Arbeitsblatt: Zwergengeschichte

Material-Details

Die Geschichte vom Zwerg Chnorzli eignet sich als Einstieg oder Abschluss eines Waldmorgens mit Spielgruppen- Unterstufenkindern
Deutsch
Vorlesen / Vortragen / Erzählen
Vorschule / Grundstufe
2 Seiten

Statistik

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614
3
19.07.2016

Autor/in

Luna74 (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Geschichte vom Waldzwerg Chnorzli (Claudia Bryner) Zwerg Chnorzli wohnt in einem schönen, gemütlichen Wurzelhaus am Fuss einer uralten Eiche. Alle Tiere lieben ihn, da er immer freundlich zu ihnen ist und auch hilft, wenn eines mal krank oder verletzt ist. Er ist ihr Doktor, kennt sich aus mit Kräutern und macht sogar selber Salben und Heiltees. Eines Tages hört Chnorzli ein leises Weinen. Er geht der Stimme nach und findet Tifi, das Eichhörnchen. Es hat unter einem Stein seine Pfote eingeklemmt. Beim Graben nach seinen versteckten Nüssen rollte ihm ein schwerer Stein auf die Pfote und das tut nun schrecklich weh. Doch auch Chnorzli kann den Stein nicht alleine wegrollen. zum Glück hoppelt Röte, der Hase vorbei und eilt Chnorzli zu Hilfe. Gemeinsam schaffen sie es, den Stein wegzuschieben. Doch Tifis Pfote blutet stark und ist dick geschwollen. Chnorzli und Röte tragen Tifi miteinander ins Zwergenhaus. Hier macht Chnorzli zuerst kühle Umschläge, dann streicht er dick Salbe auf die Wunde und verbindet das Pfötchen des Eichhörnchens. Tifi muss vorläufig bei Zwerg Chnorzli bleiben. Er kocht ihm einen feinen Beruhigungstee und schon kurz darauf schläft Tifi ein. Nach einigen Tagen kann das Eichhörnchen schon wieder munter von Baum zu Baum springen und es schenkt Chnorzli zum Dank für seine Hilfe einige besonders grosse und schöne Haselnüsse. Chnorzli kann die Nüsse gut gebrauchen, denn für Sonntag will er damit einen feinen Haselnusskuchen backen. Ein paar Tage später kommt Papa Fuchs zum Wurzelhaus unter der Eiche. Er hinkt und erzählt Chnorzli, dass er beinahe auf einen Igel getreten sei- rein zufällig natürlich! Zum Glück habe er ihn nur am Fuss gestreift, trotzdem seien einige Stacheln stecken geblieben. Sein Sohn Edgar habe ihm zwar die Stacheln herausgezogen, aber die Pfote sei immer noch dick geschwollen und tue sehr weh. Zwerg Chnorzli glaubt eher, dass der Fuchs den Igel fressen wollte oder dass sonst an der Geschichte etwas faul sei, trotzdem will er dem Fuchs helfen. Die Pfote ist sehr entzündet und tatsächlich steckt tief in der Sohle noch ein abgebrochener Stachel. Mit einer kleinen Pinzette versucht Chnorzli den Stachel zu entfernen. Das tut jedoch dem Fuchs sehr weh und er knurrt: „Zwerg, wenn du das nicht besser kannst, dann fresse ich dich auf der Stelle auf! Chnorzli aber bleibt ruhig: „Dann hilft dir im ganzen Wald niemand mehr. Du wirst mit diesem Fuss nicht mehr jagen können und vielleicht sogar eine Blutvergiftung bekommen. Papa Fuchs hört auf zu knurren und hält still. Endlich ist der Stachel draussen. Chnorzli reinigt die Wunde, streicht Salbe darauf und macht einen dicken Verband. Er gibt dem Fuchs Salbe und Tee mit. So kann Mama Fuchs die Wunde zuhause im Fuchsbau selber versorgen. Papa Fuchs ist jetzt ganz freundlich und bedankt sich höflich. „Wenn du einmal Hilfe brauchst, dann kannst du mich einfach rufen, sagt er zum Abschied. Zwerg Chnorzli geht jeden Tag in den Wald, um Kräuter, Blumen, Wurzeln, Rinde, Nüsse und andere Waldfrüchte zu sammeln. Daraus macht er dann in seinem Zwergenhaus neue Heilmittel für die Waldbewohner. Und im Sommer trocknet er Gras. Mit diesem Heu füttert er dann im Winter die hungrigen Hasen und Rehe. Aber auch Nüsse, getrocknete Beeren und vieles mehr stapeln sich Ende Herbst in seiner Vorratskammer. Das alles dient ihm selber und den anderen Waldtieren in der kalten Jahreszeit und wenn Schnee im Wald liegt als Nahrung. Ab und zu trifft er sich auch mit seinen Zwergenfreunden aus anderen Wäldern zu einem Schwatz. Dann tauschen sie Heilkräuterrezepte aus, erzählen sich Geschichten und manchmal gibt es auch ein richtiges Fest mit Zwergenmusik, Tanz und einem Festessen. Dazu sind dann natürlich auch die Waldtiere eingeladen und alle haben es lustig miteinander. So lebt Zwerg Chnorzli zufrieden in seinem Wurzelhaus und vielleicht siehst du ihn einmal bei deinem nächsten Waldspaziergang, wenn er seine Kräuter sucht