Arbeitsblatt: Der Bund kurz erklärt

Material-Details

Bund kurz erklärt
Geschichte
Politik
9. Schuljahr
31 Seiten

Statistik

204673
27
0
22.01.2023

Autor/in

Patrick Hürzeler
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Leitprogramm Bernhard Scheidegger Vorwort Wie «funktioniert» die Schweiz mit ihren Institutionen eigentlich? Die Gratisbroschüre Der Bund kurz erklärt 2020 gibt auf anschauliche Weise darüber Auskunft. Mit dem vorliegenden Leitprogramm werden Sie durch die wichtigsten Bereiche der Broschüre geführt, setzen Texte grafisch um und müssen Ihrerseits Bilder, Texte und Grafiken kommentieren und in eigene Worte fassen. Durch diese «Transfers» wird der Inhalt besser erfasst als beim reinen Durchlesen, der Lernerfolg ist wesentlich höher. Ich wünsche Ihnen – trotz der anspruchsvollen Materie – viel Spass beim Bearbeiten des Leitprogramms. Bernhard Scheidegger, Rüegsauschachen, Februar 2020 Das benötigen Sie Der Bund kurz erklärt 2020 Leitprogramm Broschüre der Schweizerischen Bundeskanzlei mit einem Überblick über die politischen Institutionen der Schweiz. Bernhard Scheidegger Unter folgender Adresse kann sie gratis und portofrei bezogen werden: www.bundespublikationen.admin.ch Suchbegriff: Der Bund kurz erklärt 2020 Daniela Plüss Peter Egger (Hrsg.) Lexikon Allgemein bildung Mit Beiträgen von: Claudio Caduff Maja Dal Cero Heinz Hafner Roland Harders Alois Hundertpfund Werner Kolb Erika Langhans Pavel Novak Manfred Pfiffner Ueli Ruef Bernhard Scheidegger Daniel Schmuki Monika Wyss Plüss Egger (Hrsg.) Weitere Materialien zu diesem Buch: www.hep-verlag.ch Lexikon Das vollständig überarbeitete «Lexikon Allgemeinbildung» enthält mehr als 1500 Begriffe, die für den allgemeinbildenden Unterricht von Bedeutung sind. Zahlreiche Grafiken und Abbildungen veranschaulichen den Inhalt und vertiefen das Verständnis. Das Lexikon ermöglicht eine vernetzte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und deren sprachlicher Umsetzung. Es ist eine wertvolle Nachschlagehilfe im Unterricht, während der Prüfungsvorbereitung und für die Weiterbildung. Allgemeinbildung Es gibt die Broschüre «Der Bund kurz erklärt» auch als App für Tablets und Smartphones. Sie kann unter dem Namen «CH info» in fünf Sprachen heruntergeladen werden (iOS/Android). ISBN 978-3-03905-492-3 Lexikon_UG.indd 1 27.05.10 14:56 Empfehlenswert: Lexikon Allgemeinbildung – elehrmittel Das eLehrmittel «Lexikon Allgemeinbildung» enthält mehr als 1500 Begriffe, die für den allgemeinbildenden Unterricht von Bedeutung sind. Zahlreiche Grafiken und Abbildungen veranschaulichen den Inhalt und vertiefen das Verständnis. Das Lexikon ermöglicht eine vernetzte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und deren sprachlicher Umsetzung. Es ist eine wertvolle Nachschlagehilfe im Unterricht, während der Prüfungsvorbereitung und für die Weiterbildung. Das eLehrmittel «Lexikon Allgemeinbildung» bietet folgende Funktionen: Volltextsuche, Weiterführung auf Wikipedia, Zuordnung der Begriffe zu den Aspekten des Rahmenlehrplans, individuelle Erweiterung um eigene Begriffe und Definitionen, Fragespiel zur spielerischen Wissensaneignung. www.hep-verlag.ch/lexikon-elehrmittel Lexikon Allgemeinbildung – App für iPhone und iPad! Die App «Lexikon Allgemeinbildung» bietet zahlreiche Funktionen wie eine Volltextsuche, verlinkte Begriffe, weiterführendes Nachschlagen auf Wikipedia, verschiedene Sortierungsfilter, ein Fragespiel oder die Möglichkeit, eine Liste von ausgewählten – auch selbst verfassten – Lexikonartikeln anzulegen. www.hep-verlag.ch/lexikon-app Empfehlenswert: ch.ch Offizielle Website von Bund, Kantonen und Gemeinden mit zahlreichen Zusatzinformationen. 2 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Inhalt Was ist ein Leitprogramm, wie funktioniert es? 4 Leitprogramm «Der Bund kurz erklärt» – Arbeitsweise 4 Einheit 1 – Interview und Fakten zur Schweiz 5 A) Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga im Gespräch 6 Glossar zum Gespräch der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga 7 B) Schweiz in Zahlen 8 C) Geschichte der Schweiz 9 D) Föderalismus 10 Einheit 2 – Direkte Demokratie 12 A) Die Gewaltenteilung 13 B) Politische Rechte – wählen und abstimmen 14 C) Parteien 15 Selbsttest zur Einheit 1 und 2 17 Einheit 3 – Das Parlament 19 A) National- und Ständerat: zwei Räte – ein Parlament 20 B) Organisation der Räte 22 C) Die Mechanik des Parlaments 23 Selbsttest zur Einheit 3 24 Einheit 4 – Die Regierung 25 A) Der Bundesrat 26 Selbsttest zur Einheit 4 29 B) Die Departemente 30 Arbeitspass 31 Impressum (Hrsg.) Schweizerische Bundeskanzlei Bernhard Scheidegger Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Gestaltung und Layout: Atelier Bläuer Abbildungen: Bundeskanzlei Fotos: Martin Mägli (S.1), Béatrice Devènes (S. 5), Marc Schlumpf (S. 12), Monika Flückiger (S. 19), Annette Boutelier Yoshiko Kusano (S. 25), Yokisho Kusano (S. 30). 12. Auflage 2020 Alle Rechte vorbehalten 2020 hep Verlag AG, Bern Gutenbergstrasse 31 3001 Bern hep-verlag.ch Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 3 Was ist ein Leitprogramm, wie funktioniert es? Beim Leitprogramm wird der zu lernende Stoff durch die Lernenden im Selbststudium erarbeitet. Dies kann sowohl in Einzel- als auch in Partner- oder Gruppenarbeit geschehen. Das Leitprogramm «leitet» die Lernenden durch den zu bearbeitenden Stoff – daher der Name. Es enthält Aufgaben mit Arbeitsanweisungen und Tests. Wenn die Lernenden eine Einheit abgeschlossen haben, besprechen sie diese mit der Lehrperson. Dadurch ist gewährleistet, dass Unklarheiten oder Fehler frühzeitig erkannt und korrigiert werden. Leitprogramm «Der Bund kurz erklärt» – Arbeitsweise Folgende Symbole werden verwendet Einzelarbeit Partnerarbeit Das Leitprogramm führt Sie durch die Broschüre Der Bund kurz erklärt, Ausgabe 2020. Dabei arbeiten Sie selbstständig – nur wenn etwas gar nicht klar ist, nehmen Sie die Hilfe der Lehrperson in Anspruch. Sehr wahrscheinlich tauchen einige Begriffe auf, die Sie nicht oder nur ungefähr – dem Sinn nach – kennen. Hier ist es wichtig, dass Sie mithilfe eines Lexikons versuchen, sich diese Begriffe zu erschliessen. Das Symbol bedeutet, dass Sie unbedingt den entsprechenden Text in einem Lexikon zur Vertiefung lesen sollten. Bei vielen Fremdwörtern ist auch im Rechtschreibduden eine präzise Erklärung zu finden. Sobald Sie eine Einheit vollständig gelöst haben, besprechen Sie diese mit der Lehrperson. Zuvor füllen Sie das entsprechende Feld des Arbeitspasses aus. Gruppenarbeit Lerntempo und Arbeitsweise Sie bestimmen Ihr Lerntempo selbst anhand Ihrer ähigkeiten. Lesen Sie immer alle Texte aus der Broschüre Der Bund kurz erklärt resp. des Lexikons, die in der Einheit angegeben sind. Hilfe Falls Sie nicht weiterkommen: Blättern Sie zuerst zurück, vielleicht finden Sie die Lösung auf den vorangegangenen Seiten, im Lexikon oder im Duden. Erst wenn Sie das Problem nicht selbst lösen können, fragen Sie die Lehrperson. Arbeitspass Notieren Sie auf dem Arbeitspass, wie gut Sie die einzelnen Aufgaben lösen konnten, wo Probleme aufgetaucht sind und welche Erfahrungen Sie mit dieser Unterrichtsmethode machten. Selbsttest zu den einzelnen Einheiten Diese Fragen sollten Sie ohne Zuhilfenahme des Leitprogramms oder des Lexikons lösen. Arbeitsort und Arbeitsverhalten Sie können im Klassenzimmer oder in einem anderen geeigneten (ruhigen) Raum arbeiten. 4 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Arbeiten Sie mit Bleistift, um Fehler nach der Besprechung korrigieren zu können. Einheit 1 Interview und Fakten zur Schweiz Lernziele Sie haben das Gespräch der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gelesen und kennen die wichtigsten Aussagen. Sie haben die Webseite zum Amt des Bundespräsidiums besucht und kennen die wesentlichen Inhalte. Sie wissen Bescheid über wesentliche Kennzahlen der Schweizer Bevölkerung und der Bundesfinanzen und üben sich im Lesen von Grafiken. Sie erhalten einen kurzen geschichtlichen Überblick zur Entstehung der Schweiz. Sie kennen den föderalistischen Aufbau der Schweiz mit den politischen Ebenen Bund, Kantone, Gemeinden und wissen, welche Aufgaben und Befugnisse diese besitzen. A) Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga im Gespräch Lernziel Sie haben das Gespräch der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gelesen und kennen die Aussagen. Sie haben die Webseite zum Amt des Bundespräsidiums besucht und kennen die wesentlichen Inhalte. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 6 – 7 Arbeitsauftrag Lesen Sie das Gespräch von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga mit Daniel Yule und Valérie Piccand. Besuchen Sie die Webseite zum Bundespräsidium: Lesen Sie die Unterseite «Grundlagen des Bundespräsidiums» (Kurzlink: goo.gl/wmrCJW). Lösen Sie anschliessend das Kreuzworträtsel, bei dem bereits einige Buchstaben als Hilfe eingesetzt sind. Wie lautet der senkrechte, grau unterlegte Begriff? Kurzlink: goo.gl/wmrCJW Auf der nächsten Seite finden Sie ein kleines Glossar, das schwierige Wörter und Be griffe erklärt, welche die Bundespräsidentin im Gespräch benutzt. Dabei sind jeweils die Seite (S.) und die entsprechende Spalte (Sp.) angegeben. Legen Sie das Glossar beim Lesen des Interviews als Hilfe neben den Text. 3 4 1 2 6 5 7 8 9 10 11 Fragen 1. Welches ist die berufliche Tätigkeit, die Daniel Yule ausübt? 2. Um das Klima zu schützen, möchte Daniel Yule, dass die Politik eine Abgabe einführt. Worauf? 3. Laut der Bundespräsidentin, Simonetta Sommaruga, stärken Klimaschutzmassnahmen die Exportindustrie und schaffen A 4. Bis im Jahr 2050 möchte die Schweiz klimaneutral sein. Was würde sie unter dem Strich nicht mehr ausstossen? 5. Ein Problem für den Skifahrer Daniel Yule ist, dass es in den Alpen an einem Tag mit tiefen Minustemperaturen sehr kalt und tags darauf extrem warm ist. Man spricht dabei von W 6. Wasserextreme und damit verbunden auch längere Trockenperioden sind Folgen des Klimawandels. Wie viele Wochen dauert es auf dem Bauernhof von Frau Piccand, bis bei heissem, trockenem Wetter das Wasser knapp wird? 7. Auch die Landwirtschaft sollte sich laut Valérie Piccand anpassen, da sie ebenfalls T verursacht. 8. Was könnte man auf den Stall- und Scheunendächern der Bauern vermehrt montieren, um klimafreundlich Energie zu produzieren? 6 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 9. Von welchem Energieträger neben Gas möchte Frau Sommaruga wegkommen? 10. Klimaschutz kann laut der Bundespräsidentin auch eine Chance sein. Wer kann beispielsweise davon profitieren? 11. Ein weiteres Problem für Daniel Yule ist das Abschmelzen der Gletscher, da auf diesen oft trainiert wird. Problematisch ist in dem Zusammenhang auch der Anstieg der S Glossar zum Gespräch der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga Fortschrittlich; neue verbesserte Verfahren anwendend. Eine innovative Wirtschaft entwickelt neue, bessere und fortschrittlichere Verfahren und Produkte, die jetzt – aber auch in der Zukunft – bedeutsam sind. Beispielsweise die Energiegewinnung ohne oder mit möglichst geringen schädlichen Auswirkungen auf die Natur, durch effizientere, umweltverträgliche Motoren und Maschinen etc. S. 6 2. Sp Treibhausgase Gase in der Atmosphäre, welche verhindern, dass die Wärme der Erde ungehindert ins Weltall gelangen kann. Sie verhalten sich wie Glasscheiben beim Treibhaus, die das Licht ungehindert hinein, die Wärme aber teilweise zurückbehalten. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre die Bodentemperatur durchschnittlich -18C, das Leben auf der Erde nicht möglich. Neben den natürlich vorkommenden Treibhausgasen verursachen die Menschen zusätzliche Gase wie CO2, Methan, Stickoxide oder FCKW. Diese bewirken eine Zunahme des Treibhauseffekts. S. 7 1. Sp Emissionen Ausstoss von schädlichen oder gefährlichen Stoffen. Beispielsweise Abgase, verschmutze Flüssigkeiten, Strahlungen oder Schall. S. 7 1. Sp CO2 Kohlenstoffdioxid, auch Kohlendioxid genannt. Farb- und geruchloses Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff, welches bei der Verbrennung kohlestoffhaltiger Brennstoffe entsteht. Eines der wichtigen Treibhausgase in der Atmosphäre. S. 7 1. Sp fossile Energie Vor Jahrmillionen entstanden aus der Biomasse abgestorbener Pflanzen und toter Tiere unter Luftabschluss. Da dieser Prozess Millionen von Jahre dauerte, zählen diese Energien nicht zu den erneuerbaren Energien. Die wichtigsten fossilen Energien sind Erdöl, Erdgas und Kohle. S. 7 3. Sp innovativ innovative Wirtschaft Arbeitsauftrag Lösen Sie den folgenden Lückentext, der sich auf den Text «Grundlagen des Bundespräsidiums» auf der Webseite zum Bundespräsidium bezieht. Der Film «Der Staatsbesuch» ist empfehlenswert, zum Lösen des Lückentextes jedoch nicht erforderlich 1 Buchstabe, verwenden Sie die Umlaute ä, ö, ü.) Grundlagen des Bundespräsidiums In der Schweiz ist nicht der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin das Staatsoberhaupt, sondern der                           . Der Bundespräsident/ die Bundespräsidentin leitet die                des Bundesrates, ist den sechs anderen Bundesräten aber nicht vorgesetzt, sondern gilt Primus inter Pares, als Erster unter                             . Gewählt wird der Bundespräsident oder Kurzlink: bit.ly/38JtwCp die Bundespräsidentin von der Vereinigten                               . Die Amtsdauer beträgt lediglich Jahr. Der Bundespräsident, die Bundespräsidentin hat während des Amtsjahres                          Verpflichtungen wie die Ansprache zu Neujahr oder die Rede zur Bundesfeier am 1. August. In ihrer Funktion nimmt sie auch amtliche Reisen ins Ausland vor und empfängt das diplomatische Corps, die                        Gesandten in der Schweiz, zum Neujahrsempfang. Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 7 B) Schweiz in Zahlen Lernziel Sie wissen Bescheid über wesentliche Kennzahlen der Schweizer Bevölkerung und der Bundesfinanzen und üben sich im Lesen von Grafiken. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 8 – 9 Arbeitsauftrag Lösen Sie den folgenden Lückentext mithilfe der Grafiken auf den Seiten 7 und 8. 1 Buchstabe, verwenden Sie die Umlaute Ä, Ö, Ü.) Grafiken zur Bevölkerung In der Schweiz leben , Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, wovon rund 2,1 Millionen (25 Prozent)                        Staatsangehörige sind. Die Schweiz hat        Landessprachen. Knapp zwei Drittel aller in der Schweiz lebenden Personen haben als Muttersprache             , fast ein Viertel spricht                      8 Prozent Italienisch und nur jede zweihundertste Person hat                          als Hauptsprache. Italienisch als Muttersprache wird nicht nur im Tessin gesprochen, sondern auch in Gebieten des Kantons                   . 25 Prozent der in der Schweiz lebenden Menschen sprechen eine andere Hauptsprache. Die grösste Ausländergruppe stammt aus              und              mit einem Anteil von 15 bzw. 14 Prozent.    Prozent der Ausländerinnen und Ausländer stammen aus Ländern ausserhalb Europas Das Christentum ist mit einem Anteil von 67 Prozent der Bevölkerung die grösste Religion, wobei die K                   mit 37 Prozent die Mehrheit bilden. Jede vierte in der Schweiz lebende Person gehört Konfession an. Grafiken zu den Finanzen des Bundes Die wichtigsten Einnahmequellen des Bundes sind die                          und die                                       , mit je 31 Prozent. An dritter Stelle folgt die Verrechnungssteuer mit 11 Prozent. Total hat der Bund im Jahr 2018 73,51 Milliarden eingenommen und , Milliarden ausgegeben. Dies ergibt einen Überschuss von , Milliarden für das Jahr 2018. Infolge der Einführung der                            konnte der Bund in den letzten Jahren seine Schulden kontinuierlich verringern. Die Verschuldung der Schweiz ist um einen             auf      Milliarden Franken gesunken. Bund, Kantone und Gemeinden inklusive Sozialversicherungen haben zusammen einen Schuldenberg von circa 195 Milliarden Franken. Dies ergibt eine Schuld von rund 23 000 Franken pro Person. Im internationalen Vergleich steht die Schweiz jedoch sehr gut da. Der grösste Ausgabenposten ist die                              . Jeder dritte Franken fliesst dorthin. Neben der Verbilligung von Krankenkassenprämien sind die und die grossen Posten dieser Kategorie. 8 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm C) Geschichte der Schweiz Lernziel Sie erhalten einen kurzen geschichtlichen Überblick zur Entstehung der Schweiz. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 10 – 11 Arbeitsauftrag Lösen Sie den folgenden Lückentext mithilfe des Textes auf den Seiten 10 und 11. 1 Buchstabe, verwenden Sie die Umlaute Ä, Ö, Ü.) Ein kurzer geschichtlicher Überblick Mit dem Bundesbrief vom August       , in dem die drei Waldstätte Uri, Schwyz und Unterwalden ein Bündnis schliessen, beginnt «offiziell» die Geschichte der Eidgenossenschaft. In der Folgezeit treten den Talschaften weitere Gebiete bei oder werden von diesen erobert. 1798 marschieren napoleonische Truppen in die Eidgenossenschaft ein, erobern und besetzen diese. Es entsteht die von Frankreich gelenkte                      Republik. In diesem                        verlieren die Kantone ihre Selbstständigkeit. In der Mediationsverfassung von 1803 gibt                den Kantonen eine gewisse Eigenständigkeit zurück. Nach dem Sturz Napoleons dreht sich das Rad der Geschichte wieder zurück, die Eidgenossenschaft wandelt sich erneut zu einem Staatenbund, in dem die Kantone mit Ausnahme der                                  fast alles selber bestimmen. Die Grossmächte anerkennen die Schweizer                     . 1847 gipfeln die Spannungen zwischen den reformierten, liberalen Kantonen einerseits und den katholisch-konservativen Kantonen andererseits im                             . Nach der Niederlage des Sonderbundes ist der Weg zur Gründung des Schweizerischen Bundesstaates frei.        entsteht mit der Annahme der Bundesverfassung die moderne Schweiz mit ihren Institutionen, wie wir sie heute kennen. Militär, Zölle, Münzen und die Post werden vereinheitlicht und Sache des Bundes (Schweiz). Nach                            Vorbild erhält die Schweiz mit National- und Ständerat ein Zweikammersystem. 1874 wird die Verfassung zum ersten Mal totalrevidiert, der Bund erhält mehr Aufgaben und das R                 wird eingeführt. Armut und Arbeitslosigkeit führen 1918 zu einem landesweiten                        . 1919 wird die Wahl des Nationalrates erstmalig nach dem           verfahren durchgeführt. 1959 beschliessen die vier grössten Parteien, die Anzahl Bundesräte in der Landesregierung entsprechend ihrer Wählerstärke zu besetzen. Diese Aufteilung, 2 FDP, 2 CVP, 2 SP, 1 SVP, wird bis 2003 Bestand haben und                        genannt.        wird auf eidgenössischer Ebene das Frauenstimmrecht eingeführt. 2002 tritt die Schweiz nach einer Volksabstimmung der      bei. Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 9 D) Föderalismus Lernziel Sie kennen den föderalistischen Aufbau der Schweiz mit den drei politischen Ebenen Bund, Kantone, Gemeinden und wissen, welche Aufgaben und Befugnisse diese besitzen. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 12 – 13; Lexikon; Duden Arbeitsaufträge 1. Im Einleitungstext werden die Begriffe «föderalistisch» und «Föderalismus» verwendet. Was versteht man darunter? Schlagen Sie nach. föderalistisch Föderalismus: 2. Am 1. Januar 2020 gab es in der Schweiz noch 2202 Gemeinden. Damit sind innerhalb eines Jahres 10 weitere Gemeinden «verschwunden», das heisst, sie haben fusioniert, sich mit anderen zusammengeschlossen. Entwicklung der Anzahl Gemeinden in der Schweiz Anzahl Gemeinden 3500 3000 3101 3021 2500 2202 2000 1500 1000 500 0 1950 1990 2000 2010 2020 Jahr a) Beschreiben Sie, wie sich die Anzahl Gemeinden seit 1950 entwickelt hat. b) Um gewisse Aufgaben besser lösen zu können, schliessen sich kleine Gemeinden zusammen. Was könnten solche Aufgaben sein? Nennen Sie einige konkrete Gründe für einen Zusammenschluss. 10 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 3. Lesen Sie die drei Texte zu Gemeinden, Kantonen und Bund auf der Seite 13 durch und fassen Sie diese mit eigenen Worten in ganzen Sätzen zusammen. Bund: Kantone: Gemeinden: 4. 80 Prozent der Gemeinden besitzen kein eigenes Parlament. Die stimmberechtigten Gemeindebürgerinnen und -bürger versammeln sich mehrmals pro Jahr zu Abstimmungen und Geschäften, die so in direktdemokratischer Weise behandelt werden. Wie nennt man diese Versammlung, die oft in der Schulaula oder der Mehrzweckanlage tagt? 5. Stimmt es, dass neben dem Bund auch die Kantone und Gemeinden Steuern erheben? 6. Ordnen Sie die Aufgabenbereiche der richtigen Ebene zu Nationalstrassen Polizei Internationale Feuerwehr Beziehungen Ortsplanung Kernenergie Bund Kanton Gemeinde Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 11 Einheit 2 Direkte Demokratie Lernziele Sie lernen die Organe der Schweiz kennen und wissen, wie und durch wen sie gewählt werden und welche Aufgaben und Funktionen sie haben. Sie kennen den Begriff und die Bedeutung der Gewaltenteilung. Sie lernen die Mitbestimmungsrechte auf Schweizer Ebene kennen. Sie wissen, was eine Partei ist, kennen ihre Aufgaben und Funktionen sowie die vier wählerstärksten Schweizer Parteien. Sie kennen das Links-Rechts-Schema und seine Bedeutung. Direkte Demokratie: Glarner Landsgemeinde 12 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm A) Die Gewaltenteilung Lernziele Sie lernen die Organe der Schweiz kennen und wissen, wie und durch wen sie gewählt werden und welche Aufgaben und Funktionen sie haben. Sie kennen den Begriff und die Bedeutung der Gewaltenteilung. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 16 – 17; Lexikon: Artikel «Bundeskanzler» lesen Arbeitsaufträge 1. Vervollständigen Sie das unten stehende Schema. Verbinden Sie die einzelnen Elemente mit Pfeilen und beschriften Sie die Pfeile. ausführende Gewalt richterliche Gewalt gesetzgebende Gewalt alle wählt Jahre Die Richterinnen und Richter des Ständerat vertritt Mio. Stimmberechtigten Instanz oberste politische Schweizer Volk mit Souverän: alle wählt Jahre repräsentiert die Gesamtbevölkerung 2. Die Macht der Schweiz ist auf die drei Staatsgewalten Legislative,                    und         verteilt. 3. Eine Person kann nur Gewalt angehören. Wird bspw. ein Nationalrat in das Amt eines Bundesrichters oder Bundesrats gewählt, so muss er von seinem Nationalratsmandat zurück     . Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 13 B) Politische Rechte – wählen und abstimmen Lernziel Sie lernen die Mitbestimmungsrechte auf Schweizer Ebene kennen. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 18 – 19; Lexikon Arbeitsauftrag Lesen Sie auf den Seiten 18 und 19 die Texte zu den Volksrechten und zur Vertiefung die mit dem Lexikonsymbol ergänzten Begriffe im Lexikon Allgemeinbildung. Ergänzen Sie dann das Mindmap. Änderung Ergänzung der Unterschriften  Volksinitiative Monate Sammelzeit Abstimmung durch Volksmehr Mehrheit aller Stimmenden (gesamtschweizerisch) Annahme nur bei      Mehr Ständemehr Mehrheit der Kantone, die zustimmen alle Schweizerinnen und Schweizer Wahlrecht Alter aktives passives: Häufigkeit Volksrechte in der Schweiz auf Bundesebene wer: Häufigkeit: Stimmrecht Anzahl Geschäfte pro Abstimmung: durchschnittlich je 3-4 Änderung der (Initiative) (doppeltes Mehr erforderlich) Abstimmung über: (Volksmehr genügt) das Recht, über Parlamentsentscheide und gewisse Staatsverträge) eine V       zu verlangen Unterschriften innert Tagen mind. Kantone fakulatives Referendum Allgemein versteht man unter Referendum eine 14 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm K C) Parteien Lernziele Sie wissen, was eine Partei ist, kennen ihre Aufgaben und Funktionen sowie die vier wählerstärksten Schweizer Parteien. Sie kennen das Links-Rechts-Schema und seine Bedeutung. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 20 – 23; Lexikon Arbeitsaufträge 1. Beschreiben Sie anhand des Textes auf den Seiten 20 und 21 und des Partei ist. was eine 2. Wie viele Bundesräte haben die vier wählerstärksten Parteien? 3. Welches ist die älteste Partei der Schweiz? 4. Welche Partei hat am meisten Ständeräte, welche am meisten Nationalräte und wie viele sind es jeweils? 5. a) In der Broschüre «Der Bund kurz erklärt» sind die Parteien in einer Grafik auf der Links-Rechts-Achse eingetragen. Wo liegt die SVP, wo liegen die SP und die CVP? SVP: SP: CVP: b) Was sind rechte Anliegen, was sind linke Anliegen? Nennen Sie je drei linke und drei rechte Anliegen. Linke Anliegen: Rechte Anliegen: 6. Wie gross ist der prozentuale Sitzanteil der vier Bundesratsparteien SVP, SP, FDP und CVP in National- und Ständerat zusammen? 7. Wie viele Parteien sind insgesamt im Schweizer Parlament vertreten? Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 15 8. Um welche der vier wählerstärksten Parteien handelt es sich? Lesen Sie dazu vorgängig die vier Parteienporträts, deren Texte in Abstimmung mit den jeweiligen Parteisekretariaten erstellt wurden. Scannen Sie mit einem QR-Code-Scanner den Code ein oder geben Sie im Browser den Kurzlink ein, um auf die entsprechende Webseite zu gelangen. SVP SP FDP CVP Schweizerische Volkspartei Sozialdemokratische Partei der Schweiz FDP. Die Liberalen Christlichdemokratische Volkspartei Sie ist die wählerstärkste Partei der Schweiz und besitzt mit insgesamt 70 Sitzen (National- und Ständerat) am meisten Abgeordnete in Bern. Zentrales Anliegen ist die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Sie setzt sich für eine gerechte und solidarische Schweiz ein, bei der die Renten gesichert werden und die AHV gestärkt wird. Die Familien und der Mittelstand sind ihr besonders wichtig. Sie möchte verbesserte Rahmenbedingungen für Familien wie bezahlten Vaterschaftsurlaub und bessere Betreuungsmöglichkeiten. Setzt auf erneuerbare Energien, um die Umwelt zu schützen, und ist für den Ausstieg aus der Atomenergie. Sie unterstützt die Modernisierung der Armee. In der Altersvorsorge ist sie für das gleiche Rentenalter für Frauen und Männer. Will mit verschärftem Recht Asylmissbrauch konsequenter bekämpfen. Sie ist für die uneingeschränkte politische Selbstbestimmung und Neutralität der Schweiz. Möchte ein flexibles Rentenalter zwischen 62 und 70 Jahren bei einem einheitlichen Rentenalter von 65 Jahren für Männer und Frauen. Um die AHV zu unterstützen, ist sie für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Ist gegen einen Beitritt der Schweiz zur EU. Am bilateralen Weg mit der EU möchte sie festhalten, ein Beitritt steht für sie jedoch nicht zur Debatte. Sie möchte die Armee deutlich verkleinern. Setzt auf den Erhalt des bilateralen Weges mit der EU, möchte weniger staatliche Regulierung, keine Bürokratie und tiefe Steuern. 16 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm CVP Kurzlink: goo.gl/bGw5QV FDP Kurzlink: goo.gl/8W8upL SP Kurzlink: goo.gl/fj7vYh SVP Kurzlink: goo.gl/mzz7ZQ Selbsttest zur Einheit 1 und 2 ohne Broschüre Lexikon lösen! Direkte Demokratie, bei der die Bürgerinnen und Bürger anstehende Entscheide auf kantonaler Ebene diskutieren und anschliessend durch Handheben beschliessen, gibt es nur noch bei den Landsgemeinden in Appenzell Innerrhoden und Glarus. Alle anderen Kantone haben vom Volk gewählte Parlamente. Bedarf es der Zustimmung des Volkes, geschieht dies durch Abstimmung an der Urne. Auf kommunaler Ebene (Gemeinde ebene) ist die Form der direktdemokratischen Entscheidungsfindung jedoch weitverbreitet – nämlich in vier Fünfteln ( 80 Prozent) der Gemeinden. 1. Wie nennt man die Institution der direktdemokratischen Entscheidungsfindung in den Gemeinden? 2. Die Schweiz ist föderalistisch in drei politische Ebenen aufgeteilt. In welche? 3. Wie heissen die vom Lateinischen ins Deutsche abgeleiteten Begriffe der drei Gewalten und was bedeuten sie? 4. Was versteht man unter Gewaltenteilung? 5. Verbinden Sie mit Pfeilen die Begriffe, die zusammengehören. Nationalrat Bundesgericht Ständerat Bundesrat Exekutive Legislative Judikative gesetzgebende Gewalt richterliche Gewalt ausführende Gewalt 6. Wie häufig finden National- und Ständeratswahlen statt? 7. Wie viele gültige Unterschriften braucht es für ein Referendum, und innerhalb welcher Frist müssen diese gesammelt werden? 8. Stimmt es, dass jeder Kanton eine eigene Verfassung hat? 9. Was versteht man unter dem aktiven Wahlrecht, was unter dem passiven? Aktives Wahlrecht: Passives Wahlrecht: Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 17 10. Die Schweiz ist ein F                               Staat, bei dem die Kantone und Gemeinden über eine hohe Selbstständigkeit verfügen. Sie besteht aus    Kantonen, auch            genannt, und entstand in ihrer heutigen Form als Bundesstaat im Jahre       aus der Eidgenossenschaft, indem die Kantone einen Teil ihrer Selbstständigkeit (                        an den Bund abgegeben haben, beispielsweise in den Bereichen Armee,      Aussenpolitik oder Geld. 11. Was versteht man unter dem Begriff «doppeltes Mehr»? 12. 76 Prozent der Sitze im National- und Ständerat werden von vier Parteien gehalten. Diese stellen auch alle Bundesräte. Um welche Parteien handelt es sich? 13. Was ist hier falsch? Unterstreichen Sie den fehlerhaften Satzteil und korrigieren Sie ihn auf den dafür vorgesehenen Linien. Mit Initiativen kann man die Bundesverfassung ändern. Hat man 100 000 Unterschriften innerhalb von 18 Monaten gesammelt, wird die Verfassung durch den Bundesrat angepasst. 14. Kreuzen Sie an, ob die Initiative angenommen oder verworfen ( abgelehnt) wird. Die sechs Halbkantone haben nur je eine halbe Standesstimme. Gesamtstimmen aller Schweizerinnen und Schweizer (Volk) Volksabstimmungsresultate in den Ständen (Kantone) Ja Nein Ja Nein Initiative angenommen Var. 1,4 Mio. 1,1 Mio. 11,5 11,5 Var. 1,5 Mio. 1,1 Mio. 19,5 3,5 Var. 1,1 Mio. 1,2 Mio. 13 10 Var. 1,28 Mio. 1,29 Mio. 8,5 14,5 Initiative abgelehnt 15. Nennen Sie die zwei direktdemokratischen Instrumente, mit denen das Schweizer Stimmvolk Einfluss auf die Politik nehmen kann. 1. 2. 18 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Füllen Sie nun den Arbeitspass aus und lassen Sie die Einheit korrigieren! Einheit 3 Das Parlament Lernziele Sie kennen das Parlament der Schweiz und wissen, wie es sich zusammensetzt. Sie kennen die Begriffe «Kommission» und «Fraktion» und wissen, welche Rolle eine Fraktion im politischen Alltag spielt. Sie kennen die Aufgaben des Parlaments. Sie kennen die Zusammensetzung von National- und Ständerat und wissen, welche Kompetenzen die zwei Kammern besitzen. Sie kennen die Arbeit und die parlamentarischen Mittel des National- und Ständerats. Sie kennen die vorberatende Rolle der Kommissionen in der Arbeit des Parlaments. A) National- und Ständerat: zwei Räte – ein Parlament Lernziel Sie kennen das Parlament der Schweiz und wissen, wie es sich zusammensetzt. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 26 – 27; Lexikon Arbeitsauftrag Lesen Sie alle Texte auf den genannten Seiten in der Broschüre und die Begriffe «Nationalrat» und «Ständerat» zusätzlich in einem Lexikon nach. Ergänzen Sie anschliessend das Mindmap anhand der Texte. Mitglieder Nationalrat Grosse Kammer Anzahl Nationalräte (NR) pro Kanton entsprechend der Personen ein Nationalratsmitglied ca. pro Zürich AI NR NR Wahl durch: Anzahl Fraktionen: Zweikammerparlament Mitglieder Ständerat pro Kanton Mitglied(er) pro «Halbkanton»* Mitglied(er) Wahl durch: Anzahl der Fraktionen: repräsentiert die Gesamtbevölkerung: Zweikammersystem beide Kammern sind repräsentiert die Kantone: National- und Städterat behandeln die Geschäfte tagt im Vereinigte Bundesversammlung tagt bei Wahl von: Leitung: *«Halbkanton» ist eigentlich kein offizieller Begriff mehr, wird aber noch häufig verwendet. Seit der neuen Bundesverfassung von 1999 gibt es nur noch Kantone. Die sechs ehemaligen Halbkantone haben jedoch immer noch die Einschränkung der halben Ständeratszahl und der halben Stimmkraft bei Initiativabstimmungen. 20 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Arbeitsauftrag Schauen Sie den Film «Erklär mir das Parlament» und lösen Sie anschliessend den Lückentext. 1 Buchstabe, verwenden Sie die Umlaute Ä, Ö, Ü.) Kurzlink: goo.gl/iuNXxz (Videodauer 4 Min.) Kurzlink: goo.gl/iuNXxz Das Schweizer Parlament, auch Bundesversammlung genannt, ist die o           gesetzgebende Behörde. Das Parlament ist eine der        Staatsgewalten, neben dem                  und den                  Das Parlament macht              der Bundesrat führt sie aus. Der Sinn dieser Aufteilung liegt darin, dass keiner zu m           wird. Nationalrat und Ständerat müssen gleicher Meinung sein, um Beschlüsse zu treffen. Der Ständerat besteht aus    Sitzen. Der Nationalrat hat      Mitglieder. Ist nicht Session, nehmen die National- beziehungsweise Ständeräte an Kommissionssitzungen teil oder arbeiten in ihrem B       Die Sitzungen des Parlaments sind ö                 Wer will, kann von der Tribüne im Nationalrats- oder Ständeratssaal die Debatte mitverfolgen. Es ist auch möglich, diese live im W   zu verfolgen. Wie entsteht ein Gesetz? Ein Gesetzesvorschlag kann vom P               vom B               von K             oder durch eine V                           initiiert werden. Jeder Gesetzesentwurf wird von der zuständigen K                 vorbereitet und danach in beiden Kammern (National- und Ständerat) beraten. Nur wenn b       Räte dem Gesetzesentwurf zustimmen, kann er in Kraft treten. Bei Differenzen geht das Gesetz zurück in die andere Kammer. Maximal        Mal kann ein Gesetzesentwurf hin und her gehen. Sind sich danach die zwei Kammern immer noch nicht einig, hilft eine E              konferenz, eine Lösung zu finden. Erzielen die beiden Kammern keine Einigung, wird das diskutierte Gesetz verworfen. Das Schweizer Parlament w       und k                     die Mitglieder des Bundesrates und des Bundesgerichts. Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 21 B) Organisation der Räte Lernziel Sie kennen den Begriff «Fraktion» und wissen, welche Rolle eine Fraktion im politischen Alltag spielt. Sie kennen die Aufgaben des Parlaments. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 28 – 29 Arbeitsaufträge 1. Was ist eine Fraktion und wie viele Ratsmitglieder braucht es mindestens, um eine solche zu bilden? 2. Die BDP, Bürgerlich demokratische Partei, hat im Schweizer Parlament drei Nationalräte. Weshalb haben sich die drei Abgeordneten der CVP Fraktion angeschlossen? 3. Nennen Sie zwei Vorteile, die die BDP Nationalräte durch ihren Anschluss an die CVP Fraktion erlangten. 4. Welchen Vorteil hat die CVP Fraktion durch die drei BDP Nationalräte in ihrer Fraktion? 5. Welche ist die Hauptaufgabe des Parlaments? 6. Nennen Sie stichwortartig die fünf Bereiche, für die das Parlament neben der Gesetzgebung auch noch zuständig ist. 1. 2. 3. 4. 5. 7. Wie oft tagt das Schweizer Parlament im Jahr? 22 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm C) Die Mechanik des Parlaments Lernziel Sie kennen die Arbeit und die parlamentarischen Mittel des National- und Ständerats. Sie kennen die vorberatende Rolle der Kommissionen in der Arbeit des Parlaments. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 31 – 32 und Seite 35 Kurzlink: goo.gl/WdffC0 Arbeitsaufträge Zusatzinfos zur Kommissionsarbeit: Film «Zimmer 286» Kurzlink: goo.gl/WdffC0 (Videodauer 14 Min.) 1. Den Mitgliedern von National- und Ständerat stehen vielfältige parlamentarische Mittel zur Verfügung, sogenannte V               mit deren Hilfe sie beispielsweise neue Gesetze initiieren können. Mit einer parlamentarischen Initiative kann ein Ratsmitglied veranlassen, dass das Parlament selber ein            erlässt. Mit der Motion wird der                  beauftragt, eine Gesetzesände- rung auszuarbeiten. Beim Postulat muss der Bundesrat lediglich p         ob eine Gesetzesänderung oder Massnahme zu treffen ist. Die I                -          dient dazu, vom Bundesrat zu einer wichtigen Sache schriftlich Auskunft zu verlangen. 2. Stimmt es, dass die Mitglieder des National- und Ständerats im Jahr 2019 mehr als 10 Vorstösse pro Ratsmitglied einreichten? 3. Wie viele Sachbereichskommissionen gibt es und womit beschäftigen sich diese? 4. Welche Aufgabe und Rolle haben die Kommissionen von National- und Ständerat? 5. Weshalb finden die Sitzungen der Kommissionen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt? 6. Die Anzahl Mitglieder in den Kommissionen entspricht den F                            grosse Fraktionen sind dadurch mit mehr Parlamentariern vertreten als kleinere. Die Kommissionen tagen jeweils in der Zeit zwischen den                    ein- bis zweimal für einen oder zwei         7. Ein Mitglied des Nationalrats sitzt durchschnittlich in ein bis zwei Kommissionen, ein Ständerat in drei bis vier. Welcher zusätzliche Zeitaufwand ergibt sich dadurch pro Jahr für einen Nationalrat, welcher für einen Ständerat? Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 23 Selbsttest zur Einheit 3 ohne Broschüre Lexikon lösen! 5 4 2 3 6 12 1 7 11 10 8 9 Verwenden Sie die Umlaute Ä, Ö, Ü. 1. 2. 3. Erhielten 1971 das Stimm- und Wahlrecht. Kanton mit den meisten Nationalrätinnen und Nationalräten (35 NR). Bereitet quartalsweise an drei bis vier Tagen ausserhalb der Sessionszeit die Geschäfte ihrer Kammer (National- oder Ständerat) vor. 4. Um einen Ausgleich zwischen grossen und kleinen Kantonen zu schaffen, verfügt das Schweizer Parlament wie in den USA über ein . 5. Angehörige der gleichen Partei oder gleichgesinnter Parteien, die sich im Parlament (National- und Ständerat) zusammengeschlossen haben. 6. Anderer Begriff für die Grosse Kammer. 7. Wird von der Vereinigten Bundesversammlung gewählt. 8. Wenn die beiden Kammern (National- und Ständerat) zusammen im Nationalratssaal tagen, nennt man dies: Vereinigte 9. Im Gegensatz zum Ausland, wo Parlamentarier/-in meist ein Beruf ist, gehen die Mitglieder des National- und Ständerats in der Schweiz noch einer anderen Arbeit nach. Man nennt das Schweizer System deshalb 10. Die Hauptaufgabe des Parlaments ist das Erstellen von 11. Parlamentskammer, welche die 26 Kantone vertritt. 12. Stärkstes parlamentarisches Mittel, das den Bundesrat verpflichtet, zu einem Gesetz, einem Beschluss oder einer Verordnung einen Entwurf auszuarbeiten und dem Parlament zu unterbreiten. 24 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Konnten Sie nicht alle Fragen beantworten? Dann schlagen Sie jetzt in Ihren Unterlagen nach! Füllen Sie nun den Arbeitspass aus und lassen Sie die Einheit korrigieren! Einheit 4 Die Regierung Lernziele Sie kennen die Aufgaben des Bundesrats, können die Bundesrätinnen und Bundesräte namentlich nennen und kennen die Begriffe «Zauberformel» und «Kollegialitätsprinzip». Sie wissen Grundsätzliches zur geschichtlichen Entwicklung des Bundesrats. Sie kennen die Aufgaben eines Departements oder die Aufgaben der Bundeskanzlei. Sie üben sich in der Präsentationstechnik. Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 25 A) Der Bundesrat Lernziele Sie kennen die Aufgaben des Bundesrats, können die Bundesrätinnen und Bundesräte namentlich nennen und kennen die Begriffe «Zauberformel» und «Kollegialitätsprinzip». Sie wissen Grundsätzliches zur geschichtlichen Entwicklung des Bundesrats. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 42 – 43; Lexikon Arbeitsauftrag Ergänzen Sie anhand des Textes folgendes Mindmap. SVP SVP Anzahl Aufteilung nach Parteien und Personen Bundesräte Amtszeit FDP Wahl durch Stehen vor Bundesrat trifft sich 1 Mal pro einer Sitzung Entscheide gegen aussen so wie entschieden hat Kollegialbehörde Kollegialitätsprinzip regieren legt zu und fest bereitet übergibt Vorlagen dem Beratung und Beschluss steuert mit und Staats rechnung die Bundesfinanzen 26 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm vor zu Arbeitsauftrag Der Bundesrat kurz erklärt Lösen Sie mit Hilfe der drei Filme den folgenden Lückentext. Kurzlinks: Folge 2: Die Kunst der guten Vorbereitung: Folge 3: In der Sitzung immer per Sie: Folge 4: Parlez-vous Hochdeutsch: Die Bundesratssitzung Der Bundesrat trifft sich jeden M             zu einer gemeinsamen Sitzung. Dabei werden bis zu 100 Geschäfte behandelt. Diese hohe Anzahl ist nur zu bewältigen, weil die Geschäfte vorgängig von der V                 vorbehandelt wurden. Sie sind zudem in Kategorien eingeteilt. Unbestrittene Geschäfte und parlamentarische Vorstösse können im M                   behandelt werden. In der Sitzung gibt es aus Sicherheitsgründen weder Handys noch Computer am Netz. In den Sitzungen sind die Bundesräte per     , obwohl sie sich sonst duzen. Dies hilft, die nötige Distanz zu schaffen. Nach einem Entscheid vertreten sie nur noch        Position, die des Gesamtbundesrates. Das ist das Prinzip der Kollegialität. Im Bundesrat wird in den drei Landessprachen Deutsch, F                   und I                   gesprochen. Auch alle G           und Verordnungen werden in den drei Sprachen veröffentlicht. Vieles wird auch ins R                         übersetzt. Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 27 Arbeitsaufträge 1. Stimmt es, dass der Bundesrat jährlich mehr als 2000 Geschäfte behandelt? 2. Der Bundesrat trifft sich 1 Mal pro          zu einer Sitzung. Er legt Ziele und                 fest. Er bereitet Gesetzes              vor, die er anschliessend dem Parlament zur              und zum Entscheid übergibt. 3. Welche Parteizugehörigkeiten hatten die Mitglieder des ersten Schweizer Bundesrats von 1848? 4. Wann stellten die heutigen Bundesratsparteien zum ersten Mal ein Mitglied des Bundesrats? Nennen Sie die Jahreszahlen. FDP: CVP: SVP: SP: 5. Wie heisst der aktuelle Bundespräsident, für wie lange ist er gewählt, welche Funktion übt er bei den Bundesratssitzungen aus? 6. Wer unterstützt den Bundesrat bei der Vorbereitung der Regierungsgeschäfte? 7. Wie heisst der aktuelle Bundeskanzler und welcher Partei gehört er an? 8. Zauberformel: a) In welchem Jahr wurde die Aufteilung der Sitze im Bundesrat entsprechend der Parteistärke (2 FDP 2 CVP, 2 SP, 1 SVP) eingeführt? b) Wann wurde die parteipolitische Aufteilung der Sitze im Bundesrat erstmals geändert? c) Welche Partei erhielt dabei einen zusätzlichen Bundesratssitz? 28 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Selbsttest zur Einheit 4 1. Durch wen wird der Bundesrat gewählt? 2. Wie lange dauert die Amtsdauer eines Bundesrats? 3. Nennen Sie drei Mitglieder des Bundesrats und ihre Parteizugehörigkeit. 4. Weshalb geben die Mitglieder des Bundesrats in der Öffentlichkeit nicht ihre persönliche Meinung zu einem Geschäft ab, resp. sagen nicht, wie sie im Gesamtbundesrat gestimmt haben? 5. Wie heisst der aktuelle Bundespräsident/die aktuelle Bundespräsidentin? 6. Stimmt es, dass aktuell alle Mitglieder des Bundesrates aus Kantonen der deutschen Schweiz stammen? 7. Stimmt es, dass der Bundeskanzler an den Bundesratssitzungen teilnimmt und diese leitet? 8. Ist es richtig, dass im ersten Bundesrat von 1848 der Bundesrat bereits nach der Zauberformel besetzt wurde? Füllen Sie nun den Arbeitspass aus und lassen Sie die Einheit korrigieren! Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 29 B) Die Departemente Lernziel Sie kennen die Aufgaben eines Departements oder die Aufgaben der Bundeskanzlei. Sie üben sich in der Präsentationstechnik. Material: Der Bund kurz erklärt 2020, Seiten 44 – 75; Lexikon; www.admin.ch Arbeitsauftrag 1. Bilden Sie entsprechend der Klassengrösse acht Gruppen. 2. Wählen Sie ein Departement oder die Bundeskanzlei aus. 3. Tragen Sie sich bei der Lehrperson in die Liste mit den Departementen ein. (Ein Departement kann nur von einer Gruppe bearbeitet werden.) Ihr Auftrag ist es, sich über das Departement und dessen Vorsteherin oder Vorsteher (Bundesrätin, Bundesrat oder Bundeskanzler) mit der Broschüre Der Bund kurz erklärt 2020 und den entsprechenden Seiten im Web zu informieren. Anschliessend stellen Sie Ihr Departement in einem Kurzvortrag von 7 – 10 Minuten der Klasse vor. Rahmenbedingungen der Präsentation 30 Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm Sprache: Hochdeutsch Präsentation mit Stichwortkärtchen Einsatz von mindestens einem Medium plus Wandtafel Flipchart für die Inhaltsübersicht Die Präsentation wird bewertet Arbeitspass Füllen Sie den Arbeitspass jeweils vor der Kontrolle der entsprechenden Einheit aus. Antworten Sie in Sätzen oder stichwortartig. verbessern in Ordnung Einheit 1 Das habe ich gelernt: Kontrolle Lehrperson unvoll ständig Antworten Da hatte ich Probleme: Eigene Bemerkungen: Einheit 2 Das habe ich gelernt: Da hatte ich Probleme: Eigene Bemerkungen: Einheit 3 Das habe ich gelernt: Da hatte ich Probleme: Eigene Bemerkungen: Einheit 4 Das habe ich gelernt: Da hatte ich Probleme: Eigene Bemerkungen: Der Bund kurz erklärt 2020 – Leitprogramm 31