Arbeitsblatt: Atomkraft

Material-Details

Energie aus Uran
Geographie
Anderes Thema
7. Schuljahr
2 Seiten

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26.05.2019

Autor/in

Roger Wicki
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Atomkraft: Energie aus Uran Die Kraft der Atome ist schwer vorstellbar. Denn Menschen können sie nicht sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen. Atome sind so kleine Teilchen, dass sie mit dem Auge nicht zu erkennen sind. Sie besitzen eine Hülle aus Elektronen und einen Kern aus verschiedenen Teilchen. Je mehr Einzelteile einen Atomkern ausmachen, umso wackliger ist er und umso einfacher zerfällt er auch wieder. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Atomkern mit Hülle aus Elektronen In Kernkraftwerken wird der Zerfall der Atomkerne künstlich herbeigeführt. Damit möglichst viel Strom bei einer Kernteilung herauskommt, wird die Spaltung des Atoms in den Kraftwerken beschleunigt. Dafür eignet sich das grösste natürliche Atom am Besten: Uran besteht aus besonders vielen Teilchen, die Die Stromerzeugung durch Uran ist sehr wirkungsvoll. Ein Kilogramm reines Uran würde bei seinem Zerfall nämlich rein theoretisch 2,5 Millionen Mal so viel Energie erzeugen, wie ein Kilo Steinkohle, die verbrannt wird. Es ist also einfach, durch wenig Uran viel Strom herzustellen – doch Uran ist auch ganz schön gefährlich. Die Strahlen, die bei dem Zerfall des Atoms entstehen, sind nämlich für den Körper schädlich und können schlimme Erkrankungen hervorrufen. Die Schweiz hat 5 Atomkraftwerke in Betrieb: Beznau und II (Kanton Aargau, in Betrieb seit 1969 bzw. 1972). Mühleberg bei Bern (1972), Gösgen (Solothurn, 1978) und Leibstadt (Aargau, 1984). Der Anteil der Kernkraft an der gesamten Stromproduktion in der Schweiz beträgt im Mittel 38% (Winter bis 45%). Momentan werden die in Schweizer AKWs abgebrannten Brennstäbe in Sellafield (Grossbritannien) oder La Hague (Frankreich) zu wieder einsetzbaren Elementen aufbereitet. In Zukunft sollen die verbrauchten Elemente direkt in einem Zwischenlager (Zwilag) etwa 50 km von Zürich entfernt – deponiert werden, wo diese während 40 Jahren auskühlen, bevor sie dann in ein Endlager dessen Standort noch nicht feststeht überführt werden können. Für die Sicherheit der Endlager wird einiges unternommen. So gibt es beispielsweise im Berner Oberland 450m im Berg ein Felslabor, in dem Forschende aus der Schweiz und dem Ausland u.a. die Eigenschaften des Gesteins untersuchen, um die optimale Umgebung für die Lagerung von radioaktivem Abfall zu bestimmen. Atommüll: Strahlender Abfall Papier, Plastik, Bio – Müll entsteht fast überall; auch in Atomkraftwerken. Brennelemente, technisches Material, Schutzkleidung, sogar Putzlappen und das Gebäude selbst müssen irgendwann entsorgt werden. Aber Atommüll kann nicht einfach so auf eine Müllkippe geworfen oder in einer Recyclinganlage weiterverarbeitet werden. Denn seine radioaktiven Strahlen sind für Mensch und Umwelt sehr gefährlich und halten sich über Hunderte von Jahren. Damit auch unsere Nachfahren in 1.000 Jahren nicht durch die Strahlen gefährdet werden, muss der Müll sicher gelagert werden. Aber niemand weiss genau, wie und wo die strahlenden Überreste über einen so langen Zeitraum bleiben können. Im Moment wird der Müll zunächst in speziellen Behältern, den Castoren, aufbewahrt. Diese Behälter sollen besonders sicher sein, so dass auch wirklich keine Strahlen nach aussen dringen können. Aber auch diese Castoren müssen irgendwo aufbewahrt werden. Weil es noch keine endgültige Lösung für das Müllproblem gibt, soll der Abfall vorerst in den Kernkraftwerken bleiben. Noch bis zum Jahr 2008 wurden die Castoren in Zwischenlager transportiert. Züge und LKW fahren den strahlenden Müll durch die Schweiz. Dabei kommt es immer wieder zu Protesten, denn viele Menschen haben Angst, dass bei einem Unfall radioaktive Strahlung austreten könnte.