Arbeitsblatt: Brennnessel

Material-Details

Brennnessel ein vielfältiges Kraut
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gesundheit
7. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

182060
335
3
30.06.2018

Autor/in

laila84 (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Brennnessel Erntezeit Mai Oktober Verwendete Pflanzenteile Blattriebe für Suppen und Spinatersatz ab Frühling Blätter (höchster Eisengehalt im April oder Mai) Stängel Samen (traditionell ab Mariä Himmelfahrt) Wurzeln Heilwirkung Entwässernd, harntreibend Steinbrechend bei Blasengriess Blutreinigend Fördert Ausscheidung von Harnsäure Liefert Eisen Füllt den Blutspiegel auf Abwehrsteigernd Wirkt wegen Histamingehalt langfristig wie eine Art Desensibilisierung Regt Sekretion von Bauchspeicheldrüse und Galle an Antirheumatisch Prostataunterstützend Auf der seelischen Ebene zur Stärkung von Durchsetzungs- und Willenskraft Wirkstoffe Blätter Falvonoide, Silkate, Eisen, Chlorophyll Haaren Ameisensäure Früchten Linolsäure, Vitamin E, Carotinoide, Schleime Wurzeln Gerbstoff Pflanzenkarten Urtica dioica Winterhart, mehrjährig Wissenswertes Anwendung Legende und Tradition Aus den Pflanzenfasern wurden schon in der Bronzezeit (und bis in die Neuzeit hinein) ein grober Stoff hergestellt. Ägyptische Papyri empfehlen Brennnesselaufguss gegen Arthritis und Hexenschuss. Je 2 Tr. Brennnesselblütenessenz auf die Handgelenke gegeben, wandelt das Gefühl von Machtlosigkeit. Täglich 2 Tassen Aufguss trinken, wirkt als allgemein reinigendes Körpertonikum. In sehr seltenen Fällen kann es bei histaminempfindlichen Personen durch den Genuss von Brennnesselblättertee zu allergischen Reaktionen oder Magenreizung kommen. Signatur Der Name Urtica leitet sich vom lateinischen urere ab, was „brennen bedeutet. Ebendiese Eigenschaft erlaubt eine Zuordnung zum kriegerischen Mars, der für Wehrhaftigkeit und Willensstärke steht. Davon abgesehen deuten das freundliche Grün der Brennnesselblätter wie auch der edel gesägte Blattrand auf Venuskräfte. Verursacht wird das Brennen durch die Brennhaare, die sich bei Berührung wie Injektionsnadeln in die Haut bohren und ihr Sekret entleeren, das unter anderem Histamin und bienengiftartige Substanzen enthält. Allein die Tatsache, dass die Brennnessel tiergiftartige Substanzen bildet, rückt sie näher zum Tierreich hin. Alle Pflanzen, die Tiergifte produzieren, stärken das Immunsystem, beispielsweise bei Allergien und Krebs. Signaturenkundige interpretieren die Behaarung auch als Zeichen dafür, dass die Brennnessel eine haarwuchsfördernde Heilpflanze ist. Der dezente Uringeruch von frischem Sammelgut zeigt die Sympathie zu den Harnorganen an. Die steinbrechenden Kräfte erkennt man schliesslich am steinigen Standort. Therapeutisch eingenommen, regt die Brennnessel Nieren und Blase an, Gifte aus dem Körper auszuschwemmen. Die Blätter bringen den Kreislauf in Schwung und filtern Harnsäure aus, was Gicht, Arthritis und Ekzemen entgegenwirkt. Junge Blätter sind reich an Vitaminen, Eisen, Zink und Chlorophyll, können wie Spinat zubereitet oder als Aufguss genossen werden. Forschungen scheinen zu belegen, dass Brennnesselwurzel gutartige Prostatabeschwerden lindern kann. Durch Erhitzen oder Trocknen verlieren die Brennnesselhaare ihre Wirkung. Informationen Bilder Handbuch Kräuter Bremness, Was blüht denn da? Spohn, Aichele, Golte-Bechtle, Spohn Flora des Fürstentum Lichtenstein Waldburger, Pavlovic, Lauber Lexikon der Frauenheilkräuter Madejsky Komos Heilpflanzenführer Schönfelder Grundrezepte zur Verarbeitung von Kräutern René A. Strassman aus privatem Archiv, „Heilendes am Wegesrand von Günter Stadler/Jens Bomholt und 6. Maie 2013 2009 2008 2003 2008/2010 2010 1990 ISBN 978-3-8094-2707-0 ISBN 978-3-440-11379-0 ISBN 978-3-258-06622-1 ISBN 978-3-03800-417-2 978-3-440-12159-7 Kurszunterlagen