Arbeitsblatt: Kelten

Material-Details

Keltische Bräuche/ Gesellschaftsordnung (Unterthemen zeichnen)
Geschichte
Altertum
5. Schuljahr
7 Seiten

Statistik

189908
168
3
05.08.2019

Autor/in

Stefanie Plüer
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Keltische Bräuche und Gesellschaftsordnung (Zeichne passende Bilder zu den Unterthemen) Hochstehende Toilettenkultur der Kelten Da die Kelten selbst kaum etwas über ihre Sitten und Bräuche aufschrieben, ist es schwierig, darüber gesicherte Aussagen zu machen. Belegt ist, dass sie sehr reinlich waren und ebenso wie die Germanen Seife benutzten. Wer die Seife erfunden hat, ist dagegen umstritten. Funde von Scheren, Rasiermessern, Kämmen, Ohrlöffelchen, Pinzetten, Spiegeln, Steckkämmen und Klappmessern für das Necessaire belegen die hohe Toilettenkultur der Kelten. Nach dem griechischen Geschichtsschreiber Diodor, der in Rom lebte, rasierten die Kelten den Backenbart, liessen aber den Schnurrbart wachsen, so dass er den Mund bedeckt. Sie sollen auch die Haare gebleicht haben. Die Stellung der Frau bei den Kelten Einige Quellen bezeichnen die keltischen Frauen als Amazonen, die ebenso stark und kriegstüchtig gewesen sein sollen wie die Männer. Die Grabfunde in der Schweiz scheinen solche Berichte allerdings nicht zu bestätigen: Während vornehme Männer mit ihren Waffen beerdigt wurden, finden sich in Frauengräbern reiche Schmuckbeigaben. Wichtigste Schmuckstücke sind goldene und silberne Halsringe mit raffinierten Verschlüssen, sowie Arm- und Fussspangen. Immerhin scheinen die Frauen bei den Kelten wesentlich mehr Rechte als bei den Germanen und Römern gehabt zu haben. Witwen oder Töchter von Fürsten konnten die Nachfolge antreten. Frauen hatten Mitspracherecht bei Zwistigkeiten und beim Entscheid über Krieg und Frieden und konnten sich ihren Gatten frei wählen. Bauern und Handwerker 1.Teil Grundlage der eigenständigen Kultur der Kelten waren Fortschritte in der Landwirtschaft: Sie erfanden die schwere eiserne Pflugschar, Sense und Sichel sowie die Düngung mit Mergel und bauten Dinkel (Urweizen), Weizen, Hirse, Gerste, Hafer, Roggen, Flachs, Hanf, Mohn, Saubohnen, Erbsen, Linsen und Rüben an. Aus Hirse, Weizen oder Gerste und bitteren Kräutern, dafür ohne Hopfen brauten sie Bier. Nach wie vor lag das Hauptgewicht der keltischen Landwirtschaft aber auf der Viehzucht: Sie hielten grosse Herden von Schweinen, Ziegen, Schafen und vor allem Rindern und betrieben Milchwirtschaft. Die Jagd spielte nur noch eine unbedeutende wirtschaftliche Rolle. Blühender Handel 1.Teil Die Griechen waren um 700 v. Chr. die führende Macht am Mittelmeer, sie errichteten Kolonien als Handelsstützpunkte. Seit etwa 600 v. Chr. trieben Kelten mit griechischen Kolonien in Südfrankreich und Süditalien sowie mit den Etruskern in Nord- und Mittelitalien einen regen Handel. Keltische Goldschmiede stellten feinsten Gold- und Silberschmuck her, das Gold wurde in mühsamer Arbeit aus dem Ufersand des Rheins herausgewaschen. Die Kelten exportierten auch Getreide, Fleischwaren (Schinken, Speck, Rauchfleisch), und Sklaven. Blühender Handel 2.Teil Die Helvetier importierten aus dem Mittelmeerraum Luxusgüter: Schwarze, mit Figuren bemalte keramische Trinkschalen aus Griechenland, bronzenes Geschirr von den Etruskern, grosse kunstvoll verzierte Gefässe zum Mischen von Wein mit Wasser und Gewürzen (Myhrrhen, Wermut und Honig) und natürlich eben diese Zutaten selbst. Weiter erlesene Textilien, Goldschmuck, ägyptisches Parfum in zarten Glasfläschchen. Von den Griechen übernahmen die Kelten gewisse Verzierungen und Muster, die griechischen Schriftzeichen und Münzen (nur für den Gebrauch im Fernhandel, zuhause wurde der Tauschhandel lange beibehalten). Selbst die von Kelten ab Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. selbst geprägten Münzen waren Nachahmungengriechischer und später römischer Vorbilder. Musikinstrumente der Kelten und Barden Die Hauptinstrumente der antiken Kelten waren Carynx und Leier. Die Harfe, die in der modernen neu-keltischen Musik eine wichtige Rolle spielt, kam bei den Kelten auf den britischen Inseln erst später auf. Barden, also Liedermacher oder Balladensänger gibt es nicht nur bei Asterix und Obelix, sie sind auch aus antiken Quellen bezeugt. Bauern und Handwerker 2.Teil Die Kelten benützen die Töpferscheibe (die sie allerdings wohl nicht selbst erfunden haben). Schafe wurden mit Eisenscheren geschoren, die Wolle wurde gesponnen, gefärbt, und daraus an bunte und lebhaft gemusterte Wollstoffe gewoben, die bereits an die bis heute bekannten Schottenmuster erinnern. Ärmellose Röcke und Mäntel wurden nun mit Fibeln (grossen, zum Teil reich verzierten Sicherheitsnadeln) statt mit einfachen Nadeln zusammengehalten. Die Männer trugen stets Hosen und ebenfalls bunt gemusterte Leibröcke.