Arbeitsblatt: Hochzeitbräuche in verschiedenen Kulturen

Material-Details

Verschiedene Infotexte für eine Plakatgestaltung durch die SuS
Lebenskunde
Feste / Traditionen
8. Schuljahr
13 Seiten

Statistik

172120
299
3
30.05.2017

Autor/in

LULU (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Hochzeit in der Schweiz Im Jahr 2016 haben in Schweiz rund 40 000 Paare geheiratet. Für die meisten von ihnen gehörte der Tag ihrer Hochzeit zu den wichtigsten Ereignissen in ihrem Leben. Schließlich besiegeln sie mit dem gegenseitigen JaWort ihre Liebe und versprechen sich nicht weniger als ein gemeinsames Leben. Mit einer Hochzeit sind einige Rechte und Pflichten verbunden. Bevor die Ehe amtlich wird, müssen Paare nach dem Schweizer Eherecht einige Voraussetzungen erfüllen: 1. 2. 3. 4. 5. Allein durch das JaWort auf dem Standesamt fühlen sich viele Paare aber noch nicht richtig verbunden. Sie möchten ihre neue Lebensgemeinschaft mit dem Segen ihrer Religion beginnen. Dafür hat jede Glaubensgemeinschaft ihre eigenen Rituale. Jüdische Heirat Seid fruchtbar und mehret Euch und füllet die Erde – dieser Satz aus dem 1. Buch Mose ist eine wichtige Grundlage der jüdischen Religion und der jüdischen Gesellschaft. Ein eheloser Mensch gilt als unvollkommen. Es ist ein göttliches Gebot, durch Nachkommen für den Fortbestand des Glaubens und für den Fortbestand der Menschheit zu sorgen. Juden sehen die Ehe als eine heilige Institution von höchster Bedeutung. Dementsprechend feierlich gestalten sie die Zeremonie, Abbildung 1: Eine traditionelle jüdische Hochzeit dementsprechend fröhlich und zum Teil sehr ausgelassen feiern sie anschließend. Äußerst wichtig ist dabei die Pflege althergebrachter Bräuche und Riten. Keine Hochzeit am Sabbat Hat sich ein Paar gefunden, dass nach den strengen Regeln der jüdischen Religion heiraten möchte, muss erst einmal ein passender Hochzeitstermin gefunden werden. Dabei muss das Paar berücksichtigen, dass es aus religiösen Gründen an einigen Tagen nicht heiraten kann. So ist es zum Beispiel nicht statthaft, an einem Sabbat, also an einem Samstag, zu heiraten. Er ist der Tag der Ruhe, auf dessen Einhaltung streng geachtet wird. Auch bestimmte jüdische Fest, Gedenk und Fastentage kommen nicht in Frage. Viele Juden heiraten traditionell gerne an einem Dienstag, weil in der Bibel gerade diesem Schöpfungstag eine besondere Bedeutung zukommt. Das dem Dienstag entsprechende Bibelzitat Gott sah, dass es gut war, soll auch für die Ehe Geltung haben. Bevor die Hochzeit nach jüdischem Ritual vollzogen werden kann, muss vom zuständigen GemeindeRabbiner geprüft werden, ob nicht bestimmte Ehehindernisse gegen die Heirat sprechen. Die Braut (kalla) und der Bräutigam (chatan) dürfen nicht miteinander blutsverwandt oder verschwägert sein. Auch eine noch verheiratete Frau, ohne gültige jüdische Scheidung, darf nicht heiraten. Verlobung mit Ring und Wein Wie in anderen Kulturkreisen und Religionen wird auch die jüdische Hochzeit als Übergangsritus angesehen, bei dem der Wechsel von einer Lebensphase in eine andere gefeiert wird. Die Juden sehen in der Eheschließung den Beginn einer Reise. Die eigentliche Hochzeitszeremonie besteht aus zwei Teilen und wird oft im Freien abgehalten, denn es ist wichtig, Gottes Segen ungehindert empfangen zu können. Wird die Trauung streng nach der Tradition der orthodoxen Juden zelebriert, tragen Braut und Bräutigam ein weißes Kleid. Das Gesicht der Braut ist zudem mit einem Schleier verhüllt. Auch im jüdischen Glauben steht die Farbe Weiß für Reinheit und Unschuld. Beide treten unter einen verzierten Baldachin (Chuppa) aus Samt oder Seide, der von vier Stangen gehalten wird und der an die biblischen Zeiten erinnern Abbildung 2: Heirat in der soll, in denen die Israeliten noch in Zelten wohnten. Ein Rabbiner Synagoge leitet die Hochzeit. Er ist Prediger und Seelsorger einer jüdischen Gemeinde und tritt ebenfalls unter die Chuppa. Zunächst erfolgt die Heiligung (Kidduschin) und die Angelobung (Erussin). Der Rabbiner spricht den Segen über einen mit Wein gefüllten Becher, aus dem beide Brautleute trinken. Dann steckt der Bräutigam der Braut einen Ring an den Zeigefinger der rechten Hand und spricht die Worte: Durch diesen Ring seiest Du mir angelobt entsprechend dem Gesetz von Moses und Israel. Ehevertrag regelt die Partnerschaft Nach dieser feierlichen Zeremonie verliest der Rabbiner den auf aramäisch verfassten Ehevertrag (Ketuba). Aramäisch war neben dem Kanaanäischen die zweite wichtige Kultursprache der semitischen Stämme. Älteste Inschriften datieren auf das 9. Jahrhundert vor Christus. Aramäisch war auch die Sprache Jesus. In diesem Vertrag verpflichtet sich der Ehemann, seine Frau zu ehren, für ihre Kleidung zu sorgen, sie zu ernähren, aber auch ihre sexuellen Bedürfnisse zu beachten und zu befriedigen. Eine Art Beischlafverpflichtung also. Kommt er einem dieser Punkte während der Ehe schuldhaft nicht nach, stellt das nach den jüdischen religiösen Statuten einen Scheidungsgrund dar. Dieser Ehevertrag enthält aber auch eine Regelung, die eine finanzielle Versorgung der Frau nach dem vorzeitigen Ableben des Ehemanns vorsieht. Sollte die Frau jedoch die Scheidung schuldhaft verursacht haben, dann erlöschen ihre finanziellen Ansprüche aus der Ketuba. Bei der Eheschließung müssen zehn erwachsene jüdische Männer anwesend sein. Ein weiterer wichtiger Punkt, denn nach der Verlesung der Ketuba müssen sie auch als Zeugen unterschreiben. Glückwünsche mit Masel Tow und Reis Es folgt nun die eigentliche Heirat (Nissuin), die Besiegelung der soeben erfolgten Verlobung. Der Rabbiner verliest sieben HochzeitsSegenssprüche und das Brautpaar trinkt wieder einen Schluck Wein aus dem Ehebecher. Am Ende dieser Zeremonie zertritt der Bräutigam mit dem Fuß ein Weinglas. Ein Brauch, der an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem im Jahre 70 nach Christus erinnern soll. Nach der Trauungszeremonie Abbildung 3: Scherben bringen Glück genießt das frischvermählten Brautpaar erst einmal eine kurze Zeit der Ruhe und Zweisamkeit. Dann beginnen die Hochzeitsfeierlichkeiten zunächst mit einem Festmahl, während dem die Gäste immer wieder Tischgebete sprechen. Einem Gebot folgend, dass sich Braut und Bräutigam erfreuen sollen, folgt auf das Festmahl eine meist sehr ausgelassene Feier, mit Musik und Tanz. Die Hochzeitsgäste wünschen dem Paar viel Glück – Masel Tow – und bewerfen es mit Reis und Walnüssen. Beides sind Symbole der Fruchtbarkeit. Heirat im Christentum Christen versprechen sich vor dem Traualtar Liebe und Treue bis zum Tod. Für Katholiken besiegelt die kirchliche Hochzeit sogar erst das JaWort auf dem Standesamt. Für eine Hochzeit ist die Kirche meist mit weißen Blumen und grünen Kränzen oder Girlanden geschmückt. Das Brautpaar und die Gäste sind oft sehr festlich gekleidet. Viele christliche Bräute tragen auch heute noch ein weißes Kleid, nach alter Tradition sogar mit Schleier, Schleppe und unzähligen Spitzen und Rüschen. Dazu ihre schönste Kette und Blumenschmuck. Weiß ist die Farbe der Unschuld. An ihrer Seite stand der Bräutigam früher immer im eleganten Anzug oder sogar Smoking mit weißem Hemd. Das ist auch heute noch häufig so, manchmal aber auch ganz anders. Mucksmäuschenstill wird es in der Kirche, wenn sich das Brautpaar das JaWort und sein Versprechen gibt: . von diesem Tag an will ich dich nach Gottes Gebot lieben und ehren, an guten wie an schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis dass der Tod uns scheidet. So beginnt in der Kirche jede christliche Ehe. Dann wechseln Braut und Bräutigam die Ringe und der Pastor segnet das Paar. Während einer christlichen Hochzeit sprechen alle gemeinsam das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Außerdem singen Gäste und Gemeinde einige Lieder meistens zur Orgel, manchmal auch zu anderen Instrumenten. Der Pastor oder die Pastorin hält eine kleine Predigt. Häufig tragen auch andere Gemeindemitglieder oder Freunde des Paares in der Kirche etwas zur Hochzeit bei. Was geschieht bei einer kirchlichen Hochzeit? Wenn ein Paar in der Kirche vor den Traualtar tritt, dann fragt der Pfarrer nacheinander Mann und Frau: „Willst du diese Frau als deine Ehefrau aus Gottes Hand annehmen, sie lieben und ehren, in guten und bösen Tagen sie nicht verlassen und allezeit die Ehe mit ihr nach Gottes Willen führen, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe! „Willst du diesen Mann als deinen Ehemann aus Gottes Hand annehmen, ihn lieben und ehren, in guten und bösen Tagen ihn nicht verlassen und allezeit die Ehe mit ihm nach Gottes Willen führen, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe! Wenn beide mit „Ja, ich will antworten, sind sie vor Gott Mann und Frau. Als Zeichen der Liebe und der Treue tauschen dann beide die Ringe. Ehe und Familie im Christentum Ehe und Familie spielen im Christentum eine große Rolle. Immerhin richten sich drei der Zehn Gebote direkt an Paare und Kinder. Und für Katholiken ist die Ehe sogar ein Sakrament. Katholiken sind nach ihrem Glauben erst dann verheiratet, wenn ihnen der Priester den Segen gegeben hat. Das JaWort vor dem Standesamt alleine zählt eigentlich nicht. Früher nahmen es fast alle Christen damit ganz genau. Heute leben aber auch immer mehr Katholiken schon vor der Ehe als Partner zusammen. Fremdgehen ist allen Christen verboten. Du sollst nicht ehebrechen, erklärt das Sechste Gebot beiden Partnern. An die Kinder richtet sich das Vierte Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Damit ist gemeint, dass du deinen Eltern mit Respekt begegnest, dich am Familienleben beteiligst und dort auch Aufgaben übernehmen sollst. Das gilt auch noch, wenn du längst eine eigene Familie hast und deine Eltern vielleicht auf deine Hilfe angewiesen sind. Eine christliche Familie sollte also ein Ort sein, an dem Menschen gemeinsam ihr Leben organisieren und sich gegenseitig helfen. Sehr oft hängt auch der Alltag einer christlichen Partnerschaft jedoch davon ab, in welchem Land und in welcher Kultur die Familie lebt. Darf ein Christ Andersgläubige heiraten? Auf dem Standesamt kann in Deutschland jeder Mensch jeden Menschen heiraten. Das gilt auch für Frauen und Männer untereinander. Voraussetzung ist nur, dass beide Partner volljährig, mit der Eheschließung einverstanden und mit niemand anderem verheiratet sind. Ein evangelischer Christ darf in der Kirche auch einen Partner heiraten, der einem anderen oder gar keinem Glauben angehört. Diese Feier verläuft etwas anders. Sie heißt auch nicht „Kirchliche Trauung, sondern „Gottesdienst zur Eheschließung. Katholiken benötigen eine Zustimmung des Bischofs, wenn sie mit einem Partner vor den Traualtar treten möchten, der kein Christ ist. Ein evangelischer Christ darf eine katholische Christin in der Kirche heiraten. Umgekehrt natürlich auch. Pfarrer beider Konfessionen gestalten dazu eine gemeinsame Feier. Sie heißt ökumenischer Gottesdienst. Konfessionen heißen die christlichen Glaubensrichtungen. Heirat im Islam Die Hochzeit ist für viele Muslime eines der wichtigsten Feste in ihrem Leben. Ganz wichtig: Vor der Zeremonie und dem großen Fest müssen beide Partner vor Zeugen erklären, dass sie mit der Eheschließung einverstanden sind. Das wird in einem Vertrag besiegelt meistens vom Imam. Dem Vertrag müssen auch die Familien des Brautpaares zustimmen. Manchmal haben sie das Paar auch zusammengebracht. Nach der Unterzeichnung des Vertrages wird gebetet und alle Besucher lesen die Sure AlFatiha. Sie ist eine besondere Sure am Anfang des Koran und wird zu verschiedenen Anlässen und in jedem Gebet gesprochen. Einen eigenen Hochzeitsspruch gibt es nicht. Die Braut erhält zur Hochzeit eine Brautgabe. Sie heißt Mahr. Das kann ein schlichter Ring sein, aber auch sehr viel Geld. In den einzelnen Ländern unterscheiden sich die Hochzeitsfeste sehr voneinander. Arabische Muslime feiern zum Beispiel ganz anders als muslimische Familien aus Indonesien oder aus der Türkei. So beginnt die Hochzeit für manche Muslime mit einer HennaNacht, in der die Braut wunderschöne Muster mit Henna auf die Hände oder Füße gemalt bekommt. In anderen Ländern feiern Männer und Frauen getrennt voneinander. Überall geht es sehr fröhlich und festlich zu und natürlich gibt es auch ein leckeres Essen. Voraussetzungen für eine muslimische Hochzeit Zwar gelten verschiedene Regeln für eine muslimische Hochzeit, einen allgemeingültigen Ablauf gibt es dafür allerdings nicht. Zu unterschiedlich sind die verschiedenen Traditionen, die vom Heimatland und dem kulturellen Hintergrund des Brautpaares abhängen. Grundvoraussetzung für eine muslimische Heirat ist, dass der Mann dem muslimischen Glauben angehört. Die Frau darf einem anderen Glauben angehören, sofern dieser auf monotheistischen Prinzipien beruht wie der christliche oder der jüdische Glaube. So muss die Braut zwar nicht zum Islam konvertieren, sie verpflichtet sich aber dazu, ihre Kinder nach muslimischer Tradition zu erziehen. Traditionelle muslimische Hochzeit: Zeremonie und Ablauf Bei einer muslimischen Eheschließung verpflichtet sich der Bräutigam, für seine Frau und seine Kinder zu sorgen. Ist es für die Frau die erste Eheschließung, muss Ihr Vater sein Einverständnis geben, wie das Islamische Zentrum Hamburg auf seiner Website berichtet. Am Vorabend der Hochzeit werden in vielen islamischen Kulturen, etwa in Marokko, Afghanistan oder der Türkei, Hände und Füße der Braut mit Henna (siehe Bild rechts) bemalt. An diesem Abend feiern die meisten Frauen allein, die Braut trauert symbolisch über ihren Abschied von ihrer Familie. Je nach Kultur und Region können die Feierlichkeiten um die Hochzeit bis zu einer Woche dauern. Der Ablauf sieht zumeist vor, dass nach der standesamtlichen Trauung die muslimischen Feierlichkeiten in einer Moschee oder in einem Hochzeitssaal stattfinden. In einigen Gegenden, etwa in bestimmten Regionen des Iran, Afghanistans und SaudiArabiens, feiern Männer und Frauen getrennt. Das Paar wird von den zumeist zahlreichen Gästen reich beschenkt, oft mit Goldschmuck, der häufig in einer Art Geschenkeschau gezeigt wird. Nach der Hochzeitsnacht überreicht der Mann seiner Frau die Morgengabe: Sie besteht aus Geld und Sachwerten und gilt als finanzielle Absicherung. Islamische Ehe in Afghanistan: Lange Vorbereitungen In vielen islamischen Kulturen ist die muslimische Hochzeit von langen Vorbereitungen geprägt – wie lang, das hängt nicht zuletzt auch von den finanziellen Möglichkeiten der Familie des Bräutigams ab. Beispielhaft sei hier der Ablauf einer traditionellen Hochzeit in Afghanistan grob und unvollständig skizziert. Dem Trauungsakt gehen beispielsweise zahlreiche Treffen verschiedener Familienmitglieder voraus. Das Ehepaar selbst lernt sich das erste Mal oft erst kurz vor der Hochzeitszeremonie kennen, berichtet die Islamische Zeitung. Vorher findet ein reger Austausch von Geschenken statt und eine Reihe traditioneller Rituale prägen den Ablauf. Dazu gehört unter anderem auch die HennaNacht am Abend direkt vor der Hochzeit. Hier findet auch die erste Begegnung der zukünftigen Eheleute statt. Beim eigentlichen Trauungsakt (Aina Moshaf) einer muslimischen Hochzeit in Afghanistan werden die Eheleute in einen Schal gehüllt und blicken anschließend die Reinheit symbolisierend gemeinsam in einen Spiegel, um dann aus dem Koran zu rezitieren. Der Ablauf sieht weiter vor, dass das Paar selbst gemachte Desserts austauscht. Die Morgengabe wird durch die Eltern der Braut dargebracht. Etwa eine Woche später bringen Freunde und Verwandte zum sogenannten «Takht Dschami» Geschenke für das verheiratete Paar, womit die Zeremonien ihr Ende finden. Heirat im Buddhismus, Hinduismus und BahaiReligionen Heiraten im Buddhismus Auch der Buddha hielt ein Ehe und Familienleben für wichtig, ein großes Hochzeitsfest dagegen nicht. Im Gegensatz zu fast allen anderen Religionen heiraten Buddhisten oft schlicht und einfach auf dem Standesamt. Eine Zeremonie ihrer Religion gibt es nicht. Manche Paare folgen jedoch dem vermutlich einzigen buddhistischen Hochzeitsbrauch: Sie lassen sich und ihre neue Lebensgemeinschaft im örtlichen Kloster segnen Abbildung 4: Buddhistische Segnung Heiraten in den BahaiReligionen Bahai heiraten oft sehr bescheiden. Offiziell gehören nur drei Dinge zur Hochzeit: Die Zustimmung der Eltern des Brautpaares, ein Vers und zwei Zeugen. Vor der Hochzeit müssen Braut und Bräutigam ihre Eltern fragen, ob sie mit der Wahl ihrer Partner einverstanden sind. Diese Auflage in der BahaiReligion soll die Familie zusammenschweißen. Haben die Eltern zugestimmt, sucht sich das Brautpaar selbst zwei Zeugen oder bittet den Geistigen Rat der Gemeinde, dies zu tun. Vor den Zeugen sprechen Braut und Bräutigam am Tag der Hochzeit folgende Worte: „Wahrlich, wir wollen uns alle an Gottes Willen halten. Und damit sind sie nach den Regeln der Abbildung 5: Der neunzackige Stern ist BahaiReligion auch schon verheiratet. Über die Art der Feier entscheidet das am häufigsten jedes BahaiPaar selbst. Manche laden viele Gäste zu einem großen benutzte Symbol der Hochzeitsfest ein. Andere beginnen den Start in ein neues Leben mit einerBahai bescheidenen kleinen Feier. Oder sie unternehmen gar nichts. Viele BahaiPaare feiern die Hochzeit mit den Mitgliedern ihrer BahaiGemeinde. Dabei sprechen sie auch Gebete, lesen heilige Texte oder machen Musik. Heiraten im Hinduismus Eine HinduHochzeit ist ein großes Ereignis. Aufwändig sind schon die Vorbereitungen. Vor allem der Körperschmuck der Frauen ist oft ein wahres Kunstwerk: Viele halten stundenlang still, um sich am Kopf und an den Händen mit roter HennaFarbe bemalen zu lassen. Dabei entstehen schöne und sehr verschnörkelte Muster. Am Festtag selbst trägt die Braut dazu oft ein reich verziertes Kleid aus rotem Stoff und kostbaren Schmuck. Der Bräutigam trägt einen weißen Anzug und einen Blumenkranz. Seine Familie begleitet ihn zum Haus der Braut. Dort begrüßt ihn seine künftige Schwiegermutter. Sie malt ihm einen Punkt auf die Stirn. Nach dem Glauben der Hindus bringt er Glück. Zur eigentlichen Hochzeitszeremonie kommt ein Priester. Er gehört zur Kaste der Brahmanen. Die Ehe ist geschlossen, wenn Braut und Bräutigam mit sieben Schritten ein heiliges Feuer umrundet haben. Nach der Hochzeit hoffen viele HinduPaare auf einen Sohn. Denn erst nach seiner Geburt erkennen die Großeltern ihre Schwiegertochter offiziell an. Und erst dann darf der junge Ehemann und Vater auf das Erbe seiner Eltern hoffen. In seltenen Fällen heiratet ein Mann noch eine zweite Frau. Das ist zum Beispiel dann erlaubt, wenn die erste Frau kein Kind bekommen kann. Nach alter Tradition darf eine Frau in den meisten Kasten kein zweites Mal heiraten. Das gilt sogar dann, wenn ihr Mann schon gestorben ist. Ehe und Familie im Hinduismus Hindus leben in der Ehe nur sehr selten gleichberechtigt. Nach alter Tradition wählen auch heute noch viele Hindu Eltern die Ehepartner für ihre Kinder aus. Sie müssen immer demselben Stand angehören. Eine Frau und ein Mann aus unterschiedlichen Kasten dürfen in der Regel nicht heiraten. Es gibt aber schon Ausnahmen. Bei der Auswahl der Ehepartner für ihre Kinder achten HinduEltern auf etliche Dinge. Dazu gehören zum Beispiel die Horoskope von Braut und Bräutigam, der Beruf und das Einkommen des Mannes und die Mitgift der Frau. Vor allem in Indien und anderen Ländern in Asien haben Frauen und Männer nach alter Tradition unterschiedliche Aufgaben in der Ehe. In der Regel verdient der Mann allein den Lebensunterhalt. Die Frau kümmert sich um den Haushalt und um die Kinder. Wenn eine Ehefrau ihren Aufgaben nicht nachkommt, darf ihr Ehemann sie verlassen. Das ist manchmal lebensgefährlich, denn ohne ihren Mann haben viele Frauen kein Geld, nichts zu Essen und kein Dach über dem Kopf. Selbst verdienen dürfen sie oft nichts. Auch der Tod des Ehemannes ist für viele HinduFrauen eine Katastrophe. Ohne die Unterstützung von Familienmitgliedern hat manch eine HinduWitwe auch heute noch kaum eine Überlebenschance. Das gilt vor allem in Indien auf dem Lande. In modernen Großstädten und in westlichen Ländern leben HinduFrauen inzwischen eigenständiger. Hochzeitsbräuche in der Türkei und in Brasilien Althergebrachte Bräuche und Riten für die Hochzeit gibt es schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar schon länger, kulturübergreifend auf der ganzen Welt. Die meisten Bräuche hatten zur Aufgabe Unglück und böse Geister von dem Brautpaar fernzuhalten. Gleichzeitig sollten sie auch Glück, Fruchtbarkeit und Wohlstand schenken. Ein Beispiel einer türkischen Hochzeit In der Türkei steht die Hochzeit für Neuanfang und Glück und ist eines der größten Ereignisse im Leben eines Türken. Auf Grund dessen zeigt man sich sehr großzügig bei der Ausrichtung der Hochzeitsfeier, die oftmals ganze drei Tage andauern und sehr exzessiv gefeiert wird. In reicheren Familien kann eine Hochzeitsfeier sogar einige Wochen andauern. Die enormen Kosten rücken in den Hintergrund, da sie meist von den Eltern des Brautpaares sowie der gesamten Familie übernommen werden. Heutzutage ist die Zwangsheirat in der Türkei nicht mehr üblich, wird aber in manchen türkischen Stämmen immer noch vollzogen. Eine türkische Verlobung läuft sehr traditionell ab. Die Eltern des Bräutigams erbitten einen Besuch bei den Eltern der Braut und äußern bei Tee und Gebäck den Heiratswunsch des Paares. Wenn die Brauteltern ihre Zustimmung für die Heirat erteilen, gratulieren sich alle gegenseitig und man steckt dem Paar die Ringe an. Die Ringe sind mit einer Seidenschnur miteinander verbunden, die schließlich von einem älteren Verwandten durchtrennt wird. Daraufhin findet eine Verlobungsfeier in traditionellem Rahmen statt, bei der die zukünftige Braut ein aufwändiges, helles Abendkleid trägt. Diese Feier findet meist in einem großen gemieteten Saal statt. Einen Tag vor der Hochzeit findet der sogenannte „HennaAbend statt, den die Brautleute getrennt voneinander feiern. Dieser Abend ist von Traurigkeit bestimmt das Singen trauriger Lieder soll den Abschied vom Elternhaus symbolisieren. Henna steht für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts und für eine glückliche Ehe. Die Braut wird an diesem Abend eine rote Decke über den Kopf gestülpt, damit niemand ihre Tränen sehen kann, während die Hochzeitsgäste versuchen die Hände der Braut mit Henna zu verzieren. Jedoch besagt der Brauch, dass die Braut hierfür ihre Hände nicht öffnen darf. Bevor die Feier endet, wird der Braut goldener Schmuck von der künftigen Schwiegermutter überreicht. Vor der Hochzeit muss der Bräutigam das Wohnzimmer und die Braut das Schlafzimmer und die Küche für das gemeinsame Eheleben zur Verfügung stellen. Ein weiterer traditioneller Brauch ist, dass in die gemeinsame Wohnung des Brautpaares zuerst der Koran, der den Glauben symbolisiert, ein Spiegel, der die Erleichterung symbolisiert, eine Kerze, die das Licht symbolisiert, Reis, das die Fruchtbarkeit und Segen symbolisiert und Zucker, der die Süße des Lebens symbolisiert, gebracht wird. Am Tag der Hochzeit wird auch der Ehevertrag unterschrieben und man sagt, dass derjenige, der während der Unterzeichnung des Vertrags den anderen zuerst leicht ans Bein tritt, in der Ehe die Hosen anhaben wird. Die Hochzeitsfeier, zu der oft mehr als 300 Hochzeitsgäste eingeladen sind, findet meist in einer großen Veranstaltungshalle statt. Die Braut trägt, wie in vielen anderen Ländern auch, ein weißes Brautkleid und um die Hüften ein rotes Satinband und einen Gürtel. Die Kosten für das Hochzeitskleid übernimmt immer der Mann. Die eigentliche Feier mit Musik und Tanz beginnt, nachdem das Brautpaar von den Verwandten mit Goldschmuck oder Geld beschenkt wurde. Die Geldgeschenke und der Schmuck werden ähnlich wie in Griechenland, dem Brautpaar an die Kleidung gesteckt bzw. übergehängt. Das Hochzeitsessen erfolgt meist in Form eines üppigen Buffets mit zahlreichen kulinarischen Spezialitäten aus der Türkei. Alkohol wird in der Regel nicht angeboten, was jedoch auch immer von der Strenge des Familienoberhauptes abhängt. Ein Beispiel einer brasilianischen Hochzeit In Brasilien wird der sogenannte „Chá de Panela (Junggesellinnenabschied) gefeiert. An diesem Abend entstehen gerne Erinnerungsfotos, die der Braut am nächsten Tag möglicherweise sehr unangenehm sein könnten. Abbildung 6: Ein brasilianisches Hochzeitspaar tanzen Capoeira Alkohol in rauen Mengen spielt dabei keine unwesentliche Rolle. Die eingeladenen Freundinnen beschenken die Braut mit kleinen und sehr gut verpackten Geschenken. Die Braut soll nun bei jedem Geschenk, meist Haushaltsgeräte, erraten, was sich darin befindet. Sollte sie den Inhalt erraten, darf sie das Päckchen ohne weiteres auspacken. Liegt sie aber dreimal falsch, muss sie ein Kleidungsstück ablegen und einen Schluck Alkohol trinken. So kommt vor, dass die Braut am Ende des Abends komplett nackt in der Runde sitzt und nur noch mit einer Schärpe mit der Aufschrift „Gut, dass du morgen heiratest bekleidet ist. Trotz alledem ist der Chá de Panela in Brasilien ein lustiger Mädelsabend, an den noch lange mehr oder weniger peinliche Fotos erinnern werden. Der „Chá de Bar (Junggesellenabschied) läuft recht traditionell ab. Seine Freunde beschenken den Bräutigam üblicherweise mit alkoholischen Getränken, die seine Hausbar komplettieren sollen. Wie in Deutschland ist es auch in Brasilien üblich, dass die Braut ein weißes Brautkleid und der Bräutigam einen schlichten Hochzeitsanzug tragen. Allerdings zieht sich das Brautpaar in verschiedenen Häusern um, da der Bräutigam seine Braut nicht vor der Trauung sehen darf. Traditionell schreitet die Braut am Arm ihres Vaters zum Altar, während die Blumenkinder Blumen streuen. Wenn es dann soweit ist, dass das Brautpaar die Kirche verlässt, werfen die wartenden Verwandte Reis auf die frisch Vermählten. Gefeiert wird in einem großen Saal, denn oft sind über 200 Gäste eingeladen. Für das leibliche Wohl sorgt in der Regel ein CateringService, das üblicherweise Truthahn serviert. Die Hochzeitstorte wird vom Brautpaar angeschnitten. Dabei schneiden sie die Torte nicht selten von unten nach oben, was symbolisieren soll, dass es im Leben von nun an bergauf gehen soll. Schließlich wird, wie in vielen anderen Ländern auch, der Brautstrauß geworfen. Es wird gesagt, dass die Fängerin des Straußes die nächste Braut sein wird. Die Hochzeitsfeier, die meist bis zum frühen Morgen andauert, wird von LiveMusik begleitet und einige Paare starten bereits während der Feier in die Flitterwochen. Verschiedene Hochzeitsbräuche Zu einer richtigen Hochzeit, egal ob klassisch, modern, gleichberechtigt oder ganz individuell. Hochzeitsbräuche gehören einfach dazu! Aber nicht nur in der Schweiz gibt es traditionelle Bräuche rund um die Hochzeit. Auch andere Kulturen praktizieren seit Jahrhunderten spezielle Hochzeitsriten. Und beim Vergleich verschiedener weltweiter Bräuche, entdeckt man sogar Ähnlichkeiten zu den Bräuchen in der Schweiz. Typische Symbole wie Strumpfbänder, Geld und Schleier spielen dabei eine große Rolle. In Bulgarien wird der uralte Brauch des Brautbadens aus der römischen und griechischen Antike praktiziert. Dabei steigt die Braut steigt in einen Badezuber mit glühenden Kohlen und muss dann über einen von der Brautmutter gespannten roten Gürtel steigen. So geht die Braut rein und strahlend in die Ehe. Während in Deutschland die Farbe Weiß bei Hochzeiten dominant ist, ist in Bulgarien die Rot die Hochzeitsfarbe. Die Räumlichkeiten werden in Rottönen geschmückt und die Gäste schwenken, rote Fahnen oder Tücher. Die Braut heißt in Bulgarien „bulka (Klatschmohn) und trägt ebenfalls ein rotes Brautkleid. Vor der standesamtlichen Trauung im konservativen China muss durch die Arbeitstestelle eine Heiratserlaubnis besorgt werden. Das offizielle Hochzeitsdatum ist jedoch der per Horoskop errechnete Hochzeitstag. Erst durch die Hochzeitsfeier ist das Paar „wirklich verheiratet und darf zusammenziehen. Vor der Hochzeit wird im Elternhaus das Hochzeitszimmer mit Scherenschnitten aus Phönix und Drachendarstellungen (Brautpaarsymbolen) geschmückt. Ein Vermittler arrangiert die Abbildung 7: Roter Hochzeitssaal einer chinesischen Hochzeit und die Braut wird mit einer Sänfte zu Hochzeit Ihrem Bräutigam gebracht. Die Feier wird mit Knallkörpern eingeleitet, denn es heißt: Je lauter gefeiert wird, desto glücklicher wird die Ehe. Obwohl rot die Farbe der Hochzeit ist, tragen Braut und Bräutigam keine roten Gewänder, sondern westliche Kleider. Am Hochzeitstag trinkt das Brautpaar aus zwei Bechern, die durch eine rote Schnur verbunden ist. In England feiert die Braut ihre „hennight (JunggesellinnenAbschied) und der Bräutigam die „stag party (JunggesellenAbschied). Vor der Hochzeit gibt es eine Generalprobe für die Zeremonie, die Trauung findet mittags statt mit einem anschließendem „wedding breakfast. Früher wurde das Brautpaar nach der kirchlichen Trauung mit Weizen oder Gerste beworfen. Das sollte Glück bringen. Die Braut trank nach der Vermählung vier Wochen lang Honigwein, um ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen und einen Jungen zu gebären. Daher stammt auch der Ausdruck „honeymoon. Die japanische Hochzeit findet ausschließlich im engsten Familienkreis statt. Bei der Zeremonie trägt die Braut trägt eine traditionelle weiße Hochzeitsrobe. Für die anschließende Feier erscheint die Braut in einem folkloristischen Kimono aus Seidenbrokat. Zum Ende der Feier trägt sie dann einen bunten Kimono. Der Bräutigam ist mit einem schwarzen Kimono mit dem Wappen seiner Familie bekleidet. Ein ShintoPriester übernimmt während der Zeremonie die spirituelle Reinigung und Segnung des Brautpaares. Nach dem Ringtausch und dem Eid des Bräutigams trinkt das frisch vermählte Paar aus einer vom Priester geweihten Schale mit Sake. Die Feier findet in einem Ballsaal statt. Als Dankeschön und zum Abschied erhalten alle Gäste Blumen vom Brautpaar. In Namibia wird vor der Trauungszeremonie die Braut der Himbas vom Bräutigam und seiner Familie entführt. Dazu bekommt sie einen LederKopfschmuck, der ihr Gesicht verdeckt. Bei der Hochzeitsfeier wird der traditionelle ondjongo Tanz aufgeführt. Als Symbol für Leben und als Farbe der Erde cremen sich die Frauen mit einer Mixtur aus Harz, Butterfett, rotem Ocker und Duftstoffen ein. Wenn die Braut im Haus des Bräutigams eintrifft, wird sie ebenfalls von den Verwandten des Bräutigams an Armen, Bauch und Brust mit Butterfett eingecremt. Ein alter österreichischer Brauch besagt, dass die Braut am Tag der Trauung ein Stück Unterwäsche verkehrt herumtragen muss. Das soll die bösen Geister Abbildung 8: Hochzeitstanz verwirren und in die Flucht schlagen. (ondjongo) einer Braut des In Rumänien steht der Bräutigam vor einer ganz besonderen Himba Stammes Herausforderung: Zunächst muss er den Brautkranz aus der Krone eines hohen Baumes holen. Freunde des Paares bilden eine Pyramide und helfen ihm dabei. Dann setzt er den Kranz seiner Zukünftigen auf. Nach der Trauung wird von der Braut Rosenwasser auf die Schwelle des neuen Heims versprüht sowie Weizenkörner und Salz gestreut. Die Hochzeit der Ndebele in Südafrika ist in drei Phasen aufgeteilt und kann bis zu mehreren Jahren dauern. Als erstes steht die Verhandlung über die Hochzeit an. Die Vergütung der Braut erfolgt als Ratenzahlung in Form von Viehbestand oder Geld. Die zweite Stufe beinhaltet die zweiwöchige Separation der Braut. Hier erfährt die Zukünftige von älteren Frauen die Aufgaben einer guten Ehefrau. Danach folgt die letzte Phase. Bei der Hochzeit wird die Braut reich Abbildung 9: Eine farbefrohe Hochzeit der Ndebele mit Perlenschmuck ausgestattet. Schöne perlenbesetzte Reifen schmücken ihre Beine und die Taille. Am Tag ihrer Vermählung trägt die NdebeleBraut eine Decke. Diese wird bis an ihr Lebensende zu besonderen Anlässen erneut umgelegt. Die dritte Phase ist dann beendet, wenn die Braut ihr erstes Kind bekommt. Erst dann ist sie richtig verheiratet. In Thailand schenkt der Bräutigam den Brauteltern bei der Verlobung Geld. Dieses Geld wird meist zur Hochzeit an das Brautpaar zurückgegeben. An dem astrologisch ermittelten Datum findet dann morgens die buddhistische Hochzeitszeremonie statt. Die Braut trägt dabei ein Seidengewand (schut tai) und der Bräutigam einen schwarzen Anzug. Zuerst segnen die Mönche das Brautpaar und verwöhnen es dann mit wertvollen Speisen. Bei einer thailändischen Hochzeit sind oft Mönche anwesend. Die drei gemalten Punkte auf der Stirn des Brautpaares sollen Glück bringen und eine Girlande aus weißen Blumen soll böse Geister abwenden. Bei der Eheschließung bekommen die Brautleute „sai monkons, zwei weiße Stoffkränze auf die Köpfe. Dann wird heiliges Wasser aus einer Muschel in die Hände des Brautpaares gegossen. Die gleiche Segnung vollziehen auch die Eltern und Gäste.