Arbeitsblatt: Philosophieren über den Film Cheburashka

Material-Details

Philosophieren über den Film Cheburashka
Diverses / Fächerübergreifend
Anderes Thema
klassenübergreifend
10 Seiten

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196142
223
0
31.12.2020

Autor/in

s d
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Cheburashka – Teil 5 1. Ziele Bilderbuch/ Geschichte Unser Ziel ist es, mit den Kindern über die Integration zu sprechen. Hierbei achten wir besonders darauf, dass der Kontext, die Situation, in der Cheburashka steckt, und die Folgen der mangelnde Integration thematisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen darüber nachdenken, was für Auswirkungen die schlechte Integration zu folgen hat. Die SuS sollen in der Lage sein, Begründungen zu geben, wieso eine Integration etwas Gutes ist, und wie man jemanden in bestimmten Situationen integrieren kann und soll. Wir werden versuchen den SuS solche Situationen näher zu bringen, um ihnen eine Grundlage zu bieten, mögliche Begründung zu finden. Cheburashka – Teil 5 2. Zusammenfassung der Geschichte Roland das Krokodil und seine Freundin Cheburashka wohnen gemeinsam in einer kleinen Wohnung. Da Roland aber mit all seinen Freunden gemeinsam leben will, muss ein Haus gebaut werden, indem alle Platz haben. So haben die Freunde gemeinsam entscheiden, ein neues und kunterbuntes Haus zu bauen. Cheburashka war überglücklich, durfte sie mit all ihren Freunden in einem riesigen Haus wohnen. Darum half sie tatkräftig beim Bau des Hauses mit, denn sie wollte das Haus so schnell wie möglich fertig haben. Heute ist es endlich so weit, es fehlt nur noch der letzte Schliff und dann können die Freunde endlich in das neue Haus einziehen. Um Cheburashka in der Stadt willkommen zu heissen, und um das Haus einzuweihen, organisieren die Freunde ein grosses Fest und laden die gesamte Nachbarschaft ein. „Liebe Freunde und Nachbarn, ich freue mich, dass ihr alle gekommen seid. Unsere Freundin Cheburashka kommt den weiten Weg aus Zamonien und freut sich, dass sie von uns Freunden so herzlich empfangen wurde. Wir freuen uns hier wohnen zu dürfen und freuen uns auf eine tolle Nachbarschaft., sagte Roland allen. Daraufhin schnitt Roland das Krokodil die rote Einweihungsschleife durch. 1 Auf einmal kam ein Blumentopf von oben auf Roland geflogen, indem ein Brief versteckt war. Wundernd öffnete Roland den Brief und beginnt zu lesen. „Liebe Nachbarn, wie ich vorhin eben gesehen habe, zieht eine Zamonierin bei euch ein. In den Medien kommen jedoch jeden Tag Nachrichten, in denen zu lesen ist, dass Zamonier keine guten Menschen sind, und allen Leuten nur böses wollen. Sie ist demnach eine Bedrohung für unsere Nachbarschaft, denn sie zerstört unsere Kultur. Im Namen der ganzen Gemeinde fordern wir, dass Cheburashka nicht in unsere Nachbarschaft einzieht! Roland war sehr erstaunt über diesen bösen Brief. Sara sieht zu Roland rüber und fragt ihn, was in dem Brief steht. So liest Roland den boshaften Brief nochmals laut vor, damit ihn alle hören. Plötzlich beginnen die Freunde und Nachbarn zu tuscheln und so läuft Roland zu ihnen rüber. Er fragt sie, was sie da bereden. Daraufhin antwortet Lena die Giraffe: „Wieso seid ihr denn so gemein zu Cheburashka? Sie ist nun eine von uns und sollte deshalb hier wohnen dürfen. Jeder von uns ist einzigartig. Also sollte jede Herkunft in unserer bunten Nachbarschaft akzeptiert werden und hier wohnen dürfen. Besonders dann, wenn jemand alles dafür tut, um sich zu integrieren. Herbert hat eine Vermutung, wer diesen bösartigen Brief geschrieben haben könnte und teilt dies der Gruppe mit: „Ich glaube dieser bösartige Brief ist von Vreni, die alte Dame. Sie war schon immer feindselig gegenüber anderen Kulturen, da sie Angst hat, dass unsere eigene Kultur durch die verschiedenen Herkünfte der Leute zerstört wird. 2 Cheburashka wird traurig, als alle fertig geredet haben. Sie versteht nicht, warum sie nicht akzeptiert wird, auch wenn sie eine andere Kultur mit sich bringt. Auch Roland ist traurig, denn er hatte sich sehr gut mit Cheburashka angefreundet und war überglücklich, dass er nun mit all seinen Freunden in ein grosses Haus einziehen durfte. Sara bemerkt die Traurigkeit ihrer Freunde und spricht zu ihnen: „Sieht, da hinten versteckt sich Vreni hinter dem Baum und sieht zu uns rüber. Lasst sie uns doch auch zu unserem Fest einladen! Vielleicht merkt sie so, dass Cheburashka nicht wirklich anders ist als wir! Cheburashka findet das eine tolle Idee! Sie weiss, dass wenn sie Vreni auch zum Fest einladet, könnte sie ihre Meinung gegenüber Cheburashka ändern und sie in der Nachbarschaft akzeptieren. Also geht sie zu Vreni hin und fragt sie ganz lieb: „Liebe Vreni, es tut uns schrecklich leid, haben wir dich nicht zu unserem Einweihungsfest eingeladen. Wir möchten aber, dass du trotzdem kommst und mit uns feierst! Vreni ist erstaunt, dass Cheburashka von sich aus zu ihr hingekommen ist, und sie eingeladen hat, aber antwortet ihr nicht. Also kehrt Cheburashka traurig zu ihren Freunden zurück. Plötzlich kommt Vreni doch noch zum Fest, bei dem alle Freunde und Nachbarn sind. Sie ist beschämt und weiss nicht, wie sich bei Cheburashka entschuldigen soll. Also hat sie ihr einen Brief geschrieben, den sie hinter ihrem Rücken hält und ihr schliesslich gibt. Alle Freunde und Nachbarn sind gespannt, was in dem Brief steht, doch Cheburashka möchte den Entschuldigungsbrief leise für sich lesen. Als sie den Brief fertiggelesen hat, blickt sie zu Vreni hoch und sagt: „Vielen Dank für deine lieben Worte Vreni! Ich nehme deine Entschuldigung an, und bin sehr glücklich, dass du mich akzeptiert hast. Ich weiss deine Entschuldigung wirklich zu schätzen! 3 Cheburashka ist überglücklich, dass sie von allen akzeptiert ist und ihre Herkunft keine Rolle mehr spielt. Alle Freunde sind glücklich, denn nun können sie gemeinsam in ihr neues und kunterbuntes Zuhause einziehen. 3. Philosophische Spannung, warum ist das Thema zum Philosophieren geeignet? Die philosophische Spannung kommt hier dadurch ins Spiel, dass während des Hausbaues ein Brief von einer Einwohnerin kommt, die Cheburashka aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes nicht in der Nachbarschaft haben möchte. Da das Thema Integration seit geraumer Zeit in Europa sehr aktuell ist, ist es spannend mit den Kindern darüber zu reden, dass eine Integration in vielen unterschiedlichen Fällen und Situationen zustande kommen kann und soll. 4 4. Vorbereitung der Geschichte Welche Aspekte der Geschichte haben wir diskutiert? Was sind aus unserer Sicht lohnende Perspektiven auf die Geschichte? Integration Rassismus Gruppenbildungen Vorurteile «erster Eindruck» zweite Chance Unterstützung zwischen Freunden Gerüchte, obwohl die Wahrheit nicht Bekannt ist In unserer Gruppe stand von Beginn an das Thema Integration im Zentrum. Wir konnten zu dritt sehr lang über dieses Thema sprechen, da jeder einzelne von uns eine individuelle Hinsicht zu dieser Thematik hat. Dies zeigt uns, dass wir das Thema sehr gut in eine Unterrichtlektion einbauen können, da es zu einem Gespräch zwischen Lehrperson und Schüler führt. Schnell sind wir auch in die Thematik Rassismus reingerutscht, da man aufgrund fehlender Integration schnell einen Stereotypen aufweisen kann. Gruppenbildungen haben wir alle drei in unserer Kindheit in der Schule, wie auch in der Freizeit erlebt. Es fiel uns als Kindern schwer in eine Gruppe einzutreten, welche unseren Interessen nicht entsprach, da es für uns noch zu schwer war, sich in solchen Gruppen zu «integrieren». Sollte man jemandem eine zweite Chance geben, obwohl derbzw. diejenige sich ein Vorurteils von uns bildet, welches überhaupt nicht der Wahrheit entspricht? Dies führte auch zu einer Diskussionsrunde in unserer Gruppe, jedoch für eine kurze Zeit, da wir uns alle sehr schnell einig waren. Die weiteren aufgelisteten Aspekt erwiesen sich auch als guter Gesprächsstoff, dennoch waren sie nicht genügend für die Hebammenfragen. Welche Begriffe sind für die Begriffsarbeit wichtig? (vgl. z.B. Duden: Sinn- und sachverwandte Wörter) Vorurteile, Integration, Rassismus, «erster Eindruck», Feindseligkeit, Stereotyp, Antipathie Freundschaft, helfe, Unterstützung, beschützen, Zusammenschluss, Beziehung, Bündnis, Verbundenheit, Loyalität, Ehrlichkeit, Akzeptanz, Stellungnahme In welcher Weise zeigt sich in unserer Geschichte wichtige Aspekte ganz konkret? Was sind wichtige Momente in der Geschichte, „Aufhänger für das philosophische Gespräch? «Schubladendenken» nachdem der Brief vorgelesen wurde. Niemand kennt Zamonien, jedoch beginnen die Tuscheleien direkt. Anschuldigung auf Vreni, obwohl diese nur auf Vermutungen ruht. Es erweist sich als richtig, darf man das trotzdem? Lena setzt sich für Cheburashka ein. Obwohl Vreni fies zu Cheburashka war, gibt sie ihr eine zweite Chance. Lohnt sich das immer oder gibt es Ausnahmen bei der Verteilung einer 5 zweiten Chance? 6 5. Philosophischer Gehalt philosophische Themen Im Filmausschnitt steht der Begriff «Integration» im Zentrum. Auch im alltäglichen Leben begegnet man diesem Wort sehr oft. Da auch Schülerinnen und Schüler damit konfrontiert werden können, ist es wichtig es aufzuklären und ihnen mit diesem Film den Begriff «Integration» näher zu bringen. Hätte sich Vreni von Anfang an in der Gruppe integriert, wäre es nie zu diesem Brief gekommen. Vreni verlangt die Ausschaffung von Cheburashka, da sie ihrer Meinung nach nicht in die Kultur passt, jedoch ist Vreni diejenige, die sich in der Gruppe nicht integriert. Aufgrund von ihren Vorurteilen, ist ihr gar nicht bewusst, was sie alles mit ihrem „Schubladendenken auslösen kann. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass die Gruppe Vreni nicht hätte ausschliessen sollen, da sie ihr daher einen weiteren Grund geben, sich über Cheburashka aufzuregen. Integration begegnen Kinder auch in ihrem schulischen Alltag. Die Gruppenbildungen, welche im Kindergarten schon passieren, haben auch einen riesigen Zusammenhang mit Integration. Der Klassenwechsel führt auch zu einer weiteren Integration, da man sich an das Neue gewöhnen muss und an das alte muss bzw. sollte man sich abgewöhnen. Kindern fällt es oft schwer, sich in etwas zu integrieren, dass sie nicht interessiert. Daher sollte man ihnen bewusst machen, dass Integration nicht bedeutet, dass man seine Interessen umändern oder anpassen muss, sondern man bei dem Thema Integration von Akzeptanz spricht. Zudem könnte man den Schülern erklären, dass mit der Akzeptanz sehr viele enge und grossartige Freundschaften entstehen können. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der in unserer Geschichte angesprochen wird, ist der Zusammenhalt in der Gruppe. Nachdem der Brief gefunden wurde, wehrte sich die Gruppe direkt gegen diese Aussagen. Man hätte natürlich diese Sequenz auch raushalten können, jedoch wollten wir damit den Kindern zeigen, dass es für eine Person viel einfacher ist, wenn man Unterstützung von anderen bzw. von Freunden hat. Für Cheburashka wäre es garantiert nicht so einfach gewesen, wenn sie niemand unterstützt bzw. sie keine Freunde hätte. Den Kindern soll vermittelt werden, dass man Leute, die sich in einer Notlage befinden helfen sollten. Auch wenn es nur mit verbalen Aktionen zu tun hat, denn solche Taten können ein grosses Ausmass für die Schülerinnen und Schüler in der Zukunft haben. Jeder und jede sollte sich bei falschen Äusserungen wehren, da eine richtige Kommunikation die Lösung für sehr viele Probleme ist. In unserem Fall ist Cheburashka sehr zurückhaltend und lässt sich dementsprechend auch schnell einschüchtern, darum kommt ihr die aussenstehende Unterstützung gut und hilfreich. In einem normalen Alltag ist dies genau gleich, um Mobbing zu vermeiden, sollte man zuerst einmal nachdenken bevor man irgendjemanden anschuldigt und falls man merkt, jemand wird grundlos beschuldigt, sollte man, ohne zu zögern, helfen. Eine wichtige Auffassung, welche auch den Kindern vermittelt werden sollte. 7 6. Inhaltliche Struktur, Ihre Version von „Plain Vanilla; Gesprächsorganisation Name Fach Ort Philosophieren mit Kindern Lernzie le Zeit Cheburashka Teil 5 Die SuS schreiben zwei Gedanken zur Thematik auf ein Post-It Zettel und können diesen erläutern. Die SuS beteiligen sich aktiv während der Diskussion Unterrichtsph asen Tipp Tätigkeit Lehrperson Inhalt Einsteigen Der 5. Teil des Filmausschnittes wird anhand von Bildern zusammengefasst. Bereitstellen LP zeigt welche Materialen Plenum, verwendet werden. Kreis Die LP stellt die Lernziele der Lektion vor. 5 min 1 min 4 min Them Dozent Organisieren SF Schülerinnentätigkeit Plenum ,Kr eis SuS hören und schauen zu. Die SuS stellen Fragen bei allfälligen Unklarheiten. SuS hören und schauen zu. Bei Unklarheiten fragen die SuS die Lehrperson. LP gibt jedem SuS einen Post Einzelarbeit SuS hören aufmerksam zu und stellen Fragen, -IT Zettel, auf dem sie ihre wenn sie es nicht verstehen. Gedanken, welche Ihnen bei dem Thema Integration in den Sinn kommen, 8 aufzuschreiben. Aktivität Die LP fordert die SuS auf die Gruppenar notierten Stichworte beit miteinander kurz zu besprechen. SuS argumentieren, wieso sie diese Stichworte notiert haben. Aktivität LP ordnet die verschiedenen Post-IT Zettel an der Flipchart und trägt die Gedanken der SuS zusammen. Plenum, Kreis SuS beteiligen sich aktiv an der Besprechung. Aktivität LP stellt geeignete philosophische Fragen, die zu der Thematik Integration passen, welche viel Diskussionsmaterial liefern. Plenum, Kreis Die SuS beteiligen sich aktiv an der Diskussion und sind kritisch gegenüber Aussagen der andere gestellt. Abschliessen LP beendet nach der Diskussion die Lektion Plenum, Kreis Die SuS geben Rückmeldung zur Lektion. 4 min 6 min 10 min 1 min 9 7. Grundfragen und Hebammenfragen Grundfragen Was versteht man allgemein unter Integration? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um gut integriert zu werden? Welche Faktoren spielen bei der Integration eine grosse Rolle? Wie wichtig ist Integration in der heutigen Gesellschaft in der Schweiz? Hebammenfr agen Was ist eigentlich Integration? (Grundfrage 1) In welchen Situationen oder Umständen ist Integration wichtig? Auf Cheburashkas Geschichte bezogen: Was hatte die alte Vreni für ein Problem mit Cheburashka? Wie könnte man Vreni zu Beginn schon überzeugen, dass Cheburashka ein Teil des Dorfes geworden ist? Erinnert euch zurück: Wann war das letzte Mal als ihr mit dem Thema Integration zu tun gehabt? Inwiefern ist Integration wichtig in der Schule? Gruppenbildung Wie war es bei euch in der Schule mit der Gruppenbildung? Welche Aspekte waren in eurer Schulzeit von Relevanz bei der Gruppenbildung? Kommt es auf die Beliebtheit an? Kommt es auf die Kleidung an? Auf welche Aspekte muss man als LP besonders achten? Wie kann eine LP eine Integration in der Klasse fördern? Welche Möglichkeiten gibt es, um als LP die SuS auf Integration zu sensibilisieren? Was für eine Rolle spielt die Nationalität? Wie ist es mit der sprachlichen Barriere? 10 8. Material Laptop (PowerPoint für Bildergeschichte) Geschichte zum Vorlesen Post-IT Zettel Flipchart Fragen für Diskussionsrunde Sprechball 9. Nachbereitun des philosophisch en Gesprächs Reflexionsfragen Der Einstieg mit unserer Geschichte ist uns gelungen. Die meisten hatten die Geschichte schon vergessen und konnten sich daher einen klaren Einblick erschaffen. Die Verteilung der Post-IT und die darauffolgende Aufgabe diente als eigenständige Arbeit, die es der Klasse auch ermöglichte, sich selbst mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Verschiedene Aspekte die in den Gruppen besprochen wurden, haben wir drei auch in unser eigenen Gruppe besprochen, dies bestätigte uns, dass wir mit der Klasse in die gleiche Richtung laufen. Die in der Gruppe gestalteten Post-IT, hätten wir jedoch in unserer Diskussionsrunde miteinbeziehen können, damit die Klasse auch versteht, warum wir diese Übung gemacht haben. Die Diskussionsrunde ist im Grossen und Ganzen sehr gut verlaufen. Unser Einstieg war unserer Meinung nach richtig, damit wir das Thema «Integration» nochmals aufgreifen. Jedoch wurde uns gesagt, dass dieser Einstieg sich als schwierig erweisen kann, vor allem wenn man mit Kindern arbeitet. Für Kinder ist der Begriff schwierig, es könnte sogar sein, dass einige Kinder, dieses Wort gar nicht kennen. Sobald man sich aus der Begriffserklärung gelöst hat, entsteht die Frage «und was nun?». Daher wäre die Einstiegsfrage für Kinder nicht geeignet, jedoch ist das Thema trotzdem sehr gut. Nach der ersten Frage entstand ein richtiges Gespräch zwischen Timon und der ganzen Klasse. Die Fragen haben sich als gut erwiesen, da viele Studenten ihre eigenen Erfahrungen in diesen Fragen widerspiegeln konnten. Zudem wurde uns mitgeteilt, dass die Verknüpfung zwischen Fragen, unserer Geschichte und dem schulischen Alltag, gut war. Vor allem der Bezug zur Schule, da diese Thematik uns allen in naher Zukunft begegnen wird. In der Diskussionsrunde hat Timon die Antworten zusammengefasst und teilweise ein Gespräch mit der Klasse aufgesucht, damit das ganze Gespräch einen intensiven Verlauf hatte. Dies hat sich auch als positiv herausgestellt. Als Gruppe sind wir mit unseren Ergebnissen zufrieden. Uns ist bewusst, dass in einigen Aspekten Verbesserungspotential besteht, jedoch können wir diese in unserem nächsten Projekt gut umsetzen. 11 Beobachtungen zum Ablauf des philosophischen Gesprächs: Die erste Frage fiel den Teilnehmenden nicht schwer, da sie auch erwachsene Personen sind, jedoch wäre es für Kinder zu schwer gewesen. Das Gespräch anzuregen war sehr einfach für Timon, da die Studierenden von Anfang an mitgesprochen und sich direkt auf die Fragen bezogen haben. Unter den Diskussionsfragen gab es auch solche die entweder richtig oder falsch waren. Dies bedeutet also, dass man nicht viel philosophieren musste, sondern einfach kurz und bündig die Frage beantworten. Brüche gab es währen der Fragerunde nicht, da Timon die Stille meistens mit eigenen Sätzen überbrückt hat, bis sich schliesslich jemand meldete. Eigene Rolle im philosophischen Gespräch: Die Hebammenfragen sind sehr simpel entstanden. In der Gruppe haben wir uns untereinander Fragen zu unserer Geschichte gestellt, die wir als philosophisch empfanden und haben uns dann, für die besten Fragen entschieden. Da wir als Gruppe so vertraut mit unserem Hebammenfragen waren, konnten wir bzw. Timon, jegliche «leeren» spontan und zuverlässig füllen, damit keine Stille in der Diskussionsrunde entstand. Methodische Aspekte, Gesprächsinhalte und weitere Lernprozesse: Die Post-IT und das Flipchart, wie auch eine PowerPoint waren unsere spezifischen Werkzeuge. Wir sind überzeugt davon, dass es teilweise gar nicht viel mehr braucht. Bei unserer Unterrichtsplanung waren es zu Beginn deutlich mehr Werkzeuge, die es uns nicht ermöglichten dem ganzen einen roten Faden zu geben. Daher entschieden wir uns, unsere Hilfsmittel einzuschränken und waren mit dem Endergebnis deutlich zufrieden. Die didaktischen Änderungen, welche wir für das nächste Mal umändern bzw. umsetzen möchten, ist die Anpassung an die Kinder. Wir wollen unseren Unterricht so gestalten, dass dieser auch mit Primarschülern stattfinden könnte. Uns ist durchaus bewusst, dass einige Sequenzen mit Erwachsenen nicht gleich umgesetzt werden können, wie mit Primarschülern, jedoch könnte man mindestens die Hebammenfragen anpassen. 12