Arbeitsblatt: gesunde Ernährung
Material-Details
Infoblatt zum Film "supersize me". Thema: Fast Food.
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gesundheit
5. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
19770
2954
45
14.05.2008
Autor/in
Miryam Bruggmann
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Warum sind die Amis so fett? Der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ging in „Michael-MooreManier dieser tief schürfenden Frage nach und ernährte sich im Selbstversuch 30 Tage lang nur von Produkten der größten Fast-Food-Kette der Welt. Erstaunliches kam zu Tage: 25 Pfund mehr auf den Rippen, Leberwerte zum Erschrecken und Blutwerte, die seine Ärzte in höchste Alarmbereitschaft versetzten In seinem top-satirischen, in Sundance 2004 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichneten Film, fragt Spurlock nach der Verantwortung der Konzerne und Konsumenten, nach dem großen Geld, das mit der „FastFood-Kultur gemacht wird und nach den Möglichkeiten, die schwergewichtigen Amerikaner wieder zu einem gesünderen Volk zu machen. Ein ironischer Schlag in den Magen, angereichert mit viel Fett und Fakten über eine fragwürdige Mega-Industrie. „Amerika ist die fetteste Nation auf Erden, herzlichen Glückwunsch! Das ist einer der ersten Sätze in Morgan Spurlocks preisgekrönter DokuSatire über die Fast-Food-Manie und deren Folgen in den USA. Geschockt von den Fakten über die verfettete Bevölkerung seines Heimatlandes fragt der Filmemacher, ob es eine direkte Verbindung zwischen der Fast-FoodErnährung und dem lebensbedrohlichen Übergewicht, unter dem viele Amerikaner schon heute leiden, gibt: • • • • Seit 1980 hat sich die Zahl der Fetten in den USA verdoppelt. Fast 37 Prozent der Amerikaner sind übergewichtig, bei den Erwachsenen sind es sogar 2/3 der Bevölkerung. Fettreiche Ernährung ist in den USA nach dem Rauchen die zweithäufigste vermeidbare Todesursache. Die Zahl der Fastfood Restaurants nimmt noch immer rapide zu. Fastfood ist immer und überall verfügbar, es ist billig, macht schnell satt (zumindest für einige Zeit) und passt zum heutigen überdrehten und hektischen Lebensstil. Auf dem Weg von einem Termin zum nächsten schnell bei McDonalds halten; nachts nach dem Kino noch kurz bei Burger King rein; auf der langen Autofahrt einen preiswerten Kaffee (na gut, und einen Schoko-Muffin) von McDonalds. Keine Einzelfälle. Millionen von Menschen essen täglich Fastfood, manche sogar mehrmals am Tag. Aufgrund dieser erschreckenden Fakten startet Morgan Spurlock einen spektakulären Selbstversuch: Nachdem ihm verschiedene Ärzte und Gesundheitsberater seine absolute körperliche Fitness attestiert haben, legt er ein Gelübde ab. Zum Entsetzen seiner Freundin Alex (sie ist von Beruf „Vegan Chef, eine vegane Ernährungsberaterin!) wird er 30 Tage ausschließlich bei McDonalds essen. Hier seine Regeln: 1. Keine Ausnahmen. Gegessen wird nur, was es bei McDonalds gibt. 2. Jedes Gericht, das auf der Karte steht, muss mindestens einmal gegessen werden. 3. „Super Sizing der Menüs nur dann, wenn es von den Mitarbeitern am Counter angeboten wird, dann aber ein Muss („Super Size preiswerte, extra-große Variante). 4. Keine Entschuldigungen. Aufessen ist Pflicht. 5. Frühstück, Mittagessen, Abendessen – keine Mahlzeit darf ausgelassen werden. Am ersten Tag schmeckt es dem Burger-Liebhaber Spurlock noch so richtig gut! Er lebt schließlich den Traum eines jeden Achtjährigen. Tag zwei und ein „Double-Quarterpounder-with-Cheese-Super-Size-Menü bringen ihn schon zum ersten Mal an seine Grenzen. Spätestens ab Tag zehn wird das, was anfangs nur verrückt und witzig klang, zu einer wirklichen Herausforderung. McDonalds ist der Fast-Food-Gigant in einem durchaus dubiosen Geschäft voller Branchen-Riesen. In den weltweit 30.000 Filialen essen täglich 46 Millionen Menschen – soviel wie die Gesamtbevölkerung Spaniens. In den USA hat McDonalds 43% Marktanteil und ist überall: in jeder Kleinstadt, an Flughäfen, Bahnhöfen und sogar traurige Ironie in Krankenhäusern. Aber Spurlock belässt es nicht bei der Kritik an dem viel gescholtenen Marktführer. Während seiner Fast-Food-Diät reist er durch die USA, nimmt Schulkantinen-Essen ins Visier, sucht das Gespräch mit Fast-Food-Fans und Fitness-Trainern, mit Ernährungsexperten und Marketing-Profis der Nahrungsindustrie, mit Politikern und Fast-Food-Lobbyisten. Spurlock verdeutlicht, dass die Vorliebe für preiswertes, jederzeit verfügbares und schnell sättigendes Essen ein gesellschaftliches Phänomen ist, dessen Wurzeln tief im mobilen „American Way of Life verankert sind. Und er zeigt schonungslos die Folgen dieses Lebensstils: den Horror der Radikal-Diäten; Die Geschäftemacherei mit Nahrungszusätzen; den gesundheitlichen Niedergang der fettesten Nation der Welt. Spurlocks zunächst amüsantes Selbstexperiment bekommt gegen Ende des Films eine unerwartet dramatische Note. „BigMacs und „Freedom Fries haben ihn innerhalb eines Monats um 12 Kilo schwerer gemacht. Sein Körperfett-Anteil ist von 11 auf 18 Prozent hochgeschnellt, der Cholesterinspiegel liegt bei ungesunden 230 (vorher unbedenkliche 168) und seine Leberfettwerte sind so dramatisch, dass ihm ein Arzt zum vorzeitigen Abbruch rät. Außerdem ist er depressiv, hat Kopfschmerzen und fühlt sich antriebslos.