Arbeitsblatt: Arbeitsblatt Feinde der Biene

Material-Details

AB "Feinde der Biene"
Biologie
Tiere
klassenübergreifend
4 Seiten

Statistik

196423
57
1
16.01.2021

Autor/in

s d
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Varroamilbe Sie ist der Feind des Immunsystems der Biene, denn sie verfügen nicht über ihr ganzes Leben ein aktives Immunsystem. Während ihrer Entwicklung im Puppenstadium ist das Immunsystem zuerst inaktiv. Befällt nun ein Pilz oder Bakterium die Puppe sind sie auf der Stelle tot. Da sich die Puppen in verschlossenen Brutzellen befinden und eigentlich vor Bakterien geschützt sind, wird darum extra auf die Entwicklung eines Immunsystems verzichtet. Erst am Schluss, kurz vor dem Schlüpfen entwickeln sie ihr Immunsystem. Die von Asien eingeschleppte Varroamilbe schleicht sich nun in die Brutzellen der Puppen und saugen an ihnen. Damit übertragen sie Krankheiten. Danach nisten sie sich zudem in die Brutzellen ein und legen bis zu 6 Eier in die Zelle hinein. Somit beschädigt die Milbe nicht nur die einzelne Biene, sondern ihr ganzer Bienenstaat. Die natürlichen Abwehrmittel, wie beispielsweise die Propolis, ist somit wirkungslos. Der Bienenwolf Er gehört zu der Familie der Grabwespen und man findet in vor allem von Europa bis nach Sibirien. Er lebt dort auf trockenen Heiden, welcher der Steppe sehr ähnlich sind. Sie sind ab Mitte Juni zu beobachten. Das Weibchen wird zwischen 13-18 mm gross und das Männchen von ca. 8-10 mm. Sie sind etwa 5mm grösser als die Honigbiene. Die Weibchen sind äusserst hinterhältige Feinde. In der Blüte einer Blume lauert das Weibchen den Bienen auf und betäubt es mit einem gezielten Stich mit ihrem Gift. Dies passiert blitzschnell. Die Biene wird dabei nur gelähmt und nicht getötet und ist somit ausser Gefecht gesetzt. Der Bienenwolf presst mit seiner Hinterleibspitze den Hinterleib der Biene zusammen. Damit presst sie den gesammelten Nektar aus der Biene, welchen sie genüsslich verschlingt. Wenn der Bienenwolf damit fertig ist, umklammert er seine Beute mit seinen Beinen und fliegt zu seinem Nest. Dieses befindet sich oft in sandigem Gelände. Die gelähmte Biene dient nun als Lebensfutter für die Larve. Die Bienenlaus Hierbei handelt es sich um einen Parasiten, der ein gesamtes Bienenvolk befällt. Sie gehören zu den Familien der Zweiflügler und werden den Fliegen zugeordnet. Jedoch besitzen die Bienenlaus keine Flügel. In Mitteleuropa gibt es ca. 70 verschiedene Arten. Sie werden ca. 1.5mm gross und sind von Auge nicht erkennbar. Bienenläuse leben im Pelz einer Biene, vor allem bei der Königin. Die Bienenlaus klammert sich mit ihren 6 Beinen auf Höhe der Brust im Pelz der Biene fest. Somit sorgt sie, dass sie nicht herunterfällt. Wenn nun die Königin gefüttert wird, kitzelt der Parasit die Königin am Mund und imitiert so das Futterbetteln anderer Arbeiterinnen. Somit erschleicht sich der Parasit das Futter. Die Eier klebt die Bienenlaus an die Wachsdeckel der Honigzellen. Die schlüpfenden Larven der Bienenlaus fressen sich durch die Waben. Ein starker Befall sieht man durch die vielen kleinen Löcher auf den verdeckelten Honigwaben. Wenn sich dieser Befall in Grenzen hält, kann das Volk überleben. Falls die Königin zu stark belästigt wird, legt sie weniger bis gar keine Eier mehr. Man kann den Parasiten ganz einfach mit Rauch (Smoker) bekämpfen. Die Königin wird mit Honig getränkten Wattestäbchen abgetupft und die Bienenlaus kann danach ganz einfach abgenommen werden Der Bienenfresser Der bienenfressende Vogel stammt aus wärmeren Gebieten. Durch den Klimawandel lebt dieser jedoch auch in der Schweiz. Er isst besonders gerne Bienen, aber auch Wespen und Hornissen, sowie andere Insekten, wie beispielsweise Schmetterlinge, Libellen oder Käfer. Der Bienenfresser jagt ca. 1 km rund um sein Brutrevier, jedoch weitet er dieses bei schlechtem Wetter bis zu 4km aus (ca. Thundorf nach Lustdorf). Bei gutem Wetter konzentriert er sich auf die etwas grösseren Insekten wie beispielweise die Libelle. Bei schlechtem Wetter sucht er vor allem nach Bienen. Man hat ihm schon bis zu 72 Honigbienen an einem Tag nachgewiesen. Bei seiner Futtersuche lauert er auf einer Anhöhe und hält dort nach seiner Beute Ausschau. Sieht er ein Beutetier, fixiert er seine Augen und attackiert es im Flug. Zum Essen fliegt er wieder zurück zu seinem Sitz. Oftmals schlägt der Vogel beim Begattungsflug der Königin zu.