Arbeitsblatt: Rinder

Material-Details

Lesetexte und Bilder zu folgenden Tieren: Bison, Yak, Wisent, Wasserbüffel, Kaffernbüffel
Lebenskunde
Anderes Thema
3. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

1883
1217
9
11.09.2006

Autor/in

Johanna Berweger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Wasserbüffel Wasserbüffel wiegen bis zu einer Tonne und können bis zu 2 Meter lang werden. Sie sind in Asien zu Hause. Dort ist es meist sehr heiss. Wasserbüffel sind am liebsten in der Nähe vom Wasser. Mit den Hörnern werfen sie Schlamm auf ihren Körper, um die lästigen Insekten loszuwerden und um sich abzukühlen. Sie fressen Gräser und Kräuter. Alte Wasserbüffelmännchen (Bullen) sind so stark, dass sie gefährlich sind. Tiger und Elefanten weichen ihnen sogar aus. Wilde Wasserbüffel werden ca. 20 bis 25 Jahre alt. Gezähmte Wasserbüffel nennt man auch Hausbüffel. Sie geben nur wenig Milch, haben aber sehr viel Kraft. Die Leute brauchen die Büffel, um die Reisfelder zu pflügen. Büffelfleisch ist beliebt, ebenso Haut und Hörner der Tiere. Wasserbüffel, Untergattung Bubalus Kaffernbüffel Kaffernbüffel Kaffernbüffel sind in Afrika zu Hause. Man sagt, dass sie die gefährlichsten Tiere von Afrika sind. Ein angeschossener Büffel lauert im Dickicht auf den Jäger und greift ihn an. Das kann lebensbedrohlich sein! Kaffernbüffel sind sehr anpassungsfähig. Sie sind selbst in Höhen von über 3000 Metern anzufinden. Kaffernbüffel leben in Rudeln von 3 bis 10 Tieren. Sie können sich aber auch zu Herden von mehreren hundert Tieren zusammenschließen. Leittier ist ein Weibchen, während ein erwachsenes Männchen den höchsten Rang einnimmt. Manche Stiere leben einzeln. Diese Büffel weiden vorwiegend nachts. Tagsüber baden sie sich im Schlamm oder ruhen im Schatten. Auf den Rücken der Büffel sieht man oft Vögel sitzen. Diese fressen die Insekten der Büffel. Die einzigen Feinde der Kaffernbüffel sind die Löwen. Die jungen Kälber sind auch durch Hyänen und Krokodile bedroht. Die Stimme der Büffel ist ein Grunzen. Bison Die Bisons leben in Nordamerika. Sie sind etwa 800 kg schwer. Die Kühe sind etwas kleiner als die Bullen. Bisons haben kurze Beine. Die vorderlastig wirkende Gestalt wird durch die Behaarung noch betont. Kopf, Kehle, Hals, Schultern und Vorderbeine haben einen langen Behang. Die Haare können bis 50 cm lang werden. Das restliche Fell ist kurz bis auf den dicht behaarten Schwanz. Das dicke Winterfell löst sich im Frühjahr in Fetzen ab. Bisons leben in Herden. Etwa 30 Tiere schliessen sich zusammen. Wenn das Gras abgeweidet ist, wandern die Tiere weiter. Immer der Nahrung nach. Im Winter wandern die Bisons nach Süden, wo es wärmer wird. Sie können bis zu 650 Kilometer zurücklegen. Das ist etwa gleich weit wie 8 Mal von Nussbaumen nach Zürich! Diese massigen Rinder sind schneller und beweglicher, als man ihnen zutrauen möchte. Sie sind auch gute Schwimmer. Unterwegs durchschwimmen sie ohne weiteres größere Flüsse oder Seen. Im Frühling kommen die Bisons wieder zurück. Bisons müssen täglich die Tränke aufsuchen, denn sie können nicht lange ohne Wasser auskommen. Außer dem Menschen hat der Bison keine Feinde, die ihn ernsthaft gefährden. Wölfe halten sich manchmal in der Nähe der Herden auf, um eventuell geschwächte oder kranke Tiere zu erbeuten. Die Stimme der Bisons ist selten zu hören. Meistens schnauben oder brummen sie nur. Die Kühe bringen meistens ein Kalb zur Welt, Zwillinge sind eine Ausnahme. Das Junge kann wenige Stunden nach der Geburt stehen und laufen. Es ist in der Lage, mit der Herde zu laufen. Ein Jahr lang werden die Kälber gesäugt. Yak Der Yak lebt in den Bergen Tibets, etwa auf 4000 6000 Meter! Die Landschaft ist sehr karg. In den Mulden dieser Landschaft befinden sich Seen und Sümpfe. Bäume gibt es hier nicht. Die Yaks sind hauptsächlich Grasfresser. Sie fressen aber auch Kräuter und Flechten. Im Wasser baden sie sich sehr gerne. Yaks können sehr gut klettern. Bei Schneestürmen rücken die Yaks zusammen und drehen ihre Rücken dem Wind zu. Wildyaks können nur alle 2 Jahre ein Kalb gebären. Während der Paarungszeit lassen Yaks ihre grunzende Stimme hören. Die Männchen kämpfen dann miteinander so heftig, daß sie sich nicht selten ernsthaft verletzen. In weiten Teilen Asiens werden Yaks als Haustiere gehalten. Der Yak wird für allerlei Dinge gebraucht: Er ist ein Lasttier. Er muss Frachten von 150 kg über steile Gebirgspfade befördern. Der Yak ist ein Reittier! Er gibt Milch. Die Milch wird zu Butter und Käse verarbeitet oder getrocknet. Der Yak gibt Wolle. Einmal im Jahr werden die Yaks geschoren. Mit der Wolle macht man Decken und andere Sachen. Mit dem Mist der Tiere wird Feuer gemacht. Yakfleisch ist essbar. Der Schwanz wird als Fliegenwedel gebraucht. Sein Fell gibt den Menschen warm. Wisent Der Wisent war einmal fast ausgestorben. Man hatte seine Wälder gerodet und ihn gejagt. Heute gibt es noch wenige Tiere. Sie leben in Ost-Europa. Der Wisent ist das größte Landsäugetier Europas. Er ist bis zu 2 Meter hoch und wiegt 900 kg. Die Kühe sind kleiner und leichter als die Stiere. Im Vergleich zum Bison ist der Wisent schmal und hochbeinig, weil er im Wald lebt. Er trinkt Wasser. Wenn das Wasser im Winter gefroren ist, schlägt er mit den Hufen Löcher in das Eis. Wisente fressen Laub, Zweige und Knospen, im Winter auch Baumrinde. Wo freie Flächen vorhanden sind, weiden sie Gras. Sie mögen auch Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Wisente sind sowohl tagsüber als auch nachts unterwegs. An trockenen Plätzen nimmt der Wisent gerne Sandbäder. Diese Plätze suchen die Tiere am Mittag auf. Ins Wasser gehen Wisente ohne Weiteres. Sie können gut schwimmen. Sie lieben es, mit den Hörnern im feuchten Untergrund zu wühlen und Schlamm über ihren Körper zu werfen. Wisente können erstaunlich schnell galoppieren, wenn auch nur über kürzere Strecken. Wenn man sie einfangen will, kann es passieren, dass die Tiere einen zwei Meter hohen Zaun überspringen!