Arbeitsblatt: Fortnite

Material-Details

Aktueller Artikel aus dem Migros Magazin mit Fragen zum Textverständnis.
Deutsch
Textverständnis
7. Schuljahr
4 Seiten

Statistik

189992
95
7
11.08.2019

Autor/in

monte (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Fortnite bringt Eltern an ihre Grenzen De 7 Text: Migros Magazin, 28.01.2019 5 Das Spiel ist bei Schweizer Teenagern derzeit die Nummer eins. Viele investieren ungezählte Stunden in die virtuelle Welt – und manchmal auch 10 viel Geld. Das Computerspiel „Fortnite ist in Sachen Popularität ein Phänomen: Es wurde weltweit über 140 Millionen Mal heruntergeladen. Dabei hebt es sich 15 auf den ersten Blick nicht von anderen Games ab, die man auf der Playstation, dem Computer und auf dem Smartphone spielen kann. Anfangs loggt man sich ein, erhält eine 20 Spielfigur und trifft sich bald mit anderen Spielern. Das Hauptziel besteht darin, möglichst lange zu überleben und die Gegner mit den unterschiedlichsten Waffen 25 auszuschalten. Das klingt etwas brutal, doch «Fortnite» ist kein blutrünstiges Ballergame mit realistischer Grafik. Es ähnelt einem Comic. Mittlerweile weist das Game weltweit 30 125 Millionen registrierte Spieler auf. Beim Livestream einer Spielsequenz schauten einmal ganze 630 000 User zu – ein Rekord! In die virtuelle Welt taucht man mit Freunden und mit 35 Fremden ein. Stets geht es darum, Punkte zu sammeln, um den eigenen Game-Charakter zu verbessern. Genau darin liegt oft das Problem: «Fortnite» hat grosses Suchtpotenzial. 40 Denn je mehr Zeit man damit verbringt, desto erfolgreicher wird die Spielfigur, desto besser wird der Ruf bei den anderen Spielern – oder auch bei den Schulkollegen im echten Leben. 45 Die Noten wurden schlechter Welches Ausmass das Ganze annehmen kann, zeigte sich bei Familie Schneiter. Seit ein paar Monaten gehört auch der elfjährige 50 Sohn Pascal zur Game-Fangemeinde. «Mir macht es Spass, mit Freunden in dieser Onlinewelt spielen zu können», sagt er. Mit seinem Fortnite-Charakter verbringt er viele Stunden mit Gamen. 55 «Die Noten in der Schule wurden nach den letzten Sommerferien plötzlich schlechter», sagt Mutter Maria Schneiter. «Er wollte ständig spielen, in jeder freien Minute. Manchmal vergass 60 er nicht nur die Zeit, sondern auch Hunger und Durst.» Deshalb zog die [2] 49-Jährige die Notbremse und stellte Regeln auf. 65 70 75 80 Seit einiger Zeit darf Pascal während der Woche maximal eine Stunde pro Tag spielen. Dies auch nur, wenn er gute Noten nach Hause bringt. Am Wochenende stehen ihm täglich 2 Stunden Spielzeit zur Verfügung. «Seit der Abmachung haben sich seine Leistungen in der Schule deutlich verbessert», sagt Maria Schneiter. Doch nicht nur die Probleme in der Schule haben sie zum Handeln veranlasst, sondern auch Pascals Verhalten beim Spielen selbst. «Manchmal wurde er richtig aggressiv und hat herumgeschrien. Da war für mich klar, dass es so nicht weitergehen kann. Pascal akzeptierte die Regeln. «Zuerst fand ich sie gemein», gesteht er, «und ich hatte Angst, dass die Eltern meinen Zugang sperren würden. Bald fand er 85 es aber nicht mehr so schlimm, zumal er nach den Hausaufgaben immer noch gamen darf. Hingegen erhält er kein Geld, um sich Zusatzgadgets im Spiel zu kaufen. Solche «In-App90 Käufe» können sich pro Spieler schnell auf einen Betrag von mehreren hundert Franken summieren. Man will sein Kind nicht isolieren Dass Pascals Hobby Gamen ist, stört 95 die Mutter grundsätzlich nicht sehr. Auch nicht, dass er als Elfjähriger nun mehrheitlich ein Ballergame spielt. «Wir schauen aber sehr genau, welche Spiele mit welcher Altersempfehlung er 100 wählt», sagt sie, «bei ‹Fortnite› fliesst 105 110 115 120 kein Blut, es ist alles harmlos dargestellt, also haben wir es ihm erlaubt. Allerdings haben sich Pascal und seine Freunde sehr schnell in der Onlinewelt abgeschottet, sie seien im echten Leben kaum mehr zusammen draussen gewesen. «Soziale Kontakte sind für Kinder wichtig. Klar treffen sie sich online im Spiel, aber das ist doch nicht das Gleiche wie im echten Leben», erklärt Schneiter. Deshalb habe sie auch mit den Eltern der Kollegen von Pascal geredet, damit das Durchsetzen der Regeln besser funktioniert. «Man will sein Kind ja auch nicht isolieren», sagt sie. Die anderen Eltern berichteten von ähnlichen Problemen mit «Fortnite» und begannen, vergleichbare Regeln aufzustellen wie die Schneiters. Ein motivierendes Spielkonzept Warum «Fortnite» bei Kindern und Jugendlichen ein grosses Thema ist, weiss Medienpädagoge und Lehrer 125 Steve Bass, der auch an seiner Schule ein grosses Interesse am Spiel beobachtet. Er erklärt: «Die Grafik ist sehr gut, das Game hat einen gewissen Spielwitz und nimmt sich 130 dadurch nicht allzu ernst. Zudem ist es kostenlos.» Auch motiviere das GameKonzept dazu, immer weiterzuspielen, und erschwere dadurch das Aufhören. Und: Die einzelnen Spiele seien kurz. 135 «Man kann immer schnell ins nächste Spiel einsteigen.» Das erhöhe ebenfalls den Suchtfaktor. Dass über «Fortnite» in den Medien, auch den [3] sozialen, intensiv berichtet wird, habe den Hype zusätzlich verstärkt. Grundsätzlich hält Bass das Spiel nicht 140 für problematisch. «Da die Darstellung des Inhalts mehr mit einem Comic als mit der Realität zu tun hat, wird sie von den Jugendlichen als fiktiv empfunden. Ähnlich wie beim Betrachten eines 145 Tom-und-Jerry-Zeichentrickfilms. Die sind ja grundsätzlich auch gewalttätig.» Dennoch, das Spielprinzip zeige eine heikle Form der Konfliktlösung: alle anderen abschiessen. Das Spiel wird 150 ab 12 Jahren empfohlen. «Ob jüngere Kinder ‹Fortnite› spielen dürfen, müssen die Eltern entscheiden», meint Bass. Regeln konsequent durchziehen 155 Problematisch wird es laut Bass, wenn – wie bei der Familie Schneiter – andere Bereiche wie die Schule oder Hobbys vernachlässigt werden. «Bei Spielen wie ‹Fortnite› verlieren manche 160 die Selbstkontrolle und füllen ihre Zeit zu sehr mit dem Spiel aus», sagt Bass. Hier dürfen und müssen Eltern einschreiten. «Zuerst sollte man aber wissen, worum es überhaupt geht. Es 165 empfiehlt sich, einige Videos auf Youtube anzuschauen.» Generell sollte es laut Bass zwischen den Eltern und den Kindern stets Regeln zum Medienkonsum geben. 170 «Meistens haben die Eltern die Geräte gekauft, auf denen die Kinder spielen. Also können sie auch Bedingungen für deren Benutzung aufstellen. Kinder müssen lernen, dass der 175 Medienkonsum etwas Besonderes und nichts Selbstverständliches ist.» Wer Regeln formuliert, müsse sie jedoch auch konsequent durchziehen. «Sonst werden sie nicht ernst genommen.» 180 Bass plädiert aber auch dafür, für die Faszination von Games bei den Kindern Verständnis aufzubringen. «Meistens ist es nur eine Phase. Geht sie nicht zulasten der Schule, der 185 Ernährung oder der Pflege des Freundeskreises, ist das auch mal tolerierbar.» Wie lange «Fortnite» bei Pascal noch ein Thema sein wird, wird sich zeigen. 190 Seine Spielfigur hat in den vergangenen Monaten das Level 9 erreicht. Sein vorläufiges Ziel: Level 50 von insgesamt 100. «Dafür muss man schon viel suchten», sagt Pascal. 195 Damit meint er: viel gamen. Auftrag: A) Formuliere inhaltliche Verständnisfragen zum Text. Notiere dir die Antwort separat inkl. Seite u. Zeile. B) Suche schwierige Wörter, die erklärt werden müssten. Gib Seite und Zeile an. Informiere dich und notiere die Antwort separat. 5 [4] Fragen zum Text: Schwierige Begriffe: 1) 1) 2) 2) 3) Fortnite – Fragen zum Text De 7 richtig oder falsch? 1. Das Spiel wurde 140 Millionen Mal heruntergeladen. Es wird aber „nur von 125 Millionen Menschen gespielt. 2. Fortnite ist eigentlich ein blutrünstiges Spiel. 3. Weil die Grafik so realistisch ist, mögen es die Jugendlichen. 4. Das Spiel hat grosses Suchtpotenzial. 5. Pascal vergass wegen des Spiels sogar, etwas zu essen oder zu trinken. Pascal darf wöchentlich weniger als 10 Stunden spielen. Pascal braucht kein Geld um Zusatzgadgets zu kaufen. Pascals Mutter stört sich daran, dass „Gamen Pascals Hobby ist. Es stört sie aber nicht, dass er als 11-Jähriger ein Ballergame spielt. Obwohl Fortnite ein „Ballergame ist, fliesst dort kein Blut. Pascal und seine Kollegen haben sich in der Onlinewelt abgeschottet. Das Spiel ist wie ein Comic, weil die Grafik nicht sehr gut ist. Das Spiel ist faszinierend, weil Konflikte darin auf unterschiedliche Arten gelöst werden können. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. Steve Bass, ein Medienpädagoge, rät, dass [5] zwischen Kindern und Eltern stets Regeln zum Medienkonsum aufgestellt werden sollten. 15. Fortnite hat insgesamt 100 Levels und Pascal hat bereits Level 50 erreicht. 16. 17. 18. 200