Arbeitsblatt: Lebenslauf

Material-Details

Vorlage für einen schriftlichen Lebenslauf
Lebenskunde
Berufswahl
7. Schuljahr
3 Seiten

Statistik

185878
266
4
10.01.2019

Autor/in

Narwan Merzaie
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Handgeschriebener Lebenslauf – Wieso? Wie? So! Du hast eine Stellenanzeige auf Deinem Computer oder Smartphone geöffnet und stolperst über die Anforderung des Arbeitgebers: „Lassen Sie uns Ihren Lebenslauf bitte in handschriftlicher Form zukommen. Was soll das denn nun bedeuten? Warum verlangt ein Arbeitgeber heutzutage einen handschriftlichen Lebenslauf? Wie sieht so ein handschriftlicher Lebenslauf aus? Darf sowas überhaupt von einem Bewerber verlangt werden? Was bedeutet „handschriftlicher Lebenslauf? Ein handgeschriebener bzw. handschriftlicher oder auch ausführlicher bzw. ausformulierter Lebenslauf bedeutet, dass der Empfänger Deiner Bewerbung keinen tabellarischen Lebenslauf haben möchte. Deinen Lebenslauf solltest Du für diesen Arbeitgeber also nicht mit dem Computer erstellen, sondern, wie der Name schon sagt, handschriftlich anfertigen. Eine nach Handschrift aussehende Schriftart vom Computerprogramm kannst Du dafür allerdings nicht verwenden. Wer verlangt einen handgeschriebenen Lebenslauf? Ist das erlaubt? Scisetti Alfio (Fotolia) Ein handschriftlicher Lebenslauf wird heutzutage eher selten verlangt. Unter den Arbeitgebern, die den Lebenslauf zusammen mit einem Anschreiben oder Motivationsschreiben nicht in tabellarischer, sondern in ausführlicher Form erhalten möchten, gesellen sich vor allem kleinere mittelständische Unternehmen, die eher auf der alteingesessenen und konservativen Seite des Arbeitgeberspektrums angesiedelt sind. Aber auch von Behörden, beispielsweise im Justizsektor, und einigen grossen Industriebetrieben wird mitunter ein handgeschriebener Lebenslauf explizit verlangt. Ein tabellarischer Lebenslauf ist in den meisten Fällen der geltende Standard für Bewerbungsunterlagen. Den eigenen Lebenslauf ausformulieren und in einer handschriftlichen Version anfertigen – das ist ein nicht unbedeutender Mehraufwand für die Erstellung eines Bewerbungsdossiers. Daher stellen sich viele Bewerber die Frage, ob eine derartige Forderung überhaupt berechtigt ist. Die kurze Antwort lautet „ja. Bewerber dürfen um einen ausformulierten, handschriftlichen Lebenslauf gebeten werden. Warum wird ein ausführlicher, handschriftlicher Lebenslauf verlangt? Wenn Du nach einem ausführlichen Lebenslauf gefragt wirst, passiert dies nicht einfach deshalb, weil es generell möglich und erlaubt ist, dich darum zu bitten. Wenn der Empfänger Deiner Bewerbung Dich also quasi um eine handschriftliche Probe bittet, arbeitet dieser aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Schriftexperten (Grafologen) zusammen. Ein Grafologe ist darauf spezialisiert, die Handschrift zu analysieren und daraus Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers zu ziehen, die Rede ist hier von einem grafologischen Gutachten. Allgemein sagt man beispielsweise, dass eine nach links geneigte Handschrift ein Zeichen von Selbstbezogenheit ist. Kein gutes Zeichen für einen Arbeitgeber, der sich eine harmonische Zusammenarbeit unter seinen Arbeitnehmern wünscht. Allerdings kommen Grafologen in der Regel erst in der letzten Runde des Auswahlprozesses zum Einsatz, also für die Spitzenkandidaten einer zu besetzenden Position. Wie ein ausführlicher, handschriftlicher Lebenslauf erstellt wird Für die Erstellung eines handgeschriebenen Lebenslaufs muss zunächst noch einmal betont werden, dass es nicht ausreicht, Deinen tabellarischen Lebenslauf in eine handschriftliche Version zu übertragen und Deine Tätigkeiten wie in einem Arbeitszeugnis in Stichpunkten aufzuzählen. Wie bereits angedeutet handelt es sich um einen ausführlichen Lebenslauf. Dies bedeutet wiederum, dass Du Deinen Lebenslauf in Aufsatzform wiedergeben musst. Hier ein paar grundlegende Tipps unserer Bewerbungsexperten: Schreibe deinen ausformulierten Lebenslauf zuerst am Computer vor. Erst wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, schreibst du den Lebenslauf handschriftlich ab Nehme dir Zeit! Schreibe ruhig und konzentriert, ohne Ablenkung Verwende ein unliniertes Blatt und hochwertiges Papier, kein Kopierpapier Wenn du unliniertes Papier verwendest, lege ein stark liniertes Blatt unter das Papier, auf dem du schreibst, damit du trotzdem in gerader Linie schreibst Zum Schreiben Deines ausführlichen Lebenslaufs verwende einen Füllfederhalter und blaue Tinte – keinen Filzstift, Kugelschreiber oder Bleistift Damit keine Handabdrücke entstehen und nichts verwischt, nehme zusätzlich eine Unterlage und Löschpapier zur Hand Wenn du dich verschrieben hast, benutze kein Tipp-Ex oder ähnliche Korrekturmittel, sondern beginne deinen handschriftlichen Lebenslauf von vorn Was ein ausformulierter Lebenslauf enthalten muss Muster für ausformulierte Lebensläufe gibt es zu genüge im Internet, wobei an dieser Stelle von der Verwendung dieser Muster explizit abgeraten wird. Da es Dein Lebenslauf bzw. Deine Geschichte ist, sollte der Inhalt entsprechend individuell sein. Genau wie ein tabellarischer Lebenslauf muss auch die handschriftliche Fassung einer gewissen Struktur folgen. Ein tabellarischer Lebenslauf ist antichronologisch (mit der aktuellen Tätigkeit beginnend) aufgebaut. Im Gegensatz hierzu musst du Deinen Werdegang beim ausführlichen Lebenslauf allerdings nicht antichronologisch, sondern chronologisch wiedergeben. Zudem sollte zusätzlich zu Deinen beruflichen Stationen auch kurz darlegen, wie sich Deine Motivation für den jeweiligen Wechsel darstellte. Du erzählst also einen Teil Deiner bisherigen Lebensgeschichte, in der Reihenfolge wie sie sich abgespielt hat. Die folgenden Beispiele sollen nicht als Muster oder Vorlage dienen, sondern sind eher als Anregung zu verstehen. Handschriftlicher Lebenslauf Einleitung Hier fasst man seine persönlichen Daten zusammen. „Mein Name ist Max Muster. Ich wurde am 24.12.1980 in Beispielstadt geboren und wohne heute in der Musterstrasse 12 in 1234 Beispielstadt. Hauppteil Eine nachvollziehbare und schlüssige Gliederung des Hauptteils des ausformulierten Lebenslaufs ist enorm wichtig. Die thematischen Abschnitte (Schule, Ausbildung, Studium, Praktika, Berufserfahrung, Hobbys, Stärken und Schwächen, Erfolge, Auslandserfahrung, soziales Engagement) sollte man durch Absätze trennen, damit die gewählte Struktur des ausführlichen Lebenslaufs klar ersichtlich wird und der Personalentscheider leichter erkennt, welche Stationen man durchlaufen hat und welche Erfahrungen man dabei sammeln konnte. „Im Jahr 1986 wurde ich eingeschult und habe die Schule im Jahr 1999 mit der Allgemeinen Hochschulreife abgeschlossen (Notendurchschnitt 1,3). Meine Leistungskurse waren Deutsch und Physik. „Weil mich Maschinen schon immer begeistert haben, begann ich eine Berufsausbildung zum Industriemechaniker bei der Supermaschinen GmbH, die ich nach 2,5 Jahren erfolgreich beendete. Im Anschluss daran habe ich noch ein Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Meine wesentlichen Aufgaben waren „Nach einem Jahr der Berufspraxis habe ich mich im Jahr 2004 dazu entschlossen, ein ingenieurwissenschaftliches Studium aufzunehmen, da ich „Während meines Studiums habe ich verschiedene Praktika absolviert Schluss Zum Schluss legt man dar, bei welchem Arbeitgeber man zukünftig arbeiten möchte und warum. Motivation „Aktuell suche ich nach einer neuen beruflichen Hausforderung im Bereich Maschinenbau, da ich Der handgeschriebene Lebenslauf endet – genauso wie ein mit dem Computer erstellter, tabellarischer Lebenslauf – mit der Ortsangabe und dem aktuellen Datum sowie der Unterschrift. Quelle (08.01.2019)