Arbeitsblatt: Vulkanismus - Test

Material-Details

Es werden verschieden Fragen zum Thema Vulkanismus behandelt
Geographie
Geologie / Tektonik / Vulkanismus
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

1613
1714
25
14.08.2006

Autor/in

Laura Geus


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Vulkanismus Plattentektonik Aufbau der Erde Die Schichten des Erdinneren Aufgabe: 1. Welche Erdschicht liegt wo? Beschrifte die Grafik. Der Text auf der Seite 2 hilft dir. 2. Welche Erdschichten sind flüssig? Markiere sie farbig. Erd haiw 1 Vulkanismus Plattentektonik Aufbau der Erde Die Schichten des Erdinnere: Begleittext Das Erdinnere Der Aufbau der Erde spielt für zahlreiche an der Erdoberfläche auftretenden Prozesse eine wichtige Rolle. So haben Vulkanismus, Erdmagnetismus und plattentektonische Vorgänge ihren Ursprung im Inneren der Erde. Da das Erdinnere nicht direkt erforscht werden kann, haben Wissenschaftler vor allem über die Ausbreitung von Erdbeben- und künstlich erzeugten Stoßwellen den inneren Aufbau der Erde enträtselt. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Erde in mehrere Schalen gegliedert ist (Schalenmodell). Der Erdkern wird von einem Mantel und dieser wiederum von einer Kruste umgeben. Da innerhalb von Kern, Mantel und Kruste die physikalischen und chemischen (mineralischen) Eigenschaften stark variieren, werden sie jeweils noch weiter untergliedert. Die Temperatur- und Druckverhältnisse ändern sich von der Erdoberfläche zum Erdkern. Grundsätzlich steigen sie mit der Tiefe deutlich an, was in einigen Bereichen zum Aufschmelzen von Gesteinen führt. Für die obere Kruste gilt eine Temperaturerhöhung von zwei bis drei Grad Celsius auf 100 Meter Tiefe. Die Temperaturen steigen in Richtung des Erdmittelpunktes stetig aber weitaus langsamer als in der oberen Erdkruste an. Im Inneren der Erde liegen die Temperaturen wahrscheinlich zwischen 4000 und 5000 Grad Celsius. Die Schichten im Einzelnen Erdkruste Tiefe: 0 bis max. 65 km Zustand: Fest Temperatur: bis 1000 C Die Erdkruste wird in die ozeanische und kontinentale Kruste unterteilt. Beide Bereiche unterscheiden sich in Dichte, Dicke Alter und Gesteinsinhalt voneinander. Oberer Erdmantel Tiefe: 10 bis 700 km Zustand: Teilweise plastisch, fest Temperatur: 1000 C Der Motor für die Bewegungen der Erdplatten liegt im oberen Erdmantel. Unterer Erdmantel Tiefe: 700 bis 2900 km Zustand: Fest Temperatur: 1000 bis 3700 C Äußerer Kern Tiefe: 2900 bis 5100 km Zustand: Flüssig Temperatur: 3700 bis 4300 C Die Ursache für den Erdmagnetismus wird im äußeren Erdkern vermutet. Er besteht hauptsächlich aus geschmolzenem Eisen. Innerer Kern Tiefe: 5100 bis 6370 km Zustand: Fest Temperatur: 4300 C Der Innere Kern besteht zu über 75% aus Eisen haiw 2 Vulkanismus Plattentektonik Aufbau der Erde Erdkruste und Erdmantel Aufgabe: Trage die fettgedruckten Begriffe aus dem Text an die richtige Stelle der Grafik ein. Erdkruste und Erdmantel Die Erdkruste ist die äußerste Schicht der Erde. Wie eine dünne feste Haut bedeckt sie den darunterliegenden Erdmantel. Sie wird in die kontinentale und ozeanische Kruste unterteilt. Beide unterscheiden sich deutlich in Dichte, Gesteinsvorkommen, Dicke sowie in Alter und Herkunft. Die ozeanische Kruste ist beispielsweise nirgendwo älter als 200 Millionen Jahre, die kontinentale Kruste hingegen trägt die ältesten Gesteine, die bisher gefunden wurden. Sie haben ein Alter von ungefähr vier Milliarden Jahren. Unter hohen Gebirgen erreicht die kontinentale Erdkruste die größte Mächtigkeit, in den unter den Weltmeeren liegenden ozeanischen Krustenbereichen ist die Erdkruste am dünnsten. Die Grenze zwischen Kruste und Erdmantel liegt zwischen zehn und 65 Kilometern unter der Erdoberfläche. Zusammen mit dem oberen Mantelbereich bildet die Erdkruste die feste Gesteinshülle der Erde, die Lithosphäre. Sie schwimmt auf der Fließschicht des Erdmantels, der Asthenosphäre. In der Asthenosphäre ist das Gestein teilweise geschmolzen. In diesem Mantelbereich befindet sich der Motor für die Bewegung der Kontinentalplatten. Heiße Magmaströmungen, die sich im Mantel auf und ab bewegen, verschieben die Platten und sorgen für Vulkanismus, Erdbeben und Gebirgsbildungen. An den Mittelozeanischen Rücken reicht die Asthenosphäre bis an die Oberfläche, ihre Obergrenze liegt aber sonst zwischen 30 und 100 Kilometern Tiefe. Die Untergrenze der Asthenosphäre befindet sich in 200 Kilometer Tiefe. haiw 3 Vulkanismus Plattentektonik Aufbau der Erde Das Prinzip der Konvektionsströmmung Konvektion im Kochtopf Wenn Wasser in einem Kochtopf erhitzt wird, gerät das Wasser in Bewegung: Es beginnt zu aufzuwallen und zu brodeln. Woran liegt das? Schaltet man die Herdplatte ein, erwärmt sich zuerst das Wasser am Boden des Topfes. Es dehnt sich aus und seine Dichte verringert sich. Dadurch steigt es auf. Das Wasser an der Oberfläche ist kälter und dichter und sinkt deshalb nach unten. Dort wird es durch die Wärme der Herdplatte aufgeheizt und wird wieder leichter. Es entsteht eine Zirkulation aus aufsteigendem heissen Wasser und absinkendem kühleren Wasser. Dieser Prozess wird als Konvektion bezeichnet. kommt nicht nur bei sondern auch in anderen Flüssigkeiten und Gasen vor. Um eine Konvektion handelt es sich immer dann, wenn Temperatur- und dadurch bedingt auch Dichteunterschiede zu Strömungen führen. Aufgabe: 1. Beschreibe, warum auch im Erdmantel Konvektionsströme entstehen. 2. Trage in die untere Zeichnung Pfeile ein, die Bewegungsrichtung des Magma zeigen. haiw 4 Vulkanismus Plattentektonik Plattentektonik Alfred Wegener Begründer der Plattentektonik Aufgabe 1: Markiere auf dem Arbeitsblatt die Gletscherspuren, Gesteine gleichen Alters, gleich alte Gebirge und die Fossilienfunde mit verschiedenen Farben. Aufgabe 2: Drücke Südamerika am Fenster durch, schneide ihn aus und schiebe ihn an Afrika heran. Beschreibe kurz, was dir auffällt? . . . Aufgabe 3: Glaubst Du, dass Afrika und Südamerika einmal zusammenhingen? Begründe Deine Antwort mit Hilfe des Arbeitsblattes. Woher weiß man, dass sich Kontinente bewegen? Schon im 17. Jahrhundert viel einem Wissenschaftler auf, dass die Küsten von Südamerika und Afrika ziemlich genau aneinander passen. Hingen die Kontinente etwa vor langer Zeit einmal zusammen? Alfred Wegener, ein deutscher Forscher, versuchte das zu beweisen. Er suchte nach Ähnlichkeiten auf den beiden Kontinenten. .Und er wurde fündig: Es zeigte sich, dass es auf beiden Kontinenten gleich alte Gesteine und Gebirge, die gleichen Fossilien, Spuren von Gletschern und noch weitere Indizien gab. Wegener zeichnete seine gefundenen Spuren in eine Karte und schob dann Afrika an Südamerika heran. Die Spuren auf den weit voneinander entfernten Kontinenten passten fast genauso gut zusammen wie die Küsten. haiw 5 Vulkanismus Plattentektonik Plattentektonik Kontinente in Bewegung Die Lage der Kontinente vor 100 Milionnen Jahren und heute Vor vielen Millionen Jahren lagen die Kontinente noch an ganz anderen Stellen als heute. Sie sahen oft auch ganz anders aus. Wenn Du die beiden Weltkarten mit den Kontinenten vor 100 Millionen Jahren und heute vergleichst, siehst Du, dass sich die Kontinente an einigen Stellen weit verschoben haben: • • • • Afrika und Südamerika haben sich von einander entfernt. Dabei ist der Atlantik entstanden. Indien ist nach Norden gewandert und dort mit Asien zusammengestoßen. Der Himalaja wurde dabei aufgetürmt. Nordamerika ist Richtung Westen gedriftet. Dadurch wurde der Nordatlantik immer breiter. Afrika ist ein Stück nordwärts gewandert. Aufgaben: 1. Beschrifte die Kontinente auf beiden Karten 2. Zeichne in die untere Karte Pfeile ein, die Bewegungsrichtung der Kontinente zeigen. 3. Überlege, wie sich die Lage und die Form der Kontinente in der Zukunft verändern könnten. haiw 6 Vulkanismus Plattentektonik Plattentektonik Kontinente in Bewegung haiw 7 Vulkanismus Plattentektonik Plattentektonik Kontinente in Bewegung Aufgabe: Ordne die folgenden Texte den Bildern zu. Text zu den Einzelbildern: • • • • • haiw Vor 320 Millionen Jahren gab es nur zwei Grosskontinente: Laurussia und Gondwana. 135 Millionen Jahre vor heute: Auch Pangaea begann wieder auseinander zu brechen. Das Tethys-Meer drang zwischen Laurasia und Gondwana ein, wobei Laurasia die nördlichen und Gondwana die südlichen Kontinente umfasste. Der Atlantik öffnete sich und die amerikanischen Kontinente, Eurasien und Afrika entfernten sich voneinander. Auch heute noch sind die Erdteile in Bewegung und in 100 Millionen Jahren wird sich das Gesicht der Erde weiter verändert haben. Die Kontinente drifteten und schlossen sich vor 250 Millionen Jahren zu einem Superkontinent zusammen. Dieser Kontinent wird Pangäa genannt, was die gesamte Erde bedeutet. Vor 100 Millionen Jahren waren die Antarktis und Australien noch verbunden und der indische Kontinent war noch nicht mit dem eurasischen kollidiert. 8 Vulkanismus Plattentektonik Plattentektonik Abstossende und anstossende Platten Durch die Jahrmillionen von Jahre langen Bewegungen der Platten, hat es diese wie wir es bereits gesehen haben massiv verschoben. Es gibt drei Typen vom Plattengrenzen: An anstossenden (konvergierenden) Platten kollidieren Platten. Die schwerere ozeanische Platte taucht unter die leichtere kontinentale Platte ab, ein Vorgang der Subduktion genannt wird. An abstossenden (divergierenden) Platten trennen sich die Platten und bewegen voneinander weg. Und an Transformstörungen gleiten sie aneinander vorbei. Aufgabe. Bestrifte die 3 Typen der Plattenbewegungen. haiw 9 Vulkanismus Plattentektonik Geographische Verteilung der Vulkane Die globale Verteilung ist kein Zufall Aufgabe: Auf der linken Karte siehst du die Verteilung der Vulkane. Rechts hast du die verschiedenen Platten eingezeichnet. Wieso entstehen gerade an diesen Orten Vulkanausbrüche. Erkläre! Das Vorkommen der Vulkane ist eng verknüpft mit den Prozessen der konvergierenden und divergierenden Platten. Die etwa 550 aktiven Vulkane der Erde sind also nicht wahllos auf der Erdoberfläche verteilt, sondern zeigen ein bestimmtes Verteilungsmuster, z. B. entlang der Plattengrenzen. Man findet Vulkanismus an mittelozeanischen Rücken, wo sich ozeanische Platten trennen. Weiterhin an kollidierenden Ozeanplatten, bzw. bei der Kollision zwischen einer ozeanischen und einer kontinentalen Platte. haiw 10 Vulkanismus Plattentektonik Geographische Verteilung der Vulkane Vulkane weltweit Aufgabe: Suche die Vulkane im Atlas und trage sie in die Weltkarte ein. Name des Vulkans Land, naheliegende größere Stadt Mount Wrangel Alaska, östlich von Anchorage Mount St. Helens USA, nördlich von Portland Mount Rainier USA, südlich von Seattle Popocatepetl Mexiko, bei Mexiko-City Paricutin Mexiko, südöstlich von Guadalajara Fuego Guatemala Irazu Costa Rica, nordöstlich von San José Mont Peleé Martinique (Karibik) La Soufrière St. Vincent (Karibik) Cotopaxi Ecuador, südlich Quito Nevado del Ruiz Kolumbien, westlich von Bogota Sajama Bolivien, südwestlich von La Paz San Pedro Chile, 200 km nordöstlich von Antofagasta San José Chile, 100 km südöstlich von Santiago de Chile Surtsey Island Ätna Italien Vesuv Italien Asahi Japan, Insel Hokkaido Fujiyama Japan, Tokio Kilimanjaro Tansania Kljutschewskaja Russland, Halbinsel Kamtschatka Pinatubo Philippinen, bei Manila Krakatau Indonesien, zwischen Insel Sumatra und Java Tambora Indonesien, Insel Sumbawa Merapi Indonesien, Insel Java Mount Lamington Papua-Neuguinea, Port Moresby haiw 11 Vulkanismus Plattentektonik Geographische Verteilung der Vulkane Vulkane weltweit Aufgabe: Suche die Vulkane im Atlas und trage sie in die Weltkarte ein. haiw 12 Vulkanismus Plattentektonik Geographische Verteilung der Vulkane Historische Vulkanausbrüche Aufgabe: Suche die Vulkane im Atlas und trage sie in die Weltkarte ein. Vesuv (Italien) Für die Römer kommt der Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n. Chr. vollkommen unerwartet, denn der Feuerberg gilt seit Jahren als erloschen. Bei seinem Ausbruch stößt der Vulkan riesige Rauchwolken aus. Drei Städte werden unter einer sieben bis neun Meter dicken Aschenschicht begraben. Die herabregnende Asche ist glühend heiß, so dass die meisten Menschen fast augenblicklich beim Einatmen sterben. Ätna (Italien) Am 11. März des Jahres 1669 ereignet sich ein dramatischer Ausbruch am Ätna. Angekündigt von einigen Erdbeben öffnet sich an diesem Tag eine 12 Kilometer lange Spalte, aus der Lava herausquillt. Die Lavaströme erreichen die Stadt Catania und zerstören sie. Auch heute noch ist der Ätna aktiv. Sein letzter größerer Ausbruch fand 1993 statt. Tambora (Indonesien) Der Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 ist einer der stärksten in der Geschichte. Er hat ein Jahr ohne Sommer als Folge. Riesige Aschenmengen werden in die Atmosphäre gestoßen und die Temperaturen sinken. Bei diesem Ausbruch sterben viele Menschen in heißen Aschenwolken oder weil sie direkt von herausgeschleuderten Trümmern getroffen wurden. Über 80.000 Menschen sterben aber an der Hungersnot und den Krankheiten, die auf den schweren Ausbruch folgen. Krakatau (Indonesien) Beim Ausbruch des Krakatau 1883 wird die Hälfte der gleichnamigen Insel in die Luft gesprengt. Der Donnerschlag der Explosion ist noch in 5.000 Kilometern Entfernung zu hören. Durch die Wucht der Explosion entsteht eine riesige, fast 40 Meter hohe Flutwelle, die umliegenden Inseln überflutet. Von der ehemals großen Vulkaninsel bleiben nur drei kleine Eilande und ein Kind des Krakatau genannter Vulkanschlot erhalten. Mont Pelée (Martinique) Am 8. Mai 1902 bricht der Mont Pelée auf Martinique aus. Die Bewohner der unterhalb des Vulkans gelegenen Stadt St. Pierre haben keine Chance. Eine Lawine aus glühend heißer Asche und Gas überrollt die Hafenstadt 36.000 Menschen sterben. Mt. St. Helens (USA) Am 18. Mai 1980 bricht der Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington nach einer langen Ruhephase aus. Nach einem Erdstoß rutscht der nördliche Bereich des Gipfel den Hang hinab. Seitlich aus dem Berg schießt eine gewaltige Dampfwolke heraus. Asche- und Gaswolken werden bis zu 18 Kilometer hoch in den Himmel gestoßen. Eine glühendheiße Lawine aus Staub und Gas rast mit einer Geschwindigkeit von 600 Kilometer pro Stunde den Berg hinunter. Sie zerstört alles, was ihr in den Weg kommt. 500 Quadratkilometer Land wurden total verwüstet. haiw 13 Vulkanismus Plattentektonik Wie Vulkane entstehen Entstehung und Ausbruch eines Vulkans Aufgabe: Die folgenden Skizzen veranschaulichen die Entstehung eines Vulkans. Mit Hilfe der Texte im Buch Geographie EUROPA S. 36 (der Ätna), S. 37 (Feuerberg Eis und Schne: Ätna 1971) und S. 39 (Monte Nuovo) sollen die Skizzen beschrieben werden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . haiw 14 Vulkanismus Plattentektonik Vulkanausbrüche Gefahren bei einem Vulkanausbruch Aufgabe: 1. Beschrifte die Zeichnung. Die nachfolgenden Begriffe helfen dir dabei: Aschenstrom (2x), Aschenwolke, Bomben, Gase, Hangrutschung, Lahar, Lavastrom, Magmakammer, Saurer Regen, Schlot. 2. Beschreibe, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist. Nutze dabei die Begriffe Magma, Magmakammer, Schlot und Krater. . . . . . . . . . haiw 15 Vulkanismus Plattentektonik Vulkanausbrüche Typen von Vulkanausbrüchen Aufgabe: 1. Beschreibe kurz, was du auf den Bildern siehst. Nutze die Begriffe Lavastrom, Aschenwolke, Explosion und Lavabomben. 2. Um welche Vulkanausbruchstypen handelt es sich? (Die fettgedruckten Begriffe in den untenstehenden Texten bezeichnen die Ausbruchstypen) Abbruchstyp: Abbruchstyp: Abbruchstyp: 1. Plinianische Eruptionen sind sehr explosive Ausbrüche, die mit ungeheuren Aschenfällen verbunden sind. Die Eruptionssäulen bei diesen Ausbrüchen reichen bis in die Stratosphäre. Der Ausbruch des Mount St. Helens 1980 gehörte diesem Typ an. 2. Dünnflüssige, basaltische Laven bilden die hawaiianische Eruptionsform. Dabei fliesst die Lava relativ ruhig aus und bildet die Aa- oder Pahoehoe-Lava. 3. Strombolianische Eruptionen sind gekennzeichnet durch periodische Explosionen. Häufig werden geschmolzene, glutheisse Lavabomben herausgeschleudert. Diese relativ groben Stücke entstehen durch das Zerplatzen von Gasblasen im Magma. Vulkane, die dem Stromboli-Typ angehören, sind zum Beispiel der Ätna, der Pacaya in Guatemala und der Erebus auf Antarktika. haiw 16 Vulkanismus Plattentektonik Vulkanformen Vulkane haben viele Gesichter Welche Form ein Vulkan annimmt, hängt von vielen Faktoren ab. Besonders wichtig sind: Das Magma: zäh- oder dünnflüssig Die Ausbruchsform: Explosion oder ruhig ausfließend (oder beide) Das Fördermaterial: Asche, Lava (oder beides) Aufgabe: Ordne den Bildern die richtigen Texte zu. 1. Die breiten, flachen Kegel der Schildvulkane entstehen, wenn das Magma sehr dünnflüssig ist, und nach dem Ausbruch noch Kilometer weit fließen kann. Der größte Vulkan der Erde, der Mauna Loa auf Hawai, gehört zu diesem Typ. 2. Viele Vulkane schleudern abwechselnd flüssige Lava und feste Bestandteile aus. Im Laufe der Zeit bildet sich daher ein Kegel aus übereinanderfolgenden Lava- und Ascheschichten. Zu diesem Typ (Schichtvulkan) gehören die meisten großen Vulkane der Welt, darunter auch der Vesuv, der Ätna und der Fujijama. 3. Oft stellt man sich Vulkane als symmetrische Kegel vor, doch es gibt auch andere Formen von Vulkanen. Bei Spalteneruptionen, wie am Mauna Loa auf Hawaii, treten aus Spalten und Rissen die geschmolzenen Magmen aus. 4. Beim Einsturz des Daches einer Magmakammer oder durch eine Explosion, die den Vulkankrater zum Einstürzen bringt, entsteht oft eine beckenartige Vertiefungen im Vulkan, die Caldera. 5. Unterirdische vulkanische Dampf-Explosionen hinterlassen oft einen kreisrunden Sprengtrichter. Herausgeschleuderte Gesteine und Aschen bilden einen Wall um den Trichter. Diese Vulkanform wird Maar genannt. Maare können sich nach Abschluss der vulkanischen Aktivität mit Wasser füllen. haiw 17 Vulkanismus Plattentektonik Fallbeispiel Mount St. Helena Begleittext Das er ausbricht war bekannt Der Ausbruch des Mount St. Helens am 18. Mai 1980 kam für die Wissenschaftler keineswegs unerwartet. Schon zwei Monate vor der Eruption gab es viele Anzeichen, die darauf hindeuteten, dass sich in dem Berg etwas bewegt. Auch wussten die Forscher, dass der St. Helens zu den aktivsten und explosivsten in ganz Nordamerika gehört. Die Geschichte des Vulkans reicht mehr als 40.000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Über die letzten 4500 Jahre des St. Helens wusste man auch schon vor 20 Jahren besonders gut Bescheid. Am 18. Mai um 8:32 Uhr beginnt die Katastrophe: In etwa 1,5 Kilometer Entfernung vom Vulkan gibt es ein Erdbeben mit der Stärke von 5,1 auf der Richter-Skala. Dieses Erdbeben löst ein Kettenreaktion aus. Der Vulkan bricht aus und der gesamte Nordhang wird abgesprengt. Nach dem Ausbruch fehlen dem zuvor fast 2950 Meter hohem Berg 400 Meter Höhe. Bei der Explosion wurde eine Energie freigesetzt, die 500 Atombomben vom Hiroshima-Typ entspricht! Doch wie hat alles begonnen? Nach 123 Jahre, in denen der Mount St. Helens ruhig blieb, bahnt sich nun wieder Magma den Weg an die Oberfläche. Das aufsteigende Magma übt einen Druck auf das umliegende Gestein aus. Das Gestein bricht an einigen Stellen und Erdbeben entstehen. Am 20. März gibt es eine solche Serie von kleineren Erdbeben, die das Ende der langen Ruhephase einläuten. Zusammen mit dem gehäuften Auftreten von Erdbeben (zwischen 20. März und 18. Mai waren es mehr als 10.000!) tritt aus dem Vulkan auch Wasserdampf und Asche heraus. Alles Zeichen für einen bevorstehenden Ausbruch. Das nach oben dringende Magma beult die gesamte Nordflanke des Berges aus. Etwa zwei bis drei Meter pro Tag wächst diese Beule an. Schließlich, kurz vor dem Ausbruch, ist sie auf 150 Meter angewachsen. Die Kettenreaktion Ein größeres Erdbeben (5,1 auf der Richter-Skala) löst dann eine Kettenreaktion aus. Die gesamte Nordflanke des Berges rutscht ab. Vom Druck befreit dehnt sich das Wasser des Magmas aus, verdampft und schießt mit einer Geschwindigkeit von etwa 500 km/h in einer gewaltigen Eruption seitlich aus dem Berg hinaus. Über 500 C heiße Aschenwolken breiten sich mit enormer Geschwindigkeit aus. Darauf folgt eine zweite Eruption mit einer 18 Kilometer hohen Aschenwolke (das ist fast doppelt so hoch wie Verkehrsflugzeuge fliegen können!). Zahlreiche Lahars, Ströme aus Schlamm und Schutt, schießen die Hänge hinunter und verwüsten Wälder und Straßen. Die Zerstörungen durch den Ausbruch waren enorm. 500 Quadratkilometer Land wurden dem Erdboden gleich gemacht. In etwa 10 Kilometer Umkreis wurde jeder Baum entwurzelt und unter einer Aschen- oder Schlammschicht begraben. 62 Menschen starben. haiw 18 Vulkanismus Plattentektonik Fallbeispiel Mount St. Helena Der Ablauf des Ausbruchs Aufgabe: 1. Bringe die Fakten des Mount St. Helens Ausbruchs in die richtige Reihenfolge. Weise dafür den Sätzen fortlaufende Ziffern zu (1 bis 8). Lies zur Lösung dieser Aufgabe den Begleittext aufmerksam durch. Etwa 1,5 Kilometer vom Mount St. Helens entfernt gibt es ein Erdbeben mit einer Stärke von 5,1 auf der Richter-Skala. Die Erdbebenhäufigkeit steigt, Ausbrüche von Dampf und Asche mehren sich. Das Gestein, das Magma umgibt, beginnt zu brechen. Magma beginnt im Vulkan aufzusteigen. Die Nordflanke des Vulkans beult sich um 150 Meter aus. 500 Quadratkilometer Land werden total verwüsten, 62 Menschen sterben. Aschen- und Gaswolken werden in einer zweiten Eruption über 18 Kilometer senkrecht hoch in die Atmosphäre geschossen. Nur 20 bis 30 Sekunden nach dem Erdbeben werden seitlich aus dem Berg Aschen und Gesteine herausgeschleudert. Eine gewaltige Hangrutschung wird durch das Erdbeben ausgelöst. Es ist die größte vulkanische Lawine, die jemals gesehen wurde. 2. Welche Gefahren gingen von Mount St. Helens aus? haiw 19 Vulkanismus Plattentektonik Kreuzworträtsel Waagrecht 5. Das Magma, drängt sich durch den . zum Ausgang. 7. Platten die aneinander drücken. 9. Heisse, glühende Masse die aus dem Vulkan strömt. 10. Oberste Schicht der Erde. Senkrecht 1. 2. 3. 4. 6. 8. haiw Eine Platte drückt die andere nach unten. Zum Teil geschmolzene Hülle der Erde. Einer der Grosskontinente. Einer der Grosskontinente. Feste Gesteinshülle der Erde. Vulkan in Italien, der mit dem gleichen Buchstaben anfängt, wie er aufhört. 20