Arbeitsblatt: Hoppel -vereinfachte Lesefassung
Material-Details
Hoppel und der Osterhase, vereinfachte Lesefassung
Deutsch
Erstlesen
1. Schuljahr
13 Seiten
Statistik
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11.05.2016
Autor/in
Andrea Chakir
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Hoppel und der Osterhase Hoppel ist nachdenklich. Er fragt Mama Schneehase: „ Werde ich immer ein Schneehase bleiben, Mama? „Aber sicher, sagt Mama Schneehase. „ Du wirst zwar grösser und stärker, aber du wirst immer ein Schneehase bleiben. „ Ich möchte aber einmal ein anderes Tier sein, sagt Hoppel und springt mit einem Riesensatz über seine Mutter. „Ich möchte fliegen wie ein Vogel! „ Das geht nicht, Hoppel, dafür kannst du springen und Haken schlagen. „Mama, sehen alle Hasen gleich aus? fragt Hoppel. „Nein, Hoppel. Schau, du hast eine blaue Ohrspitze. Und es gibt auch braune Hasen, die Feldhasen. Und dann gibt es noch den Osterhasen. „Den Osterhasen? Hoppel staunt. „Ja, der Osterhase ist ein ganz besonderer Hase. Er läuft schneller als der Wind. Und wenn er sich versteckt, findet ihn niemand, auch der Falke mit seinem scharfen Blick nicht. Darum hat ihn noch niemand gesehen. „Oh, bitte, Mama, erzähl mir noch mehr vom Osterhasen! „ Er ist sehr mutig. Er hat keine Angst vor dem Fuchs und nicht vor dem Wolf. Jedes Jahr geht er von Hühnerstall zu Hühnerstall, sammelt die Eier ein und trägt sie nachhause. Dort malt er sie an und versteckt sie für die Kinder. „Toll, Mama, ich will auch Osterhase werden ruft Hoppel und rennt davon. Wie wird man denn Osterhase? Ach ja, ich muss mutig sein, denkt er sich. Also springt er in den Wald, um den Fuchs zu suchen. Der Fuchs schläft in einem Baumstamm. Wenn Mama sehen könnte, wie mutig ich bin!, denkt Hoppel. Der Fuchs sieht gar nicht so gefährlich aus. Wenn er so schläft sieht er eigentlich ganz friedlich aus. Doch plötzlich rennt der Fuchs hervor und will Hoppel packen. Er hat den Hasen längst gerochen und sich schlafend gestellt. Hoppel kann gerade noch zur Seite springen. Er schlägt Haken und läuft um sein Leben. Hoppel flitzt ins dichte, hohe Gras und ist mucksmäuschenstill. Er ist ausser Atem. Nein, so schnell wie der Wind kann er nicht rennen. Aber verstecken kann er sich gut. Der Fuchs gibt die Jagd auf und trottet davon. „Puh, Osterhase zu sein, ist aber anstrengend!, seufzt Hoppel. Vorsichtig kriecht er aus dem Gras und hoppelt auf die Wiese. Auf einmal sieht er einen braunen Hase. „Guten Tag, sagt Hoppel, „bist du der Osterhase? „Guten Tag, Schneehase! Osterhase? Wer ist denn das? Ich bin der Feldhase. „Ach, schade, sagt Hoppel und erzählt dem Feldhasen alles, was er über den Osterhasen weiss. Auch dass er Osterhase werden will. Der Feldhase ist begeistert. „Komm, wir suchen einen Hühnerstall. Dann tragen wir ein paar Eier nachhause. Gemeinsam suchen sie einen Hühnerstall. Und bald finden sie auch einen. Die beiden Hasen erklären den Hühnern, dass sie Osterhasen werden wollen. Und dass sie dazu Eier brauchen. „Aber sicher, gackert eine Henne. „Hier, bitte, eins für dich und eins für dich. Aber passt auf, dass ihr die Eier nicht fallen lässt! „Keine Angst, liebe Henne, wie passen gut auf! Und vielen Dank. „Komm, Feldhase, wir gehen zu mir. Meine Mutter weiss sicher, wie wir Eier am besten bemalen. Vorsichtig machen sie sich auf den Weg. Aber dann rutscht Hoppel aus und purzelt auf den Feldhasen. Oje, beide Hühnereier sind kaputt und zerbrochen. Zuhause tröstet Mama Schneehase die beiden. „Seid nicht traurig, Hasenkinder. Es gibt eben nur einen Osterhasen. Seht mal, er war sogar hier und hat euch etwas mitgebracht! Hoppel und sein Freund trauen ihren Augen nicht. Ein wunderschönes Osterei mit einer rosa Schleife liegt vor ihnen. „Ist das vom Osterhasen?, fragt Hoppel. „ Das ist das schönste Ei, das ich je gesehen habe! Dann kuschelt sich der Feldhase eng an Hoppel. Glücklich schlafen sie ein.