Arbeitsblatt: Bildbeschreibung Auftrag
Material-Details
Mit Beispielen
Deutsch
Texte schreiben
8. Schuljahr
5 Seiten
Statistik
169350
1589
21
01.03.2017
Autor/in
Jos (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Deutsch: Bildbeschreibung AB 5.1 Aufrag Bildbeschreibung Sieh dir das Bild (Foto, Zeichnung. Gemälde, . ), das du beschreiben sollst, genau an, ehe du mit der Beschreibung beginnst. Das Wesentliche, der Kern des Bildes, wird dir bald klar werden. Aber auch scheinbar Nebensächliches musst du beachten. Die Beschreibung, kannst du darin wie folgt aufauen: Einleitung (wie die Einleitung einer Inhaltsangabe) Art des Bildes (Foto . Künstler (Name . ), Bildttel (wenn bekannt), Bildinhalt in einem ersten Überblick. Haupteil Einzelheiten des Bildes in ihrer Beziehung zueinander und in einer sinnvollen Reihenfolge. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder behandelst du zuerst den Kern ausführlich und gehst dann auf das weniger Wichtge ein, oder du gehst vom unwichtgen aus und arbeitest dich zum Wesentlichen vor. Bei der Nennung der Einzelteile des Bildes ist es notwendig ihre Lage im Bild anzugeben: oberer, unterer, rechter, linker Bildrand obere, untere, rechte, linke Bildhälfe Vordergrund, Mitelgrund, Hintergrund Wichtg ist auch, aus welcher Perspektve das Bild dargestellt ist: Vogelperspektve (von oben) Froschperspektve (von unten) Normalperspektve (gleiche Höhe) Schluss: Welche Absicht hat der Künstler? Welche Wirkung hat das Bild auf mich Welche Wirkung hat das Bild vermutlich auf andere Menschen? Checkliste: Einleitung Was zeigt das Bild? Welche Art Bild ist es? Hintergrund Gebäude, Natur, Personen, Farben Stmmung: Was drückt sie aus? Vordergrund Was ist zu sehen? Was denkst du, wird hier dargestellt? Was geht wohl in den Menschen vor? Beschreibung von Details Aussehen, Körperhaltung, Gedanken, Gefühle Bezug zum Thema Abschluss Was denkst du darüber? – Was wäre ein passender Titel? Beispiel: Bildbeschreibung Gibraltar Diese Zeichnung aus einem Erdkundebuch zeigt uns den Felsen von Gibraltar. Der Felsblock in einer Meerenge fällt auf der linken Seite steil ab, während er nach rechts sanf ausläuf und eine Landzunge bildet, auf der ein kleines Hafenstädtchen mit niedrigen Häusern liegt. Über eine Landbrücke erreicht man das Festland, das dicht bewaldet ist und tropische Kakteenarten zeigt Am rechten Bildrand erhebt sich eine verlassene Burgruine. Links davon führt ein Weg von der Küste steil bergan, Auf ihm treibt ein Bauer ein Ochsengespann an, das einen zweirädrigen Karren mit einem großen Weinfass zieht. Eine Frau mit einem Wasserkrug auf dem Kopf geht nebenher. Der linke Bildrand wird durch eine riesige Korkeiche begrenzt. Zwei Arbeiter schälen diese Eiche mit Äxten und Brecheisen und rollen die abgelösten Rindenteile in Ballen zusammen. Im Hintergrund, gar nicht so weit enternt, zieht sich die felsige Küste Afrikas hin. Beispiel: Gerhard Marcks: Nächtliche Fahrt Der schwarzweiße Holzschnit von G. Marcks zeigt ein Segelschif mit vier Mann Besatzung, das über ein vom Mond beschienenes Meer ruhig dahin gleitet. Der Horizont teilt das Bild in zwei Abschnite, unten zum größeren Teil das Meer, oben zum kleineren Teil der Himmel. Von der noch erkennbaren vollen Größe der Mondscheibe erscheint nur eine Sichel, welche die ungewöhnliche Form einer Schale oder einer Wiege hat. Ruhig verbreitet diese Mondsichel ihr Licht in einem breiten Lichtstrahl über das Wasser hin. Dort fährt ein langes- dunkles Boot gerade aus dem Lichtstrahl heraus. Zwei Männer sitzen auf dem vom Mond beschienenen Teil des Bootes, während zwei andere schon in die Dunkelheit eingetaucht sind- Das Dreieckssegel des Bootes, sichelförmig gebogen, treibt das Boot vorwärts. Die Linienführung des Bildes ist aufällig. Es gibt ruhige und unruhige Flächen. Ruhig wirken die Mondsichel, der in feinen waagerechten Strichen angedeutete Dunstschleier des Himmels, das Boot, die vier Männer auf ihm, das Segel, das durch ebenso waagerechte Linien angedeutet ist wie der Himmel. Unruhig wirken dagegen die leichten Wellen des Meeres. Mit den ruhigen und unruhigen Flächen vermischen sich helle und dunkle Flächen. Der helle Mond auf dem ruhigen Himmel, der helle Lichtstrahl auf dem unruhigen Meer. Der schwarze Schifsrumpf durchquert das unruhige Meer. Die Männer häten wohl Grund, das Gefährliche der Fahrt zu spüren. Aber es wirkt doch beruhigend, dass zwei von ihnen im Licht sitzen und dass das helle Segel bis in die ruhige Fläche des Himmels hineinragt. Die Bedrohung des Menschen wird klein angesichts des ruhigen milden Mondlichtes. Beispiel: Thermometer Das Thermometer besteht aus einem etwa 15 cm langen, 3 cm breiten und 1 ein dicken Holzbret, welches hinten roh und vorne in Holzfarbe lackiert ist. Auf dem Holzbret ist eine etwa 11 ein lange Glasröhre mit einer Metallklemmen befestgt. Unten ist die Glasröhre kugelförmig erweitert. Die nach oben führende Kapillarröhre ist am Ende zusammengeschmolzen und zu einem Dorn umgebogen, der in eine Vertefung des Holzbretes eingreif. Damit ist die Röhre gegen Verrutschen gesichert. Die untere Glaskugel ist mit einer roten Flüssigkeit gefüllt, die sich bei Wärme wie Quecksilber ausdehnt und in der Kapillarröhre aufsteigt. Diese Kugel ist mit einem kleinen Schutzgiter gegen Stoß gesichert. Links und rechts der Glasröhre ist eine Maßeinteilung aufgezeichnet. Links führt die Gradeinteilung mit roten Strichen und Zahlen von der Nullmarkierung an abwärts bis zu minus 30 Grad Celsius. Rechts geht die Gradeinteilung in schwarzen Strichen und Zahlen von der Nullmarkierung an aufwärts bis zu plus 50 Grad Celsius. Beide Gradeinteilungen gehen jeweils in Zehnerschriten vor. An der Rückseite der Holzleiste dient ein kleiner Aufänger dazu, das Thermometer an einer Zimmerwand aufzuhängen. Beispiel Das Bild ist insgesamt mit maten und abgeschwächten Farben gestaltet, rechts im Vordergrund herrschen eher helle Matgelb- und Rotöne vor, links im Hintergrund dunkle Schwarz- und Grautöne. Das Licht fällt vielleicht durch ein Fenster, das oben links im Bild sein müsste, auf die Dame, auf die Rückenlehne von dem Stuhl und auf den Tisch. Links im Hintergrund ist die dunkelste Ecke des Bildes. Die etwas rundliche Frau im Zentrum von der man die Beine nicht sieht hat sich mit leicht gekrümmtem Rücken auf einen Stuhl niedergelassen. Die Dame streckt den Kopf leicht vor, es wirkt, wie wenn sie genussvoll den Duf des Tees einatmet. Ihr linker Arm ist auf dem Tisch rechts im Bild abgelegt, mit der rechten Hand hält sie zierlich den Teelöfel und rührt um. Beide Ellenbogen sind abgewinkelt. Das gelockte kurze Haar der Dame ist schon grau, daraus lässt sich schließen, dass sie etwas älter ist. Sie hat eine spitze Nase und ein Doppelkinn, die Augen sind geschlossen, die Augenbrauen hochgezogen. Fast sieht sie aus, als ob sie meditert. Die Dame ist bekleidet mit einem schwarz-weiß gestreifen Kleid aus dickem, schweren Stof, das ihre Rundlichkeit noch unterstreicht. Um die Schultern gelegt und um die Hüfe gebunden hat sie sich einen schwarzen Umhang mit blauer [durch Kopierfehler unlesbar] oder ein Tuch, das sich links kaum vom dunklen Hintergrund abhebt. An den Handgelenken sieht man Rüschen hervorschauen. Auf dem Kopf ist die Frau bedeckt mit einer weiss-blaufarbenen Haube, die aber ihren Hinterkopf freilässt. Das alles lässt darauf schließen, dass die Dame eine Person aus gehobener Schicht, vielleicht sogar eine Adelige ist. Rechts im Hintergrund befndet sich der wuchtge, große rote Tisch. Eine Schublade ist leicht geöfnet. Auf ihm sind die dunkelrote, fast schwarze Kanne Tee und die mit Malereien verzierte Tasse samt Untertasse abgestellt. Da es aus der Tasse Tee noch heraus dampf, lässt darauf schließen, dass die Adelige noch nicht lange hier sitzt. Von dem Stuhl links im Vordergrund sieht man nur die Rückenlehne. Diese sieht aber dennoch elegant aus, da sie mit drei Holzbögen unterteilt ist. Den Hintergrund kann man nicht richtg erkennen. Der Gesamteindruck des Gemäldes vermitelt eine ruhige und ofene Stmmung; wer möchte nicht gerne mit der Dame tauschen und sich von einem anstrengenden Tag erholen?