Arbeitsblatt: Cajon Geschichte

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Das Cajon: von der Geburt auf den Sklavenplantagen in Peru bis zur heutigen Rolle in den Konzertsälen Europas..
Musik
Gemischte Themen
7. Schuljahr
1 Seiten

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03.12.2018

Autor/in

Andreas Fuchs
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Cajon Geschichte Das Cajon (sprich „Gachon) stammt aus Lateinamerika. Die Geschichte des Cajons beginnt in Westafrika, wo die Einheimischen reiche Musiktraditionen mit Schwerpunkt auf Trommeln und Tanzen hatten. Als viele von ihnen gefangen genommen und als Sklaven nach Amerika gebracht wurden, brachten sie diese Kultur mit. Aber ohne ihre gewohnten Instrumente mussten sie improvisieren. Afrikanische Sklaven an der Küste Perus hatten keine Materialien oder die Gelegenheit eines, ihrer traditionellen Instrumente wie das Djembé oder Dunun (oder Dundun) zu bauen. Aber sie hatten viele Transportkisten. Sie waren nicht nur frei zugänglich, sondern ihre unauffällige Erscheinung half auch dabei, die Gesetze über das Musizierverbot für Sklaven zu umgehen. Den Sklaven waren ihre Trommeln verboten, einerseits aus Angst vor Verständigung über weite Distanzen, andererseits auch um ihre Kultur und damit ihre vereinte Kraft niederzuhalten. Die Holzkisten konnten allerdings schlecht beschlagnahmt werden. Sie waren vielmehr in jeder Grösse und Art vorhanden. Vorbild für das Cajón mit Snare-Saiten oder Schnarrteppich waren wohl ursprünglich gefüllte Zuckerrohrkisten, die als Cajón verwendet wurden und einen schnarrenden Ton erzeugten. Dadurch liegt die Vermutung nahe, dass das heutige Klangideal im Rascheln/Scharren des Zuckerrohres begründet liegt. Die Schrauben an der Oberkante der Frontplatte (Schlagfläche) sind bei einem peruanischen Cajón nicht komplett angezogen und haben viel Spiel, so dass beim Musizieren ein Schnarren ertönt. Später wurden die Zuckerrohrkisten zwecks besserer Resonanz geleert und eine Klangöffnung auf der Rückseite ausgeschnitten. Cajónes werden inzwischen nicht mehr nur in Peru und Kuba, sondern auch in mehreren europäischen Ländern gefertigt. Im Flamenco hat das Cajón einen festen Platz eingenommen. Über die Jahre wurde das Instrument verbessert, bis es seine heutige Form und Konstruktionskriterien bekam. In der Regel besteht das Cajon aus einem hölzernen Rechteck, etwa 20 Zoll hoch und 12 Zoll tief bzw. breit. Die Tapa (Spielfläche) ist dabei viel dünner als die anderen Seiten. Unterschiedliche Modelle werden vor allem durch ihr Snare-System unterschieden. In der Flamenco Version wird der Ton in der Regel durch metallische Gegenstände an der Innenseite der Schlagfläche angereichert. Dazu werden Gitarren Saiten, Snaredrum Teppiche, Rasseln und ähnliche Dinge benutzt. In der traditionellen peruanischen oder kubanischen Version wird allerdings auf diese Snare-Systeme verzichtet.