Arbeitsblatt: Erdöl

Material-Details

Erdöl erklärt
Chemie
Elemente / Periodensystem
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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385
3
24.07.2016

Autor/in

Markus von Siebenthal
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

SimplyScience Naturwissenschaft für Schüler, Chemie für . Erdöl – die Wiege der Chemie Als man 1856 das erste Mal nach Öl bohrte, suchte man nach einer preiswerten Alternative zu Walöl als Brennstoff für Lampen. Erst mit der Erfindung und Nutzung des Ottomotors erkannte man, dass Erdöl auch zur Herstellung von Treibund Schmierstoffen verwendet werden kann. Später kamen etliche weitere Anwendungen dazu. Erdöl kann schön machen! In vielen Kosmetika wie beispielsweise Wimperntusche stecken Erdölprodukte. (Bild: Shutterstock) Erdöl ist nicht nur Energielieferant. Es steckt in fast allen Gegenständen, die wir täglich verwenden. Kosmetika und Waschmittel, Kunststoffe, Autos, Möbel und Medikamente. Alle Produkte benötigen Erdöl. Denn aus Erdöl gewinnt man die wichtigsten chemischen Grundstoffe, aus denen die industriellen Produkte hergestellt werden können. Wie wird aus Erdöl ein Kunststoff? Zunächst gewinnt man die Rohstoffe durch Destillation des Erdöls. Das geförderte Erdöl wird durch diesen Prozess, bei dem Flüssigkeiten nach und nach verdampft werden, in seine einzelnen Bestandteile aufgetrennt. Manche Stoffe verdampfen bereits bei tiefen Temperaturen und manche bleiben bei höheren Temperaturen noch flüssig. Mit diesem Verfahren können bestimmte Stoffe aus dem Erdöl gewonnen und anschliessend, z.B. in der chemischen Industrie, verwendet werden. Die Wissenschaft, welche sich mit dieser Herstellung beschäftigt, heisst Petrochemie. Ethylen, Propylen und Benzol sind die wichtigsten chemischen Grundstoffe, die man aus Erdöl gewinnen kann. Auch in Klebern und Schmerzmitteln Mehr als 75 des Ethylens, auch Ethen genannt, wird zur Herstellung von Kunststoffen verwendet. Polyethylen (PE) für Verpackungen, PVC, woraus Kabel, Rohre und Fussbodenbelägen bestehen, oder Polyester für Kleider. PET ist ein stark verbreiteter Kunststoff, den man in fast allen Plastikflaschen antreffen kann. Zusätzlich werden auch Lösungsmittel, Klebstoffe, Nahrungsmittelzusatzstoffe, Kosmetik-Produkte und Rohstoffe für die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln aus Erdöl hergestellt. Auch für viele Medikamente wird Erdöl benötigt. Xylometazolin, das in Nasentropfen enthalten ist und das Abschwellen der Schleimhäute fördert, ist ein Beispiel dafür. Ein weiteres Beispiel: Ibuprofen ist ein weit verbreitetes, rezeptfreies Schmerzmittel; es wird aus Propen und Toluol hergestellt. Auch Hilfs- und Trägerstoffe werden aus Erdöl gewonnen: Vaseline und Paraffin für Salben oder Isopropanol für Tinkturen, wie der Kamillenextrakt. Auch die Überzugsmittel vieler Dragees bestehen aus Erdölprodukten. 1 von 2 22.08.11 21:25 SimplyScience Naturwissenschaft für Schüler, Chemie für . Erdölschlucker Nummer eins Natürlich verwenden wir Erdöl auch als Treibstoff oder Heizmittel in Form von Diesel, Benzin oder Heizöl. Der grösste Teil des Erdöls wird somit verfahren und verheizt. Ein unangenehmer Gedanke für jeden Chemiker, wenn man bedenkt, dass so viele wertvolle Chemikalien im Erdöl stecken. Zwar können gewisse Kohlenwasserstoffe, aus welchen das Erdöl besteht, auch im Labor mit Hilfe von Mikroorganismen hergestellt werden. Die Mikroorganismen zersetzen mit ihren Enzymen Abfallstoffe und wandeln diese unter kontrollierten Bedingungen in Kohlenwasserstoffe um. Aber die Prozesse laufen noch nicht optimal. Es gelingt so noch nicht, ausreichende Mengen an chemischen Grundstoffen herzustellen. Die Suche nach geeigneten Mikroorganismen läuft deshalb auf Hochtouren. Kommentar hinzufügen 2 von 2 22.08.11 21:25