Arbeitsblatt: Kirchliche Missstände Mittelalter

Material-Details

Soll genutzt werden um die Missstände des Mittelalters aufzuzeigen, bevor das Thema Renaissance und letztlich Reformation behandelt wird.
Geschichte
Mittelalter
7. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

191801
14
0
27.11.2019

Autor/in

HAns FRitz
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

AB 1 Das Leben im Mittelalter Kirchliche Missstände Die Kirche hatte am Ende des Mittelalters (6. – 15. JH) grossen Einfluss auf die Menschen. Oberstes Oberhaupt des Christentums war der Papst. Er und seine Berater entschieden wie die Bibel interpretiert werden sollte. Die Päpste nutzten das Amt aber oft, um sich selbst zu bereichern. Sie lebten verschwenderisch und führten Kriege. Einige Bischöfe, Priester und Mönche lebten nicht gerade christlich: Sie tranken übermässig viel Alkohol, hatten Geliebte und vernachlässigten ihre Aufgaben. Die Priester waren zum Teil so ungebildet, dass sie im Gottesdienst nicht einmal aus der Bibel vorlesen konnten. Hohe kirchliche Ämter wie das Bischofsamt wurden einfach an denjenigen verkauft, der am meisten bot unabhängig davon, ob er geeignet war oder nicht. Ein Mann namens Albrecht von Mainz wurde Anfang des 16. Jahrhunderts erst Erzbischof und dann Kardinal, obwohl man jeweils nur ein Amt haben durfte. Die Kirche in Rom wollte nur Geld für diese unerlaubte Ämteranhäufung. Der Papst erliess an-schliessend einen wurde mit Inquisition vorgegangen. Ablass für alle Gebiete in denen Albrecht regierte und schickte einen Ablassprediger namens Johannes Tetzel los. Die Menschen wurden immer unzufriedener mit ihrer Kirche. Andersdenkende Wer sich nicht an die Entscheide des Papstes hielt und eine andere religiöse Meinung vertrat, galt nicht mehr als Christ. Er war ein «Ketzer». Gegen die Ketzer der Sünde Fegefeuer Alle begangenen Sünden mussten mit guten Taten abgearbeitet werden, um die Zeit im Fegefeuer, welches vor dem Himmel wartete, zu verkürzen. Denn nur Heilige kamen direkt in den Himmel. Vor dem Fegefeuer hatten die Menschen grosse Angst. Durch die Verehrung von Heiligen und Reliquien, durch Wallfahrten und den Kauf von Ablass wollten die Menschen diesem Schicksal entgehen. Wenn die Kirche einem Sünder eine zeitliche Sündenstrafe (zum Beispiel 10 Jahre im Fegefeuer) erliess, sprach man von einem Ablass. Man konnte diese Ablassbriefe in der Kirche kaufen und sie auf sich selbst Inquisition: Einrichtung der katholischen Kirche wirkendes, oder (bereits verstorbene) mit großer Härte Angehörige ausstellen und lassen. grausamen Untersuchungsme Die Kirche hat den Verkauf von thoden gegen Ablassbriefen missbraucht, um Abtrünnige, Ketzer viel Geld zu machen. vorgehendes Gericht. Gott und die Welt Immer wieder gab es Reliquien tödliche Sterbliche Seuchen, Hungersnöte, Überreste eines Naturkatastrophen, Missernten, die man aus eigener Kraft nicht verhindern konnte. Von Gott hing es für sie ab, ob sie geschahen und ob man sie überlebte. Daher unternahmen die Menschen alles Mögliche, um Gott gnädig zu stimmen. Kirche und Könige Die damaligen Könige und Fürsten hielten es für ihre Pflicht, die Kirche zu unterstützen und gegen Leute, die falsche religiöse Lehren verbreiteten, vorzugehen. Ihre Gerichte verurteilten die Ketzer letztlich zum Tode. Umgekehrt lehrte die Kirche die Gläubigen, die Macht der Könige und Fürsten anzuerkennen. Q2 Portal der Kathedrale von Bourges. Dieses Portal erinnerte die Menschen daran, dass sie Sünder sind. Immer wieder verstösst er gegen die Gebote Gottes in der Bibel. Gemäss dem Glauben, würde beim jüngsten Gericht Gott über alle Menschen Gericht halten. Jene, die mehr Sünden begangen haben als gute Taten, würden auf ewig in die Hölle kommen, die andern in den Himmel zu Gott.