Arbeitsblatt: Demokratie und politische Bildung

Material-Details

Was ist Demokratie?
Geschichte
Politik
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

179293
263
3
25.02.2018

Autor/in

Isabel D
Land: Österreich
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

I. Politische Bildung und Demokratie 1. Warum politische Bildung? Keine andere politische Ordnungsform achtet und schützt die Würde und den Wert des einzelnen Menschen in gleichem Maße wie die Demokratie. Sie bedarf dafür allerdings auch wie keine andere der Mitwirkung und Beteiligung aller Bürger. Um die Fähigkeit und Bereitschaft zu ver antwortungsbewusstem gesellschaftlichpolitischen Handeln zu fördem, ist es notwendig, dass die Staatsbürger mit den Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates vertraut sind. 2. Regierungsformen Je größer eine Gruppe von Menschen ist, desto notwendiger ist es für sie, sich und ihre Verhältnisse zu organisieren. Ein ganz wesentlicher Aspekt dieser Organisation ist die Frage der Herrschaft bzw. Regierung. Die Extremformen von Herrschaft sind: Niemand herrscht. Ein Einziger herrscht. Ordnet diese Herrschaftsformen nach dem Anteil derer, die mitbestimmen und entscheiden können: Absolute Monarchie Anarchie Direkte Demokratie EinParteienStaat Führerstaat Konstitutionelle Monarchie Militärdiktatur Repräsentative Demokratie Findet, wenn möglich, je einen BeispielStaat Alle Repräsentative Demokratie Österreich Einer Viele Länder haben eine defekte Demokratie Ende Februar veröffentlichte die deutsche BertelsmannStiftung in Gütersloh wieder den Bertelsmann Transformation Index (BTI) für das Jahr 2016. Die Studie zur Lage von Politik und Gesellschaft in 129 Entwicklungsstaaten bringt erschreckende Erkenntnisse. So sieht der Index weltweit Demokratie und Freiheit in Gefahr, da autokratisch geführte Staaten immer radikaler gegen oppositionelle Parteien und Einzelpersonen vorgehen. Selbst in Demokratien ist ein Abwärtstrend zu beobachten, vor allem in den untersuchten Faktoren Rechtsstaatlichkeit und Politische Partizipation. Zudem steigt in den aufgeführten Staaten der Einfluss der Religion auf die Politik in ernstzunehmendem Maße an – in Demokratien und Autokratien gleichermaßen. Oberflächlich betrachtet fällt die Bilanz der politischen Transformation seit der letzten Erhebung im Jahr 2014 positiv aus: Vier vormalige Autokratien – Guinea, Madagaskar, Mali und Nepal – erfüllen mittlerweile die Mindeststandards des Index und werden nun als Demokratien eingestuft, nur zwei Ländern – Irak und Thailand – wurde der Status wieder entzogen. Damit stehen in den 129 untersuchten Ländern nun 74 Demokratien gegen 55 Autokratien. 2014 waren es noch 72 gegen 57. Somit kann in dieser Hinsicht eine leichte Verbesserung im BTI verzeichnet werden. Die Anfang 2016 veröffentlichte Aktualisierung der Studie stellt fest, dass die Anzahl der „harten Diktaturen um 7 auf 40 zugenommen hat und auch in gefestigten Demokratien wie Ungarn und Polen autoritäre Tendenzen festzustellen seien. Sie sieht außerdem einen verstärkten Einfluss von religiösen Elementen z. B. in der Türkei, in Nigeria, in SaudiArabien und im Iran. Quellen: 1 3. „Demokratie – was ist das? „Nicht überall, wo Demokratie drauf steht, ist auch Demokratie drin – die eigene Herrschaft als „demokratisch zu bezeichnen ist heutzutage nicht nur prestigeträchtig, sondern auch lohnend, denn häufig werden internationale Hilfsgelder an einen Staat auch davon abhängig gemacht, dass dessen Regierung „demokratiefördernde Maßnahmen ergreift. Und selbst weltweit agierende Konzerne zeigen gelegentlich Skrupel, unter nichtdemokratischen Verhältnissen produzieren zu lassen. Trotzdem handelt es sich bei der „Demokratischen Republik XYZ nicht selten um eine Mogelpackung Entscheide selbst einmal, was für dich „demokratisch ist – von „völlige Zustimmung(1) bis „völlige Ablehnung(5): Demokratie ist, 1 2 3 4 wenn wenn wenn wenn wenn wenn wenn wenn wenn wenn 5 es keine Arbeitslosen gibt. jeder machen kann, was er will. Macht nur auf Zeit vergeben wird. jeder frei sagen darf, was er denkt. alle Menschen die gleichen Rechte haben. jeder die gleichen Bildungschancen hat. freie Fahrt auf den Autobahnen ermöglicht wird. für die Armen genügend Hilfen geleistet werden. der Staat hart gegen Gesetzesbrecher durchgreift. die Regierung damit rechnen muss, abgelöst zu werden. Und außerdem: Demokratie ist, wenn ich selbst entscheide, wie lange ich ausgehe. wenn ich gegen unfaire Behandlung Einspruch erheben kann. wenn ich bei der Wahl des Fernsehprogramms mitbestimmen kann. wenn ich gleich viel Taschengeld bekomme wie meine MitschülerInnen. 1 2 3 4 5 2