Arbeitsblatt: Herstellung eines Nasspräparates

Material-Details

8-seitiges Dokument
Biologie
Zellbiologie / Cytologie
7. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

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27.01.2016

Autor/in

Fabio Hofmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

1. Handhabung und Aufbau des Mikroskopes Schon um 1675 konstruierte der Holländer van Leeuwenhoek das erste brauchbare Mikroskop. Er nutzte dabei die bekannte Eigenschaft aus, dass kugelähnliche Glaskörper, Linsen genannt, Bilder von Gegenständen vergrössern. Mit modernen Mikroskopen lassen sich heute Objekte bis zu 2000fach vergrössern. Arbeitsaufträge! 1. Welche Nummer beschreibt welchen Teil des Mikroskopes? Setze die richtige Zahl ein. 2. Male das Mikroskop aus. Da   das   Mikroskop   ein   teures   Arbeitsgerät   ist,   müssen   bestimmte   Regeln   bei   der   Bedienung eingehalten werden: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Stelle zu Beginn immer die kleinste Vergrösserung ein. Lege das Präparat mitten über die Objekttischöffnung und klammere es fest. Schalte die Lampe ein und sorge für eine gleichmässige Ausleuchtung  des Präparates. Schaue durch das Okular und stelle durch vorsichtiges Drehen des Triebrades das Objekt scharf ein! Reguliere gegebenenfalls mit der Blende Helligkeit und Kontrast. Kontrolliere von der Seite, dass das Objektiv nicht das Präparat berührt! Willst du die Vergrösserung ändern, vergrössere  zunächst den Abstand zwischen Objektiv und  Objekttisch. 8. Stelle eine stärkere Vergrösserung durch Drehung des Objektivrevolvers ein. 9. Fasse nie mit den Fingern auf die Linsen! Säubere die Linsen mit einem weichen Lappen! 10.Stelle nach dem Mikroskopieren die kleinste Vergrösserung ein und schalte die Lampe aus. 2. Herstellung  eines  Nasspräparates Betrachtest du deinen Daumen durch ein Mikroskop, dann siehst du nichts. Er lässt das Licht der Mikroskoplampe oder auch das Sonnenlicht nicht hindurch. Daher muss ein Objekt, das mikroskopiert werden soll, dünn und lichtdurchlässig sein. Arbeitsaufträge: 1. Stelle ein Frischpräparat vom Fruchtfleisch einer Tomate her! 2. Halte dich beim Präparieren genau an den folgenden Arbeitsablauf: Material: Objektträger, Deckgläser, Pipette, Pinzette, Messer, Tomate und Wasser Bringe mit einer Pipette einen Tropfen Wasser in die Mitte des Objektträgers! Schneide eine Tomate durch! Entnimm mit einer Pinzette etwas (wenig!) Fruchtfleisch und übertrage es in den Wassertropfen! Lege das Deckglas auf den Wassertropfen!   Drücke vorsichtig mit dem  Daumen auf das Deckglas, wodurch das Fruchtfleisch etwas  gequetscht wird! Mikroskopiere und mach eine Zeichnung dazu! 3. Beispiel einer pflanzlichen Zelle: Zwiebelschnitt Arbeitsaufträge:  1. Schneide eine Zwiebel mit einem Messer in vier gleiche Teile (Bild 1). 2. Nimm eine Schuppe und schneide auf der Innenseite mit einer Rasierklinge ein kleines Rechteck  hinein. Ziehe nun das enganliegende Zwiebelhäutchen mit einer Pinzette vorsichtig ab (Bild 2). 3. Lege das Präparat auf den Objektträger in einen Tropfen Leitungswasser (Bild 3). 4. Führe das schräg gehaltene Deckglas an den Wassertropfen heran (Bild 4). 5. Lass nun das Deckglas langsam auf das Präparat sinken, ohne dass Luftblasen entstehen (Bild 5). 6. Sauge überschüssiges Wasser mit einem Filterpapierchen ab.  Bei Wassermangel unter dem Deckglas (erkennbar an Lufteinzug vom Rand her) mit einem  Tropfen Wasser aus der Pipette ergänzen (Bild 6). 7. Anfärben des Präparates: Füge an einer Deckglaskante einen Tropfen MethylenblauLösung hinzu  und sauge mit Hilfe eines Filterpapierstreifens das Färbemittel unter dem Deckglas durch (Bild 5 und 6). 8. Betrachte nun das Innere der Zwiebelzelle und fertige eine genaue Zeichnung an. 9. Zeige deine Zeichnung dem Lehrer 10.Ergänze, bemale und beschrifte deine Zeichnung.  Bilderfolge 1  6 1. 2. 3. 4. 5. 6.  Methylenblaulösung 4.  Pflanzliche Zelle: Bau und Aufgaben der Zellteile Arbeitsaufträge: 1. Lies den untenstehenden Text zu den Teilen einer pflanzlichen Zelle aufmerksam durch. Zellwand Die Zellwand ist ein durchlässiges und starres Gebilde, das aus verschiedenen Schichten  aufgebaut ist. Dabei haben tierische Zellen keine Zellwand, sondern nur eine dünne aber  durchlässige Zellmembran, die das flüssige Plasma umschliesst. Zellmembran: Sie ist durchlässig, umschliesst das flüssige Plasma und regelt die Aufnahme und Abgabe  von Stoffen (z.B. Sauerstoff, Kohlendioxid etc.). Zellplasma: Das Zellplasma ist der zähflüssige Inhalt in den Zellen. Es befindet sich in dauernder  strömender Bewegung. Zellkern: Er ist die Kommandozentrale der Zelle und enthält die Erbsubstanz in den Chromosomen.  Die Chromosomen sind paarweise vorhanden, und ihre Anzahl ist für jede Art typisch. So  besitzt der Mensch zum Beispiel 23 Paare, Mais 20 und Farne bis zu 150. Blattgrünkorn: Die Blattgrünkörner (Chloroplasten) enthalten den grünen Farbstoff (Chlorophyll). Das  Chlorophyll ist bei der Fotosynthese unentbehrlich. Im Herbst sterben die  Blattgrünkörner  ab; das Laub verfärbt sich. (Chloroplast) Vakuole: (Zellsaftraum) Die Vakuole (Zellsaftraum) ist der Abfalleimer der pflanzlichen Zelle. Dabei nimmt sie  den grössten Platz der Zelle ein und  ist ein mit einer dünnen Haut abgeschlossener Raum,  der mit Saft gefüllt ist. Die Vakuole ist der Speicher für Stoffe, welche nicht mehr  verwertet werden können. Zellen können mehrere Vakuolen enthalten. 2. Beschrifte und bemale die folgende schematische Zeichnung einer Pflanzenzelle (16). Schematische Darstellung einer Pflanzenzelle:   1  1  2  2  3  3  4  4  5  5  6  6    5.  Beispiel einer tierischen Zelle: Mundschleimhaut Arbeitsaufträge: 1. Gib einen Tropfen Wasser auf den Objektträger und füge dem einen Tropfen Farbstoff (Eosin Methylenblau) bei. 2. Reibe mit einem Streichholz (oder Mundspatel aus Holz) etwas Schleimhaut von der Innenseite  deiner Wange ab und bringe sie durch Tupfen auf den Objektträger neben den Wassertropfen. 3. Vermische nun den gefärbten Wassertropfen mit den Schleimhautzellen. 4. Lege das Deckglas langsam und vorsichtig auf das Präparat. 5. Ziehe mit Hilfe eines Fliess oder Filterpapiers das überschüssige Wasser unter dem Deckglas  heraus. 6. Betrachte mit dem Mikroskop deine Schleimhautzellen und stelle auch veschiedene  Vergrösserungen ein.  7. Zeichne und bemale einige Zellen und beschrifte mit den folgenden Begriffen: Zellkern, Zellmembran, Zellen, Zellplasma Beachte: Die Zellkerne bleiben stark, das Zellplasma schwach angefärbt. Zellen der Zwiebelhaut Wie ist die Form der Zellen? Wo befindet sich der Zellkern? Sind die Vakuolen vorhanden? Sind Chloroplasten vorhanden? Wenn ja, wo? Ist die Zellwand vorhanden? Zellen der Mundschleimhaut 7 Heuaufguss  Beobachtung von Einzellern Hinweis:  Dieser   Versuch   wurde   810   Tage   vorher   angesetzt.   Das   Becherglas   enthält   eine   Handvoll zerschnittenes Heu, dem ca. ein Liter Tümpelwasser beigefügt wurde (Bild 1/2). Man kann auch noch einige Wasserpflanzen, Schilfstengelstücke, zerschnittene Salat oder Kohlblätter dem Heu beigeben. Nun wurde das Becherglas mit einer Glasplatte abgedeckt und im Tageslicht stehengelassen (Bild 3). Nach einigen Tagen hat sich an der Oberfläche eine aus Bakterien bestehende, übelriechende Haut, die sogenannte Kahmhaut, gebildet (Bild 3). In und unter dieser Haut lassen sich verschiedenste Einzeller finden, welche sich von Bakterien ernähren. Arbeitsaufträge:   1. Entnimm mit der Pipette direkt unter der Kahmhaut einen Wassertropfen des Heuaufgusses (Bild 4). 2. Untersuche das Präparat (Deckglas nicht vergessen!) unter dem Mikroskop auf Einzeller. 3. Vergleiche die unter dem Mikroskop gefundenen Einzeller mit den abgebildeten Einzellern auf dem  SchnipselVorlageblatt. 4. Schneide die erkannten Einzeller mit Namen aus dem Schnipselblatt aus und klebe sie auf das  nachfolgende leere Arbeitsblatt. 2. 1. 4. 3. Gürtelalge Amöbe Gemeine  Zickzackkieselalge Sonnentierchen Sternalge Augentierchen Nierentierchen Pantoffeltierchen Borstentierchen Glockentierchen (ausgestreckt und gereizt) Trompetentierchen Sumpfwurm