Arbeitsblatt: Unterrichtsentwurf arm und reich

Material-Details

arm und reich
Italienisch
Anderes Thema
8. Schuljahr
7 Seiten

Statistik

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26.10.2016

Autor/in

Ines Mokdad
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

IQSH 311 Unterrichtsentwurf für den Unterrichtsbesuch am 17.02.04 Uhrzeit: Name: Ausbildungsschule: Schulleiter: Mentorin: Studienleiterin: Seminar: 10:30 – 11:15 xxx GHS xxx xxx xxx xxx Ev. Religion Klasse/ Lerngruppe Gruppengröße Klassenlehrerin Gesamtzahl der Stunden Klasse in 9x 21 Schüler xxx der 2 Religion, 5 Mathe Thema der Unterrichtsstunde im Kanon der Stundenthemen der Einheit: „Arm und Reich 1. „Der Mann mit Hut – alltägliche Begegnungen mit Obdachlosen 2. „Michi back in hell die fantastischen Vier singen über einen Abstieg 3. Armut – genauer hingeschaut 4. Armut und Reichtum in unserer Umgebung 5. Christlicher Glaube und Armut I: „Das große Gastmahl und „Die Flensburger Tafel 6. Christlicher Glaube und Armut II: Die heilige Elisabeth 7. Die Obdachlosenzeitung „Asphalt Inhalt: 1 Bedingungsfaktoren für diese Unterrichtsstunde 2 Sachanalyse 3 Intentionen Kompetenzen 4 Verlausskizze Anhang: Sitzplan, Arbeitsbogen 1 Bedingungsfaktoren für diese Unterrichtsstunde Die Klasse H9x der Grund- und Hauptschule Tarp besteht aus 21 Schülern 1, davon sind 8 Mädchen. Die Altersstruktur setzt sich wie folgt zusammen: Jahrgang 1986 1987 1988 1989 Jungen 3 3 6 1 Mädchen 3 2 1 2 Gesamt 6 5 7 3 Ich unterrichte die Klasse seit Anfang des Schuljahres 2002/2003 in den Fächern Mathematik (fünfstündig) und Religion (zunächst ein-, jetzt zweistündig). Unter den Schülern sind 13 Protestanten, zwei Katholiken und zwei Moslems (xxx). Die restlichen Schüler sind nicht getauft. Außer xxx, der sich in diesem Halbjahr vom Religionsunterricht hat befreien lassen, nehmen alle Schüler am Religionsunterricht teil. Die wenigsten Schüler interessieren sich außerhalb der Schule für kirchliche oder religiöse Aktivitäten. Einige besuchten den Konfirmandenunterricht, bringen aber von dort nichts in den Unterricht ein. Interessiert und aktiv beteiligt am Religionsunterricht sind besonders xxx xxx konnte auf Grund einer schweren Rückenoperation lange Zeit nicht am Unterricht teilnehmen und kann dies jetzt auch nur überwiegend liegend, so dass ein Krankenhausbett in das Klassenzimmer gestellt wurde. Die räumlichen Möglichkeit sind dadurch sehr eingeschränkt. Insgesamt haben die Schüler eine eher positive Einstellung zum Religionsunterricht, wobei man bei einigen Schülern auch auf eine eindeutige Ablehnung theologischer Themen trifft. Durch den großen Altersunterschied der einzelnen Schüler, sowie ihre unterschiedliche häusliche Situation, differieren Interessen und Vorerfahrungen stark. Lernvoraussetzungen für die heutige Stunde: Die Schüler verschiedenen haben Seiten sich der innerhalb dieser Thematik „Arm Unterrichtseinheit und Reich von genähert. Besonderes Augenmerk lag dabei immer auf der Fragen „Wie würdest du dich verhalten und „Wie hätte man etwas ändern können?. Aus Gründen des Textflusses umfasst die Bezeichnung „Schüler im Folgenden die männliche und die weibliche Form. 1 2 Sachanalyse Elisabeth ist die Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und Gertrud von Andechs. Als Einjährige wird sie mit dem späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt und zur Erziehung in deutscher Umgebung nach Thüringen geschickt. Die Erziehung obliegt ihrer Schwiegermutter Sophie. Elisabeth und Ludwig gewinnen sich schon als Kinder lieb, aber die wilde, maßlose und kaum zu bändigende Elisabeth wurde von der Familie mehr als skeptisch betrachtet. Es wird aber eine glückliche Ehe; Elisabeth und Ludwig bekommen drei Kinder. Eingebunden in die gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Zeit, nimmt Elisabeth aus dem gelebten Evangelium die Kraft, das Unrecht der Privilegierten aufzudecken und das Recht der Armen und Unterdrückten einzuklagen. Sie findet nicht nur Worte, sondern setzt Zeichen und teilt das Schicksal der Armen. Nach dem Tod ihres Mannes (Kreuzzug) wird sie dann doch von der Familie des Mannes von der Wartburg vertrieben. Sie geht des Schutzes ihres Mannes beraubtfreiwillig und führt nun ein Leben in Armut und mildtätiger Liebe zu den Arme, das bald von vielen Wundererzählungen verklärt wird. Ihr Seelenführer, Beichtvater in den letzten Jahren ist ein strenger, asketischer Priester: Konrad von Magdeburg, der seinen Ergeiz darin sieht, die Heilige zu einer Heiligen zu machen. Er verfolgt sie mit seinen Bußübungen und geißelt sie schon für kleine Vergehen bis auf Blut. Als aber andererseits Elisabeth aus Überzeugung ganz arm sein will, von Tür zu Tür betteln gehen will, als sie öffentlich auf all ihren ihr juristisch ja noch zustehenden Reichtum verzichten will, muss er sie vom Altar wegziehen, um ihr oder der Kirche ihr Vermögen zu retten. Mit ihrem Witwenvermögen errichtete Elisabeth in Marburg ein Spital und arbeitete dort selbst als Pflegerin. Im Alter von 24 Jahren stirbt sie 1231 in dem von ihr gegründeten Spital, von Reichen verachtet, von Armen geliebt. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod erfolgt ihre Heiligsprechung. 3 Intentionen Kompetenzen Grobintention der Unterrichtseinheit: Die Schüler sollen Sensibilität für offene und versteckte Merkmale von Armut in ihrer Umgebung gewinnen und einige Gründe für die Verarmung vieler Familien in unserer Gesellschaft erkennen. Grobintention der Unterrichtsstunde: Die Schüler sollen ein Beispiel christlich motivierten Umgangs mit Armen kennen lernen. Feinintentionen und Kompetenzen der Unterrichtsstunde: Die Schüler sollen. sich frei zu einem Bild äußern. Vermutungen über eine Person anstellen und schriftlich formulieren können. einem Text nötige Sachinformationen entnehmen können. 4 Verlaufsskizze Dienstag, 17.02.04, 4. Stunde (10:30 – 11:15h), H9x Thema der Unterrichtseinheit: Arm und Reich Thema der Unterrichtsstunde: Christlicher Glaube und Armut II: Die heilige Elisabeth Zeit Phase Methodisches Vorgehen 10:30 – 10:40 ca. 10 10:40 – 10:55 ca. 15 Einstieg Vertiefung 10:55 – 11:05 ca. 10 Ergebnissammlu ng S. tragen ihre Ergebnisse vor, ggf. wird darüber diskutiert. Frontal UG 11:05 – 11:15 ca. 10 Vertiefung II Abschluss S. lesen AB8, die wirkliche Geschichte wird mit den Vermutungen verglichen. Je nach Zeit bearbeiten S. die Fragen auf dem AB. Frontal UG (Stillarbeit) AB8 L. deckt eine Folie schrittweise auf, S. äußern sich dazu frei. Organisation Medien Sozialformen Frontal UG OHP, Folie Frontal Stillarbeit L. fordert S. auf, die mögliche Geschichte von Elisabeth von Thüringen aufzuschreiben und gibt eine zeitliche Vorgabe. Unterrichtseinheit „Arm und reich Arbeitsblatt 8 Datum: Pepyn von Antwerpen, Die heilige Elisabeth verschenkt ihren Schmuck an die Armen. BILD Elisabeth von Thüringen Die ungarische Prinzessin Elisabeth wird im Jahre 1207 geboren. Bereits als Vierjährige wird sie aus politischen Gründen an den Hof des Landgrafen von Thüringen geschickt, dessen ältesten Sohn Herr- mann sie heiraten sollte. Zunächst wird die Ehe nur symbolisch vollzogen und Elisabeth bekommt eine Erziehung für adlige Damen. Schon früh jedoch widersetzt sie sich den Regeln höfischen Lebens. Ihre Pflegemutter ist entsetzt darüber, dass Elisabeth beim Eintritt in die Kirche die Krone vom Kopf nimmt und mit den Dienerinnen aus einer Schüssel isst. Nur die Fürsprache Ludwigs, des jüngeren Bruders von Herrmann, bewahrt sie davor, nach Ungarn zurückgeschickt zu werden. Da Herrmann früh stirbt, wird Elisabeth mit 13 Jahren als Gemahlin Ludwigs Landgräfin von Thü- ringen. Ihr Mann, der sie sehr liebt, lässt es zu. dass sie am Fuße der Wartburg ein Armenhospital errichtet, in dem täglich neunhundert Arme aus dem Ertrag der landgräflichen Güter gespeist werden, dass sie während einer Hungersnot alles in der Burg vorhandene Getreide verteilt und ihren Schmuck und ihre kostbaren Kleider den Armen schenkt. Täglich erträgt sie den Gestank in den Sälen ihres Hospitals, wenn sie selbst bei der Pflege hilft. Als Ludwig während der Teilnahme am Kreuzzug 1227 stirbt, fällt Elisabeth bei seinem Nachfolger in Ungnade, besonders, als sie öffentlich verkündet, nicht mehr ihren Unterhalt aus Raub und Plünde- rung der Armen bestreiten zu wollen, wie das an Fürstenhöfen üblich sei. Sie verlässt die Wartburg und kauft von ihrem Erbe einen Gutshof bei Marburg, wo sie ein weiteres Hospital gründet, zusammen mit ihren Mägden arbeitet und alles, was sie noch hat, an die Armen verschenkt. Ihr Körper ist dieser Arbeit nicht lange gewachsen. 1231 stirbt sie mit nur 24 Jahren. Du musst wissen, dass ich sehr glücklich war, flüstert sie kurz vor ihrem Tod einer Dienerin zu. Schon zwei Jahre nach ihrem Tod wird Elisabeth vom Papst heilig gesprochen. Heute gilt sie als Patro- nin aller karitativen Einrichtungen. Aufgaben: 1. Warum kümmert Elisabeth sich so um die Armen? Was bewirkt ihre Hilfe? 2. Was findest Du vorbildlich an Elisabeth. Was eher abschreckend?