Arbeitsblatt: Dossier Fabeln, 5. Klasse

Material-Details

Dossier zu Fabeln zu Aufbau, Charakter-Eigenschaften, Grammatikübungen
Deutsch
Gemischte Themen
5. Schuljahr
11 Seiten

Statistik

197996
591
37
22.05.2021

Autor/in

Felix Felixw1
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Name: Fabeln Inhalt o o o o o Was ist eine Fabel? Wie ist eine Fabel aufgebaut? Fabel: Der Löwe und der Bär Typische Tiere in Fabeln Wissenswertes über Fabeln Fabel: Der Rabe und der Fuchs Fabel: Der Löwe und die Maus Fabel: Das Äffchen und der Bär Mein Meisterwerk Selbstreflexion Was ist eine Fabel? 1 Fabeln sind kurze Geschichten. In ihnen kommen Tiere vor, seltener auch Pflanzen, die für uns Menschen stehen und sich wie Menschen verhalten. Jedes Tier stellt einen bestimmten Charakter dar. Die Tiere führen zu einem Problem ein Streitgespräch, das meistens in einem Höhepunkt gipfelt. Mit diesem Streitgespräch wird man zum Nachdenken über das Problem angeregt. In der Fabel ist meist eine Lehre, eine Wahrheit oder eine praktische Lebensweisheit verpackt. Fabeln gibt es schon sehr lang. Bereits die Griechen haben vor mehr als 2500 Jahren Fabeln erzählt. Zu den bekanntesten Fabeldichtern gehört Aesop. Merkmale von Fabeln Eine kurze Erzählung, die eine Lehre/ Moral beinhaltet. Tiere und Pflanzen treten als Menschen auf. Thema der Fabeln sind oft menschliche Schwächen (z.B. Neid, Dummheit, Geiz, Eitelkeit ) Die Tiere sind im Streit, den am Ende der Stärkere oder Schlauere gewinnt. Lernziel Ich kann mindestens 3 Merkmale von Fabeln aufzählen. Ich kann den Aufbau von Fabeln in eigenen Worten erklären. Ich kann zu mindestens fünf Fabeltieren passende Charaktereigenschaften nennen. Ich kann Fabeln wirkungsvoll vorlesen. Ich kann eine eigene Fabel schreiben und beachte dabei die Merkmale von Fabeln. 2 Wie ist eine Fabel aufgebaut? Beispiel an der Fabel «Der Adler und die Schildkröte» Anfang/ Ausgangsla ge Handlung/ Konfliktsitu ation Reaktion auf die Handlung 3 Lösung Moral/ Lehre Was lernst du aus dieser Fabel? Typische Tiere in Fabeln Aufgabe 1: Unten findest du viele verschiedene Adjektive. Ergänze die Tabelle mit passenden Adjektiven und erfinde zu jedem Tier einen Namen. Ergänze die Tabelle mit drei weiteren Tieren. Tier Eigenschaften Bär nett, Huhn dumm, Esel störrisch, Fuchs schlau, Hase ängstlich, Hund treu, Lamm schwach, Name Meister Petz 4 Löwe stolz, Rabe besserwisserisch, Stier/ Ochse Ente Adler Schildkröte ängstlich, aufdringlich, bedenkenlos, berechnend, bescheiden, böse, dankbar, draufgängerisch, dreist, dumm, eigensinnig, einfältig, eingebildet, eitel, elegant, faul, fleissig, flink, freundlich, friedlich, fröhlich, gedankenlos, gefühllos, gemein, gierig, grob, grossmäulig, grosszügig, gutgläubig, habgierig, hässlich, heuchlerisch, hilflos, hilfsbereit, hinterlistig, hochmütig, klein, klug, knausrig, lächerlich, laut, listig, mächtig, naiv, natürlich, neugierig, prahlend, protzig, schadenfroh, schlau, schmeichlerisch, schön, selbstsicher, stark, stolz, stur, sympathisch, überheblich, unbeholfen, unschuldig, unvorsichtig, verlogen, vorsichtig, wehrlos Aufgabe 2: Wähle drei Adjektive, welche du noch nicht kennst. Recherchiere die Bedeutung der Adjektive im Internet und suche nach möglichen Synonymen (Wörter mit der gleichen Bedeutung). Erfinde anschliessend einen passenden Satz mit diesem Adjektiv! Beispiel Adjektiv: «wehrlos» Bedeutung Wenn man nicht in der Lage ist, sich zu verteidigen. Synonyme ausgeliefert, hilflos, machtlos, entwaffnet, schutzlos, Satz Kurz bevor der Löwe das Lamm frass, lag es wehrlos auf dem Boden. Adjektiv 1: Bedeutung Synonyme 5 Satz Adjektiv 2: Bedeutung Synonyme Satz Adjektiv 3: Bedeutung Synonyme Satz Der Löwe und der Bär Aufgabe 1: Lies die Fabel «Der Löwe und der Bär» aufmerksam durch. Streiche Wörter die du nicht kennst mit Farbe an. Suche dann im Internet nach Erklärungen der Wörter. Ein Fuchs war einmal auf Jagd gegangen, einen guten Bissen zu erbeuten. Er war noch nicht lange unterwegs, als er ein lautes Streiten vernahm. Ein Bär schlug mit seinen Tatzen nach einem Löwen und fauchte ihn wütend an: «Ich war der erste beim Hirschkalb. Die Beute gehört mir, ich habe sie gefangen.» «Nein!» brüllte der Löwe zornig zurück. «Du lügst! Ich war als erster hier, und darum gehört die Beute mir.» Er wehrte sich kräftig und schnappte mit seinen scharfen Zähnen nach dem Fell des Bären. Der Löwe und der Bär kämpften verbissen miteinander. Dem Fuchs erschien der Kampf endlos, denn nicht weit von ihm entfernt lag die Streitbeute, und er musste sich zusammenreissen, dass er sich nicht gleich auf das Hirschkalb stürzte. Aber er war klug und sagte sich: «Sind die Streitenden erst erschöpft, so können sie mir nichts mehr anhaben.» Als der Bär und der Löwe nach unerbittlichem Kampf endlich kraftlos zusammenbrachen, waren sie tatsächlich nicht mehr fähig, sich zu rühren. Der Fuchs schritt an ihnen vorbei und holte sich die Beute. Er verneigte sich 6 höflich und sagte: «Danke, meine Herren, sehr freundlich, wirklich sehr freundlich!» Lachend zog er mit dem Hirschkalb ab. Aufgabe 2: Was kannst du aus dieser Fabel lernen? Nenne eine mögliche Moral der Geschichte! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Aufgabe 3: Ordne die Wörter zu einem logischen Satz. Der Satz ist ein Sprichwort und gleichzeitig auch eine weitere Moral der Fabel. Schreibe den Satz auf die Linie und recherchiere die Bedeutung des Sprichworts im Internet! WENN SICH ZWEI STREIT SICH FREUT EN DRIT DER TE Wenn ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Wissenswertes über Fabeln Aufgabe 1: Löse als Repetition die Lückentexte über Fabeln! Die ist eine Geschichte, in der oder wie Menschen sprechen oder handeln. Tiere, Fabel, Gegenstände Die gleichen Tiere haben in Fabeln immer die gleichen: Der ist schlau, der ist gefrässig, der ist dumm usw. Fuchs, Esel, Charaktereigenschaften, Wolf 7 Die Fabel wurde im von einem Sklaven namens erfunden. Durch sie konnte er Menschen, indem er sie nicht beim Namen nannte, sondern sie als darstellte. griechischen, Äsop, Tiere, 6. Jahrhundert v.Chr., kritisieren Bekannteste waren der freigelassene Sklave Phädrus in Rom sowie die Deutschen und Gotthold Ephraim Lessing. Martin Luther, Fabelautoren Der Rabe und der Fuchs Aufgabe 1: Lies die Fabel «Der Rabe und der Fuchs» durch. Erzähle anschliessend jemandem ohne abzulesen was in der Fabel passiert ist. Ein Rabe hatte einen Käse gestohlen. Er flog damit auf einen Baum und wollte ihn verspeisen. Das sah ein Fuchs. Der Fuchs sprach: «Oh Rabe, was bist du ein wunderbarer Vogel! Wenn dein Gesang so wunderschön ist wie deine Federn, sollte man dich zum König aller Vögel krönen!» Dem Raben gefielen diese Worte sehr. Er öffnete seinen Schnabel und wollte dem Fuchs etwas vorsingen. Dabei fiel der schwere Käse hinunter. Der listige Fuchs schnappte den leckeren Käse und lachte den dummen Raben aus. 8 Aufgabe 2: Lies die Fabel «Der Rabe und der Fuchs» jemandem vor. Beachte dabei das Tempo und die Lautstärke! Mach bei Punkten und Kommas kurze Pausen! Bei der direkten Rede sollst du besonders mit der Stimme spielen (der Fuchs hat eine Stimme und der Rabe eine andere)! Sende deiner Lehrperson eine Sprachaufnahme der Fabel! Aufgabe 3: Schreib alle Verben und alle Adjektive der Fabel «Der Rabe und der Fuchs» in die Tabelle! Verben Adjektive Aufgabe 4: Die Fabel findet in der Vergangenheit statt («hatte einen Käse gestohlen.») Schreib die Fabel im Präsens (Gegenwart) auf. Verwende dazu dein Deutschheft! Titel: Der Rabe und der Fuchs/ Aufgabe 4 Aufgabe 5: Erfinde einen alternativen Schluss (ein anderes Ende). Schreibe deinen Schluss in das Deutschheft! Titel: Der Rabe und der Fuchs/ Aufgabe 5 Der Löwe und die Maus Aufgabe 1: Setze die Verben in den Klammern ins Präteritum. Passe die Verben an! Lese die Geschichte nochmals uns notiere die Moral der Geschichte. Moral: Ein Löwe (liegen) im Schatten eines Baumes und (schlafen). Einige Mäuse (laufen) neugierig zu ihm hin, und weil sich das mächtige Tier nicht (bewegen), (hüpfen) eine der Mäuse zwischen seine Pranken. Da (werden) auch die anderen mutig, und bald (tanzen) alle Mäuse auf dem König der Tiere. Die Mäuse auf seinem Körper aber (wecken) den Löwen auf, er (schütteln) sich unwillig und fing eine von ihnen mit seiner Pranke. Es (sein) jene Maus, die sich als erste zu ihm gewagt hatte. Nun, unter der gewaltigen Pranke des Löwen (zittern) die Maus wohl vor Furcht, (versuchen) aber, es nicht zu zeigen, und (rufen): «Ich bitte dich, schone mein Leben! Ich will es dir mit einem Gegendienst 9 vergelten.» Der Löwe (heben) verdutzt seine Pranke und (müssen) wider Willen über die dreiste Rede des kleinen Tierchens lachen und liess es laufen. Aufgabe 2: Warum hat der Löwe die Maus nicht gefressen? Kreuze die richtige Antwort an! o o Er bemerkte die Maus gar nicht, weil er schlief. Er wollte nur mit der Maus spielen. Er war der König der Tiere und ein König konnte auch gütig sein. Die Maus war ihm viel zu klein. Davon wäre er kaum satt geworden. Aufgabe 3: Schreibe den ersten Abschnitt in Zukunft (Futur 1) auf! Verwende dazu dein Deutschheft! Präteritum Präsens Der Löwe lag. Der Löwe liegt. Futur 1 Der Löwe wird liegen. 10 Das Äffchen und der Bär Aufgabe 1: Lies die Fabel durch. Schreibe anschliessend eine Fortsetzung der Fabel. Wie reagiert der Bär auf diese Aussage des Äffchens? Schreibe mindestens eine halbe A4-Seite! Verwende dazu dein Deutschheft! Titel: Das Äffchen und der Bär/ Aufgabe 1 Der kleine, dünne Affe und der Bär lebten in einem grossen Wald. Der starke Bär sah schon von weitem furchteinflössend aus, während sich das schmächtige und bewegliche Äffchen wie ein Hungerleider von Ast zu Ast schwang, um nach Bananen Ausschau zu halten. Alle Tiere im Wald bewunderten den Bären, weil er so stark und mächtig war, während das kleine Äffchen nicht ernst genommen wurde und eher zur Belustigung der anderen diente. Eines Tages trafen sich alle Tiere zu einem Waldfest an einem grossen Nussbaum. Der Bär hatte auch dieses Mal nichts Besseres zu tun, als sich über den kleinen Affen lustig zu machen. Da kletterte der Affe mit ein paar sehr geschickten Schwüngen ganz oben auf die Baumkrone. «Hahaha», lachte das Äffchen, «von hier oben siehst du gar nicht mehr gross und mächtig aus. Von hier aus bist du nur noch ein lächerliches Pünktchen.» Aufgabe 2: Beantworte die Fragen zum Text! a. Wie könnte ein passenderer Titel der Fabel lauten? b. Warum bewundern die Tiere des Waldes den Bären? c. Was kann das kleine Äffchen besser als der Bär? d. Wo fand die Party statt? 11 Der aufgeblasene Frosch Einmal hockte ein dicker Frosch inmitten im Sumpf und sah zu, wie die kleinen Frösche Sumpfes im Wasser einen planschten Ochsen, der und die spielten. saftigen Dabei entdeckte Sumpfpflanzen er am Rande des abfrass. Der Ochse war gross und fett und stark. Der Frosch fragte sich: Warum bin ich nicht so gross wie er? Es aufblasen, Luft, dann ärgerte und rief dann er: ihn, dass werde Bin ich ich nun er kleiner gewiss so so gross war. gross wie Er wie der sagte: er. Aber Er Ochse? ich kann schluckte Die kleinen ganz mich viel Frösche sagten: Nein. Der grosse Frosch schluckte noch mehr Luft und fragte: Bin ich jetzt so gross? Die kleinen Frösche antworteten: Noch immer nicht. Der grosse Frosch sprach zu sich: Jetzt kann nicht mehr viel fehlen. Er schluckte noch etwas Luft und zerplatzte. Die kleinen Frösche riefen: Übermut tut selten gut. Unterstreiche alles, was gesprochen wird. Setze die Anführungszeichen. Schreibe ein Gespräch zwischen dem grossen Frosch und den kleinen Fröschen auf! . . . . . . 12 . . . . 13