Arbeitsblatt: Geschlechtsorgane

Material-Details

Text über die Geschlechtsorgane
Lebenskunde
Sexualerziehung
klassenübergreifend
2 Seiten

Statistik

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265
1
01.06.2017

Autor/in

Tabea Mächler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die männlichen Geschlechtsorgane Beim Jungen sind nach der Geburt die äusseren Geschlechtsorgane (Penis und Hodensack) zu erkennen. Sie werden auch als primäre Geschlechtsmerkmale bezeichnet, da sie von Geburt an zu sehen sind. Die sekundären Geschlechtsmerkmale bilden sich erst während der Pubertät voll aus. Ihre Ausprägung wird von Hormonen geregelt. Die Hoden sind die Geschlechtsdrüsen des Mannes. Sie legen im Hodensack und bilden neben den Geschlechtshormonen auch die Spermien, die in den Nebenhoden gespeichert werden. Wenn die Spermien über die Samenleiter in Richtung Penis transportiert werden, geben die Vorsteherdrüse und zwei weitere Drüsen Sekrete dazu. Diese Sekrete bilden zusammen mit den Spermien das Sperma. Im Bereich der Vorsteherdrüse vereinigen sich der Harnleiter aus der Blase und die Samenleiter zu einem gemeinsamen Ausführgang, der HarnSamenRöhre. Durch sexuelle Erregung kommt es zur Erektion des Penis. Die Schwellkörper füllen sich dabei rasch mit Blut, so dass es zu einer Vergrösserung und Aufrichtung kommt. Die Eichel des Penis ist von Nervenendigungen durchzogen und deshalb sehr empfindlich. Die Vorhaut, eine zurückziehbare Hautfalte, schützt die Eichel. Unter der Vorhaut sondern Talgdrüsen ein fettiges Sekret ab, in dem sich Krankheitserreger gut vermehren können. Die regelmässige Reinigung von Eichel und Vorhaut ist deshalb wichtig. Die weiblichen Geschlechtsorgane Die weiblichen Keimdrüsen sind die paarigen Eierstöcke, die innerhalb der Bauchhöhle aufgehängt sind. In ihnen reifen die Eier heran. Ausserdem bilden sie die weiblichen Geschlechtshormone. Je ein Eileiter öffnet sich wie ein Trichter zu einem Eierstock hin. Das Ei reift in einem bläschenförmigen Gebilde im Eierstock heran. Dieses Bläschen nennt man Follikel. Wenn das Ei reif ist, platzt der Follikel auf, und das Ei wird mit der Follikelflüssigkeit ausgespült. Diesen Vorgang nennt man Eisprung. Das Ei wird durch den Eileiter in die Gebärmutter geführt. Dies ist ein kräftiger Hohlmuskel, der innen mit Schleimhaut ausgekleidet ist. Der sich aus einer befruchteten Eizelle bildende Keim setzt sich darin fest und kann zu einem Embryo heranreifen. Der Gebärmutterhals führt in die Scheide (Vagina). Die Scheidenöffnung ist durch je ein Paar kleine und grosse Schamlippen geschützt. Diese umschliessen auch die von der Scheide getrennte Öffnung der Harnröhre. Im vorderen Bereich umgeben die Schamlippen den Kitzler (Klitoris), einen leicht erregbaren Schwellkörper, der wie die Eichel des Penis zahlreiche Nervenendigungen enthält und deshalb sehr empfindlich ist. Scheide und After sind durch den Damm getrennt. Die Scheidenwände sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Spezielle Bakterien setzen dort durch ihre Tätigkeit Milchsäure frei und bewirken so ein saures Milieu, das für Krankheitserreger schädlich ist. Ein Schleimpfropf vor dem Gebärmutterhals bildet einen weiteren Schutz vor Infektionen. Besonders aber schützt gründliche Hygiene vor Entzündungen. Bei der körperlichen Vereinigung von Mann und Frau nimmt die Scheide den Penis und das von ihm abgegebene Sperma auf. Die Scheide ist gleichzeitig die Geburtsöffnung, durch die das Kind bei der Geburt herausgepresst wird. Die Scheidenwand ist deshalb äusserst dehnbar. Die Scheidenöffnung wird bis zum ersten Geschlechtsverkehr zum grössten Teil durch das Jungfernhäutchen (Hymen) als zusätzlichem Schutz verschlossen. Das Hymen kann allerdings auch schon vorher bei sportlicher Betätigung reissen.