Arbeitsblatt: Materialgestützte Erörterung

Material-Details

"Insektenkonsum als Alternative zum Fleisch"
Deutsch
Texte schreiben
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

198492
17
1
19.07.2021

Autor/in

Katrin Filipp
Land: Österreich
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Schulaufgabe materialgestützte, lineare Erörterung – Aufgabenstellung: Verfasse eine Einleitung, drei ausgearbeitete Argumente sowie einen Schluss. Beachte, dass die formale, sprachliche sowie stilistische Gestaltung deiner Erörterung Bestandteile der Bewertung sind. Arbeitszeit: 90 Minuten Thema: Reichlich Nährstoffe und gut für die Umwelt: Insekten werden als Geheimtipp gehandelt, wenn es darum geht, den Fleischhunger der Welt zu stillen. Gibt es bei uns also bald Heuschrecke statt Steak? Erörtere die Vor- oder die Nachteile von Insekten als Fleischersatz. Die folgenden Materialien sollen dir als Informationsquelle dienen. Material 1: Pascal Kiss: Heuschrecken oder Mehlwürmer als Nahrungsmittel der Zukunft? (5.4.2016) Schon heute essen über zwei Milliarden Menschen regelmäßig Insekten. Sie stellen in vielen Ländern zum herkömmlichen Fleisch eine Alternative und Abwechslung dar. Das liegt an ihrem hohen Eiweißgehalt. Aber auch viele Mineralien und die für den menschlichen Körper wichtigen, ungesättigten Fettsäuren sind in ihnen enthalten. Im Vergleich zu klassischen Eiweißquellen wie Rind- oder Schweinefleisch ist die Insektenzucht in der Regel umweltverträglicher. [] Laut einer Studie wird für ein Kilo Rinderfleisch acht Kilo Futtermittel für die Aufzucht bis zur Schlachtreife verwendet. Insekten sind da sparsamer. Für ein Kilo Insekten werden in etwa nur zwei Kilo an Futter benötigt. Heuschrecke statt Schweineschnitzel Insekten pflanzen sich außerdem schnell fort und brauchen wenig Energie für die Aufzucht. Das liegt unter anderem an ihrer Körpertemperatur. Als wechselwarme Tiere passen sie ihre Körpertemperatur der Umgebung an. Schweine oder Kühe halten dagegen ihre Temperatur konstant auf einem Niveau. Das kostet mehr Energie mehr Futter ist nötig. Insekten geben sich außerdem mit weniger Wasser zufrieden und wachsen viel schneller. Auch der Ausstoß von Treibhausgas ist bei den Insekten geringer. Bei der Züchtung wird nur sehr wenig Kohlenstoffdioxid und andere Schadgase wie zum Beispiel Ammoniak ausgestoßen, sagt Dreyer. Er denkt, dass Insekten in Zukunft einen größeren Beitrag leisten könnten, um die Welt zu ernähren. [] Die Welternährungsorganisation spricht von 140 Ländern, in denen Käfer, Raupen und Heuschrecken im Kochtopf landen. Was in Europa für Verwunderung sorgt, ist also in weiten Teilen der Welt normal. Doch große Zuchtanlagen gibt es bisher kaum. Die Tiere werden fast immer in freier Wildbahn gefangen. Daher spielen Insekten auch in Asien und Lateinamerika oft nur eine untergeordnete Rolle als Lebensmittel. Material 2: Daniel Szewczyk: Warum Insekten nicht unser neues Fleisch werden (01.04.2012) „Wenn man Insekten im industriellen Maßstab züchtet, bedeutet das Abermillionen von Tiere auf engstem Raum – was den Einsatz von Medikamenten sehr wahrscheinlich macht. Wir wissen nicht, von welchen Krankheiten diese Tiere alle befallen werden und welche Hygieneprobleme wir uns bei einer Massenproduktion einfangen, sagt Professor Dr. Wilhelm Windisch vom Lehrstuhl für Tierernährung an der TU München. Für sehr überbewertet hält Windisch den in vielen Publikationen angepriesenen Eiweißgehalt: „Einen großen Teil des vermeintlichen Eiweißgehalts vieler Insekten macht das Chitin aus. Es wird bei der Analyse irrtümlich miterfasst, ist jedoch selbst kein Eiweiß und hat auch sonst keinen Nährwert. Ohne das Chitin enthalten Insekten ähnliche Gehalte und Qualitäten an Eiweiß wie andere Nutztiere auch, so Windisch. [Professor Dr. Wilhelm Windisch vom Lehrstuhl für Tierernährung] Darüber hinaus gebe es momentan leider immer noch zu wenige Belege, die aussagekräftige Ergebnisse über Nährstoffanteile von Insekten wiedergeben. Material 3: Fleischatlas 2018, CC-BY 4.0 Material 4: insekten-essen/ warum- Material 5: o. A.: Insekten-Food: Das Nahrungsmittel der Zukunft? (27.02.2020) zwei Milliarden - Insekten als Teil des Speiseplans circa 2.000 verschiedene essbare Arten, die essbar sind. Vertrieb in Deutschland hauptsächlich Buffalowürmer oder Grillen Allergie auf Krustentiere oder Hausstaubmilben reagiert: Beim Verzehr von Insekten könne eine Kreuzallergie entstehen, warnt Insektenkoch Folke Dammann.