Arbeitsblatt: Frida Kahlo

Material-Details

Eine Zusammenfassung über die Künstlerin Frida Kahlo
Bildnerisches Gestalten
Kunstgeschichte
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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370
3
07.09.2017

Autor/in

Axa Land
Land: Schweiz
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Textauszüge aus dem Inhalt:

Frida Kahlo Frida Kahlo wurde am 6. Juli 1907 Coyoacán, MexikoStadt geboren. Frida wurde in einer Zeit des politischen Umbruchs geboren, doch sie konnte in normalen Umständen aufwachsen, da ihr Vater einen wohlbehüteten Haushalt führte. Kindheit/Schulzeit/Unfall Als Kind hatte Frida immer das Gefühl ausgeschlossen zu sein. Von ihrer Mutter bekam sie nicht wirklich Zuneigung. Auch als sie die Grundschule besuchte wurde sie eine Außenseiterin. Erst als sie einmal schwer krank war, Kinderlähmung diagnostiziert wurde, verfestigte sich die Beziehung zu ihrem Vater, der sich um sie kümmerte. Er nahm sie auf Sonntagsausflügen mit und unterstützte sie, wo er nur konnte. 1922 ermöglichte ihr Vater Frida den Besuch einer höheren Schule in MexicoStadt. Für Frida, die schon früh als sehr intelligent galt, bedeutete dies sehr viel. Sie knüpfte neue Freundschaften, bekam wie viele der Kinder dieser Zeit einen unstillbaren Wissensdurst und interessierte sich stark für die Politik. Seit dieser Zeit bekannte sie sich zum Kommunismus. Aufgrund eines tragischen Busunglücks im Alter von 18 Jahren, bei dem sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte, wurde Kahlo so schwer verletzt, dass sie ihren Alltag immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips oder Stahlkorsett zubringen musste. Verzweifelt sucht sie nach einer Beschäftigung und kommt auf die Idee, es mit Malen zu probieren. Ihre Eltern liessen ihr eine spezielle Staffelei anfertigen, damit sie liegend malen kann. Über ihrem Bett hing ein Spiegel, so hatten ihre ersten Malversuche sich selbst als Ausgangspunkt. Frida lernte entgegen aller Erwartungen wieder zu laufen, doch die Schmerzen des Unfalls plagten sie bis ans Lebensende. Sie malte um ihre körperlichen und seelischen Schmerzen zu verarbeiten. 1929 heiratete sie den berühmten mexikanischen Künstler Diego Rivera, der sie schon seit Schulzeiten immer begehrt hatte. Obwohl Rivera sie immer wieder mit anderen Frauen betrog (sogar mit Fridas Schwester), blieb er immer ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Viele ihrer Bilder handeln von Diegos Untreue, doch hatte er sie nie künstlerisch beeinflusst, ihre Kunststile waren vollkommen verschieden. Ihre Bilder/Kunststil Anfangs kennzeichnete sich Fridas Stil, durch Motive wie Blumen und Vögel, der so genannten sanften Malerei aus. Doch durch die Untreue ihres Mannes, die sie stark verletzte und die körperlichen Schmerzen änderte sich ihr Stil stark.Blut, Leiden, Selbstverstümmelung, Selbstmord, Tod, aber auch Magie, Esoterik und Sexualität fanden immer mehr Platz in ihren Werken. Von Kritikern wird Frida immer wieder in die Kategorie Surrealismus eingeordnet, doch sie selbst wehrte sich immer dagegen. Ich habe nie einen Traum, sondern stets meine eigene Wirklichkeit gemalt. Die Malerei war für Frida kein Werkzeug, sondern Identität, ihre Bilder sind nicht schön, sondern echt. Diego Rivera meinte, sie sei die erste Frau in der Kunstgeschichte gewesen, die sich mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit sich den allgemeinen und besonderen Themen widmete, die ausschließlich Frauen betreffen. Ihre Bilder sind auch stark von der traditionellen Volkskunst geprägt, sie selbst interessierte sich stark für die indianische Kulturen, ihre Geschichte und Kleidung. Frida trug mit Vorliebe die Tehuana Tracht. Frida hat sich selbst nie richtig als Künstlerin gesehen hatte, sie malte wie sie sagte für sich um ihre Schmerzen zu verarbeiten und nicht um Geld zu verdienen, sie wollte ihr Leid nicht verkaufen. Erst 1953 wurden ihre Werke erstmals alleine in einer Ausstellung in ihrer Heimat gezeigt, eine Anerkennung, die sie sich schon lange gewünscht hatte. Ihre letzten Jahre Nach unzähligen Operationen blieb von Fridas Lebensfreude am Schluss nicht mehr viel übrig. Die emanzipierte Malerin und Rebellin starb am 13. Juli 1954 an einer Lungenembolie. Ihr Haus in Coyoacán, das wegen seiner blauen Farbe Casa Azul genannt wurde, ist heute als Museum zu besuchen.