Arbeitsblatt: Das Wasser der Alpen

Material-Details

Lückentext für die Schüler mit separater Lösung zum Thema: Wasser der Alpen / Nutzen des Wassers / Tagliamento
Geographie
Schweiz
6. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

162946
625
15
05.07.2016

Autor/in

Nadine Bigger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Mehr als Seen und Flüsse Die Alpen sind Europas Dazu gehören Gletscher, Flusssysteme und Seen. Von der Nutzung des Alpenwassers ist ein grosser Teil Europas abhängig. In den Alpen entspringen die großen Flüsse: Rhein, Po, die Zuflüsse zur Donau und die Rhône. Die Aufgaben des Alpenwassers: Bei der Trinkwasserversorgung geht es nicht nur um die Alpenbevölkerung. Vor allem die Metropolen in Norditalien oder im Süden von Deutschland bekommen ihr Trinkwasser in langen Leitungen aus den Alpen oder ihrem Vorland. Der Bodensee versorgt zum Beispiel den Grossraum Stuttgart mit circa fünf Millionen Einwohnern. Ähnlich ist es auch in Frankreich. Mineralwasserfirmen haben sich zusätzlich die Nutzungsrechte unterirdischer Wasservorkommen gesichert. Für die Landwirtschaft ist die Bewässerung durch Alpenwasser unverzichtbar. dienen zur Vorratshaltung, damit die wasserintensive Landwirtschaft auch in den wasserarmen Monaten genug Vorräte hat. Davon profitiert vor allem die Landwirtschaft in Frankreich, aber auch im Süden Deutschlands. Wasserkraft dient der – vorrangig natürlich der der Alpenländer, im Verbund sind aber die schnell verfügbaren Reserven aus Wasserkraft europaweit abrufbar. Regionale Unterschiede Die Alpen bekommen insgesamt reichlich Niederschläge ab. Doch deren Verteilung ist sehr ungleichmässig. Wasser satt haben die Anders sieht es teilweise im der Alpen und in einzelnen trockenen Tälern aus. Das hat mit den vorherrschenden Windrichtungen zu tun, die meist aus Nordwest oder Südwest kommen. Niederschläge gibt es in den dem Wind zugewandten Regionen, also eher westlich – im Süden der Alpen, zum Beispiel in der Poebene in Italien, die von den Winden abgeschirmt liegt. Das gilt auch für inneralpine Täler, die hinter höheren liegen. Künstlicher Wassermangel entsteht auch dort, wo zur Bäche und kleine Flüsse in Stauseen abgeleitet werden. Wasserkraft Die Menschen in den Alpen haben die Kraft des Wassers schon früh zu nutzen gewusst. In kleinen Alpentälern wurden gestaut und kanalisiert, um damit anzutreiben. Im Mölltal/Kärnten gab es Systeme, bei denen ein kleiner Bach bis zu sieben Mühlen nacheinander antrieb – ehe er im Tal in den nächst größeren Fluss mündete. Heute werden fast alle mehrfach gestaut und dienen vor allem der Wasserkraft gilt als Energie. Dennoch ist die Debatte um den Ausbau der Kraftwerke in den Alpen immer wieder ein Thema. Denn auch die Nutzung der Wasserkraft bedeutet Wasserkraft als Ausgleichsreserve Es gibt. Laufkraftwerke nutzen zum Beispiel die Strömung eines Flusses und produzieren regelmässig Strom. Der Strom aus Speicherkraftwerken dagegen wird im europäischen Verbund vor allem als Ausgleichsreserve für die genutzt. Wenn das Wasser in hoch gelegenen Seen gespeichert wird, kann es sehr kurzfristig für die genutzt werden, wenn zum Beispiel kein Wind geht und die Windräder nicht genug produzieren. Flüsse begradigt und kanalisiert Sie gehören zum Bild der Alpen: der wild springende Bach, der rauschende Fluss. Doch der Eindruck täuscht – circain den Alpen wurden reguliert. Die vermeintlich wilden Bäche führen nur noch einen Bruchteil des natürlichen Wassers, weil der Rest für die Energiegewinnung abgezweigt und umgeleitet wurde. Der König der Alpenflüsse Der wird als König der Alpenflüsse bezeichnet. Denn der Fluss im nördlichen Italien/Friaul ist der einzige grosse Alpenfluss, der in weiten Teilen noch sich selbst überlassen ist. An manchen Stellen ist das Flussbett fast breit. Immer wieder sucht sich der Fluss zwischen den Schotterbänken einen neuen Weg. Wasserbauingenieure aus ganz Europa kommen hierher, um zu untersuchen, wie sich ein Fluss unter natürlichen Bedingungen verhält. Das Wasser des Tagliamento hat Platz. Doch auch dieser Fluss wird durch bedroht: Kanalisierungen sind geplant, Wasser- und Schotterentnahmen bringen den Lauf durcheinander. Gletscher in Gefahr Gletscherschmelze Ein grosser Teil der alpinen Gletscher wird jährlich vermessen. Eines steht auch z.B. wie beim Aletschgletscher fest: Sie schmelzen. In der Schweiz hat die vergletscherte Fläche zwischen 1985 um 2000 um abgenommen, die Mächtigkeit des Eises sogar um. Der Klimawandel ist in den Alpen mit blossem Auge nachzuvollziehen. Langfristig gehören im Sommer Bergspitzen in grossen Teilen der Alpen der Vergangenheit an. Eiger- Gletscher Gletscherrückgang 1900- 2000- 2008 Wasserverlust Mit dem Abschmelzen der Gletscher schmilzt auch das Süsswasserreservoir, das dieses Eis bietet gibt es Wasser im Überfluss, wird aber eine Reserve verbraucht, die schien. Ewiges Eis wird es nur noch in sehr großen Höhen geben. Tourismus als Wasserschlucker Durch die moderne Erschliessung des Alpenraums ist der Wasserverbrauch enorm . Auch in den Alpen wird es in Zukunft nicht immer selbstverständlich sein, dass es sauberes Wasser gibt. Tourismus braucht Wasser. Hotels und Restaurants wollen Wasser – zu jeder Zeit und in Massen. Durch die intensive Nutzung der Alpen für den Tourismus hat sich auch die vervielfacht: schuld daran sind, unter anderem, der erhöhte Kohlendioxid-Ausstoss durch den Verkehr oder die Nutzung von Gletscherflächen für den Skitourismus. Da die Schneefallgrenze immer weiter steigt, sind von den alpinen Skigebieten auf Dauer nur noch circa in der Wintersaison schneesicher. Skigebiete unterhalb von 1800 Metern haben auf Dauer schlechte Aussichten. Schneekanonen sollen Abhilfe schaffen – mittlerweile haben fast alle Skiorte künstlich beschneite Flächen, sei es um die Saison zu verlängern, sei es um den mangelnden Schnee im Tal auszugleichen. Um einen Hektar Pistenfläche zu beschneien, werden etwa Liter Wasser benötigt. Um aus Wasser Schnee zu machen, verbrauchen die Schneekanonen im Jahr so viel Energie wie eine Stadt mit 130.000 Einwohnern und so viel Wasser wie eine Stadt mit Einwohnern. In vielen Regionen darf das Wasser für die Schneekanonen mit chemischen Zusätzen versehen werden, das soll zu schnelles Tauen aufhalten – in den Boden sickert dann chemisch verunreinigtes Wasser. Für den künstlichen Schnee müssen Speicherseen angelegt werden. Um sie mit Wasser zu füllen, werden Bäche umgeleitet: ein Eingriff in den natürlichen Wasserhaushalt.