Arbeitsblatt: Gold

Material-Details

Gold erklärt
Chemie
Elemente / Periodensystem
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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24.07.2016

Autor/in

Markus von Siebenthal
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

SimplyScience Naturwissenschaft für Schüler, Chemie für . Chemie im Alltag – Gold (Au) Gold ist so wertvoll, dass vielerlei Redewendungen damit entstanden sind, wie z.B. Auf eine Goldgrube stoßen oder Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und Diese Nachricht ist Gold wert. Aber auch chemisch gesehen ist Gold einzigartig. Wer hätte nicht gerne eine Kiste voller Gold? (Bild: Shutterstock) Gold ist 19,3 mal schwerer als Wasser. In der Natur kommt es als Goldklumpen, Nuggets, vor. Jeder, der Dagobert Duck gelesen hat, weiss, wie er am Klondike Fluss in Kanada nach Goldnuggets grub und dadurch reich geworden ist. Tatsächlich gab es im 19. Jahrhundert einen Goldrausch. Viele Männer versuchten ihr Glück am Klondike River oder am Yukon River in Alaska. Aber die Goldsuche war aus vielerlei Gründen gefährlich: Viele Goldsucher überlebten nicht einmal die beschwerliche Anreise. Das Goldsuchen selbst ist ebenfalls gesundheitsgefährdend. Gold wird aus goldhaltigem Schlamm extrahiert. Der Schlamm wird dazu lange in einem mit Wasser gefüllten Kessel gerührt. Da Gold viel schwerer ist als Sand und Ton, sammeln sich die Goldklumpen im unteren Teil des Gefässes unter der Schlammschicht an. Gold und Zyanid Meist sind die Goldnuggets winzig. Um das Gold anzureichern, wird das goldhaltige Erz mit einer Natriumcyanidlösung behandelt. Diese hochgiftige Substanz setzt das Gold in Natriumaurocyanat NaAu(CN)2 um. Aus dieser Verbindung gewinnt man dann das Goldmetall durch Behandlung mit Zink. Stark verdünnte Goldsalz-Lösungen reagieren mit Zink(II)-chlorid ZnCl2. Es bildet sich metallisches Gold in einem derart feinen Zustand, dass es in Suspension bleibt und eine rötlichgefärbte, kolloidale Suspension bildet. Metallisches Gold wird als Schmuck und zur Herstellung von Münzen benutzt, weil es nicht mit der Luft reagiert – es oxidiert nicht und übersteht so unverändert die Jahrzehnte. Pures Gold ist allerdings zu weich, um als Münzmetall verwendet zu werden. Deshalb wird es mit Silber legiert. Der Goldgehalt einer Legierung wird in Karat angegeben. 24 Karätiges Gold ist reines Gold. Das vom Schmuckhandel benutzte Gold ist eine 18 karätige Legierung, die 18/24 75% Gold (und 25% Silber) enthält. Goldene Kuppeln und Dächer In den vergangenen Jahrhunderten vergoldeten viele lokale Herrscher ihre Dächer und Türme. Das funktioniert, weil Gold zu Folien mit einer Dicke von unter 1 Mikron verarbeitet werden kann. Diese Folien können auf zahlreichen Materialien appliziert werden, und erlauben so das Vergolden von elektrischen Kontakten, Schlosstürmen oder Inschriften von Buchrücken. 1 von 2 22.08.11 21:37 SimplyScience Naturwissenschaft für Schüler, Chemie für . Bild: Shutterstock Nur Königswasser löst Gold Gold eignet sich auch besonders für goldene Kuppeln, weil das Metall von Säuren nicht angegriffen wird. Saurer Regen, der Kupferdächer angreift, vermag goldenen Dächern nichts anzuhaben. Die einzige Säure, welche Gold auflöst, ist das „Königswasser, ein Gemisch aus Salzsäure und Salpetersäure. Dessen Name ist Programm: Es löst den „König der Metalle. Dabei bildet sich ein Goldchlorid-Lösung AuCl3, eine grüne wasserlösliche Substanz, die sich aber wie alle Goldsalze leicht wieder zersetzt. Bei der Zersetzung entsteht erneut metallisches Gold. Metall oder Nichtmetall, das ist hier die Frage Wie aussergewöhnlich es auch scheinen mag, verhält sich Gold teilweise wie ein Nicht-Metall. Es kann zum Beispiel Cäsiumaurid CsAu bilden, das dem Cäsiumchlorid CsCl oder dem Natriumchlorid NaCl ähnelt. Gold ähnelt also dem Chlor, einem Nicht-Metall. Ebenfalls ergibt Goldchlorid AuCl3 mit Natronlauge NaOH behandelt ein Goldhydroxid Au(OH)3. Diese Verbindung verhält sich wie eine schwache Säure mit folgender Formel: H3AuO3 (oder HAuO2 wenn sich Wasser entbindet), denn es löst sich in einem Überschuss an Natronlauge und bildet Natriumaurat NaAuO2. Gold verhält sich also hier ähnlich wie die beiden Nicht-Metalle Bor und Chlor Cl, die ähnliche Säuren (HBO2, HClO2) oder Salze (NaBO2 und NaClO2) bilden können. Gold im Kampf gegen Krebs Und noch etwas kann Gold: Goldsalze werden in der Medizin im Kampf gegen Krebs eingesetzt. Der Gold(III) Porphyrin Komplex [Au(TPP)]Cl zerstört gezielt Krebszellen ohne starke Schäden bei normalen Zellen zu hinterlassen. Auch molekulares Gold soll in Zukunft als Nanopartikel Tumore zerstören. Die Goldpartikel werden dafür spezifisch an die Krebszellen gebracht, mit Laserstrahlen einer bestimmten Frequenz erhitzt und die bösartigen Zellen so zerstört. Quelle: SimplyScience Redaktion Zurück zur Übersicht 2 von 2 22.08.11 21:37