
Administration / Methodik
Lehr- und Lernformen
5. Schuljahr
24 Seiten

Statistik

154355
840
40
30.11.2015

Autor/in

Barbara Mathis
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Mein Lernjournal 1 Name: _ 2 Mein Lernjournal oder wie du über dein Lernen nachdenken und berichten kannst Das Nachdenken über das Lernen gehört zum Lernprozess wie das Ausatmen zum  Einatmen. Alle Menschen lernen auf ihre eigene Art Die einen sind schnell, andere langsam, die einen lernen leicht, anderen fällt es eher schwer, die einen handeln zuerst, andere helfen sich mit einer Zeichnung, mit Stichworten oder  schreiben Zeichen und Symbole auf. Den eigenen Lernweg finden Um vom Lernen profitieren zu können, ist es wichtig, dass ich meinen persönlichen Lernweg  finde und meinen eigenen Lernstil entdecke. Lernberichte als Lernhilfe Nur was ich aussprechen oder aufschreiben kann, bleibt mir im Gedächtnis. Das  Aufschreiben hilft mir beim Ordnen der Gedanken, beim Überdenken und Planen des  Lernweges. Ausserdem kann ich später feststellen, welche neuen Erkenntnisse ich  inzwischen gewonnen habe. Art und Weise Über das Lernen kann ich auf verschiedene Arten nachdenken und berichten.  Mündlich: Ich spreche mit anderen über mein Lernen und tausche Erfahrungen aus. Schriftlich: Ich schreibe einen Lernbericht. Je nach Situation und Zeitreserve ist er nicht  immer gleich ausführlich. Manchmal ist es sinnvoll, einen Lernbericht nur  stichwortartig zu notieren. Zeichnungen helfen ebenfalls. Lernbericht Was kann in einem Lernbericht stehen? Eine Auswahl: Woran habe ich gearbeitet? Was war das Lernziel? Welche Fortschritte habe ich gemacht? Habe ich das gesteckte Lernziel erreicht? Wie war mein Lernstand zu Beginn der Arbeit? Was habe ich gelernt, geübt oder wiederholt? Was habe ich entdeckt? Was ist mir wichtig oder bewusst geworden, wo hat es Klick gemacht? Kann ich das Wichtigste in einem Satz zusammenfassen? Kenne ich Merkhilfen (Eselsbrücken)? Was ist mir leicht gefallen? Was hat mir Mühe bereitet? Kann ich die Probleme formulieren, die ich nicht bewältigen konnte? Woran muss ich noch arbeiten? Was hat mir beim Lernen geholfen? Wie hat sich der gewählte Lernweg bewährt? Wie ist mir der Einstieg in die Arbeit gelungen? 3 Wie hat sich meine Arbeit entwickelt? Bin ich mit dem Resultat meiner Arbeit zufrieden? Kann ich dies begründen? Wie arbeite ich weiter? Wie muss ich dabei vorgehen? Wie pack ich es an? Habe ich jemandem helfen können? Hat mir jemand geholfen? Wie beurteile ich mein Lernverhalten? Mein Lernen mit anderen? Gefreut hat mich,  Traurig macht mich,  Was war neu für mich? Was möchte ich unbedingt noch wissen? Wie empfand ich die Lernatmosphäre? Fehleranalyse nach einer  Lernkontrolle Ich denke über folgende Fragen nach: 1. Was ist falsch? 2. Warum ist es falsch? 3. Wie lautet die Regel dazu? Lernbericht zur Lernzielkontrolle (Test) Ich schreibe einen Lernbericht, damit ich aus meinen Fehlern lernen kann und Möglichkeiten suche, wie ich mich verbessern kann (bessere Noten). Folgende Fragen helfen mir, einen guten Lernbericht zu schreiben:  Wie gut habe ich mich vorbereitet?  Wie kann ich mich besser vorbereiten?  Welche Fehler habe ich gemacht und warum?  Wie kann ich diese Fehler vermeiden?  Wie war der Test für mich? Warum?  Was kann ich zukünftig tun, damit ich mich besser und sicherer fühle?   Welche Regeln/ Lernstrategien / . brauche ich zukünftig? 4 Feedback „Die Hand Datum:  Fach: _ Thema: _ 1. Male deine Hand auf ein Blatt. 2. Fülle die Finger aus. 5   Das Lerntagebuch Das Lerntagebuch soll dir helfen, über dein Lernen nach zu denken. Lernen passiert  nämlich fast immer.  Du lernst auf dem Spielplatz mit deinen Kollegen, in der Schule,  auf dem Pausenplatz, beim Spielen mit deinen kleinen oder grossen Geschwistern,  im UnihockeyTraining, in der Mädchenriege, . Du wirst jede Woche einen Eintrag in dein Lerntagebuch verfassen. Beantworte diese Fragen schriftlich: Was hast du gemacht? Was hast du dabei gelernt?  Wie hat es dir gefallen?  Mache nun noch eine Zeichnung dazu. Beantworte diese Fragen schriftlich: Was hast du gemacht? Was hast du dabei gelernt? Wie hat es dir gefallen? Was hat dir beim Lernen geholfen? Mache nun noch eine Zeichnung dazu. Beantworte diese Fragen schriftlich: Was hast du gemacht? Was hast du dabei gelernt? Wie hat es dir gefallen? Was hat dir beim Lernen geholfen? Was nimmst du dir für das nächste Mal vor? Mache nun noch eine Zeichnung dazu. 6 Lerntagebuch vom     Mein Programm heute:  Meine positiven  Punkte:             Punkte, die ich  überdenken und verbessern  muss:         Dies möchte ich noch mitteilen:         7 8 Lerntypen visuell kommunikati vsprechen  auditiv lesen motorischhandeln Zu welchen Lerntypen gehörst du?  Schreibe einige Lerntipps auf, die du in nächster Zeit mal ausprobieren willst:  9 Auditiver Lerntyp Der auditive Lerntyp (von lat. audire  hören) kann besonders gut gehörte Informationen aufnehmen, sie behalten und wiedergeben. Dadurch fällt es ihm besonders leicht zu verstehen, was die Lehrer erklären. Zu einem Tafelbild oder einem Diagramm braucht der auditive Typ fast immer eine mündliche Erläuterung. Was er an Erklärungen hört, klingt für ihn stimmig und nachvollziehbar. Hörbüchern können auditive Lerntypen sehr gut folgen, selbst zu lesen bedeutet für  sie jedoch oft eine echte Konzentrationsleistung.  Lerntipps:  Wenn ihr zum auditiven Lerntypen zählt, solltet ihr beim Lernen einmal  folgende Tipps probieren:  Was ihr im Stillen lest, bleibt bei euch nicht so gut hängen. Lest  euch deshalb Texte selbst laut vor! Beim Lernen von Vokabeln  ergeben sich bei auditiven Lerntypen oft durch die Aussprache  Eselsbrücken.  Mündliche Aufgaben werden euch liegen. Versucht doch einmal,  eure Hausaufgaben in eine Art Vortrag zu fassen! Den könnt ihr  dann vor dem Spiegel oder euren Eltern halten und hört selbst, wo  ihr vielleicht einen Fehler gemacht habt.  Vielen auditiven Lerntypen hilft es, Selbstgespräche beim Lernen  zu führen. Das geht vom Erklären einer Aufgabe bis zum Trällern  eines ausgedachten Liedes zum Lernstoff.  Habt ihr noch einen Kassettenrekorder? Oder ein Mikrofon am  Computer? Dann nehmt doch einmal eine eigene Lernkassette  oder –mp3 auf! So könnt ihr euch ein Thema selbst erklären!  Achtet beim Lernen immer auf eine angenehme Geräuschkulisse.  Auditive Lerntypen sind sehr anfällig für störende Geräusche. Sorgt am besten für Ruhe und lasst die Musik beim Lernen aus. Auch  diese kann euch leicht ablenken!  10 Visueller Lerntyp Der visuelle Lerntyp (von lat. videre  sehen) lernt am Besten, indem er Informationen liest oder Bilder anschaut. Inhalte kann sich der visuelle Lerntyp am leichtesten merken, indem er sie sich in Form von Grafiken oder Bildern veranschaulicht. Tafelbilder oder auch komplizierte Diagramme zu verstehen ist für ihn ein Kinderspiel.  Bei mündlichen Erklärungen fällt es ihm schwerer, den Stoff zu verstehen und zu  behalten. Visuelle Lerntypen lesen meistens sehr gern, haben aber Probleme, bei  einem Hörbuch den Faden nicht zu verlieren. Visuelle Lerntypen erfreuen sich auch  an Filmen ganz anders als zum Beispiel die Auditiven. Bildschärfe und Farben  bedeuten ihnen meist viel mehr als tolle Klangeffekte und SurroundSound.  Lerntipps:  Wenn ihr zum visuellen Lerntypen zählt, solltet ihr beim Lernen einmal  folgende Tipps probieren:  Versucht im Unterricht möglichst viel mitzuschreiben! Was von den  Erklärungen eurer Lehrer bei euch nicht hängen geblieben ist, könnt ihr  euch zu Hause noch einmal in Ruhe durchlesen.  Malt euch Skizzen, MindMaps, Diagramme! Versucht den Stoff in  Bilder zu fassen. Sie sind für euch leichter verständlich. So  ergeben sich die Zusammenhänge viel leichter.  Sucht in Lehrbüchern oder im Internet Bilder oder sonstige  Veranschaulichungen zum behandelten Thema! Zu fast jedem  Lernstoff hat das Internet Bilder zu bieten. Verknüpft den Stoff im  Kopf mit einem Bild und ihr werdet Zusammenhänge besser  merken können!  Karteikarten eignen sich besonders gut zum Lernen! Beim Lernen  von Vokabeln bieten sich beim visuellen Lerntypen Karteikästen  an. Viele Karten mit jeweils nur einer Vokabel lassen sich  besonders gut lernen. Visuelle Lerntypen merken sich oft auch  andere Eigenschaften einer solchen Karte – zum Beispiel ein  Eselsohr oder ein Saftfleck  und verbinden sie mit der Vokabel.  Sie können sich so besser daran erinnern.  11 Verschönert eure Zimmer! Bastelt euch große Poster, auf die ihr  euren Lernstoff zusammenfasst. Hängt diese an Stellen auf, an  denen ihr besonders häufig seid – zum Beispiel neben dem Bett  oder im Badezimmer. So werdet ihr ständig damit konfrontiert und  lernt sozusagen nebenbei!  Motorischer Lerntyp  Der motorische Lerntyp versteht bestimmte Abläufe am besten, wenn er sie selbst durchführt oder ihre Durchführung direkt beobachten kann. Er muss also am eigenen Lernprozess direkt beteiligt sein. Der Ausdruck learning by doing (Lernen durch Handeln) beschreibt genau diese Form des Lernens.  Die wertvollste Erkenntnis für motorische Lerntypen ist, selbst Erfahrungen zu sammeln und eigenständig Schlüsse daraus zu ziehen. Für sie ist es wichtig, den großen Zusammenhang zu verstehen, vorher wirken einzelne Aspekte des Themas sehr kompliziert. Deshalb  lernen motorische Lerntypen insgesamt etwas langsamer.  Lerntipps:  Wenn ihr zum motorischen Lerntypen zählt, solltet ihr beim Lernen einmal  folgende Tipps probieren:  Versucht, euch Lernmaterialien zum Anfassen zu besorgen! Das  können Experimentierkästen oder Modelle sein, aber auch  ScrabbleSteine, um Grammatik, Vokabeln oder Rechtschreibung  zu lernen  Lernt in einer Gruppe! Ladet eure Freunde zum Lernen ein und  bastelt oder baut euch anschauliches Lernmaterial. Ihr könnt auch  Rollenspiele spielen, bei denen es einen bestimmten Sachverhalt  zu lösen gilt.  Spielt mit dem Lernstoff! Versucht, so viele Dinge aus dem  Unterricht in eure Freizeit einzubauen. Wenn ihr zum Beispiel  Dinge ertastet, merkt ihr euch sowohl, wie es sich anfühlt, als auch, was es ist. Diese beiden Aspekte werden verbunden und können  zusammen abgerufen werden!  12 Bewegt euch beim Lernen! Lauft im Zimmer auf und ab, wiederholt  dabei den Lernstoff und ergänzt ihn durch Gesten und Mimik. Gebt euren Händen etwas zu tun, spielt nebenher zum Beispiel mit  einem Ball oder dreht einen Stift zwischen den Fingern.  Kommunikativer Lerntyp    Der kommunikative Lerntyp lernt am besten durch Diskussionen und Gespräche. Erst im Dialog ergeben sich für kommunikativ Lernende Zusammenhänge und Bedeutungen. Sie erklären Erklärungen, stellen sie infrage und versuchen sprachlich, eine bessere Lösung zu finden.  Kommunikative Lerntypen können schlecht alleine Lernen. Sie brauchen meistens jemanden, der ihrer Meinung widerspricht oder sie teilt. Die einzelnen Punkte des Stoffes merken sie sich später unter anderem über die benutzten Argumente. Für kommunikative Lerntypen ist es wichtig, sowohl Fragen zu stellen, als auch Fragen  zu beantworten.  Lerntipps: Wenn ihr zum kommunikativen Lerntyp zählt, solltet ihr beim Lernen einmal  folgende Tipps probieren:  Lernt, wenn möglich, nicht allein! Ladet Freunde ein oder lernt mit  euren Eltern und Geschwistern. Erklärt ihnen das Problem und  versucht, im Gespräch Lösungen zu finden. Spielt Rollenspiele (gebt zum Beispiel ein Interview), in denen ihr  über bestimmten Lernstoff sprecht. Versucht, das Thema so  umfassend wie möglich zu besprechen.  Redet schon bevor ihr eure Hausaufgaben macht mit Freunden  darüber. Diskutiert zusammen und macht euch ein Bild davon,  bevor ihr sie versucht, zu lösen.   Spielt ein Quiz! Wer sagt, lernen kann keinen Spaß machen?  Formuliert Fragen und schreibt sie auf Karten. Dann spielt mit  13 euren Freunden Wer wird Millionär?. Lobt auch einen kleinen  Preis aus! Ihr werdet sehen, so zu lernen kann ziemlich lustig sein!  14 Lesender Lerntyp Gute Lehrbücher mit viel Text haben lesende Lerntypen am liebsten, denn da können sie in aller Ruhe nachlesen. Sie sind in der Lage auch komplizierte Sachverhalte alleine dadurch zu verstehen, wenn sie eine genaue Beschreibung davon lesen. Am besten lernen sie, wenn sie den Lernstoff mit eigenen Worten formulieren können. Sie schreiben auch gerne Merktexte und Zusammenfassungen am Computer oder von Hand.  Lerntipps:  Schreibe ein Lerntagebuch. Schreibe kurze Zusammenfassungen von den Kapiteln, die du  lernen willst. Gestalte dir Lernplakate mit den wichtigsten Stichworten.  Schreibe kleine Kärtchen. 15 Wie steht es mit deinem Stress? Mit diesem Stresstest findest du heraus, wie gross dein Schulstress ist und was genau dich stresst. So gehst du vor: Lies die Liste sorgfältig durch. Wenn ein Satz auf dich zutrifft, kreuze das  schattierte Feld mit X an, sonst lässt du das Feld leer. B D 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. Im Schulunterricht gehen mir andere Gedanken durch den Kopf. Bei den Schularbeiten komme ich unter Zeitdruck. Das meiste, was ich lernen muss, werde ich nie brauchen. An Prüfungstagen habe ich keinen Appetit. Es gibt kein Schulfach, das ich wirklich mag. In Prüfungen fällt es mir schwer, klar zu denken. Wegen der Haufgaben habe ich zu wenig Freizeit. Meine Eltern sind hinter mir, ich solle mehr lernen. Wenn ich vor der Klasse sprechen soll, bin ich ganz nervös. Beim Lernen bin ich am Träumen. Mir fällt es schwer, mit den Hausaufgaben anzufangen. Ich meine, dass nur Streber Spass an der Schule haben. Vor bestimmten Lehrpersonen habe ich Angst. Das Lernen fällt mir schwer, wenn ich mir die Prüfung vorstelle. Geräusche und Störungen lenken mich leicht ab. Die meisten Schulfächer interessieren mich nicht. Zu Hause habe ich keinen festen Arbeitsplatz. In meiner Schulklasse bin ich eher Aussenseiter. Im Schulunterricht bin ich abwesend mit meinen Gedanken. Ich habe Angstträume wegen der Schule. Für Prüfungen lerne ich erst am letzten Tag. Die Schule ist mir verleidet. Ich finde, dass meine Eltern zu viel von mir erwarten. Nach Prüfungen fühle ich mich schlecht. Ich fühle mich von Lehrpersonen unter Druck gesetzt. Mich lenkt es beim Lernen ab, wenn ich draussen andere sehe oder höre. Ich habe in meinen Sachen ein Durcheinander. Mir ist wichtig, welche Noten die anderen in der Klasse haben. Mir wird komisch im Magen, wenn ich an die Prüfung denke. Was ich lerne, vergesse ich schnell. Wenn ich bedrückt bin, kann ich nichts mehr lernen. Mir fehlt die Lust, für die Schule zu arbeiten. Ich finde, einzelne Lehrpersonen verlangen zu viel von mir. Es kommt vor, dass ich in Prüfungen zittere oder schwitze. Beim Lernen fällt mir ein Film oder Fernsehsendung ein. Schlechte Noten machen mich fertig. Ich erledige Aufgaben gerade dann, wenn es mir einfällt. Eigentlich lerne ich vorallem, weil dies meine Eltern wünschen. Ich schlafe schlecht vor wichtigen Prüfungen. Ich notiere die Schulaufgaben und die Prüfungsdaten nicht. Ich kann mich nur kurze Zeit auf das Lernen konzentrieren. 16 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57. 58. 59. 60. Beim Lernen mache ich gar keine Pausen. Mir vergeht die gute Laune, wenn ich an die Hausaufgaben oder ans Lernen denke. Ich getraue mich nicht, die Lehrpersonen zu fragen, wenn ich etwas nicht verstehe. Ich nehme vor Prüfungen Medikamente, um mich zu beruhigen. Wenn ich mich geärgert habe, ist es aus mit dem Lernen. Wenn ich für die Schule arbeiten soll, werde ich bald müde. Ich melde mich kaum, weil ich mich nicht vor der Klasse blamieren will. Ich kann nicht lange stillsitzen. In Prüfungen ist das Gelernte wie weg. Am Arbeitsplatz zu Hause fühle ich mich nicht wohl. Ich empfinde mich als Schulversager. In vielen Fächern habe ich gar keine Lust zu lernen. Vor Prüfungen habe ich Kopf oder Bauchschmerzen. Beim Lesen eines Textes bin ich geistig nicht dabei. Ich fühle mich in meiner Klasse nicht wohl. Das Beste an der Schule sind die Pausen und die Ferien. Ich möchte meine Eltern nicht mit schlechten Noten enttäuschen. Beim Lernen denke ich an Dinge, die ich noch erledigen muss. Ich teile mir meine Aufgaben nicht ein, mache auch keinen Zeitplan. B D Zähle für jede Kolonne von A bis E die Anzahl Kreuze zusammen und trage sie hier ein! Berechne anschliessend die totale Punktzahl (alle Punkte A  B  C  D  E)                                                                                                                                       TOTAL: 17 Auswertung: 1. Gesamtpunktzahl 0 bis 19 Punkte 20 bis 39 Punkte 40 bis 60 Punkte keine , wenig Stressbelastung mittlere Stressbelastung starke Stressbelastung Dir geht es wie vielen Schülerinnen  und Schülern: Die Schule kann dich  gelegentlich stressen, du kommst  aber meist gut zurecht. Deine Stressbelastung ist gross. Die  weitere Auswertung zeigt dir, woher  der Stress kommt. Gratuliere: Die Schule stresst dich  nicht. das Lernen macht dir Spass,  und du kommst gut vorwärts. 2. Punktzahl der einzelnen Bereiche Übertrage dazu die einzelnen Punktzahlen der Kolonnen A bis E in die untenstehende Tabelle ein. Diese Auswertung zeigt dir dann, welche Stressfaktoren bei dir im Vordergrund stehen. Punkte B D 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Mängel in Arbeitstechnik und Lernmethoden Prüfungsangst Schulunlust, wenig Motivation Konzentrationsprobleme Druck von Eltern, Lehrpersonen und Mitsch. Erklärung: Keine oder wenig Probleme mittlere Probleme grosse Probleme 18 10 11 12 So kannst du Stress abbauen Mängel in Arbeitstechnik und Lernmethoden Viele Punkte bei A bedeuten, dass du gestresst wirst, weil du nicht richtig  lernst oder  die Zeit schlecht einteilst. Wenn du Zeit für Hausaufgaben und Lernen besser planst und die Prüfungen  nicht  erst am letzten Tag vorbereitest, ersparst du dir viel unnötigen  Stress. Eine gute Lerntechnik steigert deine Schulleistungen. Besorge dir in der  Schul oder  Gemeindebibliothek ein Buch über Lern und Arbeitstechnik. Bitte Lehrerinnen und Lehrer, dass sie spezielle Lerntechniken für ihr Fach  vermitteln. Prüfungsangst Prüfungsangst: Du hast dir Mühe gegeben und viel gelernt, doch in der  Prüfung versagst du trotzdem. Leider schämen sich viele Schüler und Schülerinnen wegen ihrer  Prüfungsangst, obwohl dieses Leiden recht verbreitet ist. Unternimm etwas  dagegen! Sprich mit deinen Eltern und Lehrkräften. Lerne Entspannungsübungen (zum Beispiel autogenes Training) Das Buch „Frei von Prüfungsstress von N. Schmid und die dazugehörende  Kassette helfen dir weiter. Wende dich an den Schulpsychologischen Dienst. Die Chancen stehen gut,  dass du Prüfungen meistern kannst. Schulunlust, fehlende Motivation Motivation ist Treibstoff zum Lernen. Falls hier deine Punktzahl hoch ist, fehlt  dir die Freude für die Schule oder das Lernen überhaupt. Vielleicht hast du schon viele Misserfolge erlebt (zum Beispiel schlechte  Zeugnisse, Klassenwiederholungen) Bei Schulfrust sind Erfolgserlebnisse wichtig. Sogar ein Erfolg im  Freizeitbereich beflügelt dein Lernen. Warte nicht darauf, dass andere dich motivieren, sondern bemühe dich selber  darum. So kannst du jedem Schulfach etwas abgewinnen. Das Fach, das dich bis heute überhaupt nicht interessiert hat, kann zum Lieblingsfach werden,  wenn es dir gelingt, dich positiv darauf einzustellen. 19 ð Spass und Freude an der Schule nehmen zu, wenn du Nah und Fernziele vor Augen hast, zum Beispiel das nächste Zeugnis zu verbessern oder einen  bestimmten Beruf zu erlernen. Konzentrationsprobleme Konzentration ist besonders beim Lernen und in Prüfungen notwendig. Wenn  deine Punktzahl in diesem Bereich hoch ist, lässt du dich zu leicht durch  innere und äussere Störungen ablenken. Sorge dafür, dass du bei den Aufgaben und beim Lernen möglichst nicht  gestört wirst. Am besten kannst du dich konzentrieren, wenn du etwas gerne machst (siehe  Motivation). Trainiere deine Konzentrationsfähigkeit: Stoppe, wie viele Minuten du bei einer Lernaufgabe bleiben kannst, ohne dich ablenken zu lassen. Übe dich darin,  die Konzentrationsspanne zu verlängern. Druck von Eltern, Lehrern und Mitschülern viele Punkte in diesem Bereich bedeuten: Du fühlst dich unter Druck von  Eltern und Lehrkräften. Du möchtest niemanden enttäuschen und vergisst,  dass du für dich und nicht für andere lernst. Wie stark bist du abhängig von Eltern, Lehrpersonen sowie deinen Mitschülern und Mitschülerinnen, damit du dich in der Schule anstrengst. Du schaust zu stark auf deine Mitschüler/innen und versuchst, dich mit ihnen  zu messen. Konkurrenz kann dich anspornen. Sie kann dir aber auch  schaden, wenn du auf der Verliererseite stehst. Der Vergleich mit den  Klassenbesten kann dich entmutigen. Nimm lieber dich und deine Fähigkeiten als Massstab. Arbeite in deinem  Tempo. Leiste das Beste, was deinen Möglichkeiten entspricht. Allgemeine Tipps Falls sich herausstellt, dass bei dir grosser Schulstress besteht, sprich mit  deinen Eltern und Lehrpersonen. Überlege, welche Unterstützung du von ihnen oder andern brauchst. Scheue dich nicht, Beratungsstellen aufzusuchen, wie etwa den  Schulpsychologischen Dienst, die Berufsberatung, Familien und  Erziehungsberatung. Sprich mit deinen Mitschülern über den StressCheck und über das Thema  Stress. Wenn dir bewusst geworden ist, dass du oft unter Schulstress stehst,  versuche in nächster zeit, die vorgeschlagenen Tipps zu beachten. 20 Fülle die Checkliste nach ein paar Monaten wieder aus. Ist es dir bis dann  schon gelungen, deinen Stress abzubauen? 21 Die Selbstbeurteilung  in der 5./6.Klasse Du hast heute Gelegenheit, über dich, deine Leistungen und dein Verhalten in  der Schule nachzudenken. Äussere dich zu folgenden Fragestellungen  schriftlich: 1. Wie ich im Unterricht lerne und arbeite. 2. Wie ich mich mit andern verhalte. 3. Wie ich meine Leistungen beurteile. Schreibe stichwortartig auf, was dir dazu einfällt. Aus zeitlichen Gründen ist es nötig, dass du dich dabei auf das Wesentliche  beschränkst und du dir das notierst, was dir besonders wichtig ist. Frage die Lehrperson, wenn du Hilfe brauchst. Folgende Punkte sollen dir bei den Überlegungen helfen, wie du dich hier  Paul Anna beurteilst. Fasse deine Überlegungen zusammen und beantworte nicht jede  Einzelfrage. 1. Wie ich im Unterricht lerne und arbeite Meine Beteiligung am Unterricht und an Gesprächen. Meine Aufmerksamkeit, Ausdauer und Konzentration. Wie es mir gelingt, meine Arbeiten zu planen, auszuführen und  abzuschliessen. Wie ich eigene Lösungswege finde und wie ich sie selbstständig   ausführen kann. Wie ich Gelerntes behalten und anwenden kann. Was mir Sicherheit gibt und wie selbstständig ich bin. 2. Wie ich mich mit andern verhalte Wie beurteilst du dich zu den folgenden Punkten? Bei der Zusammenarbeit in der Klasse. Bei Partnerarbeiten.  Beim Einhalten von Abmachungen. 22 Die Selbstbeurteilung  in der 5./6.Klasse 3. Wie ich meine Leistungen beurteile Schülerin / Schüler Datum Denke über deine Arbeiten im Unterricht in zwei Fächern nach: Suche dir ein Fach aus, wo du dich stark fühlst, wo es dir auch wohl ist.  Begründe deine Ansicht. Wähle ein Fach, wo du eher noch Mühe hast, wo es dir nicht so wohl ist.  Begründe deine Ansicht. Wie siehst du deine Mitarbeit bei Ergebnissen, welche in Partnerarbeiten oder in der ganzen Klasse entstanden sind? Bei den Überlegungen ist es hilfreich, wenn du dir deine Arbeitshefte und  Lernkontrollen in deinen Unterlagen (Ordner) anschaust. Hier sehe ich meine besonderen Begabungen: Das bereitet mir noch Mühe: Daran will ich in der nächsten Zeit gezielt arbeiten: Das interessiert mich in meiner Freizeit besonders: Ich habe heute folgenden Berufswunsch: 23 24 Beobachtungs- und Beurteilungsunterlage Name: Datum: O Selbstbeurteilung Fremdbeurteilung 25 Lernziele Lernkompetenzen Denkfähigkeit: fachbezogen urteilen und entsprechend handeln Ich organisiere Arbeiten sinnvoll Ich plane eigene Arbeitsschritte. Ich beschaffe mir der Aufgaben entsprechende Informationen  und Hilfsmittel. Ich richte meinen Arbeitsplatz der Aufgabe entsprechend ein. Ich koordiniere die verschiedenen Aufgaben. Ich arbeite selbständig. Ich erledige Arbeiten termingerecht. Ich schätze eigene Fähigkeiten realistisch ein Ich beschreibe Lernfortschritte fundiert. Ich schätze mich anhand von Lernzielen realistisch ein. Ich benenne eigene Stärken und Schwächen. Ich setze mir selbst realistische Ziele.            Meine Verbesserungsvorschläge: Rückmeldung der Lehrperson: 26 Lernziele Sozialkompetenzen Verhalten gegenüber Mitmenschen: in Gemeinschaft Verantwortung  wahrnehmen und entsprechend und respektvoll handeln Ich arbeite mit anderen zielorientiert  zusammen           Ich beteilige mich konstruktiv an Gruppenarbeiten. Ich gehe wertschätzend auf Beiträge anderer ein. Ich teile Meinungen und Bedürfnisse angemessen mit. Ich richte die eigene Arbeit in der Gruppe auf das Ziel aus. Ich helfe anderen bei Bedarf. Ich verhalte mich respektvoll Ich nehme Rücksicht. Ich respektiere andere Ansichten und Meinungen. Ich trage in Konfliktsituationen zu fairen Lösungen bei. Ich begegne Lehrpersonen respektvoll. Ich begegne Schülerinnen und Schülern respektvoll. Meine Verbesserungsvorschläge: Rückmeldung der Lehrperson:  27 Lernziele Selbstkompetenzen Beitrag zum eigenen Lernprozess: für sich selbst Verantwortung übernehmen,  entsprechend handeln und Regeln einhalten Ich motiviere mich für das Lernen Ich zeige vielseitiges Interesse. Ich bringe eigene Meinungen, Ideen und Vorschläge ein. Ich beteilige mich aktiv am Unterricht. Ich beginne von mir aus zu arbeiten. Ich motiviere mich nach Misserfolgen erneut. Ich zeige Ausdauer. Ich übernehme Verantwortung Ich übernehme Verantwortung für das eigene Lernen und  Handeln. Ich übernehme Verantwortung für die Zusammenarbeit. Ich halte mich an Vereinbarungen und Regeln  (Schulhausregeln, Klassenregeln, Ämtli). Ich komme meinen Pflichten nach (Hausaufgaben,  Pünktlichkeit).           Meine Verbesserungsvorschläge: Rückmeldung der Lehrperson: 28 29 Lernziele formulieren Gute Ziele sind SMART Die Zielformulierung soll fassbar, klar,  präzise, schriftlich und eindeutig sein. Beispiel: „Bis Freitag habe ich einen  Lernpartner gefunden haben, mit dem ich EnglischWörter  repetiere. Die Zielformulierung muss Merkmale  enthalten, die überprüfbar sind. Beispiel: „Mit meinem Lernpartner  repetiere ich mindestens einmal in der Woche während 30 Minuten Englisch Wörter. Begriffe wie weiter, besser, mehr sind  nicht überprüfbar und daher nicht  geeignet. Ein gutes Ziel ist erreichbar und  beschreibt kein Luftschloss. Es beinhaltet wenige, erreichbare  Schwerpunkte (Meilensteine). überschaubare Teilziele formulieren. Beispiel: „Am Ende eines Monats  überprüfe ich den Lernerfolg und kann 80% der repetierten  Wörter fehlerfrei schreiben. Ein Ziel muss für mich von Bedeutung  (relevant) oder motivierend sein. Beispiel: „Gute EnglischKenntnisse  ermöglichen mir mit meinem Brieffreund  zu sprechen. Oder: „Wenn ich gut Englisch kann, kann ich mich in den Ferien besser mit  Ausländern verständigen. Ein Ziel muss zeitlich begrenzt sein. Es  muss bis zu einem vorgegebenen  30 Zeitpunkt erreicht werden. Beispiel: „Bis zum Ende des Quartals  habe ich die Wörter des ersten EnglischBuchs repetiert. 31