Arbeitsblatt: Gentechnologie

Material-Details

Infoblatt über Gentechnologie in der Medizin mit Fragen
Biologie
Genetik
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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378
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30.01.2018

Autor/in

Paki (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Gentechnologie in der Medizin Gendiagnose beim Menschen Heute kann man das Genom eines Menschen einfach aufzeigen. So kann man im Genom Erbkrankheiten wie Alzheimer erkennen. Somit ist eine bessere Vorbeugung und Behandlung möglich. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob man diese Erbinformationen überhaupt wissen möchte. Und was sagen die Versicherungen und Krankenkassen in Zukunft, wenn sie wissen, dass man an einer Erbkrankheit leitet? Beispiele: Präimplantationsdiagnostik: Die Präimplantationsdiagnostik (PID) umfasst die Methoden zellbiologischer und molekulargenetischer Untersuchungen eines Embryos. Die PID ist seit den frühen 1990er Jahren verfügbar und wurde bereits bei der Zeugung von über 10.000 Kindern weltweit angewendet. Sie wird hauptsächlich zur Erkennung von Erbkrankheiten und Anomalien der Chromosomen angewendet. Auch die Auswahl des Geschlechts oder bestimmter erblicher Eigenschaften des Kindes sind möglich. Die PID kann auch zur Erzeugung eines sogenannten „Retterbabys eingesetzt werden, das als genetisch kompatibler Spender von Stammzellen für ein erkranktes Geschwisterkind geeignet ist. Befürchtungen von Gegner dieser Test ist aber, dass man nur noch Wunschkinder züchtet. Gentechnisch hergestellte Medikamente Mehr Sicherheit dank Gentechnik Gewinnt man medizinisch nützliche Stoffe aus Blut oder Gewebe von Menschen oder Tieren, besteht das Risiko, dass mit dem Stoff auch Krankheiten auf den Patienten übertragen werden. Bei der gentechnischen Herstellung der Stoffe in Bakterien ist dieses Risiko ausgeschlossen. Ein Beispiel: Früher wurde das Wachstumshormon (Stoff der das Wachstum anregt) zur Behandlung kleinwüchsiger Kinder aus einem bestimmten Gehirnbereich verstorbener, meist alter Menschen gewonnen. Manche der mit dem Wachstumshormon behandelten Kinder wurden später krank, da die Menschen, von denen sie das Wachstumshormon erhalten haben krank waren. Heute behandelt man kleinwüchsige Kinder mit Wachstumshormonen, die in gentechnisch veränderten Bakterien hergestellt werden. Damit ist das Risiko, das die Kinder erkranken ausgeschlossen. Genügend grosse Mengen dank Gentechnik Viele der medizinisch nützlichen Stoffe lassen sich nur in kleinen Mengen aus Blut oder Gewebe von Menschen oder Tieren gewinnen. Mit gentechnisch veränderten Zellen hingegen können diese Stoffe nahezu in beliebig grosser Menge hergestellt werden. Ein Beispiel: Interferon ist ein Stoff der in unserem Blut vorkommt. Es wird als Medikament zur Behandlung von Gelbsucht, HIV und gewissen Krebskrankheiten verwendet. Zur Gewinnung von einem Gramm Interferon aus menschlichem Blut bräuchte man zirka 4000 Liter Spenderblut. Heute lässt sich Interferon in gentechnisch veränderten Bakterien herstellen. Fragen zum Text: 1. Was ist PID: Erkläre den Begriff. 2. Weshalb können gentechnisch veränderte Medikamente zu mehr Sicherheit führen? Beschreibe das Beispiel dazu in eigenen Worten. 3. Weshalb kann es ein Vorteil sein, wenn man medizinische Stoffe aus gentechnisch veränderten Zellen statt aus menschlichem Blut oder Gewebe gewinnen kann? Beschreibe das Beispiel dazu in eigenen Worten.