Arbeitsblatt: OL SG

Material-Details

Kurzer Foto-OL in der Stadt
Administration / Methodik
Anlässe / Projekte
7. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

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238
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05.02.2018

Autor/in

Noémie Tiefenauer
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Dieser Ort befindet sich im BleicheliQuartier. Innerhalb von zehn Jahren (1995 bis 2005) ist dort für den Hauptsitz der Raiffeisenbank Schweiz ein vier Gebäude umfassendes Quartier entstanden. Die weiche Atmosphäre wurde durch den roten Bodenbelag aus Gummigranulat und rotem Teer geschaffen. Dazu kamen andere Elemente: Grosse pastellfarbene Beleuchtungskörper, überdimensionierten Kieselsteinen ähnlich, schweben hoch über den Gassen, Sitz- und Liegemöbel animieren nebst einem Restaurant zum Dableiben und sogar Autos wurden mit dem Granulat überzogen. Das Gebiet wurde wie ein Wohnraum in Zonen aufgeteilt. 1. Wie viele «Kieselsteine» schweben über dem gesamten Areal? Der vom Toggenburger Bildhauer August Bösch geschaffene und 1896 auf dem Lindenplatz aufgestellte Brunnen erinnert an die erstmalige Versorgung der Stadt mit Bodenseewasser. Der Überlieferung nach liess Bösch zur Gestaltung der Nymphe ein Aktmodell aus Zürich kommen, was eine allgemeine Entrüstung und eine polizeiliche Anordnung zur Rückreise der Dame nach sich zog. Erst als sich Bösch weigerte, am Brunnen weiterzuarbeiten, gestand man dem Bildhauer künstlerische Freiheit zu und liess ihn gewähren. 2. Worauf reiten die drei Figuren im unteren Becken? Es ist das einzig erhaltene und reichste der einst acht St.Galler Stadttore. Bereits Abt Ulrich Rösch hatte im 15. Jahrhundert ein eigenes Tor verlangt, das ihm den Zutritt ins äbtische Umland ermöglichen sollte, ohne vorher eines der städtischen Tore passieren zu müssen. Nach Absprachen mit der Stadt wurde das Tor 1569/70 errichtet. Die Ausführung des Bauwerks leitete Werkmeister Caspar Graf. Der Durchlass ist benannt nach Karl Borromäus, der anlässlich seiner Inspektionsreise durch das Schweizerland 1570 auch St.Gallen besuchte. Dabei hat er das Tor durchschritten, laut Legende als Erster überhaupt. Nach 1805 dienten die über dem Durchlass liegenden Etagen als Gefängnis, heute als Untersuchungsgefängnis des Kantons St.Gallen. 3. Schaut stadtauswärts aus dem Tor. Skizziert die Skulptur, die ihr von dort aus seht. Das Haus zum Pelikan gehört zu den schönsten Altstadthäusern von St.Gallen. Der prachtvolle Erker wurde wahrscheinlich zu Beginn des 18. Jahrhunderts vom damaligen Besitzer David Huber erbaut. Der Name Pelikan ist seit 1733 belegt. Das Haus wechselte im 18. und 19. Jahrhundert oft den Besitzer und wurde mehrfach um- und ausgebaut, verputzt, repariert und renoviert. Der wunderschöne Prunkerker wurde 1994 mit dem Erkerpreis, einer st.gallischen Auszeichnung, geehrt. Der Erker besitzt sechs Brüstungsfelder. Die äusseren vier Brüstungsfelder stellen die vier Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika dar; Australien fehlt. Die vier Erdteile repräsentieren die Menschheit. Der Pelikan, der den Erker bekrönt, steht in einem Nest, das der Dornenkrone Christi nachgebildet ist, und symbolisiert den Erlösertod Christi. Engelsdarstellungen (geflügelte Köpfe) weisen ebenfalls auf den religiösen Grundgedanken hin. Im Erdgeschoss ist ein Café/ Restaurant eingerichtet. 4. Wie heisst die Person, die in diesem Haus in der obersten Etage wohnt? Die evangelisch-reformierte Kirche liegt in unmittelbarer Nähe des Stiftsbezirks und weist noch heute auf die einstige Rivalität zwischen der protestantischen Stadt und dem katholischen Galluskloster hin. Gegründet im 9. Jahrhundert und vor 1170 mit Pfarrrechten ausgestattet, kam es ab 1413 zu einem Neubau. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erschien die Kirche jedoch als ein durch vielfältige An- und Umbauten entstelltes Gebilde. Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts setzte daher eine intensive Diskussion um eine Neugestaltung der Stadtkirche ein. Die beiden augenfälligsten Veränderungen waren die Rückversetzung der Westfassade, die vollständig neu aufgebaut wurde, sowie die markante Erhöhung des Turms. Im Innern präsentiert sich die Kirche als dreischiffige Basilika mit gotischen Pfeilerarkaden und rechteckigem Chor. Das Mittelschiff wird von einer flachen Holzdecke überspannt, die Seitenemporen weisen Arkaden und Masswerkbrüstungen auf. Beeindruckend ist die neugotische Chorempore. Die Chorfenster mit Glasmalereien wurden 1853 von Julius Gsell geschaffen. Aus der gleichen Zeit stammt auch der Taufstein von Karl Ulrich Rheiner. Ein Blick ins Innere der Kirche lohnt sich. 5. Was findet jeweils donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr in der Kirche statt? Die Bahn ist das älteste innerstädtische öffentliche Verkehrsmittel. Mit der Inbetriebnahme dieser Bahn entstand im Jahre 1893 die erste innerstädtische Verkehrsverbindung. Die Bahn wurde zu jener Zeit mit blosser Schwerkraft betrieben: Zwei Wagen, in deren Boden sich grosse Wassertanks befanden, waren über das Zugseil miteinander verbunden. In der Bergstation wurde das Fahrzeug mit Wasser befüllt. Mit dem Gewicht des Wassers fuhr es ins Tal hinunter und zog das Fahrzeug aus der Talstation hinauf. In der Mitte des Tunnels kreuzten die Fahrzeuge, die Ausweichstelle ist heute noch am breiten Tunnelprofil erkennbar. Nach Ankunft in der Talstation wurde das Ballastwasser in die Steinach entleert. Diese Antriebsart funktionierte bis 1950. Dann wurde die Bahn zur Zahnradbahn umgebaut. 1975 musste die Bahn erneuert werden. Die Bahn wurde auf den heute noch bestehenden elektrischen Antrieb umgestellt. Dieses System wird als Schräglift bezeichnet, die Fahrgastkabine fährt im vollautomatisierten Betrieb nach Bedarf auf Knopfdruck. 6. Wie viele Leitersprossen sind an der Bach-Seite des Gebäudes angebracht? Anstelle des 1877 abgebrochenen Rathauses steht hier seit 1904 ein monumentales Standbild von Joachim von Watt. Er führte in der Stadt St. Gallen die Reformation ein ( die kirchliche Erneuerungsbewegung im 16. und 17. Jahrhundert; führte zur Spaltung des westlichen Christentums in die verschiedenen Konfessionen katholisch, lutherisch, reformiert). Der St. Galler Reformator, Bürgermeister, Arzt und Geschichtsschreiber ist die einzige Person in St. Gallen, die mit einem überlebensgrossen Denkmal geehrt wird. Joachim von Watt verfasste eine grosse Anzahl lateinischer Schriften in Versen und in Prosa. 7. Übersetze die Zahlen, die auf der Vorderseite des Sockels stehen in römische Zahlen. Antwortkarte Gruppe: genauer Ort 1. 2. 3. Antwort 4. 5. 6. 7.