Arbeitsblatt: Infektionskrankheiten,Alkohol

Material-Details

1. INFEKTIONSKRANKHEITEN 2 1.1. Begriffe und ihre Bedeutung 2 1.2. AB-Aktive und Passive Immunisierung 3 1.3. Kinderkrankheiten 4 1.4. Andere Krankheiten und Infektionen 8 1.5. Aids 9 2. ALKOHOLISMUS 10 2.1. Die erlaubte Droge 10 2.3. Promille ‰
Lebenskunde
Drogen / Prävention
7. Schuljahr
11 Seiten

Statistik

187961
86
1
27.03.2019

Autor/in

Erich Reinhard
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Menschenkunde 7./8. Klasse 1. INFEKTIONSKRANKHEITEN.2 1.1. Begriffe und ihre Bedeutung. 2 1.2. AB-Aktive und Passive Immunisierung 3 1.3. Kinderkrankheiten 4 1.4. Andere Krankheiten und Infektionen 8 1.5. Aids 9 2. ALKOHOLISMUS10 2.1. Die erlaubte Droge 10 2.3. Promille ‰. 11 Menschenkunde 7./8.Klasse 1. Infektionskrankheiten 1.1. Begriffe und ihre Bedeutung Krankheit lat. morbus /Störung lokaler oder allg. Lebensvorgänge Infektion Ansteckung durch Krankheitserreger Virus Krankheitserreger, kleiner als Bakterien, nur auf lebenden Organismen lebensfähig Bakterien sehr kleiner pflanzlicher Organismus Antikörper spezifische, gegen Antigen gerichtete Abwehrstoffe, machen Antigen unschädlich Antigen Substanz, die im Körper von Pflanzen oder Tieren (auch Menschen) Immunreaktionen hervorrufen Immunsystem Abwehrsystem Aktive Immunisierung Zuführung abgeschwächter Krankheitserreger, die das Immunsystem zur Bildung von Antikörper veranlassen, ohne ihn gefährlich zu infizieren; Dauerschutz - Impfung Passive Immunisierung NMM•er14•Sek. Aarwangen Einspritzung von bereits gebildeten (gezüchteten) Antikörpern zur sofortigen Bekämpfung einer Infektion; keine Dauerimmunität Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse 1.2. AB-Aktive und Passive Immunisierung Lösungen einkleben NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse 1.3. Kinderkrankheiten Masern (Moribilli) Masern sind eine hochansteckende und akute Viruserkrankung, verursacht durch das Masern-Virus. Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten) auch über weite Strecken (20 bis 30 Meter) übertragen. Ansteckungsgefahr besteht, bevor die ersten Krankheitszeichen auftreten bis zum vierten Tag des Masernausschlags (inklusive). Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit – beträgt neun bis zwölf Tage. Zu den Symptomen gehören Schnupfen, Husten, gerötete Augen, Lichtempfindlichkeit. Auf der Mundschleimhaut im Wangenbereich entstehen kleine weisse Fleckchen, die an weisse Spritzer erinnern. Typisch ist der danach auftretende rote Hautausschlag, der durch Zusammenfliessen einzelner Flecken flächenhaft erscheint. Der kleine Patient hat hohes Fieber, das in zwei Schüben auftreten kann. Die Erkrankungsdauer beträgt meist ein bis zwei Wochen. Eine durchgemachte Masernerkrankung gewährt lebenslange Immunität. Gefürchtete Komplikationen sind Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen, Hirnhaut- oder Gehirnentzündung, die zu bleibenden Behinderungen und zum Tode führen können. Auf 10 000 Erkrankungen kommt in unseren Breiten ein Todesfall. Alarmzeichen sind Kurzatmigkeit oder Krampfanfälle beziehungsweise Bewusstlosigkeit. Eine ursächliche Behandlung, also eine Bekämpfung des Virus, ist nicht möglich. Empfohlen werden allgemein lindernde und fiebersenkende Massnahmen. Ein Kinderarzt muss immer zu Rate gezogen werden! Bei Komplikationen ist Krankenhausbehandlung (unter Isolierung) erforderlich. Mumps (Parotitis epidemica)(Moribilli) Mumps oder Ziegenpeter ist ebenfalls eine akute Virusinfektion. Das -Virus wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 14 bis 24 Tage. Die Ansteckungsgefahr besteht schon eine Woche vor Auftreten der ersten Symptome und dauert an bis etwa zwei Wochen nach ihrem Abklingen. Symptome sind zuerst einseitige, dann nach einigen Tagen fast immer beidseitige Schwellung der Speicheldrüsen vor und unterhalb des Ohres. Das betroffene Kind leidet unter starken Schluckbeschwerden und unter der schmerzhaften Entzündung der Ohrspeicheldrüsenin einem oder beiden Kiefern. Es hat Fieber und Kopfschmerzen. Die Krankheit dauert etwa 14 Tage. Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Das Durchmachen der Krankheit bewirkt lebenslangen Schutz vor einer zweiten Mumpserkrankung. Gefürchtete Komplikationen sind: Hirnhautentzündung (kommt sehr häufig vor), Entzündung des Hörnervs mit Gefahr der Taubheit, Beteiligung weiterer Drüsen, Hoden- und Nebenhodenentzündungen, die zur Unfruchtbarkeit führen können. Auch Eierstockentzündungen können auftreten. Dreitagefieber (Exanthema subitum) Das Dreitagefieber ist eine Virusinfektion, die fast ausschliesslich Kinder im Alter zwischen einem halben und drei Jahren befällt. Erwachsene sind sehr selten betroffen. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 17 Tage. Ansteckungsgefahr besteht ungefähr drei Tage vor dem Fieberanstieg bis zum Auftreten des Ausschlags. Typisch für das Dreitagefieber ist plötzlich auftretendes sehr hohes Fieber von bis zu 40 Grad. Es hält drei Tage lang an und sinkt dann am vierten Tag rasch ab. Gegen Ende der Krankheit bekommt das Kind einen kleinfleckigen, roten Ausschlag, der insgesamt NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse sehr grossflächig auftritt. Er verschwindet nach ein oder zwei Tagen. Eine einmal durchgemachte Krankheit gewährt lebenslange Immunität. Eine typische Komplikation ist ein durch den Fieberanstieg ausgelöster Krampfanfall, der jedoch als gutartig angesehen werden kann. Windpocken (Varizellen)(Moribilli) Windpocken gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt – sie sind also eine typische Kinderkrankheit: Die meisten von uns wurden bereits im Kindesalter von dem Varicella-Zoster-Virus, das die Erkrankung auslöst, befallen. Das häufigste Erkrankungsalter liegt zwischen drei und neun Jahren. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Oftmals genügt auch schon ein „Windstoss, da die Luft selbst als Übertragungsmedium wirken kann. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 28 Tage. Ansteckungsgefahr besteht zwei Tage vor Auftreten des Ausschlags bis zum endgültigen Eintrocknen aller Bläschen. Symptome sind die typischen flüssigkeitsgefüllten Bläschen, die sich aus einem zunächst roten, fleckigen Ausschlag entwickeln. Die Bläschen treten schubweise auf. Ihr Kind leidet unter heftigem Juckreiz. Die Krankheit dauert im Allgemeinen ein bis zwei Wochen. Röteln (Rubella) Röteln werden von einem Togavirus durch Tröpfcheninfektion ausgelöst. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Wochen. Ansteckungsgefahr besteht sieben Tage vor Ausbruch des Ausschlags bis ungefähr zehn Tage danach. Symptome sind unter anderem leichte Erkältungserscheinungen, Kopfschmerzen und Fieber. Es können Schwellungen der Lymphknoten und seitlich am Hals auftreten. Typisch ist ein leichter Hautausschlag (feinfleckig, nicht zusammenfliessend, hellrot), der hinter den Ohren beginnt und sich über das Gesicht auf Hals, Rumpf, Arme und Beine ausbreitet. Es besteht lebenslange Immunität. Röteln sind eine harmlose Kinderkrankheit, die keiner weiteren Behandlung bedürfen. Schwere Komplikationen treten jedoch auf, wenn Ungeborene im Mutterleib mit dem Virus infiziert werden. Die grösste Gefahr der Rötelninfektion besteht für das Ungeborene während der ersten drei Schwangerschaftsmonate. Es drohen lebenslange Behinderungen wie Gehörlosigkeit, Augenprobleme (grauer Star, Glaukom und möglicherweise Blindheit), Herzfehler, Hirnschäden und – auf lange Sicht – verschiedene Erkrankungen der Hormonsysteme, zum Beispiel der Schilddrüse oder der Bauchspeicheldrüse. NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse Keuchhusten (Pertussis)(Rubella)(Moribilli) Der Keuchhusten ist eine akute bakterielle, sehr ansteckende Inkubationszeit der Atemwege. Das Bakterium setzt ein spezifisches Gift, das Pertussis-Toxin, frei und bedingt dadurch die Krankheitssymptome. Es haftet an den Schleimhäuten des Atemtrakts und bewirkt dort durch dieses Gift Zellschädigungen. Es entsteht ausserdem eine Entzündung, die zur Bildung von zähflüssigem Schleim führt. Dieser ist Ursache der charakteristischen Hustenanfälle. Inkubationszeit Die beträgt 7 bis 14 Tage. Ansteckungsgefahr besteht ab dem ersten Husten für etwa fünf bis sechs Wochen. Gefürchtete Komplikationen sind: bei Säuglingen Lebensgefahr (Atemstillstand oder Pertussis-Anfall), auch bei älteren Kindern besteht die Gefahr von Lungenentzündung, kleinen Hirnblutungen, Gehirnentzündung. Scharlach (Scarlatina)(Moribilli) Auch Scharlach ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Krankheitserreger sind Streptokokken, die ein spezifisches Gift (Toxin) erzeugen. Durch dieses kommt es zur Bildung von Symptomen und Antikörpern. Die Übertragung geschieht durch Tröpfcheninfektion. Ansteckungsgefahr besteht von den ersten Krankheitsanzeichen bis zu vier Wochen ohne Antibiotikabehandlung. Symptome sind Halsschmerzen mit starker Rötung, Schluckbeschwerden und meistens plötzlich hohes Fieber. Ärzte sprechen von der scharlach-typischen Himbeerzunge. Heute eher selten zu beobachten ist der eigentlich typische feinfleckige rote Ausschlag im Gesicht (unter Aussparung des Munddreiecks). Diphtherie (Diphtheria)(Moribilli) Diphtherie ist eine akute bakterielle Infektionskrankheit. Die Bakterien produzieren ein Gift (Toxin), das zu Zellschäden führt. Dadurch bilden sich im Verlauf der Erkrankung feste graue Membranen auf den Schleimhäuten des Rachens und der Atemwege. Die Toxine wirken aber auch auf Organe ein, die von der eigentlichen Entzündungsstelle weiter entfernt liegen, wie zum Beispiel Herz, Niere, Leber und Nervengewebe. Dies ist die Ursache der gefährlichen Komplikationen der Diphtherie. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Ansteckungsgefahr besteht ab dem Krankheitsausbruch bis zu ihrem Ende. Die Symptome sind starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, Husten, grau-eitrige, nach 12 bis 24 Stunden krustige Beläge auf den Rachenmandeln, leichtes Fieber und eventuell Atemnot und Erstickungsanfälle durch den drohenden Verschluss der Atemwege. Die Krankheit dauert im Allgemeinen zwei bis drei Wochen. NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse Kreuzworträtsel 4 2 1 3 5 6 7 Senkrecht: 2. Diese sehr verbreitete Krankheit haben wohl schon die meisten gehabt. Man ist lichtempfindlich. 4. Virusinfektion des Rückenmarks und der Nerven. Bei Nichtbehandlung können Lähmungen auftreten. 6. Anschwellung der Speicheldrüsen hinter den Ohren und am Kinn. Kinder sollten sich unbedingt gegen diese Krankheit impfen lassen. Waagrecht: 1. Man bekommt erdbeerrote Flecken auf der Zunge. Die Krankheit beginnt mit Fieber, Erbrechen, . 3. Das Unangenehmste sind die juckenden Flecken. 5. Der Ausschlag, den man bei dieser Krankheit holt, beginnt hinter den Ohren. Besonders gefährdet sind schwangere Frauen. 7. Durch diese Krankheit können die Lungen geschädigt werden. Schülerarbeit1993,S. Münger,T.Schaad NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse 1.4. Andere Krankheiten und Infektionen Allergien Cholera Gelbfieber Krebs Lepra Leukämie Malaria Pest Tollwut Typhus Zuckerkrankheit NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse 1.5. Aids Beantworte folgende Fragen mit Hilfe von Büchern, Broschüren und Internet. 1. Was bedeuten folgende Abkürzungen? a) AIDS b) HIV 2. Was bewirkt der Virus? 3. Nenne den Unterschied zwischen HIV-Positiv und HIV-krank. 4. Wie infiziert man sich? 5. Was ist gefahrenlos? 6. Was bedeutet SAFER SEX? 7. Weshalb sollte man über AIDS Bescheid wissen? NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse 2. Alkoholismus 2.1. Die erlaubte Droge 1. 2. 3. NMM•er14•Sek. Aarwangen Suche Bilder aus Illustrierten und Zeitungen zum Thema. Alkohol und seine Wirkung Gestalte diese Seite nach Deinem Geschmack! Suche Gründe, warum Jugendliche alkoholische Getränke zu sich nehmen. Notiere ebenfalls auf dieser Seite. Seite 8 Menschenkunde 7./8.Klasse 2.2. Wirkung des Alkohols Alkohol wird vor allem im Dünndarm sehr schnell in die Blutbahnen aufgenommen und weitergeleitet. Da Alkohol ein Gift für die Zellen ist, können auf die Dauer gesundheitliche Schädigungen von Gehirn, Nerven, Leber, Nieren und Herz auftreten. Auch geistige und seelische Schädigungen sind nicht selten; so z.B. Gefühlsverflachung, krankhafte Eifersucht, Delirium tremens und Halluzinationen. In der Leber wird der grösste Teil des Alkohols abgebaut. Nur ganz wenig durch Schweiss, Urin und Atemluft. Daher dauert der Abbau des Alkohols im Körper mehrere Stunden. Faustregel: pro Stunde 0,1‰ weniger! Mit anderen Drogen und nur wenig Alkohol können grosse Rauschzustände entstehen. Von einer Kombination verschiedener Drogen ist deshalb entschieden abzuraten. Einige Fakten • Jeder 8. Schweizer trinkt Tag für Tag eine Menge Alkohol, die seine Gesundheit gefährdet. • 150 000 Alkoholiker in der Schweiz (450 000 Betroffene) • Alkoholbedingte Todesfälle 1981 1091 Tote • Jährliche Ausgaben für Alkohol 1980 821 Fr. pro Einwohner der Schweiz • Jährliche Kosten wegen Alkohol 1972 1 346 213 000 Franken (1,346 Milliarden Fr.) • Jährliche Kosten wegen Alkohol 1991 über 8 Milliarden Franken Von 15-jährigen Deutschschweizer Schüler trinken 17% 1-mal oder häufiger pro Woche 67% seltener 16% nie Von 16-jährigen Deutschschweizer Schüler trinken 25% 1-mal oder häufiger pro Woche 59% seltener 16% nie Fazit: (nach einer Studie 1978 der SFA in 189 Klassen der CH) • Die Trinkhäufigkeit nimmt mit dem Alter der Schüler zu. • Bei den französisch sprechenden Schüler(Westschweiz) ist der %-Anteil in allen Kategorien höher. 2.3. Promille ‰ Die Höchstgrenze des Alkoholgehalts im Blut in der Schweiz für Verkehrsteilnehmer beträgt 0,8 ‰. In Schweden, Finnland, im Ostblock 0,0 ‰ Prozent Promille pro Hundert pro Tausend ‰ Beispiel: Ein Mann ist 78 kg schwer; er will wissen, wieviel Bier er trinken kann, um unter der Höchstgrenze (CH 0,8 ‰) zu bleiben. 1. Jeder Mensch besteht aus etwa zwei Drittel Körperflüssigkeit(Blut, Lymphe, Wasser usw) 78 kg 2 3 58 kg 58 Liter 58 000 ml 2. Bei 0,8 ‰ als Grenze sind dies 0,8 von 1000 oder 0,0008 58000 ml 0,8 1000 3. 46,4 ml Ein 78 kg schwerer Mann kann also zwischen 40 50 ml reinen Alkohol zu sich nehmen. Dies entspricht etwa 1 Liter Bier.(40 ml reiner Alkohol) NMM•er14•Sek. Aarwangen Seite 8