Arbeitsblatt: Weimarer Republik

Material-Details

Kurzfassung der Geschehnisse in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg
Geschichte
Politik
9. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

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265
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09.03.2018

Autor/in

Max Roth
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Jahre nach dem ersten Weltkrieg in Europa (Deutschland Weimarer Republik) 1. Versailler Vertrag 1919 Dieser beendete formell den Ersten Weltkrieg. (Waffenstillstand herrschte bekanntlich seit Herbst 1918.) Die Bedingungen, die Deutschland schliesslich akzeptieren musste, wenn der Krieg nicht wieder beginnen sollte, waren sehr hart. Die Siegermächte wollten verhindern, dass das Deutsche Reich wieder erstarkt. So musste Deutschland a) viele Gebiete abtreten (Elsass-Lothringen an Frankreich/Posen und Westpreussen an Polen/Nordschleswig an Dänemark/Oberschlesien an Polen) b) wurde eine entmilitarisierte Zone geschaffen. (Rheinland)Das heisst, das Militär wurde abgezogen, vorhandene Waffen und Panzer beseitigt. Frankreich sollte so vor einem Angriff durch deutsche Truppen geschützt werden. c) Reparationen bezahlen. Festgelegt waren 20 Milliarden Goldmark, welche später auf 269 Milliarden Goldmark erhöht wurden, abzahlbar in 42 Jahren. d) Übergabe deines Grossteils der deutschen Handelsflotte an die Siegermächte. e) Begrenzung der deutschen Armee auf 100‘000 Mann. U-Boote, Panzer und Schlachtschiffe waren den deutschen verboten. Was den Deutschen aber am meisten zu schaffen machte, war Artikel 231 im Vertrag. Darin wurde Deutschland und seinen Verbündeten die alleinige Schuld am Krieg zugewiesen. 2. Die Weimarer Republik Diese gab es nur 14 Jahre lang. Das ist recht kurz zum Vergleich zum Deutschen Kaiserreich (47 Jahre von 1871-1918) oder zur Bundesrepublik Deutschland, die es seit 1949 gibt. a) Anfang und Ende Ihren Anfang nahm die Weimarer Republik mit der Novemberrevolution in Deutschland. Der Kaiser musste abdanken und am 9. November 1918 wurde die Republik ausgerufen. Die Machtübernahme durch Adolf Hitler 1933 bedeutete das Ende der Weimarer Republik. b) Drei Abschnitte Nach den Gründungsmonaten, die von der Ausrufung der Republik zur Weimarer Verfassung führte, kann man die Weimarer Republik in drei Abschnitte einteilen: 1. Krisenjahre (1918-23) 2. Die Goldenen Zwanziger (1923-1929) 3. Untergang (1929-1933) c) Gründerjahre Die Gründungsmonate bildeten eine Art Übergang von der Monarchie zur Republik. Noch war unklar, welche Richtung eingeschlagen werden wird. d) Krisenjahre In den ersten Jahren hatte die Republik mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Die Folgen des Versailler-Vertrags führten zu grossen wirtschaftlichen Belastungen. Es gab immer reichere Deutsche, die rechts dachten und immer ärmere, die Anhänger der Sozialdemokratie waren. Grosse innenpolitische Belastungen gab es auch durch die Ausrufung von Räterepubliken (z. Bremen, München, Braunschweig). Durch sogenannte Freikorps wurden diese Unabhängigkeitsbestrebungen niedergeschlagen. Es gab auch Mordanschläge auf Politiker und brutale Gewalt gegen Andersdenkende. All dies zeigt, wie instabil die Weimarer Republik in den ersten Jahern war. Zu einem Höhepunkt der Krise kam es 1923. Die Franzosen besetzten das Ruhrgebiet. Grund war, dass die Deutschen mit den Reparationszahlungen in Rückstand war und die Franzosen sich holen wollten, was ihnen zu stand(Kohle im Ruhrgebiet). Darauf stellten die Deutschen die Zahlungen ganz ein. Die Arbeiter in den Kohlegruben legten die Arbeit nieder und es wurde Sabotage gegen die französischen Besatzer verübt. Die Franzosen reagierten ebenfalls mit Gewalt, es gab etliche Tote. Obwohl die Arbeiter streikten, wurde ihnen der Lohn ausbezahlt. Das übernahm der deutsche Staat. Da zu wenig Geld vorhanden war, druckte man einfach neues. Das Geld, die Goldmark erlebte eine ungeheure Entwertung (Hyperinflation). Die Preise vervierfachten sich innerhalb einer Woche. Dieser Teufelskreis konnte nur durch eine Währungsreform unterbrochen werden. Gustav führte als Kanzler 1923 die Rentenmark ein. (Eine Billion der alten Papiermark war nun 1 Reichsmark wert; 12 Nullen wurden gestrichen.) Am 30. August 1924 wurde zusätzlich zur Rentenmark die Reichsmark eingeführt. Eigentlich sollte die Rentenmark ersetzt werden, doch geschah dies nicht und beide Währungen existierten bis 1948. e) Die Goldenen Zwanziger Jahre Die Einführung der neuen Währung hatte die Inflation gestoppt. Die Wirtschaft nahm einen Aufschwung. Dazu trugen auch Kredite bei, die Deutschland aus dem Ausland (vor allem der USA) erhielt. Auch in der Politik beruhigte sich die Lage. Die Spannungen mit Frankreich nahmen ab. Der Beitritt zum Völkerbund sorgte dafür, dass Deutschland auch international wieder anerkannt wurde. Durch die wirtschaftliche und politische Stabilität konnten sich Kultur, Kunst und Wissenschaft entwickeln. Man tanzte „Charleston, hörte Jazz und machte Sportveranstaltungen. f) Untergang Die Weltwirtschaftskrise beendete 1929 die Goldenen Jahre. Nach dem Börsencrash in den USA zogen ausländische Banken ihre Kredite aus Deutschland zurück. Das traf die Wirtschaft Deutschlands besonders hart, da ja auch noch die Reparationszahlungen zu leisten waren. Die Arbeitslosenzahlen stiegen derart, dass man von Massenarbeitslosigkeit spricht. (1933 6 Millionen Arbeitslose) Viele Menschen lebten in Armut und die extremen Parteien am rechten und linken Rand erhielten grossen Zulauf. Vor allem die NSDAP konnte hohe Stimmenzuwächse verbuchen. Die Politik war immer instabiler. Mit der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler wurde das Ende der Weimarer Republik eingeläutet, denn Hitler nutze seine Macht um eine Diktatur zu errichten. Die Zeit des Nationalsozialismus begann.