Arbeitsblatt: Fortpflanzung 4

Material-Details

der weibliche Zyklus
Biologie
Fortpflanzung / Entwicklung
7. Schuljahr
6 Seiten

Statistik

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19.07.2016

Autor/in

Andreas Mantel
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Thema Lernziele Fortpflanzung und Entwicklung 4 Ich kann den weiblichen Zyklus erklären. Ich kenne die Funktionen der Hormone (FSH, Östrogen, Progesteron und LH). 1. weibliche Zyklus Der Auftrag: Lies den Text genau durch und ordne anschliessend auf der Rückseite die Texte den passenden Bildern zu. In den beiden walnussgrossen Eierstöcken einer Frau liegen jeweils über 200‘000 mikroskopisch kleine Eizellen. Jeden Monat reift eine heran. Sie entwickelt sich in einem mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, dem Eibläschen oder Follikel. Innerhalb von 14 Tagen wandert das Eibläschen von der Mitte an den Rand des Eierstockes. Dabei wird es etwa erbsengross. Die Eizelle tritt zusammen mit etwas Flüssigkeit aus. Dieser Vorgang heisst Eisprung. Die Eizelle wird dabei von der tricherförmigen Öffnung des Eileiters aufgefangen, die sich über den Eierstock gestülpt hat. Der Eileiter ist ein dünner Schlauch, der den Eierstock und die Gebärmutter verbindet. Im Laufe von drei bis vier Tagen wird die Eizelle in die Gebärmutter transportiert. Dies geschieht durch Muskelbewegungen und durch das Schlagen feiner Härchen, die den Eileiter innen auskleiden. Die Gebärmutter ist etwa birnengross und mit einer Schleimhaut versehen. Die Gebärmutterschleimhaut schwillt vor jedem Eisprung ungefähr auf das Fünffache ihrer ursprünglichen Dicke an. Die Schleimhaut ist weich, stark durchblutet und hat die Aufgabe, die befruchtete Eizelle aufzunehmen. Eine solche Eizelle kann sich hier einnisten und weiterentwickeln. Wird die Eizelle nach dem Eisprung nicht befruchtet (das heisst, dass keine männliche Samenzelle in sie eingedrungen ist), stirbt sie ab. Die Gebärmutterschleimhaut kann nun ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Sie bleibt etwa noch 14 Tage erhalten und löst sich dann ab. Dabei setzt eine Blutung ein. Blut und Schleimreste werden durch die Scheide abgegeben. Die Regelblutung oder Menstruation dauert drei bis acht Tage. Der Anteil an Blut ist ziemlich klein, obwohl es manchmal nach viel aussieht. Unmittelbar nach der Blutung reift wieder eine Eizelle heran und eine neue Schleimhaut entwickelt sich. Dieser Ablauf wiederholt sich etwa alle 28 Tage. Die Zeitabstände können bei jungen Mädchen aber noch unterschiedlich lang sein. Wird die Eizelle auf ihrem Weg durch den Eileiter befruchtet, nistet sie sich in der Gebärmutter ein. Etwa alle vier Wochen reift eine Eizelle heran. Die Menstruation: Wird die Eizelle nicht befruchtet, löst sie sich auf. Etwa. 2 Wochen nach dem Eisprung lösen sich die oberen Schichten der Gebärmutterschleimhaut und zerfallen. Die aufgelöste Schleimhaut und Scheidenflüssigkeit tritt, vermischt mit Menstruationsblut, aus der Scheide aus. Der Eisprung: Sobald die Eizelle reif ist, verlässt sie den Eierstock und gelangt in den Eileiter. Die Eizelle durchwandert den Eileiter zur Gebärmutter und erreicht sie nach 3 – 4 Tagen. In dieser Zeit hat sich die Gebärmutterschleimhaut verdickt. Wie der weibliche Menstruationszyklus abläuft (Quelle: www.babycenter.ch) Ein wenig Hintergrundwissen Ein neugeborenes Mädchen hat etwa 200000 Eizellen in seinen Eierstöcken (Ovarien). Wenn im Alter zwischen 10 und 14 Jahren die Periode einsetzt, reifen jeden Monat 15 bis 20 Eier in den Ovarien. Das grösste Ei wird von den Eierstöcken gelöst und von den farnartigen Enden der Eileiter aufgefangen. Von dort wird es durch sanft schaukelnde Bewegungen in die Gebärmutter transportiert. Wenn die Eizelle auf diesem Weg durch ein Spermium befruchtet wird, endet ihre Reise auf einem Eibett in der Gebärmutter und entwickelt sich zu einem Baby. Wenn keine Befruchtung stattfindet, wird die Zelle während der Periode ausgeschwemmt. Was ist ein normaler Menstruationszyklus? Ein durchschnittlicher Zyklus dauert 28 Tage, gerechnet vom ersten Tag der Periode bis zum Tag vor der nächsten. Manche Frauen haben kürzere Zyklen, bis zu 21 Tage, und andere haben längere Zyklen, bis zu 35 Tage. Menstruationszyklen, die länger oder kürzer als die genannten sind, gelten als nicht normal. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Auch bei Zwischenblutungen oder Blutungen nach dem Sex sollten Sie den Arzt konsultieren. Wie die Hormone (Botenstoffe) gesteuert werden Ihr Menstruationszyklus unterliegt der Kontrolle einer ganzen Reihe von Hormonen (Botenstoffe), die in unterschiedlichen Teilen des Körpers produziert werden: • Gonadoliberin (wird im Hypothalamus im Gehirn produziert) • das follikelstimulierende Hormon (FSH) (wird in der Hirnanhangdrüse Hypophyse produziert) • das luteinisierende Hormon (LH) (wird in der Hirnanhangdrüse Hypophyse produziert) • Östrogen (wird in den Eierstöcken produziert) • Progesteron (wird in den Eierstöcken produziert) Das Gonadoliberin gelangt über das Blut zur Hirnanhangdrüse und setzt dort eine Kettenreaktion in Gang. Es regt die Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) an. FSH gelangt über die Blutbahn in die Eierstöcke und regt dort die Produktion von Eiern an. Zwischen 15 und 20 Eienthaltende Eibläschen oder Follikel beginnen in den Ovarien zu reifen. Ein Follikel (sehr selten auch zwei oder mehr) wächst schneller als alle anderen warum das so ist, weiss keiner. FSH regt die Eierstöcke auch dazu an, Östrogen freizusetzen. Das fördert die Reifung der Eier und die Verdickung der Schleimhaut in der Gebärmutter, so dass alles für eine Schwangerschaft bereit ist, wenn es zur Befruchtung kommt. Eisprung (Ovulation): Das Ei löst sich Wenn der ÖstrogenSpiegel steigt, fällt kurzzeitig der FSHSpiegel und steigt danach wieder an. Gleichzeitig wird eine grosse Menge an luteinisierenden Hormonen (LH) in der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet. Dadurch platzt das am weitesten gereifte Follikel auf und setzt die befruchtungsfähige Eizelle frei das nennen wir Eisprung oder Ovulation. Die Eizelle wird sofort von den Eileitern aufgefangen. In diesem Moment steigt Ihre Körpertemperatur um etwa ein Grad Celsius. Normalerweise produziert der Gebärmutterhals (Zervix) einen dicken, zähen Schleim, den das Sperma nicht durchstossen kann. Kurz vor dem Eisprung bewirkt aber das Östrogen eine Änderung in der Konsistenz des Schleims er wird dünn, klar und durchlässig. Dadurch können die Spermien in den Gebärmutterhals und weiter zum Eileiter schwimmen, um die Eizelle zu befruchten. Nach dem Eisprung Das Follikel, aus dem die Eizelle kommt, fällt in sich zusammen. Es wird gelb (und wird deshalb Gelbkörper genannt) und beginnt mit der Produktion des Hormons Progesteron. Progesteron verändert den Schleim im Gebärmutterhals wiederum so, dass kein Sperma mehr durchdringen kann. Es wirkt auch an der Gebärmutterwand und macht sie dick und schwammig bereit, das befruchtete Ei aufzunehmen. Wenn Ihr ProgesteronSpiegel steigt, können sich Ihre Brüste spannen oder kribbeln. Die Hirnanhangdrüse stellt die Produktion von FSH ein, so dass keine weiteren Eizellen in den Ovarien reifen. Wenn eine Befruchtung stattfindet Wenn die Eizelle im Eileiter befruchtet wurde, dann wird sie in Ihrem Uterus in ein Eibett gelegt, sie nistet sich ein. Die Reise von den Ovarien bis in den Uterus dauert etwa sechs Tage. In dieser Zeit bleibt der ProgesteronSpiegel hoch, und Sie könnten die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft fühlen. Wenn es zu keiner Schwangerschaft gekommen ist Wenn das Ei nicht befruchtet wird, dann sinken der Östrogen und ProgesteronSpiegel und Ihr Körper produziert Prostaglandine. Diese Hormone verändern die Blutzufuhr zur Gebärmutter und lösen dort Kontraktionen aus. Ihre Periode setzt ein und das überflüssige Gewebe wird zusammen mit der unbefruchteten Eizelle aus dem Körper geschwemmt. Progesteron