Arbeitsblatt: Musik im Mittelalter 2

Material-Details

Minnesang
Musik
Musikgschichte
6. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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26.05.2016

Autor/in

Petra Stuber
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Musik im Mittelalter 2 Minnesang Minne ist das mittelhochdeutsche Wort für. Ein Minnesänger trug also Liebeslieder vor. Geschrieben und gesungen wurden diese Lieder in Mittelhochdeutsch. So sprach man im deutschen Raum etwa zwischen 1050 und 1350. du bist mîn ich bin dîn des solt dû gewis sîn dû bist beslozzen in mînem herzen verlorn ist daz slüzzelîn dû muost immer drinne (Dichter unbekannt) sîn Minnesang war meistenssache; anfangs reimten und sangen sogar nur Adlige und. Diese gefielen sich gut in der Rolle harte Schale, weicher Kern: eben noch in der Schlacht Schwerthiebe ausgeteilt, jetzt mit sanfter Stimme romantische Texte zum Besten gegeben. Später griffen aber auch einfache Leute zu Harfe und Fiedel und reisten damit von Burg zu Burg. Dort blieben sie Tage, Wochen oder gar Monate, um die bei Festen und Feierlichkeiten zu unterhalten. In ihren Liedern priesen die Minnesänger etwa die der Frauen und in den höchsten Tönen von deren Anmut und Liebreiz – kurz: Sie machten ihnen \. Diese Redensart, die wir heute noch gebrauchen, stammt aus jener Zeit. Gemeint ist damit die besondere Verehrung einer Dame. Allerdings ging es in den Texten der Minnesänger oft darum, dass diese unerreichbar sei. Das gehörte zum Spiel der sogenannten \: Die Sänger lobten und vergötterten – und dabei blieb es. Die Liebe war ein Traum und spielte sich im Kopf ab. Schließlich waren Minnesänger Ehrenmänner! Einer, der um einiges direkter über die Liebe sang als viele seiner Zeitgenossen, war . Er war anders als seine ritterlichen Kollegen Berufsdichter und verdiente sich allein mit Auftritten seinen Lebensunterhalt. In seinen Versen wollen Männer die Frauen nicht nur anhimmeln, sondern erobern! Kein Wunder, dass diese _ in der höfischen Gesellschaft nicht überall gern gehört wurde. In einem Lied über einen edlen Ritter und ein einfaches Mädchen lässt Walther das Diese Liederhandschrift zeigt ein Bild von einem berühmten Minnesänger namens Walther von der Vogelweide Fräulein singen: Küsste er mich? Wohl tausendmal! Tandaradei! Seht, wie rot mir der Mund geworden ist. Das war damals ziemlich unpassend – denn über so etwas sprach man nicht! Heute aber gilt Walther von der Vogelweide als der berühmteste deutschsprachige Minnesänger. Doch nicht einmal ein Star wie er wurde reich mit seiner Kunst. Wie die allermeisten Minnesänger war auch Walther zeitlebens abhängig von dem Wohlwollen seiner Auftraggeber. Im Jahr 1203 bat er den Bischof von Passau, an dessen Hof er die vergangenen Wochen verbracht hatte, ihn doch bitte nicht mit getragenen Kleidern zu entlohnen. Zumindest in diesem Fall hatte Walther Erfolg. Er bekam fünf Schillinge für einen neuen Pelzrock. Quelle: Geolino