Arbeitsblatt: Kommunikation

Material-Details

ganze Unterrichtseinheit zum Thema Kommunikation mit Übungen und Rollenspielen....
Lebenskunde
Kommunikation / Medien
9. Schuljahr
12 Seiten

Statistik

167544
1009
50
08.01.2017

Autor/in

Sarah Hauswirth
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Kommuni kation Die Geschichte vom Mann mit dem Hammer Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschliesst unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüsste er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgetäuscht, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloss weil er einen Hammer hat. Jetzt reichts mir wirklich. Und so stürmt unser Mann hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er Guten Tag sagen kann, schreit ihn unser Mann an: Behalten Sie Ihren Hammer. (aus P. Watzlawick: Anleitung zum Unglücklich-sein) Auftrag: Ihr erhaltet pro Gruppe ein Blatt. Füllt das Blatt so aus, dass ihr euch alle einig seid! Achtung: Es ist verboten dabei zu sprechen!!! Wer etwas sagt, der wird mit Liegestützen bestraft. Was ist Kommunikation? Auftrag: Überlegt euch in eurer Gruppe Antworten zu den folgenden Fragen unten und werdet euch einig! Achtung: Es ist verboten dabei auch nur ein einziges Wort zu sprechen! Auch schreiben dürft ihr nicht! Verständigt euch durch Pantomime oder Lippenlesen. Was ist Kommunikation??? Wer? Was? Mit wem? Wie? Womit? Warum Wann? Wo? wichtige Kommunikationsbegriffe Damit das Thema Kommunikation richtig besprochen werden kann, müssen wir zuerst einige Fachbegriffe klären. Schneide die Fragen unten weg und schreibe sie in die richtige Sprechblase. Mitteilung Signale: verbal und Information senden und entschlüsseln nonverbal Sender Empfänger Absicht Kommunikationsziel Medium: natürliche: Sprachlaute, Kleider, Körperbewegung technische: SMS, Bilder, Lieder, soziale Netzwerke, Radio, TV. Kontext Situation Was? Wer? Womit? Warum Wozu? Mit wem? Wann und wo? Wie? Verschiedene Kommunikationsarten Definition: Unter Kommunikation (lateinisch: Mitteilung, Unterredung) versteht man den wechselseitigen Austausch von Informationen mittels verbaler, nonverbaler und paraverbaler Zeichen. Diese werden in einer bestimmten Situation vom Sender über natürliche oder technische Kanäle übertragen. Das Ziel ist eine Mitteilung zu übertragen, die vom Empfänger entschlüsselt (dekodiert) wird. Dabei können unterschiedliche Kommunikationsabsichten verfolgt werden (z.B. täuschen, überreden). Beispiele: verbal nonverbal paraverbal Lösungen Verbal: Sprachlich ausgedrückt, Paraverbal: zwischen den Zeilen, Tonfall, Geschwindigkeit, Lautstärke (nichtsprachliche Lautäusserungen wie lachen, seufzen, räuspern). Nonverbal: Körpersprache, Gestik, Mimik, Körperhaltung, Geruch, Berührungsverhalten, Selbstdarstellung durch Kleidung und Frisur, weitere Signale und Zeichen Nonverbales darstellen Ich ärgere mich ein wenig Ich bin sehr zornig Ich schäme mich Ich bin fröhlich Ich fühle mich ausgeschlossen Ich bin verliebt Ich bin ein wenig traurig Ich bin neidisch Ich bin erleichtert Ich fürchte mich ein wenig Ich habe grosse Angst Ich bin sehr nervös Ich bin müde Ich fühle mich krank Ich habe kalt Ich bin hochnäsig Ich denke nach Ich gebe auf Ich bin ungeduldig Ich verstehe kein Wort Ich bin cool Ich habe keine Zeit (bin gestresst) Ich verhalte mich ablehnend (komm mir nicht zu nahe) Ich bin gelangweilt „Wir können NICHT nicht kommunizieren! (Watzlawick) Auftrag: Denkt zu zweit über diesen Satz nach. Was will er uns sagen? Ist er wahr oder falsch? Überlegt euch zu euren Aussagen konkrete Beispiele aus eurem Leben. Auftrag 2: Stellt euch einander zu zweit gegenüber. Versucht nun auf keinen Fall zu kommunizieren, sondern beobachtet einander nur genau. Schaut, ob euer Gegenüber nonverbal kommuniziert. Was stellt ihr fest? Nonverbale Kommunikation GESTIK/MIMIK Augenbrauen heben MÖGLICHE BEDEUTUNG fehlender Blickkontakt Mundwinkel nach unten ziehen Strähnen aus der Stirn streichen sich an die Nase fassen am Ohrläppchen zupfen Brille zurechtrücken Brille hastig abnehmen Kopf zwischen die Schulter nehmen Schultern nach vorne Kopf senken Hand vor dem Mund Faust ballen Daumen und Zeigefinger berühren Zeigefinger heben Arme verschränken Hände hinter dem Rücken Handfläche nach oben halten Handfläche nach unten halten Handfläche nach vorn strecken mit Bleistift oder anderem spielen Hände in die Hosentasche stecken Beine im Stehen verschränken sich mit Oberkörper zurücklehnen Hände mit Fläche nach innen nach vorne strecken Lösung Augenbrauen heben Verlegenheit Erstaunen, aber auch fehlender Blickkontakt Verheimlichung Abwehr, Ablehnung, Mundwinkel nach unten ziehen Resignation durchs Haar fahren, Strähnen ich etwas aus der Stirn streichen Wachsamkeit, jetzt sage sich an die Nase fassen Verunsicherung am Ohrläppchen zupfen Kränkung Brille zurechtrücken Wichtiges Nachdenken oder Zeit gewinnen Brille hastig abnehmen Unsicherheit Kopf zwischen die Schulter nehmen Abwartehaltung, Angst Verkrampfung, Schultern nach vorne Ungeduld Kopf senken Bitte um Verständnis Hand vor dem Mund Abwartehaltung, Abwehr Faust ballen Nachdenklichkeit, Passivität Daumen und Zeigefinger berühren Unsicherheit oder Verlegenheit Zeigefinger heben Erregung Arme verschränken Unsicherheit, Verlegenheit Hände hinter dem Rücken Wut, Entschlossenheit Handfläche nach oben halten Niedergeschlagenheit Enttäuschung, Handfläche nach unten halten Partner beruhigen Handfläche nach vorn strecken des Partner soll auf die Seite mit Bleistift oder anderem spielen ausdrückt Hände in die Hosentasche stecken Zeichen für Beine im Stehen verschränken Sprechers gezogen werden Das Gesagte wird genau Bitte um Aufmerksamkeit, Belehrung und Tadel Unsicherheit sich mit Oberkörper zurücklehnen Überheblichkeit Hände mit Fläche nach innen nach vorne strecken (Umarmung andeuten) Desinteresse, Abwehr Kurztest nonverbale Kommunikation Unterschied zwischen Maschinen und Menschen Wie funktioniert ein Telefonapparat? Erkläre und verwende dabei folgende Begriffe (Signal, Leitung, Apparat, Empfänger und Sender). Kommunikat ion Mit diesem Modell lässt sich die menschliche Kommunikation aber noch nicht verstehen, dafür ist es zu einfach. Menschen sind keine Apparate, sondern sie bringen immer und mit ein. Der Empfänger ist also immer auch selbst aktiv, sogar wenn er sagt. Welche Probleme schliesst du daraus? Nenne Beispiele. Zwischen dem, was ich denke dem, was ich sagen will dem, was ich zu sagen glaube dem, was ich sage dem, was Ihr hören wollt dem, was Ihr hört dem, was ihr zu verstehen glaubt dem, was Ihr verstehen wollt Lösungen 1. Signale werden vom Sender via Apparat losgeschickt, gehen durch die Leitung und kommen beim Empfänger an. 2. Gefühle nichts Erfahrungen und Erlebnisse 3. Gerade will wir keine Maschinen sind, tauschen wir nicht nur Inhalte aus, sondern immer auch Informationen über uns als Menschen, über unsere Beziehung zueinander. Rollenspiele Kommunikationsprobleme Du bist beleidigt und zeigst dies deinem Du willst dich für dein Verhalten Gegenüber deutlich. Auf entschuldigen, traust dich aber nicht Versöhnungsversuche lässt du dich nicht recht. Du brauchst einige so einfach ein, du lässt dein Gegenüber Anlaufsversuche. zappeln. Ihr trefft euch auf der Strasse und begrüsst euch laut und überschwänglich. Danach plaudert ihr nett miteinander (Smalltalk). Jedoch mögt ihr euch eigentlich gegenseitig überhaupt nicht. Als Elternteil erkundigst du dich bei Als Nachwuchs lügst du deinen deinem Nachwuchs, ob die Elternteil an, du hättest die Hausaufgaben schon erledigt wurden, Hausaufgaben schon erledigt und ahnend, dass dem nicht so ist. Du bohrst willst so schnell wie möglich vom immer wieder nach. Thema ablenken. Völlig Übereifrig erzählst du deinem Dich interessiert der Redeschwall Gegenüber alles, was dich gerade deines Gegenübers nicht sonderlich beschäftigt (freut oder ärgert, erfinde und du versuchst dich möglichst etwas) und freust dich, jemanden zum höflich aus dem Gespräch Reden zu haben. Du bist komplett in auszuklinken, was nicht auf Anhieb dein Erzählen vertieft. klappt. Du sitzt im Zug und liest deine Zeitung, Du sitzt im Zug und dir ist langweilig. wobei du deine Ruhe haben willst. Auf Du bist neugierig auf deinen Leute die schwatzen wollen, reagierst du Sitznachbarn und sprichst ihn an. allergisch und versuchst sie möglichst Bleib hartnäckig. schnell abzuwimmeln. Du hast eine neue Frisur, welche dich nicht wirklich überzeugt. Du fragst Die neue Frisur deiner/s Freundin/es deine/n Freund/in erwartungsvoll, was gefällt dir überhaupt nicht, sie ist sie/er davon halte, um Unterstützung schrecklich. Du versuchst ihr/ihm dies und Bestätigung, dass die Frisur toll ist, durch die Blume mitzuteilen. zu erhalten. Du bist der Boss einer grossen Firma und Als „kleine/r Angestellte/r erfüllt dich hast ein gutes, jedoch distanziertes der Anblick deines Bosses mit Verhältnis zu deinen Angestellten. Du Ehrfurcht. Du suchst nach einem Weg bist interessiert, was dein/e Angestellte/r ihn um eine Gehaltserhöhung zu von dir will. bitten, bist aber sehr scheu. Du stehst vor der Kasse mit nur einem Getränk und musst auf den Zug, der in wenigen Minuten fährt. Du bittest die Person (mit grossem Einkauf) vor dir, dich vorzulassen. Gib nicht auf! Sonst schon genervt stehst du im Abendverkauf und willst bloss nach Hause. Nun will auch noch dieser freche Teenager, dass du ihn vorlässt. Du lässt dich nicht leicht überzeugen. Voller Eifer erzählst du deiner/m Partner/in alles über die Attacke des Nachbarshund auf deinen Pudel und obwohl gar nichts Schlimmes passiert ist, spielst du alles auf! Du bist komplett in dein Erzählen vertieft, bis du merkst, dass sie/er dir gar nicht richtig zuhört und stellst nun Rückfragen. Dir wurde dein Handy gestohlen und du vermutest, dass es dein Gegenüber war. Zuerst fragst du nur nach, hakst nach Verneinung aber nach und behauptest am Schluss immer wütender sie/er sei es ganz sicher gewesen. Dich interessiert der Redeschwall deiner/s Partnerin/s nicht im Geringsten und möchtest eigentlich bloss deine Ruhe haben. Trotzdem tust du so, als ob du zuhören würdest. Du hast jedoch keine Ahnung worum es geht. Du hast das Handy nicht gestohlen und verteidigst dich bis zum „bitteren Ende. Kommunikationsschw ierigkeiten Auftrag: Lest den Dialog unten mehrmals durch. Versucht ihn dabei jedes Mal in einer anderen Stimmung vorzutragen (verliebt, genervt, ängstlich, anmachend, interessiert, gefrustet, gelangweilt usw.). Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Tragt eure beste Version danach dem Rest der Klasse vor und lasst diese erraten, in welchen zwei Stimmungen Person 1 und 2 waren. Anschliessend: Wie verändert sich die Wirkung und Bedeutung des Dialogs, wenn eine andere Stimmung dargestellt wird? Hast du selbst auch schon Texte SMS usw. geschrieben, die bei jemand anderem falsch ankamen? Woran lag es wohl? Und hast du auch schon Sachen gesagt, die jemand anders falsch aufgenommen hat? Nenne Beispiele und versuch zu erklären, wie das wohl passieren kann. Gescheiterte Kommunikation Auftrag Schaut euch das Loriot-Video auf youtube an: Diskutiert im Anschluss: Was ist bei dieser Kommunikation schiefgelaufen? Warum? Schaut das Video ein zweites Mal: Die einen konzentrieren sich auf die Aussagen des Mannes, die anderen auf diejenigen der Frau. Wo liegt der Unterschied? Was sagen/ Worüber reden der Mann resp. die Frau? Haltet eure Ergebnisse unter dem Bild schriftlich fest. Lösungen Kommunikation ist schwierig Der Grundvorgang der zwischenmenschlichen Kommunikation ist schnell beschrieben. Da ist ein Sender, der etwas mitteilen möchte. Der Sender übermittelt seine Nachricht in erkennbaren Zeichen (z.B. Worte oder Gesten). Der Empfänger entschlüsselt diese Zeichen. Normalerweise stimmen die gesendete und empfangene Nachricht überein, das heisst, man hat sich verstanden. Schaut man sich die Nachricht genauer an, ist es faszinierend, dass ein und dieselbe Nachricht oft mehrere Botschaften gleichzeitig enthält und darum nicht immer richtig verstanden wird. Das macht die Kommunikation spannend aber eben auch schwierig. Auftrag: Schaut das folgende Video: vznbo8uay4Ec und versucht danach für den folgenden Satz mit Hilfe des Schemas für die Mutter und für den Sohn jeweils 4 mögliche Aussagen zu finden, die hinter diesem Satz stecken könnten. Mutter zum Sohn: „Dein Pullover liegt am Boden. 4-Ohren-Modell Kommunikation Lösung Das Sachohr – Worüber ich dich informiere Diskussion: Was passiert, wenn Menschen immer nur den Sachinhalt einer Nachricht hören? Fallen dir Situationen oder Menschen in deinem Leben ein, die ein solches Sach-Ohr haben? Wie fühlt man sich wohl. wenn man von Menschen umgeben ist, die immer nur das Sach-Ohr hören? Versucht zu zweit ein paar solche Fragen und Antworten zu finden. Das Selbstoffenbarungsoh - Was ich von mir mitteile Diskussion: Welchen Vorteil hat der Sohn, wenn er dem Vater so antwortet? Wie könnte der Vater den Satz besser sagen, sodass der Sohn ihn richtig versteht? Kennst du Personen, die oft Selbstoffenbarungen aus deinen Sätzen heraushören? Was denkst du darüber? Das Beziehungsohr Wie ich unsere Beziehung sehe Diskussion: Welcher Fehler passiert in dieser Szene? Welche Probleme wird das Paar haben, wenn die Frau hinter jeder Aussage eine Beziehungsbotschaft hört? Erinnere dich an Situationen in deinem Leben, in denen du selbst ein starkes Beziehungsohr hattest. Was ist passiert und wie hast du die Situation gelöst? Das Aufforderungsohr Was ich von dir will Diskussion: Was passiert, wenn Menschen ständig Aufforderungen in Aussagen hineininterpretieren? Kennst du in deinem Umfeld Personen, die ein starkes Aufforderungsohr haben? Wie kann man sich selbst wohl davor schützen, ein zu starkes Aufforderungsohr zu haben? Kommunikationspro bleme Auftrag: Lies die Situationen durch und notiere auf die Linien, was das Missverständnis in der Kommunikation war und wieso die Kommunikation in diesem Fall nicht funktioniert hat. Situation 1 Eine Frau und ein Mann sitzen beim Abendessen. Sie hat eine Sauce gekocht und der Mann fragt während dem Essen: „Ist das Lauch in der Sauce?. Anstatt ihm zu sagen, ob es so ist, sagt sie nur: „Mein Gott, wenn es dir nicht schmeckt, kannst du ja woanders essen gehen! Missverständnis: Situation 2 Eine junge Frau sitzt im Wohnzimmer. Ihre Kollegin sitzt neben ihr. Das Fenster ist geöffnet. Auf einmal sagt die Kollegin: „Irgendwie ist mir kalt! Die andere Frau antwortet nur: „Findest du? Nun ist die Kollegin sauer. Missverständnis: Situation 3 Eine junge Frau sitzt am Steuer eines Autos. Ihr Freund sitzt daneben und sagt: „Fahr doch bitte ein bisschen vorsichtiger. Die Frau macht ein gereiztes Gesicht und sagt: „Bin ich am Fahren oder du?! Missverständnis: Lösungen Situation 1 Der Mann wollte nur fragen, ob Lauch in der Sauce sei und die Frau hat das als Anzweiflung ihrer Kochkünste verstanden. Sie hat die Nachricht nicht sachlich, sondern persönlich auf der Beziehungsebene aufgefasst. Situation 2 Die Kollegin wollte mit ihrer Aussage „Irgendwie ist mir kalt! andeuten, dass die Frau das Fenster schliessen soll. Die Frau hat die Aussage nicht als Appell sondern als sachliche Aussage aufgefasst und deshalb ist die Kollegin nun wütend. Situation 3 Der Freund wollte mit seiner Aussage lediglich sagen, dass er sich unwohl fühlt, wollte aber den Fahrstil seiner Freundin nicht kritisieren. Sie hat die Aussage „Fahr doch bitte ein bisschen vorsichtiger. persönlich genommen und fühlte sich angegriffen. Die Art, wie wir Nachrichten empfangen Ich- und DuBotschaften Auftrag: Schaut euch dieses Video an: vx8NoifO54wA Was ist schief gelaufen bei der Diskussion? Schaut euch nun dieses Video an: Was läuft nun besser in der Diskussion? Merke: Du-Botschaften Wenn ich über eine andere Person eine Mitteilung mache eine DuBotschaft. Beispiel: „Du bist schuld. „Immer lässt du deine Kleider rumliegen. „Du hörst mir ja gar nicht zu. Du-Botschaften urteilen, werten oder demütigen den Gesprächspartner. Diese drängen den Gesprächspartner in eine Verteidigungshaltung. Die Kommunikation ist dadurch gestört. Beispiel: Bedürfnis der Mutter: Sie möchte Ruhe haben. Dies kann sie ihrem Kind auf zwei Wegen mitteilen Du-Botschaft: Kind entschlüsselt: „Du gehst mir auf die Nerven. „Ich bin der Mutter lästig, sie will mich nicht. Ich-Botschaft: Kind entschlüsselt: „Ich bin sehr müde. „Mutter ist müde. Botschaften können eine katastrophale Wirkung haben: Der Gesprächspartner fühlt sich abgelehnt. Der Gesprächspartner fühlt sich verurteilt. Der Gesprächspartner verliert an Selbstachtung. Du- Hinter Beleidigungen steckt mehr Ich-Botschaften vermeiden Streit Rette die Situation Jakob ärgert sich 1. Warum ärgert sich Jakob? . . . 2. Darf Jakob wirklich? Hat er eine Wahl? . . . 3. Jede Aussage enthält vier Ebenen. Auf welche reagiert Jakob derart wütend? Erkläre! . . . 4. Auf welcher Ebene schlägt er mit seiner Aussage zurück? . 5. Stell dir die Reaktion der Lehrerin vor wenn sie aktiv genau zuhört. wenn sie nicht aktiv zuhört. 6. Erfinde eine mögliche Reaktion der Lehrerin! Aktives Zuhören ist wichtig Aktives Zuhören bedeutet. Übung aktives Zuhören Strategien fürs Zuhören dem Zuhören Fragen lesen sich konzentrieren Klären: Nach welchen Informationen muss ich suchen? Unklarheiten klären Vermutungen für Antworten oder Aussagen machen Was weiss ich bereits über das Thema? - - . dem Zuhören hinhören und sich einen Überblick verschaffen gut zuhören, gezielt auf Informationen achten gut hinsehen (falls es ein Film oder eine Aufführung ist) Notizen machen Fragen beantworten (wenn bereits möglich) vielleicht Fragen überspringen Wesentliches von Unwesentlichen unterscheiden W-Fragen beantworten: Wer? Wie? Was? Wo? Warum? Wann? - - dem Zuhören Notizen zu Sätzen ausformulieren Informationen zusammenfassen Wortschatz erweitern: nicht verstandene Wörter klären Fragen beantworten Frage nochmals durchlesen und Antwort überprüfen falsche Antworten korrigieren mit anderen über Thema/Antworten austauschen Inhalte oder Antworten präsentieren - - Wozu aktiv zuhören? Folgende Tabelle zeigt dir, wie der Hörer aktiv zuhören kann und wozu er es einsetzen kann. Weiter gibt sie dir Informationen, wie sich der Sprechende fühlt, wenn sein Gegenüber aktiv zuhört. Wie zuhören? Wozu braucht der Hörer das aktive Zuhören? Wie fühlt sich der Sprecher? Ermuntern Interesse bekunden Cool, dass du am Samstag gekommen bist! Achtung: Nicht zu stark ermuntern, sonst fühlt sich der Sprecher nicht ernst genommen. Wiederholen Das war also letzten Samstag Achtung: Nicht zu oft wiederholen, sonst fühlt sich der Sprecher veräppelt. Nachfragen Was ist denn genau am Samstag passiert? Achtung: Nicht zu oft nachfragen, sonst fühlt sich der Sprecher nicht verstanden. Gefühle des Sprechers erfassen Der Samstag war ein in trauriger Tag für dich. Achtung: Die Gefühle nicht zu stark betonen, sonst verliert das Gespräch an Sachlichkeit. Zusammenfassen Nachdem das am letzten Samstag passiert ist, bist du gekommen. Es war für dich ein trauriger Tag. Achtung: Erst am Ende zusammenfassen, sonst wird das Gespräch unstet. Lösung: Wozu aktiv zuhören? Wie zuhören? Ermuntern Interesse bekunden Dass du am Samstag gekommen bist, ist super! Wiederholen Das war also letzen Samstag Nachfragen Wie kam es letzen Samstag zu diesem Vorfall? Gefühle des Sprechers erfassen Der Samstag war ein trauriger Tag für dich. Zusammenfassen Nachdem am letzen Samstag dieser Vorfall passiert ist, bist du gekommen. Es war für dich ein trauriger Tag. Wozu braucht der Hörer das aktive Zuhören? will dass der Sprecher weiter spricht will den Sprecher ermutigen will mehr erfahren bestä fühlt - wird Achtung: Nicht zu stark ermuntern, sonst fühlt sich - das Gesagte noch einmal betonen fühlt - Wortwahl des Sprechers verwenden fühlt - will nochmals ein Thema aufgreifen erwec Hörer Achtung: Nicht zu oft wiederholen, sonst fühlt sich de möchte etwas nochmals erklärt haben erken möchte etwas genauer wissen fühlt - möchte Interesse am Gespräch zeigen hat si gibt sic spreche Achtung: Nicht zu oft nachfragen, sonst fühlt sich der will zeigen, dass er sich in die Gefühle des merkt Sprechers versetzen kann fühlt - will beim Sprecher vertrauen erwecken wird - will seine Einschätzung des Sprechers prüfen Achtung: Die Gefühle nicht zu stark betonen, sonst - will noch einmal den Inhalt des Gesprächs hört verdeutlichen Gesprä prüft ob er den Sprecher richtig verstanden hat ei hat Gesprä wieder Achtung: Erst am Ende zusammenfassen, sonst wird Ja – Nein –Fragen gehen gar nicht Auftrag: Ihr erhaltet zu zweit je ein Kärtchen. Stellt einander 1. Wohnst du in Zweisimmen? abwechslungsweise eine Frage vom Blatt. Achtung: Es ist 3. Hörst du gerne Musik? verboten mit JA oderist NEIN zu antworten. Ziel der antwortenden 5. Dein Traumberuf Friseurin? 7. Gehst du imGespräch Sommer gerne Person ist, das amschwimmen? Leben zu halten, so dass keine 9. Tanzt du gerne? peinliche entsteht. Werimschafft dies am Geschicktesten? 11. DuStille hast dich für die Lehre Altersheim entschieden? 13. 15. 17. 19. Wie fü Hast du bereits eine Stelle zum Schnuppern gefunden? Wurde das richtig gerechnet? 9 8 72 Ist deine Augenfarbe braun? Wärst du bereit, wenn du in der Lehre bist, Überstunden zu machen? 2. 4. 6. 8. 10. 12. 14. 16. 18. 20. Bist du 14 Jahre? Helene Fischer ist deine Lieblingsmusikerin? Hast du eine Katze? Eis isst du für dein Leben gern, ist das richtig? Du liest gerne, stimmts? Gehst du gerne Snowboarden im Winter? Schaust du dir öfters Fussballspiele am Fernsehen an? Ist Mailand die Hauptstadt von Italien? Hast du schon eine fixe Lehrstelle? Gehst du oft in den Europark einkaufen? Metakommunika tion Auftrag: Denk an ein Gespräch, dass dir unter die Haut gegangen ist und mach dir danach zu folgenden Punkten einige Notizen: Wie habe ich mich während dieses Gesprächs gefühlt? Warum hatte ich diese Gefühle? Wusste ich während dieses Gespräches eigentlich genau, was ich sagen wollte? Und konnte ich dies rüberbringen? Was hätte ich im Klartext am liebsten gesagt? Was hat mich daran gehindert? Was möchte ich jetzt, nach dem Gespräch, noch gerne loswerden? Wie hat sich die andere Person im Gespräch wohl gefühlt und warum hat sie wohl so reagiert?