Arbeitsblatt: Dossier Lernen zu lernen

Material-Details

Dossier Lernen zu lernen
Lebenskunde
Anderes Thema
3. Schuljahr
24 Seiten

Statistik

195489
557
28
02.11.2020

Autor/in

Eliane Bolliger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Lernen zu lernen Lernstrategien Name: Lernziele: 1. Ich weiss, was wichtig ist, um optimal lernen zu können. 2. Ich kann einen gelungenen Hefteintrag verfassen und kenne die 7 Merkpunkte. 3. Ich kenne die 5 Lernstrategien. 4. Ich kann die 5 Lernstrategien anwenden. Dieses Heft mit all den Übungen soll dir beim Lernen helfen. Du wirst Einiges über das Lernen an sich erfahren, wie du am besten lernst und was es braucht, um Erfolg in der Schule zu haben. Dies sind einige Themen aus diesem Heft: Wie funktioniert Lernen? Wie funktioniert das Gehirn? Was ist wichtig für gutes Lernen? Welche Lerntechniken machen es mir einfacher? Was hat meine Schrift mit dem lernen zu tun? Wie lerne ich am besten für Prüfungen? Welche Fragen hast du zum Thema „Lernen? Was für ein Gefühl verbindest du mit dem Wort „lernen? Als Erstes wollen wir schauen, wie du bisher gelernt hast. Beantworte die Fragen ehrlich. Vielleicht wirst du dich wundern, was manche Fragen mit dem Lernen zu tun haben – aber dazu kommen wir später. 1. Wann machst du deine Hausaufgaben? Wie lange brauchst du dafür? 2. Zeichne deinen Arbeitsplatz zu Hause. 3. Was geschieht um dich herum, während du Hausaufgaben machst? Wer ist noch mit dir im gleichen Raum? 4. Wie verbringst Du Deine Freizeit? Fernsehen Musik hören PC/ PSP 5. Sport lesen anderes: Zu welcher Zeit gehst du ins Bett? Suche dir ein Kind in der Klasse, besprecht die folgenden Fragen und schreibe die Lösung deines Partners/deiner Partnerin auf: • Wo hast du zu Hause Platz zum Lernen? • Wer bestimmt, an welchem Platz du lernen und arbeiten kannst? • Ist es dort ruhig oder laut? Wieso? • Wie ist dieser Platz beleuchtet? Lampe, Tageslicht, . • Ist dieser Platz dir alleine oder teilst du ihn mit jemandem? • Ist dieser Platz zu gross oder zu klein oder gerade recht? Was gefällt dir am Arbeitsplatz des anderen Kindes? Was gefällt dir weniger gut? Schau dir den Arbeitsplatz dieses Kindes an. Male die Dinge, welche das Arbeiten stören rot aus. Was das Kind zum Lernen benötigt kannst du grün ausmalen. Welche Gegenstände brauchst du meistens, um deine Aufgaben zu erledigen? 1. Die Lernumgebung Der Arbeitsplatz Lernen ist Arbeit. Wenn du ernsthaft Lernen möchtest, dann brauchst du einen guten Arbeitsplatz. Der Arbeitsplatz sollte praktisch und gemütlich sein. Man will sich nämlich auch gerne daransetzen, ohne dabei abgelenkt zu werden. Man muss herausfinden, was schön und gemütlich macht, aber nicht ablenkt. Wichtig ist dabei auch, Ordnung auf dem Tisch zu halten. Dies ist nicht schwer, wenn er als reiner Arbeitsplatz verstanden wird und sich nicht CDs, Turnschuhe und Comics darauf türmen. Voraussetzung für sinnvolles Arbeiten ist ein vernünftiger Schreibtisch in ausreichender Grösse. Für das häufig benötigte Material muss ausreichend Platz sein: Übereinander liegende Blätter, in denen man wühlen muss und die herunterfallen, sind nervig. Stifte, Taschenrechner, Spitzer, Zirkel, Mäppchen müssen gut greifbar sein. Natürlich brauchst Du auch im Unterricht einen guten Arbeitsplatz. Achte darauf, dass sich nur Dinge, die mit dem jeweiligen Fach zu tun haben, auf dem Tisch befinden. Versorge alles andere in deine Tasche oder unter die Bank. Zeichne nun deinen Arbeitsplatz, der ideal zum Lernen ist. Zu Hause oder in der Schule. Die Zeiteinteilung Zuerst legt man sich alles zurecht, was für die Hausaufgaben benötigt wird. Auf dem Schreibtisch wird alles so deponiert, dass man nur noch zugreifen muss. Dann sollte man sich noch über die Reihenfolge klar werden. Für einige ist es sehr hilfreich, mit einer leichteren Arbeit anzufangen und nach dem ersten Erfolgserlebnis sich die schwierigste vorzunehmen. Daneben ist ein Wechsel von mündlichen und schriftlichen Aufgaben sinnvoll. Beachte auch: Was muss schon bald fertig sein? Was ist wichtig? Diese Dinge haben absolut Vorrang. Arbeite nun eine Aufgabe nach der anderen ab und hake sie auf dem Wochenplan ab. So siehst du, was du schon erledigt hast. Feste Arbeitszeiten fördern die Konzentration: Jetzt ist Lernen dran. Versuche, deine Hausaufgaben möglichst bald zu erledigen, wenn du zu Hause bist. Gönne dir eine kleine Pause aber achte aber darauf, dass es nicht zu spät wird. Auch eine Pause ist Arbeitszeit. Klingt komisch, ist aber wahr. Natürlich ist Pause nicht gleich Pause. Wer lernt, arbeitet mit dem Kopf. Zeitunglesen oder Computerspielen ist dann keine Erholung! Pause heisst Abwechslung, Bewegung, Gespräche, Aufräumen, Blumengiessen oder Zähneputzen. Vorsicht vor zu angenehmen Beschäftigungen, die Rückkehr zur Arbeit fällt schwerer! Ist die Pause zu kurz, ist man nicht erholt. Macht man zu lange Pause, ist man raus und hat keine Lust zum Weiterarbeiten. Die Dauer der Pause ist sehr wichtig. PausenTyp Dauer Unterbrechung des Lernens Unterbrechu 1 Minute ng nach 10 Minuten; nach Bedürfnis Mini-Pause 5 Minuten nach 30 Minuten Grössere Pause 15-20 Minuten nach 2 Stunden Erholungspa 1 bis 2 use Stunden nach 4 Stunden Nach der Schule steht also die grössere Pause von 15 – 20 Minuten an (gerechnet an 2 Lektionen Nachmittagsunterricht nach einer langen Mittagspause). Für manche Schüler/in mag ein längerer Schulweg als Pause bereits ausreichen, ein anderer braucht Zuhause vielleicht noch einige Minuten. Musik oder Lärm? Es ist wichtig, dass du beim Lernen nicht gestört wirst. Du brauchst einen ruhigen Arbeitsplatz ohne Gespräche, Fernsehen oder sonstigen Ablenkungen. Lernen ist mühsam, wenn man sich immer wieder neu konzentrieren muss. Manche Schüler lernen gerne mit Musik. Solange es leise Musik ist, die im Hintergrund spielt, ist dies sicher kein Problem. Besser ist sicher: keine Musik. In der Schule ist es ebenso wichtig, dass du dich gut konzentrieren kannst. Auch hier solltest du dich nicht durch Gespräche mit dem Tischnachbarn vom Unterricht ablenken und damit auch noch andere Schüler stören. Wenn es etwas zum Thema zu besprechen gibt, sollte dies so leise geschehen, dass es nur so wenige Schüler wie möglich hören können. Dein Schulmaterial Natürlich ist es sinnlos, für Englisch Hausaufgaben machen zu wollen, wenn das Buch in der Schule liegt. Andersherum kannst du auch nicht richtig in Mathematik mitarbeiten, wenn dein Rechenheft noch Zuhause in deinem Zimmer liegt. Klingt logisch, oder? Übrigens: Schultasche und Etui gehören zu jedem Schüler. Sie sollen beide nicht in der Schule bleiben, sondern sind dein ständiger Begleiter. Stichwort „Etui: Kreuze ehrlich an, was du von deinem Material gerade dabei hast. Füller Tintenkiller Radiergummi Bleistift Spitzer Gümmelistift Lineal Textmarker Geodreieck Zirkel Stift, rot Stift, grün Stift, gelb Schere Leimstift Stift, blau Was fehlt? Es ist deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass du alle diese Dinge bei dir hast! 2. Lernen und Gedächtnis Wie lernst du? Englisch Wörter: Mathematik: NMG: Die wichtigste Aufgabe des Gedächtnisses ist das Vergessen. Wir würden verrückt (wirklich!), wenn wir uns an alles erinnern würden, was wir wahrnehmen. Das Gedächtnis schottet sich in drei Stufen ab: Das Ultrakurzzeitgedächtnis Das Kurzzeitgedächtnis Im Langzeitgedächtnis 3. Saubere Schrift und Darstellung Ein gut geführtes Heft erleichtert das Lernen. Welche Tipps würdest du dem Kind geben? Hier einige Merkpunkte, wie ein Hefteintrag gut gelingen kann: Platz offen lassen, damit man sieht, dass etwas Neues beginnt (eine Zeile Abstand). Die Titel kannst du etwas grösser und farbig schreiben, oder ihn unterstreichen. Lasse eine Zeile offen nach dem Titel. Beginnen die Texte am Anfang einer Zeile und schreibe bis zum Rand wo die Schreiblinien aufhören. Schreibe auf die Linien. Schreibe fehlerfrei ab! Radiere Fehler aus, schreibe nicht einfach darüber. Auch wenn ich sauber und genau arbeite, und leserlich schreibe, versuche ich trotzdem zügig vorwärts zu kommen. Bilder schneide ich mit einer Schere aus und klebe sie sauber ein. So können meine Hefteinträge aussehen: Suche dir ein Thema aus, das du magst und über das du gerne einen Hefteintrag machen möchtest. Denke an die Tipps auf den vorherigen Seiten und berücksichtige sie. Du hast für deinen Eintrag diese Seite zur Verfügung. Viel Spass! 4. Lernstrategien a) Markieren und Strukturieren b)Mindmap Zusammenfassung Wenn du einmal eine Katze genau beobachtet hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass sich die Ohren häufig bewegen, oft sogar in unterschiedliche Richtungen. Hast du schon einmal ein verdächtiges Geräusch gehört? Dann hast du sicherlich deinen Kopf in die Richtung gedreht und überlegt, woher der Ton kommt. Bei Katzen passiert das automatisch, ohne dass sie darüber nachdenken müssen. Eine Katze erkennt auch sofort, woher der Ton kommt, während wir Menschen länger hinhören müssen. Katzen haben also ein sehr gutes Gehör. Sie können Töne wahrnehmen, die so hoch sind, dass wir Menschen sie schon gar nicht mehr hören. Zahlreiche Geräusche klingen für sie viel lauter als für uns. Als Halter sollte man darauf Rücksicht nehmen. Einige Geräusche klingen für uns noch normal, sind für eine Katze aber viel zu laut. Markiere alle wichtigen Wörter mit einem Leuchtstift. Versuche nun, selber ein Mindmap zu gestalten. Die Fasse den Text kurz und in eigenen Worten zusammen: c) Lernplakat d)Spickzettel e) Karteikarten Ein Beispiel für solche Karteikarten ist der „Wörterspital. Nimm deine Geschichte vom Lausbuben oder wilden Mädchen und wähle drei neue Wörter für den Wörterspital aus. Schreibe sie auf Karteikarten. Beantworte für dich die folgenden Aussagen mit dem passenden Smiley. Was hast du von diesem Dossier gelernt, was du dir unbedingt merken willst?