Arbeitsblatt: Virtuelles Wasser

Material-Details

Virtuelles Wasser -Erklärung -Beispiele -Vergleich Fleisch mit Kartoffeln
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Ökologie
2. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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779
5
17.01.2016

Autor/in

Sabrina Birrer
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

05.01.2016 Virtuelles Wasser Als virtuelles Wasser wird das Wasser gezählt, welches wir gebrauchen, ohne es zu wissen. Dazu zählt beispielsweise alles Wasser, welches gebraucht wird, um unsere Kleider, unser Papier oder Nahrungsmittel herzustellen. Zum virtuellen Wasser gehört zum einen die natürlichen Niederschläge, welches das Nahrungsmittel braucht (wenn es regnet, sind die Wiesen für Tierfutter oder die Tomaten getränkt) und zum anderen das Grundwasser, welches zum Bewässern anstatt als Trinkwasser genutzt wird. Deshalb sollte man also Produkte dort anpflanzen, wo es genug regnet, damit weniger Wasser verschwendet wird. Leider ist das überhaupt nicht immer so. Viele Nahrungsmittel (z.B. Kartoffeln) werden an Orten angepflanzt, wo es viel zu wenig regnet und man sie stark bewässern muss. Zudem braucht es für lange Transportwege von Nahrungsmittel wieder viel Wasser. Auch das ist virtuelles Wasser. (Angaben in Liter pro Kilogramm) Deshalb können wir viel Wasser sparen, wenn wir Nahrungsmittel aus der Region, bzw. aus der Schweiz kaufen (und falls sie gerade nicht zu kaufen sind, auf die nächste Saison warten). 1kg Rindfleisch benötigt 15400 virtuelles Wasser. Warum!? Ein Rind frisst bis zum Schlachten: 1.300 kg Kraftfutter (versch. Getreiden und Soja), 7.200 kg Raufutter (Gras, Heu, Silage), und 24.000 Wasser zum Tränken gebraucht. 1 kg Rindfleisch ohne Knochen steht für rund 15.400 virtuelles Wasser, von dem allein 15.350 für das Futter aufgewendet wurden. Einerseits kann also auch beim Kauf von Fleisch Wasser sparen, indem geschaut wird, ob das Rind aus der Schweiz kommt und auf der Weide war (d.h. viel Gras essen konnte, welches durch Regen getränkt wurde). Hierfür gibt es einige Labels, die dies versprechen. Anderseits kann man aber natürlich auch viel Wasser sparen, wenn man weniger Fleisch isst. Denn Gemüse, Früchte und Getreide brauchen im Vergleich zum Fleisch deutlich weniger Wasser. Quellen: Weissbuch Landwirtschaft Schweiz (A.Bossart, F. Schläpfer, M. Jenny) 05.01.2016 Quellen: Weissbuch Landwirtschaft Schweiz (A.Bossart, F. Schläpfer, M. Jenny)