Arbeitsblatt: Römer Dokument für Broschüre

Material-Details

Ein Dokument mit vielen Infos über Römer. Einige Sachen müssen selber Vorgetragen werden oder noch bereitgestellt werden.
Geschichte
Altertum
5. Schuljahr
22 Seiten

Statistik

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26.07.2016

Autor/in

Martina Keller
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Römer Name: 1 Lernziele zum Thema Römer 2 Ich kenne die Gründungssage von Rom und kann sie nacherzählen. Ich weiss wann Rom gegründet wurde. Ich kenne einige Städte in der Schweiz, die von den Römern gegründet wurden. Ich kann die drei Phasen des Römischen Reiches benennen und erklären (Monarchie/Republik/Kaiserreich). Ich kenne die wichtigsten Bauwerke der Römer, kann sie benennen und ihre Funktion beschreiben. Ich weiss was ein Gladiator ist. Ich weiss, wie in Rom Leute zu Sklaven wurden. Ich kann erklären was ein Legionär ist und kenne seine Ausrüstung. Ich kenne einige Götter der Römer und weiss wofür sie verehrt wurden. Ich kenne mich mit den Römischen Zahlen aus (lesen und schreiben). 3 Erstelle ein Mind-Map zum Thema Römer mit allem, was dir in den Sinn kommt: 4 Lies die Sage durch und streiche das Wichtigste an. Die Sage von Romulus und Remus Vor langer, langer Zeit lebte in der Stadt Alba Longa in Italien ein König mit Namen Numitor. Sein Bruder Amulius war neidisch, er wollte selbst König sein. Er stieß Numitor vom Thron, jagte ihn aus der Stadt und machte sich selbst zum König. Numitors Sohn ließ er heimlich ermorden. Numitors Tochter, Rhea Silvia, sperrte er als Priesterin in einen Tempel. Rhea Silvia gebar vom Gott Mars Zwillinge, zwei Knaben. Sie gab ihnen die Namen Romulus und Remus. Als der böse Amulius davon erfuhr, sperrte er Rhea Silvia ins Gefängnis. Die Zwillinge ließ er in einen Weidenkorb legen und in den Fluss Tiber werfen. Nun war Amulius froh. Er glaubte, die Kinder und Enkel seines Bruders wären tot. Aber die Zwillinge Romulus und Remus ertranken nicht. Der Weidenkorb blieb an einem Baum am Ufer des Flusses hängen. Die kleinen Knaben weinten. Das hörte eine Wölfin, die ihre eigenen Kinder verloren hatte. Sie trug die Knaben in ihre Höhle. Sie wärmte sie mit ihrem dichten Fell und säugte sie. Eines Tages kam ein Schafhirte vorüber. Er fand die Kinder in der Wolfshöhle. Er nahm sie mit nach Hause. Seine Frau pflegte die Knaben wie ihre eigenen Kinder. Romulus und Remus wuchsen heran. Sie spielten mit den anderen Hirtenknaben. Bald waren sie die Anführer der Jungen. Sie übten auch mit den Waffen, mit Dolch, Schwert, Speer und Schild. Als Romulus und Remus Männer geworden waren, trafen sie ihren Großvater Numitor. Die Freude war groß! Numitor hatte nun zwei Enkelsöhne. Gemeinsam besiegten sie Amulius und Numitor wurde wieder König in Alba Longa. Romulus und Remus wohnten im Königspalast. Sie blieben aber nicht lange bei ihrem Großvater. Sie wollten in die Welt hinaus. So zogen sie mit ihren Freunden, den Hirten, an den Fluss Tiber. Dort wollten sie eine neue Stadt bauen. Da gab es einen Streit zwischen den Zwillingsbrüdern. Wer sollte König der neuen Stadt werden? Und 5 wer sollte der Stadt den Namen geben? Die Brüder konnten sich nicht einig werden. Sie gingen als Feinde auseinander. Romulus begann sofort mit dem Bau der Stadt. Mit seinen Freunden hob er einen Graben aus und schüttete einen Erdwall auf. Dann begann er, eine Stadtmauer zu errichten. Remus beobachtete Romulus voller Neid. Eines Tages verspottete Remus seinen Bruder Romulus. Er lachte und sprang über die niedrige Mauer. Romulus wurde so wütend, dass er seinen Bruder totschlug. Nun war Romulus Alleinherrscher der neuen Stadt. Sie wurde nach ihm Rom genannt. Das war im Jahre 753 vor unserer Zeitrechnung. Aus der kleinen Stadt Rom wurde später das mächtige Rom, die Hauptstadt des römischen Weltreiches. Romulus und Remus trinken Milch bei der Wölfin 6 Das Imperium Romanum Höre LEHRPERSON zu, was sie erzählt, mache hier Notizen: 7 Überlege dir eine Frage zum Gehörten: Antwort: Zeichne alles rot ein, was zum Römischen Reich gehört hat, als das Reich am Grössten war. 8 Die Römer in der Schweiz Nummeriere die Städte: Winterthur (Vitudurum) Chur (Curia) Zürich (Turicum) Genf (Geneva) Augst (Augusta Raurica) Windisch (Vindonissa) 9 Die 3 Herrschaftsformen des Römischen Reichs 1) Monarchie Königtum In den Jahren von 753 v. Chr. bis 510 v. Chr. war Rom eine Monarchie, das heisst, Könige herrschten in dieser Zeit über Rom. Das meiste, was wir über diese Zeit wissen, sind Sagen und Legenden. Wahrscheinlich ist es, dass Hirten von den Völkern der Latiner und Sabinern ab dem 10. Jahrhundert v. Chr. auf den römischen Hügeln wohnten. Die Etrusker eroberten die Dörfer und fassten sie in eine Stadt zusammen, die dann von einem König beherrscht wurde. 2) Republik (res publica öffentliche Sache) Staat Senatus Populusque Romanus „Senat und Volk von Rom, das Hoheitszeichen der römischen Republik In der römischen Republik hatten alle römischen Bürger dieselben Rechte. So konnten auch arme Bürger Politik machen. Der Senat regierte Rom in der Zeit der Republik, das heisst eine Gruppe angesehener Männer entschied über Rom. Die 10 Senatoren wurden jedes Jahr neu gewählt und unterschieden sich äusserlich von anderen Bürgern durch einen Roten Streifen auf der Tunika und einem goldenen Siegelring. Julius Cäsar herrschte in der Zeit der Republik allein als eine Art Diktator (jemand, der seine Macht durch Gewalt erzwingt). Cäsar wurde von einigen Senatoren unter der Führung von Brutus ermordet. Kaiserreich Augustus war der erste richtige Kaiser von Rom, nach ihm folgten viele weitere Kaiser. Beim Tod Kaiser Trajans war das Reich der Römer am Grössten (117 n. Chr.) 284 n. Chr. zerfiel das Reich der Römer endgültig, damit ist die Epoche ( grosser geschichtlicher Zeitabschnitt) der Antike beendet. Bauwerke der Römer WOHNHAVS INSVLAE („Insulä) Die meisten Häuser, in der kaiserzeitlichen Stadt Rom, waren die großen, in der Hauptsache vier- bis fünfstöckigen Mietskasernen, insulae (Inseln) genannt. In deren Wohnungen wohnten auch Wohlhabendere (Reiche Menschen), die dann mehrere Zimmer hatten, aber allen Wohnungen war gemeinsam, dass die Ausstattung mit Möbeln äußerst einfach war. Ein Bett, auf dem man auch sass, ein Tisch, einige Stühle, Lampen, Kohlenbecken für die Heizung, Essgeschirr, Küchengerät, wenn man eine Küche hatte, in vielen Wohnungen fehlte sie; man holte sich sein Essen von den vielen Garköchen auf der Straße. 11 Eine Toilette gab es nicht, man benutzte Töpfe, die dann, was natürlich verboten war, aus dem Fenster geschüttet oder in große Kübel geleert wurden, die unter der Treppe standen. Deren Inhalt wurde von den Gerbern abgeholt, die ihn zum Bearbeiten des Leders brauchten. Zwar gab es ein berühmtes und wohl organisiertes Abwassersystem, aber bis in die einzelnen Wohnungen reichte die Kanalisation nicht. DOMVS („Domus) Die reichen Römer bewohnten grosse und geräumige Häuser mit einem, selten zwei Stockwerken. Man nannte sie „domus. Diese Häuser hatten normalerweise ein „Atrium, eine Art Vorraum, der nur zum Teil überdacht war. In der Mitte des Atriums war das Dach offen und darunter gab es ein Wasserbecken, in dem sich das Regenwasser sammelte. 12 Rund um das Atrium öffneten sich die einzelnen Räume: ein Ess-Saal, Räume für Hausbesitzer, Räume für die Dienerschaft und eine Küche. Das Haus wurde mit Säulen, Statuen, Mosaiken auf dem Fussboden und an den Wänden verschönert. Römische Familien, die sich ein Domus leisten konnten, machten die Hausarbeit nicht selbst. Dafür hatten sie zahlreiche Sklaven, die putzten, kochten, den Garten versorgten und die Kinder erzogen und beaufsichtigten. Die Gärten und Innenhöfe waren oft eine wahre Pracht: Schwimmbassin, Wasserspiele, Statuen und kunstvoll geschnittene Büsche, Hecken und Bäume gab es da. Eine richtige Oase um sich auszuruhen, und dies inmitten des städtischen Trubels. VILLA RVSTICA („Villa rustika) 13 Wer so reich war, dass er sich ein Stadthaus leisten konnte, besass auch meistens noch eine VILLA RUSTICA. So nannte man die grossen Gutshöfe auf dem Land. Solche Gutshöfe waren in grosser Zahl auch über das schweizerische Mittelland verstreut. Sie prägten das Landschaftsbild; noch heute weiss man von etwa 150 solchen Höfen allein im Kanton Aargau. Diese Gutshöfe könnte man nicht mit unseren heutigen Bauernhöfen vergleichen, denn sie waren viel grösser. Sie umfassten so viel Land wie ein kleines Dorf. Eine Villa Rustica war ein riesiger, landwirtschaftlicher Betrieb. Sie lag deshalb inmitten von ergiebigem Ackerland, in Nähe eines Flusses und einer Quelle und nicht zu weit weg von gut gebauten, wichtigen Strassen. Aus freigelegten Villenüberresten konnte man viel lernen: Das Herrenhaus war meist aus Stein gebaut und lag etwas erhöht auf einem Hügel oder an einer sonnigen Halde. Es war ein langgezogenes, einstöckiges Gebäude, das in viele Räume unterteilt war. Vorspringende Flügel schlossen es auf beiden Seiten ab. Fast immer bildete eine gedeckte Säulenhalle, (ein Porticus) die Front des Hauses. Hier konnte die Herrenfamilie spazieren und zugleich die arbeitenden Sklaven beaufsichtigen. Die Werkstätten, Speicher und Behausungen der Sklaven waren entweder auf der Rückseite der Villa angebaut, oder sie standen auf der Vorderseite entlang des Gemüse- und Obstgartens. Sie waren oft in die Schutzmauer eingebaut, die jeden Hof wie eine Befestigung umgab. Die meisten angebauten Nahrungsmittel hatten die Römer aus dem Süden mitgebracht: Kohl, Bohnen, Zwiebeln, Wirz, Erbsen, Linsen. und Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche, Trauben. Zu jedem Hof gehörten Weiden, Wiesen, Äcker und Rebland. Der grösste Teil befand sich allerdings ausserhalb der Mauer. Aquädukte Die Versorgung mit Trinkwasser war eines der grossartigen Werke der römischen Zivilisation. Die Aquädukte führten das Trinkwasser von der Quelle bis zur Stadt. Meist funktionierten sie durch leichtes Gefälle. 500 km waren sie insgesamt lang und lieferten 700.000 m3 Wasser pro Tag. In Pompeji und teilweise auch in Rom bestanden sie aus drei übereinander liegenden Leitungen: Die unterste belieferte die öffentlichen Becken und 14 Brunnen, die mittlere Thermen und Bäder und die obere die wenigen Privathäuser, die sich diesen kostspieligen Anschluss leisten konnten; gab es Wassermangel, versiegte zuerst die Zufuhr bei diesen, dann bei den Thermen, und die öffentliche Wasserversorgung funktionierte am längsten. Die römische Wasserversorgung gilt als die fortschrittlichste dieser Zeit. Es gab auch öffentliche Toiletten mit fliessendem Wasser. Gladiatoren Gladiatoren waren Berufskämpfer, häufig Sklaven, die gegen andere Gladiatoren kämpfen mussten. Oft ging es dabei um Leben oder Tod. Gladiatoren mussten auch manchmal gegen wilde Tiere, (z.B. Löwen oder Tiger) die extra dafür eingefangen wurden, kämpfen. Die Römer fanden es unterhaltsam, den Gladiatorenkämpfen zuzusehen. Häufig gab es bei öffentlichen 15 Veranstaltungen wie die im Kolosseum, gratis Brot für die Armen. Das Kolosseum (Colosseum) in Rom steht heute noch. Die Sklaven in Rom Was denkst du, wie sind Menschen früher Sklaven geworden? 16 Höre LEHRPERSON zu und mache Notizen: Legionen und Legionäre Höre und schaue dem Film aufmerksam zu und mache dir Notizen: Film: Terra Römer auf Youtube 3:13 bis 7:40 17 Mache Pfeile vom Wort zur Ausrüstung des Legionärs: Schild Helm Schwert Schildpanzer Wurfspieß Kettenhemd Die Römischen Götter Gehe im Zimmer herum und lese die Beschreibungen der Götter genau durch, schreibe dann zu jedem/r Gott Göttin auf, was dir wichtig erscheint. 18 Jupiter: Juno: Merkur:_ Neptun:_ 19 Diana:_ Minerva: Mars:_ Venus: 20 Welche/r Gott/Göttin wärst du gerne? Zeichne ein Bild von ihm/ihr: Die Römischen Zahlen Kannst du diese Jahreszahl lesen? Wenn nicht, dann kannst du es schon bald! Die Römer hatten auch Zahlen, doch andere wie wir, denn wir haben heutzutage die arabischen Zahlen. 1I 21 2 II 3 III 4 IV *(das vor dem heisst minus) 5V 6 VI 7 VII 8 VIII 9 IX *(dasselbe hier) 10 X 11 XI usw. 20 XX 30 XXX 40 XL 50 L 60 LX 70 LXX 80 LXXX 90 XC 100 C 500 D 1000 M Übungen: Zahl röm. VI CXXV Zahl arab. Zahl röm. DCCXI CDXIV 22 Zahl arab. LXXXII XLIV XII CLXV 35 89 101 200 DCCXC LXVIII 490 23 45 581 CD CCXLV 521 602 452 63 Zahl röm. MMMCMXCIX Zahl arab. 2135 MCMLXXXIV 5701 CCXCVII 7132 MMCMXXVIII weitere Übungen gibt es unter atik/roemischezahlen.htm Gehe jetzt zurück zum Foto auf S. 20. Kannst du es lesen? Einige Lateinische Sätze: „Cogito, ergo sum – Descartes Ich denke, also bin ich. 23 „Veni, vidi, vici Caesar Ich kam, sah und siegte. „In dubio pro reo Im Zweifel für den Angeklagten „Alea iacta est! Der Würfel ist gefallen (wörtlich übersetzt: der Würfel ist geworfen worden). „Litterae sunt divitiae! Literatur (oder Wissenschaft) ist Reichtum! Bravo! Du bist jetzt ein(e) RömerSpezialist(in)!!! 24