Arbeitsblatt: Verhütungsmittel

Material-Details

Dossier mit Informationen zu den verschiedenen Verhütungsmitteln.
Biologie
Anderes Thema
klassenübergreifend
9 Seiten

Statistik

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133
3
02.09.2019

Autor/in

Philip Kämpf
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Verhütungsmittel Natürliche Methoden Frauen können an rund 6 Tagen pro Zyklus schwanger werden, diese Tage werden bei den natürlichen Verhütungsmitteln herausgefunden. Zuverlässigkeit unsicher Erhältlich in der Apotheke Vorteile Keine hormonelle Belastung des Körpers Nachteile Zeitpunkt des Eisprungs kann sich verändern durch Krankheit, Stress, Müdigkeit oder Reisen. Tägliche Beobachtung notwendig Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Diaphragma Die dünne, gewölbte und runde Gummihaut wird in die Scheide der Frau eingeführt. Sie verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter eindringen können. Zuverlässigkeit: relativ sicher Erhältlich ohne Rezept in der Apotheke Vorteile Keine hormonelle Belastung des Körpers. Keine Nebenwirkungen. Nachteile Reizungen und Entzündungen der Scheide. Das Einsetzen braucht Übung. Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Kondom Das Kondom ist ein Gummischutz, der über den steifen Penis abgerollt wird. So können keine Spermien in die Scheide gelangen und die Frau nicht schwanger werden. Zuverlässigkeit sicher Erhältlich in Warenhäusern, Apotheken, Automaten, usw. Vorteile Einziges Verhütungsmittel für den Mann Keine hormonelle Belastung Schützt vor sexuell übertragbaren Krankheiten (z.B. HIV/AIDS) Nachteile Kondom kann abrutschen oder reissen bei falscher Anwendung. Femidom Kondom für die Frau. Verhindert, dass Spermien in die Scheide gelangen. Zuverlässigkeit sicher Erhältlich in der Apotheke oder bei der Aids-Hilfe Schweiz Vorteile Selbstbestimmter und wirksamer Schutz für die Frau Keine hormonelle Belastung Material ist sehr strapazierfähig, latexfrei und bis zu 5 Jahren haltbar. Schützt vor sexuell übertragbaren Krankheiten (z.B. HIV/AIDS) Nachteile Einsetzen brauch Kann verrutschen Penis neben dem die Scheide gleite Kupferspirale Die Kupferspirale ist ca. 3 cm gross, besteht aus einem T-förmigen weichen Kunststoff und ist von Kupferfäden umhüllt. Die Spirale wird in die Scheide der Frau eingeführt. Das Kupfer bewirkt, dass die Spermien nicht mehr befruchtungsfähig sind. Zuverlässigkeit sicher Wird von der Frauenärztin/vom Frauenarzt eingesetzt. Vorteile Es muss nicht täglich an die Verhütung gedacht werden. Verhütende Wirkung dauert 5 Jahre. Keine hormonelle Belastung Erbrechen Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirkung Nachteile Stärkere Menstruationsblutungen und Schmerzen Einsetzen kann schmerzhaft sein Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Hormonspirale Der einzige Unterschied zur Kupferspirale ist, dass die Hormonspirale nicht von Kupferfäden umhüllt ist. Die Hormonspirale gibt regelmässig kleine Mengen des Hormons Gestagen ab. Dieses verdickt den Gebärmutterhals, so dass keine Spermien mehr passieren können. Ausserdem wird die Gebärmutterschleimhaut dünner, so kann sich keine Eizelle mehr einnisten. Zuverlässigkeit sehr sicher Wird von der Frauenärztin/dem Frauenarzt eingesetzt. Vorteile Es muss nicht täglich an die Verhütung gedacht werden. Nachteile Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich Verhütende Wirkung dauert 5 Jahre. Keine hormonelle Belastung Weniger Menstruationsschmerzen Erbrechen Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirkung (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Einsetzen kann schmerzhaft sein Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Verhütungsring Weicher, flexibler Ring aus Kunststoff, welcher die Hormone Östrogen und Gestagen enthält. Diese Hormone verhindern den Eisprung und somit eine Schwangerschaft. Wie bei der Hormonspirale wird die Gebärmutterschleimhaut gehemmt und der Gebärmutterhals verdickt sich. Zuverlässigkeit sehr sicher Mit ärztlichem Rezept in der Apotheke erhältlich. Vorteile Es muss nur alle 3 Wochen an Verhütung gedacht werden Weniger Menstruationsschmerzen Erbrechen Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirkung Nachteile Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Nicht geeignet für starke Raucherinnen Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Hormonpflaster Das Hormonpflaster ist etwa 5x5 cm gross und gibt über die Haut der Frau Hormone ab. Die Hormone des Pflasters verhindern den Eisprung. Zuverlässigkeit sehr sicher Mit ärztlichem Rezept in der Apotheke erhältlich. Vorteile Es muss nur einmal wöchentlich an Verhütung gedacht werden Weniger Menstruationsschmerzen Erbrechen Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirkung Nachteile Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Nicht geeignet für starke Raucherinnen Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Das Pflaster ist sichtbar auf der Haut Hormonstäbchen Das Hormonstäbchen ist ein ca. 4 cm langes Kunststoffstäbchen, das der Frau von der Frauenärztin/ dem Frauenarzt an der Innenseite des Oberarms direkt unter die Haut eingesetzt wird. Das Stäbchen gibt gleichmässig kleine Mengen von Hormonen ab, die den Eisprung der Frau verhindern. Zuverlässigkeit sehr sicher Das Stäbchen wird von der Frauenärztin eingesetzt. Vorteile Verhütende Wirkung dauert 3 Jahre Keine hormonelle Belastung Erbrechen Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirkung Nachteile Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Blutungsunregelmässigkeiten Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten 3-Monats-Spritze Alle drei Monate wird mit Hilfe einer Spritze eine hohe Dosis Hormone in die Gesässmuskulatur der Frau gespritzt. Die Hormone verhindern den Eisprung und verdicken den Gebärmutterschleim, so dass er für Spermien schwer durchdringbar ist. Zuverlässigkeit sehr sicher Spritze wird von Frauenärztin gesetzt. Vorteile Es muss nicht täglich an Verhütung gedacht werden Keine hormonelle Belastung Erbrechen Durchfall haben keinen Einfluss auf die Wirkung Nachteile Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Blutungsunregelmässigkeiten Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Hormonmenge ist relativ hoch, spontane Absetzung nicht möglich Pille Dieses Verhütungsmittel muss von der Frau täglich eingenommen werden. Die Hormone (Östrogen und Gestagen) in dieser Tablette verhindern den Eisprung und verdicken den Schleim des Gebärmutterhalses, so dass er für Spermien schwer durchdringbar wird. Gebärmutterschleimhaut wird dünner und es kann sich keine Eizelle einnisten Zuverlässigkeit sehr sicher Mit ärztlichem Rezept in der Apotheke erhältlich Vorteile Weniger Menstruationsschmerzen Schwächere Menstruationsblutung Gewisse Pillensorten verbessern Hautunreinheiten und Akne Nachteile Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Blutungsunregelmässigkeiten Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Nicht geeignet für starke Raucherinnen Es muss täglich an Verhütung gedacht werden Bei Erbrechen und Durchfall ist die verhütende Wirkung meist nicht mehr gegeben Minipille Die Minipille funktioniert genau gleich wie die Pille. Einziger Unterschied ist der Aufbau der Tabletten. Während bei der Pille die Hormone Östrogen und Gestagen eine Schwangerschaft verhindern, ist es bei der Minipille nur das Hormon Gestagen. Das hat zur Folge, dass es keine hormonelle Belastung durch das Hormon Östrogen gibt für die Frau und ist deshalb besonders geeignet für stillende Frauen. Sterilisation Die Sterilisation kann beim Mann und bei der Frau durchgeführt werden. Beim Mann werden die Samenleiter und bei der Frau die Eileiter durchgetrennt oder abgeklemmt. Somit kann kein Sperma aus dem Körper des Mannes kommen und keine reife Eizelle in die Gebärmutter der Frau gelangen. Eine Schwangerschaft ist somit nicht mehr möglich. Zuverlässigkeit sehr sicher Die Sterilisation können nur Ärzte durchführen. Vorteile Eine der sichersten Verhütungsmethoden Keine Auswirkungen auf den Hormonhaushalt, den Menstruationszyklus und das sexuelle Lustempfinden. Nachteile Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Ist praktisch nicht mehr rückgängig zu machen. Die Notfallverhütungsmittel Pille danach Diese Tablette enthält eine hohe Dosis des Hormons Levonogestrel. Dieses Hormon verhindert in den meisten Fällen eine Schwangerschaft wenn sie bis spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Zuverlässigkeit Je nach Einnahmezeit. In den ersten 12 Stunden ist die Wirkung bei 95% und nimmt dann stetig ab. Die Pille danach kann man ohne Rezept in der Apotheke, bei der Frauenärztin oder beim Hausarzt bekommen. Bei jungen Frauen unter 16 Jahren wird danach eine Beratung bei einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt empfohlen. Vorteile Sichere Notfallverhütung mit wenigen Nebenwirkungen Nachteile Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Hormonbedingte Nebenwirkungen möglich (z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, usw.) Spirale danach Funktioniert gleich wie die Kupferspirale. Kann bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingelegt werden. Zuverlässigkeit sicher Wird von der Frauenärztin eingesetzt. Vorteile Sichere Notfallverhütung mit wenigen Nebenwirkungen Nachteile Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Kann danach als Verhütungsmittel in der Gebärmutter belassen werden Geeignet für Frauen die die Zeitspanne der Pille danach überschritten haben oder keine hormonelle Notfallverhütung einnehmen dürfen Stärkere Menstruationsschmerzen möglich Das Einsetzen kann schmerzhaft sein Der Schwangerschaftstest Mit Hilfe eines Schwangerschaftstest kann eine Frau testen, ob sie schwanger ist oder nicht. Der Test ist ca. 2 nach der Befruchtung einer Eizelle aussagekräftig. Die Frau pinkelt auf den Teststreifen, der Test stellt dann fest ob sich im Urin das Hormon hCG befindet, welches nur im Falle einer Schwangerschaft produziert wird. Bei richtiger Anwendung ergibt der Test ein sicheres Ergebnis. Vorteile Der Schwangerschaftstest kann altersunabhängig in Apotheken, Drogerien, Warenhäusern, Automaten und Beratungsstellen bezogen werden. Schafft Klarheit und gibt Orientierung Nachteile Erst nach 2 Woche nach einer Befruchtung liefert der Test ein zuverlässiges Resultat Keine Auskunft darüber, ob man sich beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit HIV/AIDS oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt hat.