Arbeitsblatt: Humanbiologie

Material-Details

Skelett, Gelenke und Muskeln- Kurzes Dossier
Biologie
Anatomie / Physiologie
8. Schuljahr
9 Seiten

Statistik

195625
97
4
12.11.2020

Autor/in

Simu (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Humanbiologie Das menschliche Skelett Wenn wir auf die Welt kommen, haben wir über 350 Knochen. Viele wachsen im Laufe der Zeit zusammen, so dass ein ausgewachsener Mensch über ca. 206 Knochen verfügt. Die Hälfte davon befindet sich in den Händen und Füssen. Die Knochen verleihen dem Körper seine Stabilität, bieten gleichzeitig Schutz und bilden ein Gerüst für all unsere Organe. • Beschrifte das Skelett mithilfe der untenstehenden Wörter. Oberschenkelknochen Mittelfussknochen Speiche Fingerknochen Schienbein Wirbelsäule Oberarmknochen Kniescheibe Becken Schlüsselbein Wadenbein Rippen/ Brustkorb Zehenknochen Fersenbein Schädel Steissbein Elle Schulterblatt Fusswurzelknochen Humanbiologie Humanbiologie Der Aufbau von Knochen Knochen bestehen aus einer gummiartigen Grundmasse, in die harter Knochenkalk eingelagert ist. Das macht die Knochen sehr stabil und gleichzeitig elastisch. Es gibt verschiedene Knochenarten, die anhand ihrer Form unterschieden werden können: Die langen Oberarm- und Ellenknochen beispielsweise bezeichnet man als Röhrenknochen. Sie sind gross und lang gestreckt und der Knochenschaft des Oberarmknochens ist röhrenförmig gebildet. Röhrenknochen sind von einer durchbluteten Knochenhaut umhüllt. Diese sorgt für das Knochenwachstum und ernährt den Knochen. Des Weiteren ist die Knochenhaut von Nervenbahnen durchzogen. Zudem sind die Röhrenknochen von Blutgefässen durchsetzt, sie enthalten eine Markhöhle mit rotem Knochenmark, in dem rote Blutkörperchen gebildet werden. Die Röhrenknochen zeichnen sich durch eine leichte Bauweise aus, die dennoch eine hohe Stabilität und Schlagfestigkeit bietet, besonders an den Gelenken, z.B. durch die Knochenbälkchen am Gelenkkopf. Die flachen Knochen des Schädels, des Brustbeins, des Beckens und des Schulterblatts nennt man Plattenknochen. Ähnlich wie die kurzen Knochen, zu denen die Hand- und Fusswurzelknochen sowie die Wirbelknochen zählen, besitzen sie keinen Hohlraum. 1. Lies den Text und nenne die verschiedenen Knochentypen. Gib jeweils zwei Beispiele an. 1. 2. 3. 2. Beschrifte die Abbildung des Röhrenknochens (Oberschenkelknochen) mithilfe der Informationen aus dem Text. 3. Ergänze den folgenden Lückentext über den Aufbau von Röhrenknochen. Die Knochen des Skeletts gehören zu den härtesten Teilen des menschlichen Körpers. Der Oberarmknochen ist ein Beispiel für einen Er ist von einer durchblutetenumgeben. Die äussere kompakte Knochenschicht ist sehr hart und stabil. Das Innere des Knochens ist besonders an den Enden von vielen netzartig durchzogen. Diese funktionieren wie die Verstrebungen bei einem Kran und verleihen dem Knochen zusätzliche Stabilität. Die Kochen sind durchsetzt von lebenden Zellen, die versorgt werden müssen. Aus diesem Grund sind die Knochenhaut und der Knochen selbst von und durchzogen. Beim Oberarmknochen ist der hohle mit gefüllt. Im Knochenmark werden die gebildet. Humanbiologie Die Wirbelsäule Die Wirbelsäule – eine bewegliche Stütze Die Wirbelsäule verbindet Schädel und Beckenknochen und verläuft durch die Mitte des Körpers. Daneben ermöglicht sie, dass Menschen aufrecht gehen können. Die Wirbelsäule ist somit stabil und gleichzeitig beweglich. Sie ist nicht gerade, sondern sieht so aus, als würdest du zwei langgezogene „S untereinander schreiben. Sie besteht aus über 30 Wirbeln, die den Körper aufrecht halten. Die Wirbel im Kreuzbein und Steissbein sind verkümmert und fest miteinander verwachsen. An den Wirbeln setzten die Rückenmuskeln an. Die Wirbelsäule schützt Wenn man einen Wirbelknochen von oben betrachtet, erkennt man, dass die Wirbel einen schützenden Kanal bilden, in dem das Rückenmark liegt. Es handelt sich dabei um einen Nervenstrang, mit dem das Gehirn und die verschiedenen Bereiche des Körpers verbunden sind. Bandscheiben – Stossdämpfer des Körpers Zwischen den Wirbeln liegen die Bandscheiben. Das sind Gelkissen, die wie die Stossdämpfer im Auto wirken. Sie puffern Stösse und Erschütterungen ab. Dabei werden sie tagsüber „plattgedrückt und verlieren etwas Wasser. Während des Schlafs wird die Wirbelsäule entlastet. Die Bandscheiben nehmen wieder etwas Flüssigkeit auf. Beim Bandscheibenvorfall reisst eine Bandscheibe ein und es tritt etwas von der Gelmasse aus. Rückenprobleme Viele Menschen haben heutzutage Rückenprobleme. Häufig leiden sie an Schmerzen, deren Ursache Abnützungserscheinungen der Wirbelsäule sind. Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um eine Erkrankung des Alters. Gerade in den letzten Jahren gehören verstärkt Kinder und Jugendliche zu diesen Patienten. Dies lässt sich auf eine falsche Haltung beim Sitzen in der Schule und vor dem Fernseher oder Computer zurückführen. a) Suche einen Partner/ eine Partnerin und taste mit deinen Fingerspitzen die Wirbelsäule ab. Benenne den Teil des Wirbels, den du fühlen kannst (vgl. Abb. 1). b) Miss deine Körpergrösse am Morgen und am Abend. Vergleiche die Messwerte und begründe die Veränderung. Am Morgen: cm; am Abend: cm c) Welches sind die Aufgaben der Wirbelsäule? Notiere! d) Erkläre jemandem mit Hilfe der Abb. 2 den Bandscheibenvorfall und die Nervenquetschung. Humanbiologie Ganz schön gelenkig – die Gelenke 4. Ordne richtig zu! Teil des Gelenks Die Gelenkschmiere. Die Gelenkkapsel. Der Knorpel. Die Bänder Funktion .halten das Gelenk zusammen .verringert die Reibung. .polstert und hält Stösse ab. .hält die Knochen zusammen. Humanbiologie Die Muskulatur Mit leicht angewinkelten Beinen prellt der Basketball-Spieler mehrmals den Ball auf den Boden. Dann umspielt er mit einer geschickten Körpertäuschung seinen Gegner, springt hoch und wirft den Ball in den Korb. Was auf den ersten Blick spielerisch leicht aussieht, ist gar nicht so einfach. Alle Bewegungen ergeben sich aus einem Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Sehnen und Muskeln. Der Bau eines Muskels Im menschlichen Körper gibt es mehr als 600 Muskeln. Sie machen etwa die Hälfte der Körpermasse aus. Ein Muskel enthält Muskelfasern, die sich zusammenziehen können. Mehrere Muskelfasern bilden ein Muskelfaserbündel. Blutgefässe, die im Muskel verlaufen, versorgen ihn mit Nährstoffen und Sauerstoff. Diese Stoffe werden für die Muskelarbeit benötigt. Dabei entsteht Kohlenstoffdioxids, das über das Blut zur Lunge transportiert wird. Über Nerven, die zu den Muskeln führen, werden die Bewegungen gesteuert. Die Muskelhaut bildet die Muskelenden, die Sehnen genannt werden. Mit ihnen ist ein Muskel mit dem benachbarten Knochen verbunden. 1 Bau eines Muskels 2 Beugung und Streckung Muskeln sind Teamplayer Viele Skelettmuskeln arbeiten paarweise. Dies kannst du beim Anwinkeln des Armes am Ellbogengelenk gut erkennen: Zieht sich der Beuger (am Oberarm auch Bizeps genannt) zusammen, wird der Unterarm an den Oberarm heran-gezogen. Um den Arm wieder zu strecken, muss der Beuger gedehnt werden (Abb. 3). Da sich Muskeln selber nur zusammenziehen können, ist für das Dehnen ein zweiter Muskel nötig. Am Oberarm ist der zweite Muskel der Strecker (am Oberarm auch Trizeps genannt). Beim Zusammenziehen des Muskels verkürzt er sich, wodurch der Arm am Ellbogengelenk gestreckt wird. Zu Bewegung an einem Gelenk gehören immer mindestens zwei Muskeln – man nennt sie Gegenspieler. 1. Nenne drei Muskeln, die arbeiten, auch wenn du dich nicht bewegst. 2. Drücke mit der Handfläche erst von unten, dann von oben gegen eine Tischplatte. Befühle dabei die Ober- und Unterseite deines Oberarmes. a) Welche Muskeln sind bei dieser Aktion hauptsächlich beteiligt? b) Was verändert sich wenn du von oben oder unten gegen die Tischplatte drückst? (Verwende die Ausdrücke Strecker und Beuger). 3 Die Muskulatur eines Menschen 3. Erkläre das Wort Gegenspieler am Beispiel Beugen und Strecken des Beines mündlich. 4. ZUSATZ: Informiere dich über die Ursache von Muskelkater. Was kann man tun, um den Muskelkater zu lindern? Stelle deine Ergebnisse der Klasse vor!