Arbeitsblatt: Die Schweiz auf dem Weg zum Bundesstaat von 1848
Material-Details
Leitprogramm zur Schweiz nach dem Ancien Regime bis zum Bundesstaaat
Geschichte
Schweizer Geschichte
8. Schuljahr
15 Seiten
Statistik
19265
2669
216
29.04.2008
Autor/in
Philipp Schmid
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Anweisungen zur Arbeit mit einem Leitprogramm Das Leitprogramm enthält alle notwendigen Unterrichtsinhalte, Übungen, Arbeitsanleitungen und andere Hilfsmittel, die du brauchst um selbständig lernen zu können. Das Heft leitet dich durch den Unterricht! Du arbeitest abwechslungsweise alleine, mit deinem Partner oder in kleinen Gruppen. Organisiere deine Arbeit selbst. Du hast dazu zwei Doppellektionen Zeit. Programm 07.02.07 01.03.07 08.03.07 15.03.07 Einführung Übersicht Freies Arbeiten mit dem Leitprogramm Freies Arbeiten mit dem Leitprogramm Prüfung (1.Lektion) Prüfungsbesprechung Rückblick Lehrmittel Durch Geschichte zur Gegenwart 2 Lernziele Du kennst die Wichtigen Ereignisse des Wiener Kongresses (DGzG2, S.155) Du verstehst folgende Begriffe: reaktionär, konservativ, liberal Du weisst wie die neue Ordnung der Schweiz von 1815 aussah (DGzG2, S. 157-158) Du kennst die Begriffe „Regeneration und „Restauration Du weisst was die Liberalen bzw. die Konservativen wollten. Du kannst zwischen einem Einheitsstaat, Bundesstaat und Staatenbund unterscheiden. Du kannst in groben Zügen erläutern wie sich die Schweiz nach 1815 zum Nationalstaat entwickelt hat (liberale vs. konservative Bewegungen) Du kennst die Bundesverfassung von 1848 Prüfung Form: Schriftliche Prüfung Inhalt Leitprogramm DGzG2 S. 154-188 [ohne: S. 156, „Der Züriputsch (S.166), „Der Ruf nach Einheit (S.166-171), „Der Ausgang des Sonderbundkrieges (S.181-183)] 1 29.04.2008 Warm up! Eine kurze Repetition als Überblick. Nenne für jede Spalte 3 Stichworte, die für die entsprechende Periode kennzeichnend sind. Ancien Régime vor 1798 Helvetik 1789-1803 Mediation 1803-1814 1) Restauration 1815 1830 Napoleon ist besiegt und die revolutionären Unruhen finden im Jahre 1815 ein Ende. Mit dem Wiener Kongress erhielt Europa eine neue Ordnung. 1.1 Trage die wichtigsten Ergebnisse des Wiener Kongresses zusammen. Was wurde an diesem wichtigen Kongress im Jahre 1815 beschlossen? Versuche die Aufgabe zuerst aus dem Kopf zu lösen. Lese dann die S. 155 zur Ergänzung Ergebnis Erklärung 2 29.04.2008 1.2 Versetze dich in die Zeit von 1815. Wärst du glücklich über die neuen Bestimmungen vom Wiener Kongress? Begründe deine Meinung kurz. (PA) Auch in der Schweiz war es zu dieser Zeit etwas unruhig. Während die alten Kantone erhofften zu den Zuständen vor 1798 (Ancien Régime) zurück zu kehren wehrten sich die Bewohner der 1803 zu Kantonen aufgestiegenen ehemaligen Untertanengebiete. Die Grossmächte mussten eingreifen um einen Bürgerkrieg zu verhindern. Schliesslich schlossen die Kantone unter dem Druck der Grossmächte den Bundesvertrag von 1815 ab. Lese die Seiten 157 – 158 im DGzG2 1.3 Schreibe nun einen Merksatz zu jedem dieser Bilder: Versuche dich an den Text zu erinnern und schreibe die Merksätze auf ohne dabei im Buch nachzuschauen. 3 29.04.2008 1.4 „Alle Kantone sind gleichberechtigt ist diese Bestimmung konservativ? Erkläre anhand dieses Beispiels was mit dem Begriff „konservativ gemeint ist? 1.5 Gibt es auch heute noch konservative Menschen? Wo begegnet man diesem Begriff heute noch? Nenne ein Beispiel. (PA) 1.6 Warum wurde am Wiener Kongress das Gleichgewicht der Grossmächte angestrebt? Welche Folgen hatte dies für Frankreich? 4 29.04.2008 Hast du die Fragen ehrlich und selbstständig beantworten können? Falls dies der Fall ist fahre auf der folgenden Seite fort. Wenn du noch unsicher bist, dann lese doch nochmals die entsprechenden Seiten in DGzG2 (S.154-159) oder formuliere eine Frage, die du der Lehrperson stellen möchtest. Fragen: 1.7 Ergänze die Lücken im folgenden Text! Der Wiener Kongress brachte eine Zeit der Ruhe und des Friedens. Er zerstörte aber auch viele Hoffnungen. Im 18. Jahrhundert hatten die Philosophen der die Meinung vertreten, jeder Mensch habe die Fähigkeit, vernünftig zu denken und zu handeln. Sie hatten daher gefordert, man müsse den Menschen zum selbstständigen Denken und Handeln geben. Durch die schienen die Freiheitsrechte der Menschen Wirklichkeit zu werden. Jetzt aber lag alle Gewalt wieder bei den Monarchen. Die Menschen, die gegen Napoleon in den Krieg gezogen waren, hatten gegen die französische Fremdherrschaft, aber nicht für die Macht der eigenen Herrscher gekämpft. Sie waren nun enttäuscht. Wie du aus dem Text entnehmen kannst gab es offensichtlich auch Leute, die nicht konservativ eingestellt waren und die Gedanken der Aufklärung verfolgten. Diese Menschen nannte man Liberale. 1.8 Gegenüberstellung! Notiere je 3 Merkmale. (PA) konservativ liberal 5 29.04.2008 Zwei zentrale Forderungen der Liberalen war es die Gewaltenteilung zu realisieren und eine Verfassung einzuführen. Lese das Kapitel „Liberale Forderungen auf S.160 /161 1.9 Die folgende Grafik zeigt die Gewaltenteilung wie sie heute in der Schweiz geregelt ist. Ist dies ein Modell der Liberalen aus dem 19. Jahrhundert? Begründe deine Meinung mit Hilfe des Textes, den du eben gelesen hast. Bevor du auf der folgenden Seite mit dem Kapitel „Regeneration weiterfährst solltest du dir nochmals überlegen ob du folgende Lernziele erreicht hast: Du kennst die Forderungen der Liberalen Du verstehst was Gewalteneilung bedeutet Du weisst was eine Verfassung ist Du weisst wieso die Liberalen in der Zeit nach 1815 unzufrieden waren Falls du denkst, dass du diese Lernziele erreicht hast, fahre auf der folgenden Seite fort. Falls dies nicht der Fall ist, schreib deine Fragen und Unklarheiten auf. Versuche diese Fragen mit Hilfe des Buches zu lösen oder bitte die Lehrperson um Hilfe. Fragen und Unklarheiten: 6 29.04.2008 2) Regeneration 1830 1848 Lese das Kapitel „Opposition der Liberalen in der Schweiz sowie das Kapitel „Erfolge der Liberalen in der Schweiz. (DGzG S. 161-163) 2.1 Interpretiere diese Karikatur. Setze die Zeichnung in Bezug zu den Ereignissen um 1830/31. Vorgehensweise Bestandesaufnahme: a. Beschreibe zuerst sorgfältig das „Hosenlupf-Paar. Weise bei der oberen Figur auf mindestens 3 Merkmale hin. b. Wo findet der Kampf statt? (Kampfplatz, Hintergrund) c. Was ebnet den unteren Figur den Weg? Interpretation: Frage dich nun was die Elemente deiner Bestandesaufnahme bedeuten. Autor, a. b. c. Absicht, Wirkung: Für wen ergreif der Karikaturist Partei? Was will er mit seiner Darstellung erreichen? Hätte man dieselbe Wirkung statt mit einer Karikatur auch mit einem Text erzielen können? 7 29.04.2008 Mit der Liberalisierung der meisten schweizerischen Kantonen im Jahre 1830 ist die Zeit der Regeneration (Neuentstehung) angebrochen. Unter anderem wollten die Liberalen Reformen im Schulwesen durchsetzen. Lese das Kapitel „Reformen im Schulwesen (DGzG2 S.163) 2.2 Mit dem Hintergrund der Aufklärung, kannst du dir vorstellen wieso die Schule für die Liberalen so wichtig war? Welches ist deine Vermutung? „die 7 Todsünden der Geistlichen (1832) „Ja, es gib keine Sünde, kein Laster, keine Schändlichkeit, kein Greuel, welche die Geistlichen unter dem Mantel der Religion nicht verübten. Auch jetzt findet man eine sehr grosse Zahl sowohl reformierter als auch katholischer Geistlicher bei uns., die jeden verdammen und verketzern, der einen Buchstaben von dem abweicht, was sie sagen und schwatzen., welche die Vernunft, diesen Ausfluss des Geistes Gottes, höhnen und lästern, in die unterste Hölle verwünschen und immer nur zum Festhalten am lieben Alten . ermahnen . Eben diese Geistlichen vereinigen sich in Klöstern und verüben . die schändlichsten, grauenhaftesten Dinge, morden ihre Zeit durch sündhaftes Geplärre, durch Mästung ihrer Bäuche und verbreiten Faulheit, Dummheit, Aberglauben . 8 29.04.2008 2.3 Bearbeite folgende Arbeitsaufträge (PA): a. Bespreche mit einem Partner was für Gedanken euch beim lesen dieser Textquelle durch den Kopf gehen. b. Sind das die Worte einer konservativen oder einer liberalen Person? c. Wer wird hier verurteilt? Welches sind die Vorwürfe an die Verurteilten? d. Könnten auch in der heutigen Zeit noch solche Worte gegenüber der Kirche gesprochen werden? Begründe deine Meinung kurz. b. c. d. Lese nun das Kapitel „Die Liberalen stossen auf Widerstand (DGzG S.163) Gehe die folgenden Lernziele durch: Du weisst was mit der Liberalisierung der Schweizer Kantone in den 1830er Jahren gemeint ist. Du kennst die Forderungen der Liberalen Du weisst wieso die Kirche den Liberalen ein Dorn im Auge war. Du weisst wieso die Liberalen Forderungen im Schulwesen forderten. Falls du denkst, dass du diese Lernziele erreicht hast, fahre auf der folgenden Seite fort. Falls dies nicht der Fall ist, schreib deine Fragen und Unklarheiten auf. Versuche diese Fragen mit Hilfe des Buches zu lösen oder bitte die Lehrperson um Hilfe. Fragen und Unklarheiten: 9 29.04.2008 2.4 Erstelle alleine oder mit einem Partner ein Mindmap zum Begriff „Nation. Was verstehst du darunter? Was kommt dir dazu in den Sinn? Nation 2.5 Diskutiert in einer 2er- oder 3er Gruppe was die Schweizer zu der damaligen Zeit von anderen Völker unterschieden haben könnte. Worin liegt die gemeinsame Herkunft der Schweizer? Was macht den Schweizer zum Schweizer? (PA) Protokolliert euer Gespräch in Stichworten! Die Besonderheiten des Schweizervolkes Lese die S. 171-172 im DGzG2 2.6 Die Vorteile eines Bundesstaates aus der Sicht der Liberalen. Liste auf! 1. 2. 3. 10 29.04.2008 2.7 In der folgenden Tabelle sind 3 verschieden Staatsformen illustriert. Beschrifte sie und schreibe je eine kurze Definition. 2.8 Diskutiert zu zweit oder zu dritt die Vor- und Nachteile der beiden Staatsformen. (PA) Einheitsstaat Vorteile Nachteile Bundesstaat Vorteile Nachteile Lese die S.173-178 2.9 Durch die liberale Herrschaft sah die Kirche den christlichen Glauben bedroht. Welchen Stellenwert hat die Kirche in der heutigen Zeit? Diskutiert diese Frage in einer Kleingruppe. Folgende Stichworte sollen euch bei der Diskussion ein paar Anregungen geben: Islam – Religionsvielfalt – Kirchenaustritte – etc. 11 29.04.2008 2.10 Zähle zwei Gründe auf, welche die Konservativen gegen eine Vereinheitlichung der Schweiz anführten. 2.11 Beschreibe in eigenen Worten wie es zum letzten schweizerischen Bürgerkrieg gekommen ist. 2.12 Zeichne die Sonderbundskantone farbig ein. 12 29.04.2008 Mit der Bundesverfassung von 1848 endet die Phase der Regeneration in der Schweiz. Die Schweiz ist nach langen Jahren der Auseinandersetzungen ein Bundesstaat geworden. 2.13 Die folgenden Bilder sind durcheinander geraten. Welche Aufgaben wurden mit der Bundesverfassung von 1848 den Kantonen welche dem Bund zugeordnet? Bringe Ordnung ins Chaos! 2.14 Erkläre was das Wort „Föderalismus bedeutet? 13 29.04.2008 Basics: Eine kurze Repetition Historische Ereignisse Konservative Aktion Liberale Aktion .war eine Reaktion auf. . hatte Datum/ Auswirkungen auf. Zeitabschnitt Freischarenzüge Die Stadt Luzern wird zweimal militärisch angegriffen – ohne Erfolg Bundesvertrag Tagsatzung wieder eingeführt, starke Kantone, keine Freiheitsrechte Sonderbund Schutzvereinigung von 7 Kantonen zur Wahrung ihrer Souveränität Jesuitenberufung Erlaubnis an Jesuiten, in Luzern nach Regeln ihres Ordens zu wirken Bundesverfassung Freiheitsrechte; Bundesstaat mit Bundesrat, Nationalund Ständerat Klösteraufhebung Im Aargau werden vier Männer- und vier Frauenklöster geschlossen 14 29.04.2008 Gratuliere nun hast dus geschafft!!! Ich hoffe dir hat es Spass gemacht der Spur unserer Schweizergeschichte ein Stück entlangzugehen. Für die Prüfung wünsche ich dir viel Glück. Auch diese letzte Hürde wirst du bestimmt noch packen! Quellenangaben: Durch Geschichte zur Gegenwart 2 Dokumentation I, „Von der alten zur neuen Schweiz, Fachdidaktik Geschichte W06 Dokumentation II, „Von der alten zur neuen Schweiz, Fachdidaktik Geschichte W06 Der Staat, Jakob Fuchs Claudio Caduff 15 29.04.2008