Arbeitsblatt: Judentum Werkstatt
Material-Details
Zu wichtigen Begriffen des Judentums sind verschiedene Aufgabenblätter bereit gestellt, damit die SchülerInnen sich selbstständig Wissen darüber aneignen können.
Lebenskunde
Religionslehre / Bibel
5. Schuljahr
15 Seiten
Statistik
165328
990
56
17.10.2016
Autor/in
Mirjam Gerber
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
R K-Werkstatt zum Judentum mit Textausschnitten der Internetseite 8.10.16, 11:30 Uhr R&K: Judentum Thema Christentum und Judentum Judentum als Weltreligion Geschichte Gottesbild Glaube Jüdin Jude Lebensregeln Rabbiner Verbreitung Jüdischer Kalender David-Stern Werkstatt-Pass von erledigt mit. Datum geprüft Christentum und Judentum Fülle die passenden Wörter so ein, dass der Text stimmt. Mache unten die Gegenüberstellung der Religionen in der Tabelle. Juden beten nur zu. Christen beten ausserdem an, denn er ist für sie der und der Sohn Gottes. Zudem sind sie der Ansicht, dass Gott den Tod von Jesus gewollt hat. Beides glauben Juden nicht. Für Christen ist Jesus Gottes, in dem Gott sich den Menschen gezeigt hat. Diese Meinung teilen Juden nicht. Ihr Glaubensbekenntnis sagt, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Die Bibel erzählt, dass Gott daran gehindert hat, ihm seinen Sohn zu opfern. Seither steht für Juden fest, dass Gott keine will. Juden und Christen teilen dasals Grundlage ihrer Religion. Lückenwörter: alte Testament /Messias /Jesus /Menschenopfer /Sohn /Gott /Abraham Gemeinsamkeiten Unterschiede Judentum als Weltreligion Lies den Text in der Sprechblase. Markiere wichtige Aussagen Wörter. Schreibe sie anschliessend auf die untenstehenden Linien. Das Judentum ist die älteste Religion, deren Anhänger an nur einen Gott glauben. Sie wurde zuerst vor fast 4.000 Jahren im heutigen Israel verbreitet. Aus dem Judentum entwickelten sich später das Christentum und der Islam. Erst vor 150 Jahren entstand aus dem Islam die Bahai-Religion. Alle vier Religionen haben den gemeinsamen Stammvater Abraham. Judentum: Geschichte Lies diesen Text. Löse das Kreuzworträtsel (kursive Wörter sind Lösungswörter). Bis vor ungefähr 3.500 Jahren glaubten die meisten Menschen an viele Götter. Das nennt man Polytheismus. Doch dann schloss Gott nach jüdischem Glauben mit Abraham einen Bund. Darin versprach Gott Abraham das „Gelobte Land. Damit meinte er Kanaan. Das liegt ungefähr im heutigen Israel. Außerdem sicherte Gott Abraham zu, ihm viele Nachkommen zu schenken und sein Volk zu vermehren. Dafür sollte Abraham nur noch an ihn, den einen Gott, glauben, und diesen Glauben weit verbreiten. Das tat Abraham auch. 1. Was sollte Abraham verbreiten? Seinen . 2. An wen glaubten die meisten Menschen zuvor? 3. Wo liegt das „Gelobte Land? 4. Wie nennt man den Vielgötter-Glauben? 5. Was sollte Abraham mit dem Glauben tun? Ihn weit . 6. Was schloss Gott mit Abraham? 7. Was versprach Gott Abraham? 8. Wer sprach mit Abraham? Lösungswort: Gottesbild Lies diese Satzteile, sie stammen aus einem Text. Die Reihenfolge stimmt so. Versuche mit den Satzfragmenten selber einen realistischen Text zu erstellen und schreibe ihn auf die Linien. einen Gott Universum Menschen immer da die Welt belohnt und bestraft jüdische Volk auserwählt den Glauben verbreiten Bund mit Abraham offenbarte Mose Ein Satz in der Hebräischen Bibel beschreibt die Eigenschaften Gottes so: „Der HERR, der HERR, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und von großer Gnade und Treue, der Gnade bewahrt Tausenden, der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, der aber nicht ungestraft lässt, . (2.Mose 34, 67) Aus Respekt machen sich Juden kein Bild von Gott. Das „Bilderverbot steht sogar im 2. Gebot der Zehn Gebote. Es gilt auch für die Christen. Muslime haben ebenfalls ein Bilderverbot. Auch Gottes Namen sprechen Juden aus Ehrfurcht nicht aus. Glaube Juden glauben „an den einen allmächtigen und guten Gott, den Schöpfer der ganzen Welt. Sie nennen ihn „Der Ewige oder Adonai. Das heißt „Mein Herr. Zeichne zu jeder Aussage ein Symbol, das den Inhalt bildlich darstellen könnte. • • • • • • • Gott erhört die Gebete der Menschen und zeigt ihnen, wie man richtig handelt und sinnvoll lebt. Gott spricht mit den Menschen, zum Beispiel durch Träume. So steht es in vielen biblischen Geschichten des Tanach. Engel sind die Boten Gottes. Nach dem Tod holt Gott die Seelen der Menschen zu sich in den Himmel. Dort leben sie weiter. Am Ende der Zeit kommt der Messias und führt die heutige Welt in das Friedensreich. Messias heisst „der Gesalbte Gottes. Am Ende der Weltzeit wartet die Auferstehung der Toten. Gott nennt das jüdische Volk seinen geliebten Augapfel. So steht es im Buch Sacharja in der Bibel. Daher stellte sich Gott den Urvätern Abraham und Mose vor und verabredete mit ihnen den Bundesschluss. Jude Jüdin Lies, was ein Jude eine Jüdin ausmacht. Klebe anschliessend die Bilder in der zum Text passenden Reihenfolge auf die Unterseite. Jedes Kind, das von einer jüdischen Mutter geboren wurde, ist Jude. Wer keine jüdische Mutter hat, kann den Glauben aber auch annehmen. Das heisst Konversion. Wenn ein Jude im Laufe seines Lebens seine Überzeugung ändert, kann auch er einer anderen Religionsgemeinschaft beitreten. In seinem Verhältnis zu seinem Schöpfer Adonai bleibt er jedoch immer Jude, auch wenn er in der neuen Glaubensgemeinschaft als vollwertiges Mitglied akzeptiert wird – zum Beispiel im Christentum oder im Islam. Wie im Islam gilt auch im Judentum die Beschneidung als Zeichen der Zugehörigkeit. Lebensregeln Lies den Text. Versuche danach die fünf Bilder einem der 10 Gebote zuzuordnen. Die Zehn Gebote sind besonders wichtig. Juden haben 613 Lebensregeln. Sie heissen Mitzwot. Laut Überlieferung übergab Gott sie Mose auf dem Berg Sinai. Besonders wichtig sind den Juden die Zehn Gebote. Auf Griechisch heissen sie Dekalog. Wörtlich übersetzt heisst das die zehn Worte. Sie besagen in Kurzform: Du wirst . 1. . Gott als Herrn und Befreier aus Ägypten anerkennen 2. . nur an einen Gott glauben und dir nicht vorstellen, wie er aussieht 3. . Gottes Namen in Ehren halten 4. . am Schabbat ruhen und ihn feiern 5. . deine Eltern ehren 6. . nicht morden 7. . nicht ehebrechen 8. . nicht stehlen 9. . nicht Falsches über andere sagen 10. . niemanden beneiden. Diese Gebote beschreiben nicht nur den Umgang mit Gott. Sie geben auch Auskunft über die Moral. Sie erklären den Menschen, was im Umgang miteinander gut und richtig und was böse und falsch ist. Gebot Nr. Gebot Nr. Gebot Nr. Gebot Nr. Gebot Nr. Rabbiner Besuche die Homepage www.religionen-entdecken.de Finde den Link „Judentum und anschliessend die Information über „Lehrer. Fülle nun die fehlenden Wörter hier in den Text. Er stammt nämlich von dieser Internetseite. Die religiösen Lehrer undim Judentum heissen Rabbiner. Sie sind auch dieder Gemeinde und hoch angesehen. Wenn es Zweifel und Fragen inDingen gibt, dann fällen sie die, denn sie haben viele Jahre die Tora und den Talmud studiert. Rabbiner sind keine. Sie sind die Nachfolger des Judentums. Dort wurde der Titel „Rabbi zuerst gebraucht. Manchmal leiten Rabbiner einen Schabbatoder einen_. In liberalen Gemeinden gibt es auch. Verbreitung Fülle mit Hilfe der Weltkarte die Länder-Rangliste aus nach Anzahl Juden. Rang Land 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Personenzahl Prozent Lies zusätzlich diesen aktuelleren Text. Mache danach zu jedem fett gedruckten Begriff einen korrekten Satz auf die Linien. Im Jahr 2015 lebten rund 14,2 Millionen Juden auf der ganzen Welt verstreut, die meisten von ihnen in Israel (6,1 Millionen) und in den USA (5,7 Millionen). In Europa gehören mehr als 1,15 Millionen Menschen dem Judentum an, in Deutschland wohnen rund 120.000 Juden. Israel ist das einzige Land auf der Welt, in dem mehr Juden leben als Angehörige anderer Religionen. In allen anderen Ländern sind sie in der Minderheit und leben in der Diaspora. So nennt man das Leben unter sehr vielen Andersgläubigen. 1.) 14,2 Mio. Juden 2.) 3.) 4.) 5.) Jüdischer Kalender Markiere in folgendem Text 15 aussagekräftige Wörter. Vergleiche mit einer anderen Person, ob ihr die selben Wörter markiert habt. Der jüdische Kalender heisst auf Hebräisch Luach. Nach dem Glauben der Juden hat Gott 3761 Jahre vor Christi Geburt die Welt erschaffen. Dieser Zeitpunkt ist im jüdischen Kalender das Jahr Null. In Israel benutzen aber fast alle Menschen zusätzlich den gregorianischen Kalender, weil dieser für Verabredungen und Geschäftstermine auf der ganzen Welt gültig ist. Die Monate des Luach richten sich nach dem Mond. Sein Jahr orientiert sich aber an der Sonne. Die Monatsnamen kommen zum Teil schon in der Bibel vor. Wie im islamischen Kalender dauert ein Monat im Luach so lange wie eine Mondphase. Das sind genau 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. Da ein Tag aber immer 24 Stunden haben muss, gibt es Monate mit 29 oder 30 Tagen. Das Mondjahr hat damit 354 oder 355 Tage, also 10 bis 11 Tage weniger als ein Sonnenjahr. Im islamischen Kalender wandern die Monate darum im Laufe der Jahre durch alle Jahreszeiten. Im jüdischen Luach ist das anders. Dort gibt es innerhalb von 19 Jahren sieben Schaltjahre mit je einem Zusatzmonat. Er sorgt dafür, dass sich die Tage auf dem Luach gegenüber dem Weltkalender nie mehr als 30 Tage verschieben. Der Zusatzmonat folgt dem Monat Adar. Er heisst Adar 2 und liegt auf dem Weltkalender im Februar oder März. Ihr Neujahrsfest feiern Juden stets im Herbst. Die Woche auf dem Luach hat sechs Arbeitstage und einen Ruhetag. Das schreibt die hebräische Bibel vor. Diese Einteilung gilt auf allen Kalendern weltweit. Der Tag beginnt und endet im Judentum am Abend wenn die ersten drei Sterne am Himmel zu sehen sind. In der Bibel heisst es nämlich: „Und es war Abend und es war Morgen, ein Tag. Das steht in der Genesis 1,5. Sogar in der christlichen Tradition gibt es Beispiele dafür, dass diese Einteilung von der jüdischen Mutterreligion übernommen wurde: Heilig Abend ist der Vorabend des Weihnachtsfestes und der Sonnabend der Vorabend des Sonntags. Die Wochentage im jüdischen Kalender haben keine Namen. Sie werden nur gezählt wie zur Zeit der Bibel. Der Sonntag, Jom Rischon, heisst zum Beispiel Tag eins. Nur der 7. Tag heisst Schabbat. Das bedeutet übersetzt Arbeitsniederlegung. David-Stern Lies den Text. Beschrifte die Davidstern-Ecken mit den genannten Begriffen. Der Davidstern ist das Symbol für das Judentum und zeigt zwei untrennbar miteinander verflochtene Dreiecke. Sie sind das Zeichen der Juden für ihre Verbundenheit mit Gott. Den Davidstern gibt es „erst seit ungefähr 700 Jahren. Die Idee dazu stammt vermutlich aus der Bibel. Im Buch Samuel nennt David Gott seinen Schild, der ihm Schutz gibt. Und das soll auch der Davidstern ausdrücken. Das obere Dreieck steht für Gott. Die drei Ecken erinnern. • an seine Schöpfung, • an seine Offenbarung • und an seine Erlösung. Das untere Dreieck steht für den Menschen. Die Ecken dieses Dreiecks sind die Zeichen. • für die Vergangenheit des Menschen, in der die Schöpfung stattfand, • für die Gegenwart des Menschen, in der sich Gott ihnen immer wieder zeigt • und für die Zukunft des Menschen, die ihn von allen schlimmen Dingen, auch seiner eigenen Schuld, erlöst. In beiden Dreiecken begegnen sich Gott und die Menschen. Damit erinnert der Davidstern an den Bund, den Gott und die Juden vor sehr langer Zeit miteinander geschlossen haben. Bis heute ist es Juden sehr wichtig, die Versprechen von damals zu erfüllen und damit den Bund mit Gott zu halten. Ausschneide-Vorlagen