Arbeitsblatt: Arbeitsblatt Bedürfnisse

Material-Details

Arbeitsblatt zur beürfnispyramide von Abraham Maslow
Pädagogik und Psychologie
Andere Themen
8. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

166353
501
6
22.11.2016

Autor/in

Harald Scheufler
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Bedürfnispyramide nach Maslow Wir kaufen, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Welche grundlegenden Bedürfnisse wir haben, hat der Psychologe Abraham Maslow 1970 in seiner so genannten „Bedürfnispyramide zusammengefasst. Er ging davon aus, dass immer erst eine Stufe der Pyramide erfüllt sein müsse. bevor der Mensch sich der nächst höheren Stufe zuwenden könne. Die Wirtschaftswissenschaften, neben der Soziologie und der Politikwissenschaft ein Schwerpunkt der Sozialwissenschaften, gehen davon aus, dass nahezu jeder Mensch eine unbegrenzte Anzahl an Bedürfnissen hat, die er befriedigen will. Bedürfnisse werden von Menschen als Mangel empfunden, deshalb strebt jeder danach, diesen subjektiv empfundenen Mangel zu beseitigen. Allerdings gibt es weniger Mittel (Arbeit, Kapital, Rohstoffe, Energie), als zur Erfüllung aller Bedürfnisse und Wünsche der Menschen notwendig wären. Die Menschen streben nach der bestmöglichen Befriedigung ihrer Bedürfnisse bei knapp vorhandenen Mitteln. Diese Knappheit zu mildern ist das Ziel des Wirtschaftens. Wirtschaft ist nämlich nichts anderes als eine planmäßige Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Die zur Befriedigung der Bedürfnisse notwendigen Güter stehen allerdings bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Sonnenlicht) nicht unbegrenzt zur Verfügung. Das wirtschaftliche Interesse richtet sich deshalb auf jene Güter, mit denen Menschen wirtschaften müssen ( wirtschaftliche Güter). Weil Menschen Bedürfnisse haben, kaufen sie Güter. Der amerikanische Psychologe Abraham Harold Maslow (1908—1970) ging davon aus, dass der Mensch zunächst bestimmte Bedürfnisse befriedigen muss, bevor andere Bedürfnisse für ihn Bedeutung erlangen. Maslow ordnete sämtliche Bedürfnisse zu den folgenden fünf Bedürfnisgruppen: (1) Physiologische Bedürfnisse (Grund- oder Existenzbedürfnisse) (2) Sicherheitsbedürfnisse, (3) Soziale Bedürfnisse (Zugehörigkeit und Liebe), (4) Wertschätzungsbedürfnisse (Anerkennung) und (5) Selbstverwirklichungsbedürfnisse (Selbsterfüllung) Bedürfnisse, ohne deren Erfüllung wir nicht überleben können, zählen zur dringlichsten Bedürfnisgruppe (1). Bedürfnisse der nächst höheren Bedürfnisgruppe werden erst geweckt, wenn alle Bedürfnisse der vorangegangenen Bedürfnisgruppe befriedigt sind. Kulturbedürfnisse gehen über das physiologische (körperliche) und soziale Existenzminimum hinaus, werden aber von einer Gesellschaft nach dem jeweiligen Stand von Sitte und Kultur noch als normal empfunden. So gehören bei uns zum Beispiel der Besitz eines Fernsehers oder ein Kinobesuch zum alltäglichen Leben. Beides ist nicht überlebensnotwendig, und damit auch kein Existenzbedürfnis, aber beide sind für uns selbstverständlich und tragen zu einem angenehmen Leben bei. Was über die Kulturbedürfnisse hinausgeht, gilt als Luxusbedürfnis. Arbeitsaufträge: 1. Versucht, die unten genannten Bedürfnis Kategorien (fettgedruckt) in die Bedürfnispyramide von Maslow einzutragen. Beachtet dabei die unter der Pyramide aufgeführten Regeln. 2. Erstellt einen Spickzettel, so dass ihr die verschiedenen Bedürfnisstufen nennen und erklären könnt. 3. Vergleicht eure Ergebnisse mit der Ordnung von Maslow. Was haftet ihr von einem solchen Modell Könnt ihr euch vorstellen für was es nützlich sein könnte Beantworte die nächsten Aufgaben in deinem Heft: 4. Ordne die folgenden Bedürfnisse den Bedürfnisgruppen in der Pyramide zu: Karriere, Liebe, Freunde, fester Arbeitsplatz, Statussymbole (z. B. Auto, Haus etc.), atmen, Macht, Schutz der Privatsphäre. 5. Finde weitere Bedürfnisse (eventuell deine eigenen Bedürfnisse) und ordne sie jeweils den Bedürfnisgruppen der Pyramide zu. 6. Haben alle Menschen weltweit die gleichen Existenz- und Luxusbedürfnisse Oder gibt es Unterschiede, was für wen als Existenz- bzw. als Luxusbedürfnis gilt Erläutere und gib Beispiele an. Bedürfnis Kategorien nach Maslow: • Sicherheitsbedürfnisse: Schutz vor möglichen Gefahren und gefährl. Situationen: z.B. Naturgewalten, Krankheiten (physisch oder psychisch); Sicherung von: z.B. Wohnung, Arbeitsplatz, Gesetzen.) • Ansehen uns Status: Anerkennung und Respekt von anderen; Selbstwert und Selbstrespekt; Kompetenzgefühl; soziale Anerkennung: das Bestreben eine hohe Stellung und einen guten Ruf zu haben, Wohlstand, Karriere, Wunsch nach Statussymbolen • körperliche Bedürfnisse physiologische Bedürfnisse: Grundlagen des Überlebens: Sauerstoff, Trinken, Essen, Kleidung, Temperatur-Regulation, Ausscheidung, Schlaf, Unterkunft, Aktivität, Sexualität) • Selbstverwirklichung: das eigene Potential voll verwirklichen: alles das zu sein was man kann der Wunsch zu wissen, zu verstehen, Wertvorstellungen aufzubauen: Individualität, Talententfaltung, Kreativität, Genuss, Philosophie • Zugehörigkeit und Liebe: soziale Beziehungen: das Bestreben, bei der Familie und nahen Freunden anerkannt zu sein; Teil einer Gruppe sein; Wunsch nach Partnerschaft und Freunden/Freundinnen; Kommunikation 7. Welcher Bedürfnisebene würdest du die folgenden Werbeslogans zuordnen? Schreibe die passende Zahl vor jeden Slogan. Mit Sicherheit mehr Vergnügen weil ich es mir wert bin Entdecke die Möglichkeiten Sind sie zu stark, bist du zu schwach Guten Freunden gibt man ein Küsschen macht Kinder froh Liebe ist, wenn es Landliebe ist und der Hunger ist gegessen weil Gesundheit auch Hautsache ist Fleurop, Gründe gibts genug Bedürfnisse: die Bedürfnispyramide nach Maslow Es gelten folgende Rege ln: 1. Alle fünf Bedürfnisebenen sind (zumindest im Verborgenen) immer vorhanden. 2. Ein höher stehendes Bedürfnis kann erst dann befriedigt werden, wenn die Bedürfnisse, die unter ihm stehen, befriedigt sind. 3. Die Stu fen er Pyramide sind auch als Entwicklungsstufen im Alter zu sehen, da mit zunehmendem Alter die unteren Stu fen meist esiche rter sind. Dies schließt einen Rückfall auf weiter unten liegende Stufen aber nicht aus. „alles sein, was man sein kann Selbstverwirklichung Ansehen und Status Zugehörigkeit und Liebe Sicherheitsbedürfnisse Körperliche Bedürfnisse physiologische Bedürfnisse