Arbeitsblatt: Blut und Kreislauf

Material-Details

Zusammensetzung des Blutes
Biologie
Anatomie / Physiologie
7. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

163209
433
2
16.07.2016

Autor/in

Andreas Mantel
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Thema Blut und Kreislauf 2 Lernziele Ich kenne die Zusammensetzung des Blutes und die Aufgaben der einzelnen Blutbestandteile. Ich kann den Querschnitt des Herzmuskels skizzieren und beschriften. Ich kann die Arbeitsphasen des Herzen beschreiben. 1. Zusammensetzung des Blutes 1.1. Rote Blutkörperchen (Erythozyten) Die kreisrunden roten Blutkörperchen sind so klein, dass in einem einzigen Tropfen Blut von der Grösse eines Stecknadelkopfes (1 mm 3) etwa 5 Mio. Stück vorkommen. Die roten Blutkörperchen enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Er hat die Fähigkeit, Sauerstoff aus der Lunge locker an sich zu binden und dort, wo er gebraucht wird, wieder abzugeben. Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport zuständig. Aussehen Grösse Anzahl Funktion Lebensdauer 1.2. Weisse Blutkörperchen (Leukozyten) Seltener zu finden sind die weissen Blutkörperchen. In 1 mm 3 Blut findet man normalerweise 6000 bis 8000 dieser farblos aussehenden weissen Blutkörperchen. Sie sind grösser als die roten und können sich selbständig – wie Amöben – bewegen. Das ermöglicht ihnen, durch Poren der feinsten Blutgefässe zu schlüpfen und das Gewebe des Körpers zu «durchstreifen». Eingedrungene Krankheitserreger werden von ihnen umschlossen und verdaut. Die Bekämpfung von Krankheitskeimen ist ihre wichtigste Aufgabe. Bei einer Infektionskrankheit stellt der Körper mehr davon her. Aussehen Grösse Anzahl Funktion Lebensdauer Granulozyten einige Stunden, Monozyten 1 – 2 Tage, Lymphozyten Jahrzehnte 1.3. Blutplättchen (Thrombozyten) Die dritte Gruppe der festen Blutbestandteile bilden die Blutplättchen. Sie sind wesentlich kleiner als die roten Blutkörperchen und erfüllen eine wichtige Aufgabe. Sie leiten bei Verletzungen die Blutgerinnung ein. Es bildet sich ein netzartiges Maschenwerk in der Wunde, das aus dem Eiweissstoff Fibrin besteht. Darin verfangen sich Blutkörperchen und bilden einen Verschluss. Die Blutung hört auf. Aussehen Grösse Anzahl Funktion Lebensdauer 1.4. Blutplasma Die Blutflüssigkeit, in der alle festen Bestandteile des Blutes schwimmen, heisst Blutplasma. Es ist eine hellgelbe, klare Flüssigkeit. Blutplasma besteht zum grössten Teil aus Wasser. Es transportiert gelöste Nährstoffe, wie Traubenzucker und Eiweissbausteine, aber auch Abfallstoffe wie CO2 und Harnstoff. Blutplasma enthält darüber hinaus auch Mineralsalze, Vitamine, Hormone und Abwehrstoffe gegen Infektionskrankheiten. Entfernt man aus dem Blutplasma die Gerinnungsstoffe, so erhält man Blutserum. Beschrifte die Darstellung mit diesen Begriffen: Blutgefäss, Blutserum, weisses Blutkörperchen, rotes Blutkörperchen, Blutplättchen Gruppenarbeit: Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede bestehen zwischen dem roten Blutkörperchen (RBK), dem weissen Blutkörperchen (WBK) und dem Blutplättchen (BP)? RBK Anzahl Grösse Funktion Vorhandensein von Hämoglobin Vorhandensein von Zellkern Schlussfolgerung aus der Tabelle: WBK BP 1. 2. 3. 4. 2. Das Herz und seine Arbeitsweise Das Herz eines Erwachsenen ist ein etwa faustgrosser Hohlmuskel. Die Herzscheidewand teilt den Hohlraum des Herzmuskels in zwei ungleiche Hälften. Jede Herzhälfte ist nochmals durch Segelklappen unterteilt. Dadurch entstehen linker bzw. rechter Vorhof und linke bzw. rechte Kammer, wobei die Muskulatur der linken Kammer kräftiger ist. In den rechten Vorhof münden die obere und die untere Körperhohlvene, in den linken die von den Lungen kommenden Lungenvene. Aus der rechten Herzkammer entspringt die Lungenarterie, aus der linken die grosse Körperschlagader (Aorta). Der Herzschlag Ein System von Ventilen regelt die Blutströmung im Herzen. Zwischen den Vorhöfen und Herzkammern befinden sich die Segelklappen. Am Übergang vom Herzen zur Lungen und Körperarterie befinden sich die Taschenklappen. Das Herz schlägt rhythmisch. Vorhöfe und Herzkammern leeren und füllen sich im Wechsel. Beim Zusammenziehen der Muskulatur der Kammern (Systole) wird das Blut in die Lungen und Körperarterie gedrückt. Die Taschenklappen sind geöffnet, die Segelklappen geschlossen. Sie verhindern das Zurückfliessen in die Vorhöfe. Erschlafft der Muskel (Diastole), strömt das in den Vorhöfen gesammelte Blut durch die sich öffnenden Segelklappen in die Herzkammern. Die Taschenklappen sind nun geschlossen. Das Herz schlägt in Ruhe etwa 70mal pro Minute. Bei einem Schlagvolumen von ca. 70 ml je Herzkammer ergibt dies eine Pumpleistung von mehr als 14 000 Liter pro Tag. Die schleimigfeuchten Innenwände des Herzbeutels ermöglichen eine nahezu reibungslose Pumpbewegung. Ein eigenes Blutgefässsystem, die Herzkranzgefässe, versorgt den Herzmuskel ständig mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die vier Phasen des Herzschlags Beschreibe in deinen eigenen Worten die vier Phasen des Herzschlags.